{"id":19606,"date":"2020-03-09T11:13:56","date_gmt":"2020-03-09T10:13:56","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=19606"},"modified":"2020-03-09T11:13:56","modified_gmt":"2020-03-09T10:13:56","slug":"corona-kostet-den-welthandel-320-mrd-usd-pro-quartal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=19606","title":{"rendered":"Corona kostet den Welthandel 320 Mrd. USD pro Quartal"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u2022 Coronavirus kostet den Welthandel pro Quartal 320 Mrd. USD<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Corona ist damit gro\u00dfe Handelsbarriere \u2013 Auswirkungen im Quartal entsprechen umgerechnet einer Anhebung der Import-Zolls\u00e4tze um 0,7 Prozentpunkte pro Jahr<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Welthandel schrumpft im 1. Halbjahr, erst im 2. Halbjahr wieder leichtes Wachstum erwartet<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Wirtschaftliche Auswirkungen d\u00fcrften sich global gesehen insgesamt aber in Grenzen halten<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Weltwirtschaft d\u00fcrfte 2020 um 2,2% wachsen, Prognose durch Coronavirus um 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Weltweite Insolvenzen d\u00fcrften mit mindestens +7,5% st\u00e4rker ansteigen als bisher erwartet (+6%)<\/strong><\/p>\n<p>Das Coronavirus wirkt sich negativ auf die Weltwirtschaft und den Welthandel aus. Pro Quartal kostet das Virus den Welthandel nach Berechnungen des weltweit f\u00fchrenden Kreditversicherers Euler Hermes 320 Milliarden (Mrd.) US-Dollar.<\/p>\n<p><strong>Einbu\u00dfen \u201ekeine Peanuts&#8221; \u2013 aber auch kein Grund zur Panik<\/strong><br \/>\n\u201eDas sind keine Peanuts&#8221;, sagt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz. \u201eTrotzdem ist das kein Grund zur Panik. Die wirtschaftlichen Auswirkungen d\u00fcrften sich global gesehen insgesamt in Grenzen halten, wenn es bei einem kurzfristigen Schock bleibt: F\u00fcr das Gesamtjahr erwarten wir durch das Coronavirus aktuell &#8216;nur&#8217; einem Verlust von 0,2 Prozentpunkten an Wachstum f\u00fcr die Weltwirtschaft. Diese d\u00fcrfte 2020 insgesamt um 2,2% zulegen im Vergleich zum Vorjahr (bisherige Prognose: 2,4%). Voraussetzung ist, dass es zu keiner weit verbreiteten Panikreaktion kommt und sich die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit in China nach drei Monaten wieder normalisiert. Davon gehen wir aktuell aus.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Welthandel schrumpft im 1. Halbjahr \u2013 erst im 2. Halbjahr wieder Wachstum in Sicht<\/strong><br \/>\nAllerdings ist die Weltwirtschaft wohl nicht stark genug, um diesen Verlust im weiteren Jahresverlauf vollst\u00e4ndig aufzuholen.<br \/>\n\u201eWir gehen davon aus, dass durch die schw\u00e4chere wirtschaftliche Entwicklung die weltweiten Insolvenzen mit mindestens +7,5% st\u00e4rker ansteigen werden als bisher erwartet (+6%)&#8221;, sagt Alexis Garatti, Chef von Economic Research bei Euler Hermes \u201eInsbesondere Asien und Europa sind die Treiber hinter dieser Entwicklung. Dennoch ist dieser Anstieg vermutlich geringer als 2019 mit weltweit +9%. Es gibt f\u00fcr den weiteren Verlauf zwar durchaus &#8216;Downside&#8217;-Risiken \u2013 aber diese w\u00e4ren ma\u00dfgeblich von Panikreaktionen getrieben.&#8221;<br \/>\nAuch beim Welthandel erwartet Euler Hermes herbe Einbu\u00dfen. Im ersten Halbjahr d\u00fcrfte der Welthandel sogar schrumpfen und sich erst im zweiten Halbjahr wieder etwas erholen und zu leichtem Wachstum zur\u00fcckfinden. Das d\u00fcrfte nach der aktuellen Prognose f\u00fcr 2020 mit lediglich 0,4% jedoch einen neuen Tiefststand markieren (2019: +1,2%). Schon im vergangenen Jahr schw\u00e4chelte der Welthandel, insbesondere durch den anhaltenden Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die damit verbundenen Z\u00f6lle.<\/p>\n<p><strong>Corona gr\u00f6\u00dfte Handelsbarriere: Auswirkung in einem Quartal entsprechen Gesamtjahr 2019<\/strong><br \/>\nVergleicht man die Verluste des Welthandels durch Corona mit Auswirkungen von Z\u00f6llen, die im Handelskonflikt zwischen den USA und China im vergangenen Jahr den Welthandel merklich gezeichnet haben, wird das deutlich: Der Verlust im ersten Quartal durch Corona entspricht umgerechnet einer Erh\u00f6hung des Welt-Importzolls auf Waren um 0,7 Prozentpunkte.<br \/>\n\u201eDas Coronavirus ist damit die bisher gr\u00f6\u00dfte Handelsbarriere 2020&#8243;, sagt Van het Hof. \u201eDie Einbu\u00dfen im ersten Quartal entsprechen umgerechnet den Auswirkungen der im Zuges des Handelskonflikts neu eingef\u00fchrten Z\u00f6lle im gesamten Jahr 2019.&#8221;<br \/>\nHongkong, die USA, Japan, S\u00fcdkorea, Italien, Frankreich, Gro\u00dfbritannien und auch Deutschland sind am st\u00e4rksten betroffen von diesem R\u00fcckgang \u2013 und der deutsche Wirtschaftsmotor stotterte zuletzt ja bereits merklich. Hinzu kommen die Risiken von unterbrochenen Lieferketten, einer geringeren weltweiten Nachfrage und sinkenden Preisen (und damit Ums\u00e4tzen).<br \/>\nDie am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdeten Branchen sind diejenigen, die besonders stark vom Welthandel abh\u00e4ngig sind und\/oder die Unterbrechungen der Lieferketten ausgesetzt sein k\u00f6nnten: Maschinen und Ausr\u00fcstung, Textilbranche, Computer und Elektronik, Rohstoffe, aber auch Transport, Hotels und Gastronomie aufgrund der geringeren Einnahmen aus dem Tourismus.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige Analyse zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus&#8217; finden Sie beigef\u00fcgt und hier:<br \/>\nhttps:\/\/www.eulerhermes.com\/content\/dam\/onemarketing\/euh\/eulerhermes_com\/erd\/publications\/pdf\/2020_03_05_QuarantinedTrade.pdf<\/p>\n<p>Die bisherige Insolvenzprognose (+6% Anstieg weltweit) f\u00fcr 2020 finden Sie hier:<br \/>\nhttps:\/\/www.eulerhermes.de\/presse\/euler-hermes-insolvenzstudie-2020-mehr-pleiten-erwartet.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Coronavirus wirkt sich negativ auf die Weltwirtschaft und den Welthandel aus. 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