{"id":20051,"date":"2020-04-02T10:20:01","date_gmt":"2020-04-02T08:20:01","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=20051"},"modified":"2020-04-01T10:21:25","modified_gmt":"2020-04-01T08:21:25","slug":"coronavirus-continental-streicht-ausblick-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=20051","title":{"rendered":"Coronavirus: Continental streicht Ausblick 2020\u201c"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Ausblick f\u00fcr 2020 zur\u00fcckgenommen wegen weiter unsicherer Marktentwicklung<\/strong><\/li>\n<li><strong>Vorl\u00e4ufiges Ergebnis erstes Quartal: Konzernumsatz von rund 9,4 bis 9,8 Milliarden Euro; bereinigte EBIT-Marge von rund 2 bis 3 Prozent<\/strong><\/li>\n<li><strong>Mehr als 40 Prozent der Produktionsstandorte weltweit stehen vorr\u00fcbergehend still<\/strong><\/li>\n<li><strong>CEO Dr. Elmar Degenhart: \u201eWir sichern unsere Liquidit\u00e4t durch umfassende Kostensenkungen und bleiben damit handlungsf\u00e4hig\u201c<\/strong><\/li>\n<li><strong>Kurzarbeit f\u00fcr etwa 30.000 Mitarbeiter in Deutschland angemeldet per 1. April 2020<\/strong><\/li>\n<li><strong>Solidaraktion mit Belegschaft: Vorstand und F\u00fchrungskr\u00e4fte weltweit verzichten auf 10 Prozent Gehalt im April<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Continental nimmt ihren Ausblick f\u00fcr das laufende Gesch\u00e4ftsjahr zur\u00fcck. Grund daf\u00fcr ist die Unsicherheit \u00fcber die Dauer der Beeintr\u00e4chtigungen durch die Coronavirus-Pandemie und die damit verbundenen, m\u00f6glichen weiteren Konsequenzen f\u00fcr Produktion, Lieferkette und Nachfrage. Wie das Unternehmen heute in einer Pflichtmitteilung bekanntgab, sei aufgrund der fortw\u00e4hrenden, starken Dynamik der Entwicklung derzeit nicht abzusehen, wann ein neuer Ausblick f\u00fcr 2020 gegeben werden k\u00f6nne. Bislang hatte Continental f\u00fcr das laufende Gesch\u00e4ftsjahr mit einem Konzernumsatz von rund 42,5 bis 44,5 Milliarden Euro sowie einer bereinigten EBIT-Marge von rund 5,5 bis 6,5 Prozent gerechnet.<\/p>\n<p>Gleichzeitig hat das Technologieunternehmen vorl\u00e4ufige Gesch\u00e4ftszahlen f\u00fcr das erste Quartal ver\u00f6ffentlicht. Demnach erwartet Continental in den ersten drei Monaten des Gesch\u00e4ftsjahrs einen konsolidierten Umsatz von rund 9,4 bis 9,8 Milliarden Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge von rund 2 bis 3 Prozent. Im Unternehmensbereich Automotive Technologies und in der ehemaligen Division Powertrain zusammen werden ein Umsatz von rund 5,7 bis 5,9 Milliarden Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge von rund 0 Prozent erwartet. Im Unternehmensbereich Rubber Technologies werden ein Umsatz von rund 3,7 bis 3,9 Milliarden Euro und eine bereinigte EBIT-Marge von rund 7 bis 8 Prozent erwartet.<\/p>\n<p>\u201eIn Krisenphasen ist finanzielle Liquidit\u00e4t das oberste Gebot. Daf\u00fcr senken wir unsere Kosten, optimieren unser Betriebskapital und verschieben nicht dringend erforderliche Projekte und Investitionen bis auf Weiteres. Wichtige Entwicklungsprojekte sowie Vorbereitungen f\u00fcr bevorstehende Serienanl\u00e4ufe treiben wir allerdings mit voller Kraft weiter voran. So sichern wir unsere Handlungsf\u00e4higkeit und Souver\u00e4nit\u00e4t\u201c, sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart. Derzeit stehen zum Schutz der Mitarbeiter und in Reaktion auf Nachfrager\u00fcckg\u00e4nge mehr als 40 Prozent der insgesamt 249 Continental-Produktionsstandorte weltweit vor\u00fcbergehend f\u00fcr die Dauer von wenigen Tagen bis einigen Wochen still.