{"id":19976,"date":"2020-03-27T10:28:39","date_gmt":"2020-03-27T09:28:39","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=19976"},"modified":"2020-03-27T10:30:56","modified_gmt":"2020-03-27T09:30:56","slug":"geschaeftsjahr-2019-kuka-konzern-trotz-schwierigem-marktumfeld-stabil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=19976","title":{"rendered":"Gesch\u00e4ftsjahr 2019: KUKA Konzern trotz schwierigem Marktumfeld stabil"},"content":{"rendered":"<p>KUKA konnte im Gesch\u00e4ftsjahr 2019 das Ergebnis deutlich verbessern und einen positiven Cash Flow verzeichnen<\/p>\n<ul>\n<li><strong>EBIT erh\u00f6ht sich im Vergleich zu 2018 um 39,4 % auf 47,8 Mio. \u20ac, EBIT-Marge steigt auf 1,5 % (2018: 1,1 %) <\/strong><\/li>\n<li><strong>Erstmals seit drei Jahren positiver Free Cashflow (20,7 Mio. \u20ac) und Anstieg des operativen Cashflows auf 214,5 Mio. \u20ac (2018: -48,2 Mio.\u20ac)<\/strong><\/li>\n<li><strong>Schwache Konjunktur in Kernm\u00e4rkten: R\u00fcckgang des Auftragseingangs um 3,5 %, Umsatz sinkt leicht um 1,5 % auf 3.192,6 Mio. \u20ac<\/strong><\/li>\n<li><strong>500 Mio. \u20ac Investitionen in Forschung und Entwicklung in den n\u00e4chsten drei Jahren<\/strong><\/li>\n<li><strong>CEO Peter Mohnen: \u201eWir sind zur\u00fcck in der Spur. Allerdings sind mit Corona ganz neue Hindernisse zu \u00fcberwinden.\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Augsburger Automatisierungsspezialist KUKA hat heute seine Gesch\u00e4ftszahlen vorgestellt. Bereits im Vorfeld nahm CEO Peter Mohnen zur Coronavirus-Pandemie Stellung. \u201eWir hatten uns f\u00fcr heute eigentlich auf ein anderes Szenario vorbereitet. Doch die Pandemie trifft uns und macht uns betroffen\u201c, sagte der Vorstandsvorsitzende. Er lobte den Zusammenhalt seiner Mitarbeiter und warb um Anerkennung f\u00fcr Menschen in medizinischen und Pflege-Berufen weltweit. F\u00fcr KUKA gelte es nun, die neuen Herausforderungen zu meistern und \u201ef\u00fcr die Zeit nach Corona ger\u00fcstet zu sein\u201c.<\/p>\n<p>Hilfreich wirkt sich hierbei aus, dass sich KUKA im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr stabilisieren und das Ergebnis deutlich verbessern konnte. \u201e2019 war ein Jahr des Umbruchs. Wirtschaftliche Herausforderungen sowie der Technologiewandel hin zu neuen Antrieben im Automobilbereich haben unsere Kunden zur\u00fcckhaltender investieren lassen\u201c, sagte Peter Mohnen.\u00a0\u201eBei KUKA haben wir fr\u00fch auf ge\u00e4nderte Rahmenbedingungen reagiert: Mit den richtigen Ma\u00dfnahmen haben wir trotz geringerer Umsatzerl\u00f6se ein besseres Ergebnis erzielt. Unseren Free Cashflow haben wir um mehr als 200 Millionen Euro gegen\u00fcber 2018 verbessert. Wir liegen hier erstmals seit 2015 im positiven Bereich. Trotz schwieriger Zeiten sind wir zur\u00fcck in der Spur. Allerdings sind mit Corona ganz neue Hindernisse zu \u00fcberwinden.\u201c<\/p>\n<p>Wachsende Fokusm\u00e4rkte wie E-Commerce\/Retail und Consumer Goods wirkten sich 2019 zwar positiv auf die Intralogistik-Sparte der KUKA Tochter Swisslog aus. Dennoch blieb das wirtschaftliche Umfeld besonders in den Bereichen Automotive und Electronics sowie in den Regionen Europa und China angespannt. Daher gingen Auftragseingang und Umsatz des Augsburger Automatisierungsspezialisten im Vergleich zum Vorjahr zur\u00fcck.