{"id":20350,"date":"2020-04-16T10:53:27","date_gmt":"2020-04-16T08:53:27","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=20350"},"modified":"2020-04-15T12:55:43","modified_gmt":"2020-04-15T10:55:43","slug":"ein-gemeinsamer-schild-gegen-corona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=20350","title":{"rendered":"Ein gemeinsamer Schild gegen Corona"},"content":{"rendered":"<p><strong>igus produziert Kopfb\u00e4nder f\u00fcr Face Shields<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dank Spritzguss verlassen \u00fcber 10.000 Komponenten pro Woche die K\u00f6lner Fabrik und beschleunigen die Hilfe f\u00fcr \u00c4rzte und Pfleger<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Schutz medizinischen Personals ist zurzeit eine der wichtigsten Herausforderungen. Entsprechende Ausr\u00fcstung ist am Markt allerdings nicht in ausreichender Menge und Qualit\u00e4t schnell verf\u00fcgbar. Eine L\u00f6sung sind unter anderem Gesichtsschilde, die Privatpersonen und Firmen derzeit im 3D-Druck weltweit herstellen. Einem zentralen Problem in der Produktion hat sich nun igus zugewendet und spendet die ersten 100.000 im Spritzguss gefertigten Kopfb\u00e4nder.<\/strong><\/p>\n<p>Um \u00c4rzte, Pflegepersonal und weitere Personen, die direkt am Patienten arbeiten, zu sch\u00fctzen, hat der 3D-Drucker-Hersteller Prusa einen Gesichtsschutz entwickelt und das Design kostenlos zum Download ins Netz gestellt. Das Ziel ist, auf m\u00f6glichst vielen 3D-Druckern die so genannten \u201eFace Shields\u201c zu produzieren. Das Projekt gilt schon jetzt als Erfolg: Weltweit engagieren sich Einzelpersonen, Maker-Netzwerke sowie Firmen und produzieren additiv unter Hochdruck die Gesichtsschilde. Und Initiativen wie \u201eOperation Shields Up!\u201c in den USA bringen Freiwillige auf ihren Plattformen zusammen. Die igus GmbH beteiligt sich an dieser weltweiten Zusammenarbeit und setzt auf die Vorteile des Spritzguss-Verfahrens.<\/p>\n<p><strong>G\u00fcnstige Massenproduktion von Face Shields durch Spritzguss m\u00f6glich<\/strong><\/p>\n<p>Die Bauweise eines Face Shields ist \u00e4u\u00dferst einfach: Ein 3D-gedruckter Tr\u00e4ger aus Kunststoff h\u00e4lt eine auswechselbare Plastikfolie, die das Gesicht abschirmt. Die Gesichtsschilde sind dabei kein Ersatz f\u00fcr einen Mundschutz, der zus\u00e4tzlich getragen wird. Sie sorgen aber f\u00fcr einen weiteren Schutz, vor allem der Augen. Auch reduzieren Sie den nat\u00fcrlichen Reflex, sich in das Gesicht zu fassen und so mit dem Erreger in Kontakt zu kommen.\u00a0Trotz der einfachen Konstruktionsweise bleibt eine zentrale Herausforderung bestehen. \u201eMehrere Maker haben uns darauf angesprochen, ob wir ihnen als Tribo-Filament-Hersteller Material daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen\u201c, blickt Tom Krause, Leiter Additive Fertigung bei igus, zur\u00fcck. \u201eDas l\u00f6st allerdings nicht die wesentlichen Probleme: Die Herstellung des Kopfbandes als zentrales Bauteil ist im 3D-Drucker vergleichsweise teuer und dauert mehr als zwei Stunden. Es k\u00f6nnen pro Ger\u00e4t also nur wenige Teile am Tag produziert werden.\u201c Daher setzt igus auf die Vorteile eines anderen Verfahrens, den Spritzguss. Als Werkstoff dient recyceltes Material aus iglidur A200. Dr. Thilo Schultes leitet den Werkzeugbau und sagt: \u201eMit einem entsprechenden Werkzeug k\u00f6nnen in der K\u00f6lner Fabrik \u00fcber 10.000 Kopfb\u00e4nder pro Woche hergestellt und ausgeliefert werden. Dadurch sind wir in der Lage, die Kopfb\u00e4nder schnell in Masse zu produzieren und das zu deutlich reduzierten Kosten.\u201c igus fertigt das Werkzeug auf eigene Kosten an. Die ersten 100.000 Kopfb\u00e4nder stehen kostenfrei zur Verf\u00fcgung, anschlie\u00dfend sind sie zu Herstellerkosten erh\u00e4ltlich. Sollten Nettoerl\u00f6se erzielt werden, werden diese gespendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schutz medizinischen Personals ist zurzeit eine der wichtigsten Herausforderungen. 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