<\/p>\n<p>Die Folgen sind an verringerter Arbeitszeit ablesbar. Allein in Deutschland sind per 1. April 2020 etwa 30.000 Mitarbeiter und damit die H\u00e4lfte der hiesigen Besch\u00e4ftigten zur Kurzarbeit angemeldet. Hiervon sind s\u00e4mtliche Unternehmensfunktionen \u2013 von der Produktion, Forschung &amp; Entwicklung bis zur Verwaltung \u2013 betroffen. Dies schlie\u00dft Mitarbeiter der Continental-Hauptverwaltung in Hannover mit ein. Bestimmte Gesch\u00e4ftsbereiche hatten bereits Mitte M\u00e4rz 2020 damit begonnen, Arbeitszeiten zu reduzieren.<\/p>\n<p>Degenhart fasste zusammen: \u201eUnser vordringliches Ziel ist es angesichts der herausfordernden Marktentwicklung, den Abfluss finanzieller Mittel weiter deutlich zu reduzieren. Unsere zahlreichen, daf\u00fcr eingeleiteten Schritte richten sich nach den jeweiligen Marktbed\u00fcrfnissen und den lokalen, regulatorischen Vorgaben der Beh\u00f6rden. Dar\u00fcber hinaus stimmen wir uns darin mit den Arbeitnehmervertretungen ab.\u201c<\/p>\n<p>Mit Verweis auf das starke Liquidit\u00e4tspolster des Unternehmens (per 29. Februar 2020: fl\u00fcssige Mittel in H\u00f6he von rund 2,3 Milliarden Euro und zugesagte ungenutzte Kreditlinien von rund 4,6 Milliarden Euro) sagte Degenhart: \u201eWir sind stark und bleiben zuversichtlich. Denn wir haben ein krisenerprobtes Team und sind bilanziell solide aufgestellt. Wir werden daher diese Krise erfolgreich meistern.\u201c<\/p>\n<p>Continental-Personalvorstand Dr. Ariane Reinhart f\u00fcgte hinzu: \u201eMit den Arbeitnehmervertretern haben wir uns darauf verst\u00e4ndigt, in den kommenden Wochen alle verf\u00fcgbaren M\u00f6glichkeiten zu nutzen, um auf diese Krise flexibel zu reagieren. Unser gemeinsames Ziel in der jetzigen Phase ist der Schutz unserer Mitarbeiter sowie der Erhalt von Arbeitspl\u00e4tzen. Instrumente wie die Kurzarbeit in Deutschland helfen uns dabei.\u201c<\/p>\n<p>An einer Reihe von deutschen Standorten ist Kurzarbeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie f\u00fcr mehrere Wochen geplant und je nach Entwicklung der Marktlage f\u00fcr die Dauer von 6 bis 12 Monaten m\u00f6glich. Der Grad der Inanspruchnahme von Kurzarbeit und deren Dauer ist von Standort zu Standort unterschiedlich und richtet sich nach den lokalen Gegebenheiten.<\/p>\n<p>In L\u00e4ndern, in denen der Kurzarbeit vergleichbare Instrumente zur Verf\u00fcgung stehen, nimmt Continental diese ebenfalls in Anspruch. In L\u00e4ndern, in denen keine vergleichbaren Instrumente zur Absicherung des Nettogehalts der Mitarbeiter vorliegen, pr\u00fcft das Unternehmen derzeit, in welcher Form es betroffene Mitarbeiter unterst\u00fctzen kann.<\/p>\n<p><strong>Solidarit\u00e4t mit der Belegschaft: Vorstand und F\u00fchrungskr\u00e4fte verzichten auf Gehaltsanteile<br \/>\n<\/strong>Der Continental-Vorstand hat daher entschieden, f\u00fcr den Monat April freiwillig auf 10 Prozent seines Monatseinkommens zu verzichten. Eine Gro\u00dfzahl an F\u00fchrungskr\u00e4ften verzichtet bereits ebenfalls auf Gehaltsanteile und leistet ihrerseits weltweit im Durchschnitt einen vergleichbar hohen Beitrag.