<\/p>\n<p>F\u00fcr 2020 erwartet KUKA weiterhin ein schwieriges Marktumfeld, was durch die Coronavirus-Krise versch\u00e4rft wird. \u201eDie Pandemie stellt unsere Gesellschaft sowie die Wirtschaft vor v\u00f6llig neue Herausforderungen. Das sp\u00fcren wir bei KUKA ebenfalls, rund um den Globus\u201c, sagte Peter Mohnen. \u201eAber ich bin stolz darauf, zu sehen, wie unsere Mitarbeiter in diesen schwierigen Zeiten zusammenhalten. Wir arbeiten gemeinsam daran, diese Krise zu \u00fcberwinden und haben daf\u00fcr eine stabile Ausgangslage.\u201c<\/p>\n<p>Der CEO betonte, statt Diskussionen \u00fcber die Marktsituation zu f\u00fchren, sei es wichtig, gerade in diesen Zeiten die Hebel f\u00fcr die Zukunft richtig zu stellen: In den kommenden drei Jahren plant KUKA Investitionen von rund 500 Mio. \u20ac in Forschung und Entwicklung, um Innovationen voranzutreiben. Dabei fokussiert jeder Gesch\u00e4ftsbereich seine Innovationen aktiv auf Wachstumsfelder. Ziel ist eine Erweiterung des Gesch\u00e4fts in neue M\u00e4rkte, Software und digitale Services. Gleichzeitig setzt KUKA einen Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit und arbeitet daran, bei Portfolio-Verbesserungen noch gezielter Ressourcen zu schonen und den Energieverbrauch in den eigenen sowie in Kunden-Anlagen zu senken.<\/p>\n<p>So zeichnet sich der neue Roboter KR IONTEC durch geringen Energieverbrauch, niedrige Betriebskosten und wenig Wartungsaufwand aus. \u201eMit jahrelang gewachsener Expertise in unterschiedlichen M\u00e4rkten bietet KUKA in Zeiten des digitalen und gesellschaftlichen Wandels ressourcenschonende Produkte, smarte L\u00f6sungen und digitale Services\u201c, sagte Peter Mohnen. \u201eDas macht uns zu einem verl\u00e4sslichen und starken Partner f\u00fcr unsere Kunden, gerade in schwierigen Zeiten.\u201c<\/p>\n<h4>Finanzergebnisse 2019 &#8211; KUKA Konzern<\/h4>\n<p>Im Berichtsjahr verzeichnete der KUKA Konzern einen R\u00fcckgang im Auftragseingang um 3,5 % auf 3.190,7 Mio. \u20ac (vgl. 2018: 3.305,3 Mio. \u20ac). Die Umsatzerl\u00f6se sanken leicht um 1,5 % auf 3.192,6 Mio. \u20ac (2018: 3.242,1 Mio. \u20ac). Die Book-to-Bill-Ratio betrug im Gesch\u00e4ftsjahr 2019 1,00 und sank damit leicht im Vorjahresvergleich (2018: 1,02). Werte ab 1,00 bedeuten eine gute Auslastung und weisen auf Wachstum hin.<\/p>\n<p>Trotz des schwierigen Marktumfelds konnte das EBIT deutlich von 34,3 Mio. \u20ac im Jahr 2018 auf 47,8 Mio. \u20ac im laufenden Gesch\u00e4ftsjahr gesteigert werden. KUKA reagierte rechtzeitig auf die ge\u00e4nderten Rahmenbedingungen und leitete im Januar 2019 umfassende Effizienzma\u00dfnahmen ein. Dadurch konnte die Kostenstruktur insbesondere in den Zentralfunktionen erheblich verbessert werden. Die EBIT-Marge stieg von 1,1 % auf 1,5 % im Jahr 2019.<\/p>\n<p>Die Zahl der KUKA Mitarbeiter betrug 14.014 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2019 (Vorjahr: 14.235). Das Anfang 2019 angesto\u00dfene Effizienzprogramm umfasste auch einen sozialvertr\u00e4glichen Abbau von 350 Stellen am Standort Augsburg. Dieser wurde zum Jahresende abgeschlossen.