{"id":20085,"date":"2020-04-03T10:40:24","date_gmt":"2020-04-03T08:40:24","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=20085"},"modified":"2020-04-02T10:44:23","modified_gmt":"2020-04-02T08:44:23","slug":"vom-nischenprodukt-der-pharmabranche-zur-etablierten-beschichtungstechnologie-der-getraenkeindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=20085","title":{"rendered":"Vom Nischenprodukt der Pharmabranche zur etablierten Beschichtungstechnologie der Getr\u00e4nkeindustrie"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Erfolgsgeschichte FreshSafe-PET<sup>\u00ae<\/sup>: Was in den 1990er-Jahren als Anwendung in der Pharmaindustrie begann, ist heute eine etablierte Beschichtungstechnologie f\u00fcr PET-Flaschen.<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Mit der Plasmax-Beschichtungstechnologie und der daraus resultierenden Verpackungsl\u00f6sung FreshSafe-PET<sup>\u00ae<\/sup> bietet KHS der Getr\u00e4nke- und Nahrungsmittelindustrie eine umweltfreundliche und nachhaltige L\u00f6sung mit dem bestm\u00f6glichen Produktschutz. Ihre Anf\u00e4nge nahm die heutige Beschichtungstechnologie f\u00fcr PET-Flaschen bereits in den 90er-Jahren \u2013 damals noch als Anwendung in der Pharmabranche. Wie kam es zu dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Erfolgsgeschichte?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Bernd-Thomas Kempa, seit 2012 verantwortlich f\u00fcr Vertrieb &amp; Service von Plasmax und heute Head of Global Account Management Plasmax Barrier Technology, und Dr. Joachim Konrad, seit 2014 verantwortlich f\u00fcr die Technik als Director Plasmax Barrier Technology und heute Leiter Produktdivision Gro\u00dfmaschine, fallen immer wieder die Begriffe Beharrlichkeit, \u00dcberzeugung und Vertrauen. Zusammen mit ihrem Team sind die beiden sozusagen die Wegbereiter f\u00fcr die Transformation der KHS-Plasmax-Beschichtungstechnologie von einer Nischenl\u00f6sung hin zur markterprobten und bew\u00e4hrten Verpackungsl\u00f6sung FreshSafe-PET<sup>\u00ae<\/sup> f\u00fcr die Getr\u00e4nke- und Nahrungsmittelindustrie.<\/p>\n<p>Begonnen hat die Geschichte von FreshSafe-PET<sup>\u00ae<\/sup>, auch bekannt unter dem Namen Plasmax, genau genommen bereits Anfang der 2000er-Jahre. Damals gingen die Schott AG und die SIG Corpoplast wegen sich ver\u00e4ndernder Verpackungspr\u00e4ferenzen der Industrie ein Joint Venture zur Plasmabeschichtung von PET-Flaschen ein. Damit b\u00fcndelten sie die Expertise eines internationalen Herstellers von Glas und Glaskeramik mit dem Know-how eines Verpackungsherstellers und Maschinenbauers f\u00fcr die Kunststoffverarbeitung. Das Portfolio der Schott AG beinhaltete auch eine Beschichtung aus Glas, die erg\u00e4nzend an der Innenseite von Beh\u00e4ltern aus Glas aufgetragen wurde. \u201eDamit wurden hochsensible pharmazeutische Produkte vor der Migration von Stoffen gesch\u00fctzt\u201c, erkl\u00e4rt Kempa.<\/p>\n<p><strong>Herausforderungen f\u00fcr Kunden und KHS<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen des Joint Ventures wurde der Prototyp der ersten Maschinengeneration der Plasmax entwickelt und 2002 schlie\u00dflich die erste Plasmax-Maschine mit einem Aussto\u00df von 10.000 Flaschen pro Stunde in der Schweiz getestet. Zudem erhielt Plasmax die lebensmittelrechtlichen Zulassungen in Europa, den USA und Japan. Zwei Plasmax-Maschinen 12D wurden schlie\u00dflich f\u00fcr den Schutz hochwertiger, sensibler Produkte nach Japan ausgeliefert. In 2006 ging Eckes-Granini als erstes europ\u00e4isches Unternehmen der Fruchtsaftbranche mit der Technologie in den Markt. \u201eStetes Entwicklungsziel war und ist es, nur eine Maschine einzubinden, die den Gegebenheiten der Abf\u00fcllbetriebe und den Erwartungen der Kunden entspricht\u201c, sagt Kempa. Insbesondere die Anlagenverf\u00fcgbarkeit musste von Anfang an auf einem etablierten Branchenniveau sein. \u201eSieht man den heutigen Erfolg und die wachsende Nachfrage, kann man sagen: Es hat sich gelohnt. Wir haben uns im Team dabei immer eine gewisse Start-up-Mentalit\u00e4t bewahrt\u201c, erg\u00e4nzt Konrad.