{"id":19824,"date":"2020-03-20T08:23:49","date_gmt":"2020-03-20T07:23:49","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=19824"},"modified":"2020-03-19T11:25:11","modified_gmt":"2020-03-19T10:25:11","slug":"krones-plant-fuer-2019-eine-dividende-von-075-euro-je-aktie-auszuschuetten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=19824","title":{"rendered":"Krones plant f\u00fcr 2019 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie auszusch\u00fctten\u00a0"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Krones ver\u00f6ffentlicht den Gesch\u00e4ftsbericht 2019 und best\u00e4tigt Vorabzahlen.<\/li>\n<li>Konzernumsatz legt 2019 um 2,7 % auf 3,96 Mrd. Euro zu. Der Auftragseingang \u00fcbertrifft mit 4,08 Mrd. Euro den Vorjahreswert um 3,2 %.<\/li>\n<li>Die EBT-Marge betr\u00e4gt 1,1 % (Vorjahr: 5,3 %). Ohne Sonderbelastungen l\u00e4ge die EBT-Marge mit 2,8 % wie prognostiziert bei rund 3 %.<\/li>\n<li>Krones will die Dividende auf Basis des Ergebnisses ohne Sonderbelastungen aussch\u00fctten. Aktion\u00e4re sollen f\u00fcr 2019 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie erhalten.<\/li>\n<li>Auf Basis der Auswirkungen des Coronavirus mit den Erkenntnissen von Anfang M\u00e4rz rechnet Krones mit stabilem Umsatz und einer EBITDA-Marge von rund 6,7 bis 7,2 % (2019: 5,7 %).<\/li>\n<li>Aufgrund der aktuellen weltweiten Dynamik rund um das Coronavirus in den letzten Tagen sind belastbare Aussagen zum Umsatz und Ergebnis 2020 aktuell nicht seri\u00f6s einsch\u00e4tzbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Krones, f\u00fchrender Hersteller in der Verpackungs- und Abf\u00fclltechnik, hat den Gesch\u00e4ftsbericht 2019 ver\u00f6ffentlicht. Das Unternehmen blickt auf ein insgesamt herausforderndes Jahr 2019 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Das Wachstumsziel von 3 % hat Krones trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen erreicht. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % von 3.854,0 Mio. Euro auf 3.958,9 Mio. Euro zu. Die Debatte um Kunststoffverpackungen beeinflusste den Konzernumsatz von Krones 2019. In der Kunststofftechnik, in der das Unternehmen Maschinen und Anlagen zum Abf\u00fcllen und Verpacken von PET-Beh\u00e4ltern anbietet, sind die Erl\u00f6se insbesondere im ersten Halbjahr 2019 prim\u00e4r aufgrund der \u00f6ffentlichen Debatte rund um das Thema Plastik gesunken. Dies konnte Krones durch Zuw\u00e4chse in anderen Bereichen ausgleichen.<\/p>\n<p>Der Auftragseingang verbesserte sich 2019 um 3,2 % von 3.957,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 4.083,5 Mio. Euro. Ende 2019 hatte Krones Auftr\u00e4ge im Wert von 1.385,7 Mio. Euro in den B\u00fcchern. Der bereits im Vorjahr hohe Auftragsbestand von 1.261,1 Mio. Euro wurde damit um 9,9 % \u00fcbertroffen.<\/p>\n<p><strong>Wichtige strukturelle Ma\u00dfnahmen eingeleitet <\/strong><\/p>\n<p>Die Ertragskraft von Krones blieb 2019 hinter den urspr\u00fcnglichen Erwartungen zur\u00fcck. Verantwortlich waren hierf\u00fcr haupts\u00e4chlich hohe Personalkosten sowie Aufwendungen f\u00fcr Restrukturierung und Wertminderungen f\u00fcr Portfoliooptimierungen. Dar\u00fcber hinaus wirkte sich der Produktmix negativ auf die Ertragskraft aus. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging im Konzern 2019 im Vergleich zum Vorjahr von 204,3 Mio. Euro auf 41,7 Mio. Euro zur\u00fcck. Die EBT-Marge verringerte sich von 5,3 % auf 1,1 %. Dabei ist zu ber\u00fccksichtigen, dass Krones im vierten Quartal 2019 R\u00fcckstellungen und Wertberichtigungen von insgesamt rund 70 Mio. Euro ertragswirksam verbuchte. Davon entfallen rund 30 Mio. Euro auf Aufwendungen und R\u00fcckstellungen f\u00fcr den Personalabbau im Jahr 2020. Auf bestimmte Technologien im Bereich Direktdruck, die Krones teilweise nicht weiterverfolgt, wurden Wertminderungen von rund 20 Mio. Euro vorgenommen. Zudem fielen Goodwill-Abschreibungen von rund 20 Mio. Euro an. Ohne diese Aufwendungen f\u00fcr strukturelle Ma\u00dfnahmen lag die EBT-Marge 2019 bei 2,8 %. Damit hat Krones das im Juli 2019 angepasste Margenziel von rund 3 % erreicht.<\/p>\n<p>Die im zweiten Halbjahr eingeleiteten strukturellen Ma\u00dfnahmen beim Ausbau des globalen Setups, bei der Reduktion der Mitarbeiter in Deutschland aufgrund ver\u00e4nderter Rahmenbedingungen und Einsparungen in den Materialkosten zeigten bereits im letzten Quartal erste positive Wirkungen.<\/p>\n<p>Haupts\u00e4chlich wegen des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 und der au\u00dferordentlichen Wertminderungen haben sich die Abschreibungen von Krones 2019 deutlich auf 183,3 Mio. Euro (Vorjahr: 102,7 Mio. Euro) erh\u00f6ht. Das davon unbeeinflusste EBITDA ging 2019 weniger stark zur\u00fcck als das EBT. Es fiel von 305,9 Mio. Euro auf 227,3 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag bei 5,7 % (Vorjahr: 7,9 %). Somit erwirtschaftete Krones 2019 ein Konzernergebnis von 9,2 Mio. Euro (Vorjahr: 150,6 Mio. Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,30 Euro (Vorjahr: 4,78 Euro).<\/p>\n<p><strong>Starker Ergebnisr\u00fcckgang im Kernsegment von Krones <\/strong><\/p>\n<p>Das Kernsegment von Krones \u201eMaschinen und Anlagen zur Produktabf\u00fcllung und -ausstattung\u201c, das 82,5 % zum Konzernumsatz beitrug, erwirtschaftete 2019 ein EBT von 56,4 Mio. Euro (Vorjahr: 223,3 Mio. Euro). Die EBT-Marge verringerte sich damit von 7,0 % auf 1,7 %. Dabei ist zu beachten, dass mit rund 60 Mio. Euro der Gro\u00dfteil der Aufwendungen f\u00fcr strukturelle Ma\u00dfnahmen im Kernsegment anfielen.<\/p>\n<p>Im Segment \u201eMaschinen und Anlagen zur Getr\u00e4nkeproduktion\/Prozesstechnik\u201c verbesserte sich das EBT von minus 19 Mio. Euro im Vorjahr auf minus 14,7 Mio. Euro. Au\u00dferplanm\u00e4\u00dfige Wertminderungen und Aufwendungen f\u00fcr Restrukturierung belasteten das EBT dieses Segments mit rund 11 Mio. Euro.<\/p>\n<p><strong>Hohes Working Capital verringert den Free Cashflow<\/strong><\/p>\n<p>Der Free Cashflow fiel im Gesamtjahr 2019 auf minus 94,4 Mio. Euro (Vorjahr: plus 120,7 Mio. Euro). Hauptverantwortlich f\u00fcr den R\u00fcckgang des Free Cashflow war das h\u00f6here Working Capital zum Stichtag. Die Nettoliquidit\u00e4t, also die liquiden Mittel abz\u00fcglich der Bankschulden, betrug Ende des Berichtszeitraums 38,1 Mio. Euro (Vorjahr: 215,1 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote lag bei 41,3 % (Vorjahr: 43,2 %). Insgesamt weist Krones weiterhin eine sehr solide Finanz- und Kapitalstruktur aus.