{"id":19584,"date":"2020-03-05T09:19:55","date_gmt":"2020-03-05T08:19:55","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=19584"},"modified":"2020-03-05T09:19:55","modified_gmt":"2020-03-05T08:19:55","slug":"wie-serientauglich-sind-additive-technologien-fuer-die-automobilproduktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=19584","title":{"rendered":"Wie serientauglich sind additive Technologien f\u00fcr die Automobilproduktion?"},"content":{"rendered":"<p>Antworten zum Status quo und zu Perspektiven gibt das Forum Automobil &amp; Mobilit\u00e4t u. a. mit Beitr\u00e4gen von Daimler Buses, BMW, VW und Schaeffler am 5. und 6. Mai 2020 zur 17. Rapid.Tech 3D in Erfurt<\/p>\n<p>Gro\u00dfserienf\u00e4higkeit ist f\u00fcr die kostengetriebene Automobilindustrie ein wesentliches Kriterium, um neue Technologien und Prozesse zu nutzen. Welchen Reifegrad Additive Manufacturing (AM) hier erreicht hat und wie sich die Branche durch AM ver\u00e4ndern wird, steht im Mittelpunkt des Forums Automobil &amp; Mobilit\u00e4t am 5. und 6. Mai 2020 zur 17. Rapid.Tech 3D in der Messe Erfurt.<\/p>\n<p>\u201eWir haben den Titel des Forums bewusst um den Begriff Mobilit\u00e4t erweitert, um die Bandbreite f\u00fcr die verschiedenen Szenarien aufzuzeigen \u2013 vom individuell gefertigten Sportwagen bis zu Massenmobilit\u00e4tsmitteln wie Bus und Zug. Dem Forum sind am ersten Tag Keynotes von Ferrari, Bombardier und Fraunhofer vorgeschaltet. Sie bilden einen idealen Einstieg in unsere zweit\u00e4gige Veranstaltung, auf der Fahrzeughersteller und Zulieferer den Status quo 2020 f\u00fcr 3D-Druck-Anwendungen in ihren Fertigungen vorstellen werden. Au\u00dferdem zeigen Technologieanbieter zuk\u00fcnftiges AM-Potenzial f\u00fcr die Branche auf. Wir freuen uns, dass wir daf\u00fcr renommierte Experten, u. a. von Daimler Buses, BMW, Volkswagen und Schaeffler, gewinnen konnten\u201c, informieren Frank Cremer, Vertriebsmanager bei 3D Systems, und Dr. Bernhard M\u00fcller, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung. Beide verantworten die inhaltliche Ausrichtung des Forums.<\/p>\n<p>Unter welchen Voraussetzungen der industrielle 3D-Druck \u201eBus f\u00e4hrt\u201c, beleuchtet Ralf Anderhofstadt von EvoBus (Daimler Buses). Am Anfang steht das Identifizieren wirtschaftlicher Anwendungen im Vergleich zu konventionellen Fertigungen, um die Vorteile von AM zu erschlie\u00dfen. Im Vortrag werden bereits realisierte Bauteil-Projekte pr\u00e4sentiert und die Ver\u00e4nderungen der aktuellen Supply Chain durch 3D-Druck aufgezeigt.<\/p>\n<p>Effekte wie Leichtbau, aktive Aerodynamik, Funktionsintegration und ansprechendes Design vereint der Fuldaer Engineering-Dienstleister EDAG in einem neuartigen Heckfl\u00fcgelsystem. Sebastian Fl\u00fcgel erl\u00e4utert, dass dieses \u201eWING3D\u201c-Konzept nur mittels additiver Fertigung realisiert werden kann. Ausgelegt ist das System als Kleinserienanwendung f\u00fcr Sportfahrzeuge.<\/p>\n<p>Bereits st\u00e4rker etabliert hat sich die additive Fertigung bei der Herstellung von Werkzeugen und Betriebsmitteln. Ein Engpass f\u00fcr die Skalierbarkeit von Anwendungen ist jedoch die manuelle Konstruktion, die bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten ausmacht. Das Berliner Softwareunternehmen trinckle hat f\u00fcr den Automobilhersteller Ford eine L\u00f6sung zur Automatisierung des Designprozesses entwickelt, die Dr. Ole Br\u00f6ker vorstellt.<\/p>\n<p>Noch einige Herausforderungen m\u00fcssen f\u00fcr den wirtschaftlichen Einsatz des metallischen 3D-Drucks in der Automobilindustrie gemeistert werden. Alexander R\u00fctjes vom weltgr\u00f6\u00dften Automobilhersteller Volkswagen untersucht in seinem Vortrag, welche Grundvoraussetzungen zu erf\u00fcllen sind, um Metall-3D-Druck in die Gro\u00dfserie zu bringen und welche Anwendungen und Verfahren sich anbieten.<\/p>\n<p>Wie der wichtige Automobilwerkstoff Polypropylen (PP) jetzt auch f\u00fcr die additive Fertigung genutzt werden kann, zeigt Phillip Amend von Proto Labs Germany aus Feldkirchen bei M\u00fcnchen auf. Das Material, aus dem etwa jedes dritte Kunststoffteil im Auto besteht, wird bisher haupts\u00e4chlich mittels Spritzgie\u00dfen verarbeitet. Durch neue Werkstoffentwicklungen k\u00f6nnen nunmehr PP-Teile mittels Selektivem Lasersintern auch additiv hergestellt werden.