<\/p>\n<p>\u201eMit der Aufl\u00f6sung des Joint Ventures und der \u00dcbernahme der Plasmax-Technologie durch KHS im Jahr 2008 erhielten wir eine starke R\u00fcckendeckung. Das kleine Team als Teil eines globalen Unternehmens war aber auch aufgefordert, den Nachweis zu erbringen, dass diese Technologie ebenso im Umfeld der Getr\u00e4nkeindustrie nachhaltig lauff\u00e4hig ist\u201c, erz\u00e4hlt Kempa. \u201eOhne die Unterst\u00fctzung der KHS und der Konzernmutter Salzgitter AG w\u00e4re die erfolgreiche Transformation der Technologie und damit das Erreichen eines Break-even nicht m\u00f6glich gewesen. Aber auch ohne die spezielle Art der Zusammenarbeit, inklusive des enormen Zusammenhalts und Willens des gesamten Teams, w\u00e4re dieser Erfolg ebenso wenig m\u00f6glich gewesen\u201c, so Kempa.<\/p>\n<p>Diese Unterst\u00fctzung und das Vertrauen wuchs auch auf Kundenseite: Neben weiteren Maschinenverk\u00e4ufen folgte 2010 der Prototyp der gr\u00f6\u00dferen zweiten Generation der Plasmax-Beschichtungsmaschine mit einer Leistung von bis zu 27.500 1-Liter-Flaschen pro Stunde f\u00fcr Eckes. 2014 erwarb das Unternehmen f\u00fcr sein Werk in Fallingbostel den weltweit ersten FreshSafe Block, eine mit einer KHS-Streckblasmaschine verblockte Anlage mit einem Aussto\u00df von bis zu 32.000 0,75-Liter-Flaschen pro Stunde. \u201eMit Eckes-Granini verbindet die KHS eine jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit, in der L\u00f6sungen zum beiderseitigen Nutzen implementiert werden konnten. So hat Eckes schon sehr fr\u00fch die Chancen einer weiterentwickelten PET-Verpackung erkannt, um einen optimalen Schutz f\u00fcr ihre sensitiven Getr\u00e4nke zu erm\u00f6glichen\u201c, erz\u00e4hlt Kempa.<\/p>\n<p><strong>Plasmax-Angebot kontinuierlich erweitert<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEckes-Granini hat die Chancen gesehen und weniger die m\u00f6glichen Probleme und zeigte sich offen f\u00fcr neue Entwicklungen und Prozesse. Denn man darf nicht vergessen: F\u00fcr alle Beteiligten war es zun\u00e4chst Neuland\u201c, sagt Konrad. Von den Erkenntnissen, die aus der intensiven Zusammenarbeit gewonnen wurden, profitierten beide Seiten. Sie halfen, innovative Prozesse praxisorientiert zu optimieren und ganz neue L\u00f6sungen zu entwickeln. So hat KHS sein Plasmax-Angebot im Laufe der Jahre kontinuierlich erweitert. Der Maschinenbauer bietet mittlerweile neben der Standard-Beschichtungsmaschine und dem InnoPET FreshSafe Block auch eine Plasmax 2Q\/4Q f\u00fcr den niedrigen Leistungsbereich und einen InnoPET FreshSafe TriBlock mit Streckblasmaschine und F\u00fcller-\/Verschlie\u00dfer-Kombination an \u201eFreshSafe-PET<sup>\u00ae <\/sup>kombiniert perfekten Produktschutz mit einer nachhaltigen Recyclingm\u00f6glichkeit. Gleichzeitig k\u00f6nnen durch Einsparung von PET-Material die Kosten reduziert werden. Damit haben wir unschlagbare Argumente, die f\u00fcr diese Getr\u00e4nke- und Food-Verpackung sprechen\u201c, erkl\u00e4rt Kempa.<\/p>\n<p>Und der Erfolg gibt dem Unternehmen recht: Das Interesse der Getr\u00e4nkeindustrie an dieser und weiteren KHS-PET-Technologien wachse deshalb, weil sie nachhaltig sind, so Konrad. Um die steigende Nachfrage am Markt optimal zu bedienen, wurden am Hamburger KHS-Standort 2016 die Produktionskapazit\u00e4ten erweitert. So setzt unter anderem ein gro\u00dfer globaler Softdrinkhersteller in mehreren seiner Werke in Asien und Nordamerika auf FreshSafe-PET<sup>\u00ae<\/sup>. \u201eGemeinsam mit diesem Hersteller ist es uns gelungen, alle Vorteile unserer Plasmax-L\u00f6sung in Anwendung zu bringen. Dieses positive Ergebnis konnte erreicht werden, weil alle Gesichtspunkte vom Preform- und Flaschendesign bis zu den Produktionsm\u00f6glichkeiten des Kunden in die L\u00f6sungsfindung integriert wurden. Das war f\u00fcr uns der Durchbruch im Getr\u00e4nkesektor\u201c, sagt Konrad.<\/p>\n<p><strong>Entscheidender Faktor im Bereich Umweltschutz<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Kaufentscheidung der Kunden spielen dabei mehrere Faktoren eine Rolle. Bei FreshSafe-PET<sup>\u00ae<\/sup> gelangen beispielsweise keine unerw\u00fcnschten Stoffe von au\u00dfen in das Produkt hinein \u2013 und wertvolle Bestandteile wie Vitamine k\u00f6nnen nicht austreten. Dank der Plasmax-Barrieretechnologie bleiben sensitive und karbonisierte Getr\u00e4nke zudem bis zu zehnmal l\u00e4nger haltbar als in der herk\u00f6mmlichen PET-Flasche. Besonders f\u00fcr Abf\u00fcller, deren Produkte weitere Transportwege zur\u00fccklegen, ist das ein entscheidender Faktor. Zudem sch\u00fctzt die hauchd\u00fcnne Glasschicht sensible Produkte zuverl\u00e4ssig vor Frische- und Qualit\u00e4tsverlust \u2013 und tr\u00e4gt damit auch wesentlich zum Umweltschutz bei. \u201eDenn je zuverl\u00e4ssiger der Produktschutz, desto geringer die Lebensmittelverschwendung\u201c, sagt Konrad. Die Barrierel\u00f6sung ist daneben auch f\u00fcr die Beschichtung von PET-Beh\u00e4ltern aus Rezyklat (rPET) sowie f\u00fcr biologisch abbaubare Beh\u00e4lter geeignet.