<\/p>\n<p>In manchen L\u00e4ndern wie in Deutschland wird der Vorstand die F\u00fchrungskr\u00e4fte in K\u00fcrze zu einer \u00e4hnlich ausgerichteten, freiwilligen Solidaraktion aufrufen. Dazu sagte Degenhart: \u201eViele Mitglieder des weltweiten Continental-Teams befinden sich derzeit in Kurzarbeit, m\u00fcssen Gehaltseinbu\u00dfen oder andere Einschr\u00e4nkungen hinnehmen. Wir bitten unsere F\u00fchrungskr\u00e4fte weltweit daher um ihre Solidarit\u00e4t und pers\u00f6nliche Unterst\u00fctzung. Wir als Vorstand gehen voran und verzichten f\u00fcr den Monat April auf 10 Prozent unseres Grundgehalts. Wir bitten alle F\u00fchrungskr\u00e4fte, die das bisher noch nicht getan haben, uns darin zu folgen und ihrererseits einen gleichhohen finanziellen Beitrag zu leisten. Wir zeigen damit, wie eng wir in kritischen Zeiten zusammenstehen und st\u00e4rken uns so gegenseitig heute f\u00fcr morgen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIn dieser herausfordernden Situation m\u00fcssen wir alle einen Beitrag leisten. Das ist gelebte Verbundenheit. Unsere werte- und wertorientierte Unternehmenskultur ist das Fundament, auf dem wir gemeinsam die Krise erfolgreich bew\u00e4ltigen werden\u201c, so Reinhart.<\/p>\n<p><strong>Regionen und Gesch\u00e4ftsbereiche sind unterschiedlich von Produktionsstopps betroffen<br \/>\n<\/strong>Die Verringerung der Produktion betrifft insbesondere Standorte von Continental in Europa sowie Nord- und S\u00fcdamerika. In China hatte das Unternehmen nach Ausbruch des Coronavirus und gem\u00e4\u00df den lokalen beh\u00f6rdlichen Bestimmungen die Produktion in seinen Werken vor Ort eingestellt. Seit dem 10. Februar 2020 hat Continental die Produktion dort schrittweise wieder aufgenommen.<\/p>\n<p>Bestimmte Produktionslinien an Continental-Standorten weltweit werden weiter betrieben, damit Continental ihren Lieferverpflichtungen nachkommen kann. Dar\u00fcber hinaus werden in vielen Werken des Gesch\u00e4ftsfelds ContiTech Produkte f\u00fcr sogenannte systemkritische Lebensbereiche hergestellt, so zum Beispiel f\u00fcr die Medizintechnik (zum Beispiel Schl\u00e4uche), Wasserwerke, die Lebensmittelindustrie oder f\u00fcr Stadtwerke.<\/p>\n<p>Continental sch\u00fctzt ihre Mitarbeiter in der laufenden Produktion mit entsprechender Ausr\u00fcstung gem\u00e4\u00df den eigenen, konzernweiten Pandemie-Schutzpl\u00e4nen sowie den Schutzvorschriften der jeweiligen L\u00e4nder. Umfassende Schutzkonzepte sorgen jeweils vor Ort daf\u00fcr, das Infektionsrisiko zu minimieren.<\/p>\n<p>Mehr als 95 Prozent der Mitarbeiter, deren Aufgaben mobiles Arbeiten erlauben, nutzen derzeit diese M\u00f6glichkeit. Insgesamt handelt es sich weltweit um rund 85.500 Personen.<\/p>\n<p><strong>Vorherige Prognose-Angaben 2020<br \/>\n<\/strong>Auszug der zur\u00fcckgenommenen Prognose von Continental vom 5. M\u00e4rz 2020:<\/p>\n<p>Continental Group: Konzernumsatz, bei konstanten Wechselkursen, von rund 42,5 bis 44,5 Milliarden Euro; bereinigte EBIT-Marge von rund 5,5 bis 6,5 Prozent.<\/p>\n<p>Automotive Technologies und der ehemaligen Division Powertrain zusammen: Umsatz, bei konstanten Wechselkursen, von rund 25,5 bis 26,5 Milliarden Euro, bereinigte EBIT-Marge rund 3 bis 4 Prozent.<\/p>\n<p>Rubber Technologies: Umsatz, bei konstanten Wechselkursen, von rund 17 bis 18 Milliarden Euro, bereinigte EBIT-Marge rund 10 bis 11 Prozent.<\/p>\n<p>Continental entwickelt wegweisende Technologien und Dienste f\u00fcr die nachhaltige und vernetzte Mobilit\u00e4t der Menschen und ihrer G\u00fcter. Das 1871 gegr\u00fcndete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente und erschwingliche L\u00f6sungen f\u00fcr Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport. Continental erzielte 2019 einen Umsatz von 44,5 Milliarden Euro und besch\u00e4ftigt aktuell mehr als 240.000 Mitarbeiter in 59 L\u00e4ndern und M\u00e4rkten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Continental nimmt ihren Ausblick f\u00fcr das laufende Gesch\u00e4ftsjahr zur\u00fcck. 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