<\/p>\n<p>Ein Technologieangebot f\u00fcr die Automobilindustrie unterbreitet Dr. Sabrina Vogt von der TRUMPF Laser- und Systemtechnik. Sie informiert zu den Perspektiven f\u00fcr das Beschichten durch Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschwei\u00dfen. Vor allem f\u00fcr das Erzeugen verschlei\u00dffester Schichten, z. B. an Ventilen oder Bremsscheiben, bietet dieses additive Verfahren Potenzial.<\/p>\n<p>Der zweite Tag des Forums (6. Mai 2020) beginnt mit einem Vortrag von Carsten Merklein von Schaeffler Technologies. Er stellt die Chancen, aber auch die Risiken bei der Implementierung additiver Fertigung im Unternehmen dar und zeigt am Praxisbeispiel auf, wie H\u00fcrden zu \u00fcberwinden sind.<\/p>\n<p>AM-Potenziale f\u00fcr Anwendungen in der Automobilindustrie aus Zuliefersicht pr\u00e4sentiert Sebastian K\u00fcnne vom Umformtechnik-Spezialisten Otto Fuchs aus Meinerzhagen\/Nordrhein-Westfalen am Beispiel eines Aluminium-Fahrwerkbauteils und eines Titan-Radtr\u00e4gers f\u00fcr den Rennsport. Dabei werden sowohl Vorteile der additiven Fertigung als auch deren Grenzen im Vergleich zur herk\u00f6mmlichen Herstellung erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Bei BMW r\u00fcckt mit einem wachsenden Volumen additiv gefertigter Teile die Optimierung der Prozessketten verst\u00e4rkt in den Vordergrund. Eine \u201eBremse\u201c beim Kunststoff-3D-Druck ist die Abk\u00fchlzeit. Wie dieser die Gesamtfertigungszeit stark beeinflussende Faktor deutlich reduziert werden kann, ist Inhalt des Vortrags von Paul Osswald. Er berichtet, wie der bayerische Automobilhersteller die M\u00f6glichkeiten des maschinellen Lernens nutzt, um K\u00fchlzeiten in der additiven Fertigung prozesssicher zu reduzieren und Bauauftr\u00e4ge optimal zu planen.<\/p>\n<p>Als eine Technologie f\u00fcr die Serienfertigung technischer Kunststoffteile hat sich das Multi Jet Fusion (MJF)-Verfahren etabliert. Um damit Komponenten im Sichtbereich herzustellen, ist jedoch aufw\u00e4ndige Nacharbeit notwendig. Markus May von 3Faktur aus Jena zeigt auf, wie mittels nachtr\u00e4glicher Laserbearbeitung die Genauigkeiten und Oberfl\u00e4cheneigenschaften erreicht werden, die Voraussetzung f\u00fcr nachfolgende Veredlungsprozesse wie Nasslackieren oder Pulverbeschichtung sind.<\/p>\n<p>Additive Fertigung und Mobilit\u00e4t stehen auch im Forum Luftfahrt des Rapid.Tech 3D-Fachkongresses im Mittelpunkt. Branchenspezifische AM-Entwicklungen beleuchten au\u00dferdem die Foren Medizin-, Zahn- &amp; Orthop\u00e4dietechnik sowie Werkzeug-, Modell- &amp; Formenbau. Der wachsenden Anwendungsbreite additiver Technologien werden die Foren Neues aus AM sowie Design &amp; Neue Technologien gerecht. Fester Bestandteil des Kongressprogramms sind weiterhin die Foren Wissenschaft und Software\/Prozesse\/Konstruktion.<\/p>\n<p>Die Rapid.Tech 3D bringt vom 5. bis 7. Mai 2020 unter dem Motto \u201eVerstehen.Sehen.Erleben\u201c Anbieter und Nutzer additiver Fertigungstechnik noch gezielter zusammen. Neben dem Fachkongress pr\u00e4sentieren Firmen und Forschungseinrichtungen in Fachausstellung und Sonderschau innovative Produkte und Technologien. Dar\u00fcber hinaus bieten verschiedene Netzwerkformate Raum f\u00fcr direkten Ideenaustausch und das Anbahnen von Projekten.<\/p>\n<p>Zur 2019er Veranstaltung waren 4.500 Besucher aus 27 L\u00e4ndern nach Erfurt gekommen, um den Fachkongress sowie die Pr\u00e4sentationen der 180 Aussteller aus zw\u00f6lf L\u00e4ndern zu erleben.<\/p>\n<p>Mehr Informationen und Tickets: www.rapidtech-3d.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro\u00dfserienf\u00e4higkeit ist f\u00fcr die kostengetriebene Automobilindustrie ein wesentliches Kriterium, um neue Technologien und Prozesse zu nutzen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":19585,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-19584","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19584","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19584"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19584\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19586,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19584\/revisions\/19586"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/19585"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19584"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19584"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19584"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=19584"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}