<\/p>\n<p>Den entscheidenden Faktor im Bereich Umweltschutz sehen Kempa und Konrad neben der Gewichtsreduktion in der vollst\u00e4ndigen Recyclingf\u00e4higkeit von FreshSafe-PET<sup>\u00ae<\/sup>. Die Beschichtungstechnologie erm\u00f6glicht mit ihrer Vermeidung von verschiedenen Materialkomponenten eine sortenreine Wiederaufbereitung des PET-Materials und erlaubt so eine hundertprozentige Recycelbarkeit der Beh\u00e4lter. Das best\u00e4tigen unter anderem mehrere unabh\u00e4ngige internationale Experten sowie Branchenverb\u00e4nde wie APR<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> und EBPB<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Vor dem Hintergrund der weltweit steigenden Nachfrage nach sauberen Recyclingstr\u00f6men sei dies ein entscheidender Aspekt, so Kempa. \u201eDie Kunden und die \u00d6ffentlichkeit verlangen zunehmend nach umweltschonenden Verpackungsl\u00f6sungen und ein Produkt ist nur dann erfolgreich, wenn es ein relevantes Problem l\u00f6st. Mit FreshSafe-PET<sup>\u00ae<\/sup> haben wir eine umweltfreundliche und kosteneffiziente L\u00f6sung entwickelt, die Nachhaltigkeit mit dem bestm\u00f6glichen Produktschutz kombiniert.\u201c<\/p>\n<p><strong>Geringerer Materialeinsatz f\u00fchrt zu Kosteneinsparungen<\/strong><\/p>\n<p>Neben den Aspekten Umwelt und Produktschutz spielt auch das Thema Wirtschaftlichkeit eine bedeutende Rolle. Durch den Einsatz der KHS-Technologie sinkt einerseits das Flaschengewicht im Vergleich zu Beh\u00e4ltern mit Additiven, was zu einem geringeren Materialeinsatz und damit zu Kosteneinsparungen f\u00fchrt. Abf\u00fcller k\u00f6nnen andererseits auf g\u00fcnstigere Standard-PET-Preforms umsteigen, wodurch die Kosten pro Flasche nochmals sinken.<\/p>\n<p>\u201eAll diese Faktoren haben dazu gef\u00fchrt, dass FreshSafe-PET<sup>\u00ae<\/sup> sich von der ersten Vision zu einer nachgefragten und nachhaltigen Verpackungsl\u00f6sung entwickelt hat\u201c, so Kempa. \u201eUnd wir sind \u00fcberzeugt, dass der erfolgreiche Weg noch lange nicht zu Ende ist. Wir gehen davon aus, dass das Thema einer umweltgerechten Verpackung zuk\u00fcnftig mit der Verantwortung einhergehen wird, den CO<sub>2<\/sub>-Abdruck weiter zu verringern. KHS leistet einen Beitrag dazu, dass durch ein optimiertes Gebinde weniger Lebensmittel verderben.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Die Association of Plastic Recyclers ist ein US-amerikanischer Branchenverband, der sich nachdr\u00fccklich f\u00fcr das Recycling aller Post-Consumer-Kunststoffverpackungen einsetzt. Daf\u00fcr erstellt der Verband beispielsweise Designrichtlinien und erkennt Verpackungsdesign-Innovationen an, die unter anderem seine strengsten Leitkriterien f\u00fcr Recyclingf\u00e4higkeit erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Die European PET Bottle Platform ist eine freiwillige Brancheninitiative, die Richtlinien f\u00fcr die Gestaltung von PET-Flaschen f\u00fcr das Recycling festlegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Bernd-Thomas Kempa, seit 2012 verantwortlich f\u00fcr Vertrieb &#038; Service von Plasmax und heute Head of Global Account Management&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20086,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-20085","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20085","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20085"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20085\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20087,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20085\/revisions\/20087"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/20086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20085"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20085"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20085"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=20085"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}