<\/p>\n<h4>Systems<\/h4>\n<p>Im Business Segment Systems, das f\u00fcr den Anlagenbau vor allem im Bereich Automotive zust\u00e4ndig ist, sanken die Auftragseing\u00e4nge von 959,8 Mio. \u20ac im Jahr 2018 auf 858,0 Mio. \u20ac im Berichtsjahr. Dies entspricht einem deutlichen R\u00fcckgang um 10,6 % und spiegelt die sp\u00fcrbare Zur\u00fcckhaltung der Kunden bei Auftragsvergaben wider. Der technologiegetriebene Trend in der Automotive-Branche hin zum Umbau bestehender Fertigungslinien statt der Installation neuer Anlagen trug zu einer wesentlichen Reduzierung der Marktgr\u00f6\u00dfe bei. Die Ums\u00e4tze lagen mit 925,4 Mio. \u20ac dennoch auf gleichem Niveau wie 2018 (925,4 Mio. \u20ac). Die Ums\u00e4tze aus dem geringeren Auftragsvolumen konnten durch den Anlauf der Produktion bei KTPO (KUKA Toledo Production Operations in Ohio\/USA) kompensiert werden. Die Book-to-Bill-Ratio reduzierte sich gegen\u00fcber dem Vorjahresvergleichszeitraum von 1,04 auf 0,93 in 2019. Das EBIT belief sich auf 26,9 Mio. \u20ac und lag damit 8,8 % unter dem Vorjahreswert in H\u00f6he von 29,5 Mio. \u20ac. Das Ergebnis wurde aufgrund der schwierigen Auftragslage sowie aufgrund von Verschlechterungen bei Projekten in Europa belastet. Die hohe Komplexit\u00e4t dieser Projekte f\u00fchrte zu Verz\u00f6gerungen in der Projektbearbeitung und in Folge dessen auch zu Mehrkosten. Die EBIT-Marge sank von 3,2 % auf 2,9 % im laufenden Gesch\u00e4ftsjahr.<\/p>\n<h4>Robotics<\/h4>\n<p>Im Gesch\u00e4ftsjahr 2019 erwirtschaftete das Business Segment Robotics Auftragseing\u00e4nge in H\u00f6he von 1.037,1 Mio. \u20ac, was einem R\u00fcckgang von 13,3 % gegen\u00fcber dem Vorjahr entspricht (2018: 1.196,5 Mio. \u20ac). Der Umsatz sank um 7,1 % auf 1.159,2 Mio. \u20ac im Berichtsjahr (2018: 1.247,3 Mio. \u20ac). Aufgrund der anhaltend schwierigen Lage der Weltwirtschaft halten sich Kunden bei Auftragsvergaben weiterhin zur\u00fcck. Die Book-to-Bill-Ratio lag bei 0,89 (2018: 0,96). Das niedrigere Umsatzvolumen aber auch die seit Jahren angespannte wirtschaftliche Entwicklung in einem Teilbereich des Segments Robotics wirkten sich negativ auf das Ergebnis aus. Der genannte Teilbereich liefert weltweit automatisierte Fertigungsl\u00f6sungen wie Zellen und Sondermaschinen. Im September 2019 k\u00fcndigte KUKA hierf\u00fcr eine Restrukturierung an, die das EBIT im Berichtsjahr in H\u00f6he eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrages belastete. Das EBIT im Segment Robotics lag bei 37,7 Mio. \u20ac nach 80,9 Mio. \u20ac im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge lag dementsprechend ebenfalls mit 3,3 % unter dem Vorjahreswert von 6,5 %. Im Vorjahr hatte sich ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen positiv auf das EBIT ausgewirkt.<\/p>\n<h4>Swisslog<\/h4>\n<p>Die Logistik-Sparte von Swisslog verzeichnete im Auftragseingang einen starken Anstieg um 24,8 % auf 750,2 Mio. \u20ac nach 601,1 Mio. \u20ac im Gesch\u00e4ftsjahr 2018. Dieser Anstieg konnte aufgrund der konsequenten Umsetzung der Wachstumsstrategie erzielt werden. Swisslog profitiert von der weiterhin hohen globalen Kundennachfrage in seinen Fokusm\u00e4rkten E-Commerce\/Retail und Consumer Goods. Die Umsatzerl\u00f6se betrugen 600,0 Mio. \u20ac und lagen 1,2 % unter dem Vorjahresniveau von 607,1 Mio. \u20ac. Die Book-to-Bill Ratio stieg auf 1,25 (2018: 0,99). Das EBIT stieg deutlich auf 10,5 Mio. \u20ac nach \u22120,2 Mio. \u20ac im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge stieg auf 1,8 % nach 0,0 % in 2018.