<\/p>\n<p>Mit den genannten Zahlen best\u00e4tigt Krones die am 20. Februar 2020 ver\u00f6ffentlichten Vorabzahlen. Wesentliche \u00c4nderungen gab es im Verlauf der Wirtschaftspr\u00fcfert\u00e4tigkeiten nicht.<\/p>\n<p><strong>Aktion\u00e4re sollen eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie erhalten<\/strong><\/p>\n<p>Auf die Dividende f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2019 haben die Aufwendungen f\u00fcr Wertminderungen und Restrukturierung keine Auswirkung. Der Dividendenvorschlag basiert auf dem Ergebnis ohne diese Sonderbelastungen. Krones sch\u00fcttet grunds\u00e4tzlich 25 bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktion\u00e4re aus. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 18. Mai 2020 f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2019 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vorschlagen (Vorjahr: 1,70 Euro).<\/p>\n<p><strong>Ausblick <\/strong><\/p>\n<p>Das Jahr 2020 wird von politischen und wirtschaftlichen Unw\u00e4gbarkeiten gepr\u00e4gt sein. Vor allem die negativen Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind derzeit nicht abzusch\u00e4tzen. Die mittel- und langfristigen Aussichten bleiben jedoch unver\u00e4ndert positiv, denn die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getr\u00e4nken und fl\u00fcssigen Lebensmitteln wird weltweit weiter wachsen.<\/p>\n<p>Auf Basis der gesamtwirtschaftlichen Aussichten und den Auswirkungen des Coronavirus mit den Erkenntnissen von Anfang M\u00e4rz rechnet Krones f\u00fcr 2020 mit einem Konzernumsatz auf Vorjahresniveau und einer EBITDA-Marge von rund 6,7 bis 7,2 %. Dies entspricht einer EBT-Marge von rund 3,2 bis 3,7 %. Aufgrund der aktuellen weltweiten Dynamik rund um das Coronavirus in den letzten Tagen sind belastbare Aussagen zum Umsatz und Ergebnis 2020 aktuell nicht seri\u00f6s einsch\u00e4tzbar.<\/p>\n<p>Mit der Umsetzung der eingeleiteten strukturellen Ma\u00dfnahmen kommt Krones gut voran. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass sich die Ma\u00dfnahmen 2020 weiter positiv auf das Ergebnis auswirken.<\/p>\n<p>Ab 2020 steuert Krones die Profitabilit\u00e4t mit der EBITDA-Marge anstatt der EBT-Marge. Der Grund hierf\u00fcr liegt darin, dass das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) n\u00e4her am Cashflow und besser vergleichbar ist, weil es die Abschreibungen, das Finanzergebnis sowie Steuern unber\u00fccksichtigt l\u00e4sst.<\/p>\n<p>F\u00fcr die dritte Zielgr\u00f6\u00dfe, das Working Capital im Verh\u00e4ltnis zum Umsatz, erwartet Krones 26\u00a0% f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2020, nach 26,9 % im Gesch\u00e4ftsjahr 2019.<\/p>\n<p>Den Gesch\u00e4ftsbericht 2019 hat Krones im Internet ver\u00f6ffentlicht unter: <a href=\"https:\/\/www.krones.com\/de\/unternehmen\/investor-relations\/geschaeftsbericht-konzern-2019.php\">https:\/\/www.krones.com\/de\/unternehmen\/investor-relations\/geschaeftsbericht-konzern-2019.php<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krones, f\u00fchrender Hersteller in der Verpackungs- und Abf\u00fclltechnik, hat den Gesch\u00e4ftsbericht 2019 ver\u00f6ffentlicht. 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