<\/p>\n<h4>Swisslog Healthcare<\/h4>\n<p>Die Auftragseing\u00e4nge bei Swisslog Healthcare lagen mit 251,3 Mio. \u20ac im Jahr 2019 um 7,2 % deutlich \u00fcber dem Vorjahreswert von 234,5 Mio. \u20ac. Mehr Auftr\u00e4ge konnten in dem Segment vor allem im Bereich Pharmacy Automation sowie bei Transport Automation generiert werden. Die im Berichtszeitraum erzielten Umsatzerl\u00f6se lagen mit 222,3 Mio. \u20ac 4,4 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahres in H\u00f6he von 212,9 Mio. \u20ac. Der Anstieg ist insbesondere auf die Bereiche Pharmacy Automation und Transport Automation zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Book-to-Bill-Ratio verbesserte sich entsprechend von 1,10 in 2018 auf 1,13 in 2019. Das EBIT lag bei \u221210,0 Mio. \u20ac nach \u22124,7 Mio. \u20ac im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies entspricht einer EBIT-Marge von \u22124,5 % (2018: \u22122,2 %). Die Reduzierung ist unter anderem auf Einmaleffekte zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dar\u00fcber hinaus belasteten Verschlechterungen bei laufenden Kundenprojekten sowie erh\u00f6hte Ausgaben f\u00fcr F&amp;E das Ergebnis. Swisslog Healthcare investierte weiterhin in Softwareentwicklungen und erweitert sein Produktportfolio zur St\u00e4rkung seiner Kundenbasis.<\/p>\n<h4>China<\/h4>\n<p>Das Segment China erzielte 2019 Auftragseing\u00e4nge von 456,4 Mio. \u20ac. Dies bedeutet einen deutlichen R\u00fcckgang von 14,8 % gegen\u00fcber dem Vorjahreswert (2018: 535,9 Mio. \u20ac). In China ist die Zur\u00fcckhaltung der Kunden bei Auftragsvergaben aufgrund der handelspolitischen Entwicklungen und weltweiten Unsicherheiten deutlich zu sp\u00fcren, insbesondere in der Automobilindustrie und bei Electronics. Die Umsatzerl\u00f6se sanken um 13,2 % von 527,9 Mio. \u20ac auf 458,2 Mio. \u20ac und sind eine Folge des niedrigeren Auftragseingangs. Dennoch gelang es, in einem zeitweise zur\u00fcckgehenden Industrieroboter-Markt die Marktanteile stabil zu halten. Die Book-to-Bill-Ratio lag stabil bei 1,00 in 2019 (2018: 1,02). Das EBIT betrug im abgelaufenen Jahr 3,6 Mio. \u20ac (2018: \u22125,4 Mio. \u20ac). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 0,8 % (2018: \u22121,0 %). Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Marge im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert werden und war am Jahresende leicht positiv. Der Anstieg ist unter anderem auf die positiven Effekte durch den Wechsel der Konsolidierungsmethode im ersten Quartal 2019 zur\u00fcckzuf\u00fchren. Hier wurde eine chinesische Tochtergesellschaft entkonsolidiert und im Gegenzug eine 50%-ige at-Equity Beteiligung erfasst. Die Zur\u00fcckhaltung der Kunden bei Auftragsvergaben wirkte sich negativ auf die Margenentwicklung aus.<\/p>\n<h4>Ausblick 2020<\/h4>\n<p>Die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die prognostizierten Ergebnisse k\u00f6nnen zum aktuellen Zeitpunkt nicht abgesch\u00e4tzt werden. Daher kann derzeit keine Umsatz- und Ergebnisprognose gegeben werden. Darauf wurde im <a href=\"https:\/\/www.kuka.com\/de-de\/investor-relations\/berichte-und-pr\u00e4sentationen\">Gesch\u00e4ftsbericht <\/a>bereits hingewiesen. KUKA arbeitet daran, sich f\u00fcr die Zeit nach der Corona-Pandemie aufzustellen. Der Konzern ist gerade in den Themen stark, die aufgrund der Pandemie stark in den Fokus geraten: Online und digitale Services, Logistik, Automatisierung mit Robotern und der ganze Bereich Healthcare.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Augsburger Automatisierungsspezialist KUKA hat heute seine Gesch\u00e4ftszahlen vorgestellt. 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