{"id":20580,"date":"2020-04-30T11:54:49","date_gmt":"2020-04-30T09:54:49","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=20580"},"modified":"2020-04-30T11:54:49","modified_gmt":"2020-04-30T09:54:49","slug":"bosch-setzt-in-corona-krise-auf-technische-innovationen-und-treibt-klimaschutz-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=20580","title":{"rendered":"Bosch setzt in Corona-Krise auf technische Innovationen und treibt Klimaschutz voran"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Covid-19-Schnelltest mit Vivalytic<\/strong><\/li>\n<li><strong>Produktion von Masken und Desinfektionsmitteln<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gesch\u00e4ftsentwicklung 2020: Rezession durch Corona-Krise belastet Ausblick<\/strong><\/li>\n<li><strong>CO <sub>2<\/sub> -Neutralit\u00e4t: Globale Klimaschutzziele 2020 werden erreicht<\/strong><\/li>\n<li><strong>Neues Gesch\u00e4ft: CO <sub>2<\/sub> -Beratung f\u00fcr klimaneutrale Wirtschaft<\/strong><\/li>\n<li><strong>Technologieoffensive: Einstieg in die Wasserstoff-Wirtschaft<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gesch\u00e4ftsjahr 2019: 77,7 Milliarden Euro Umsatz, 3,3 Milliarden Euro operatives EBIT<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Stuttgart \u2013 Nach einer Produktionsunterbrechung an weltweit fast 100 Bosch-Standorten im laufenden Monat bereitet sich das Unternehmen systematisch auf den schrittweisen Hochlauf der Fertigung vor. \u201eMit einer verl\u00e4sslichen Zulieferung wollen wir die langsam wieder steigende Nachfrage unserer Kunden bedienen und zu einer m\u00f6glichst raschen Erholung der Weltwirtschaft beitragen,\u201c sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Robert Bosch GmbH, anl\u00e4sslich der Bilanzpressekonferenz. \u201eUnser Ziel ist ein synchronisierter Hochlauf der Fertigung und die Sicherung der Lieferketten insbesondere in der Automobilproduktion. In China ist uns dies bereits gelungen. Unsere rund 40 Werke vor Ort produzieren wieder und die Lieferketten sind stabil. In den \u00fcbrigen Regionen arbeiten wir mit Hochdruck daran.\u201c F\u00fcr einen erfolgreichen Produktionsstart ergreift das Unternehmen laut Denner zahlreiche Ma\u00dfnahmen, um einen angemessenen Schutz der Besch\u00e4ftigten vor Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus sicherzustellen. Zudem setzt Bosch auf ein koordiniertes, gemeinsames Vorgehen mit Kunden, Lieferanten, Beh\u00f6rden und Arbeitnehmervertretern.<\/p>\n<h2>Beitrag zur Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie<\/h2>\n<p>\u201eWo immer m\u00f6glich, wollen wir unser Know-how in die Anstrengungen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie einbringen, etwa mit unserem neu entwickelten Covid-19-Schnelltest und unserem Analyseger\u00e4t Vivalytic\u201c, sagte Bosch-Chef Denner. \u201eDie Nachfrage ist sehr gro\u00df. Wir tun alles, um die Produktion deutlich zu steigern und werden sie gegen\u00fcber den bisherigen Planungen bis Jahresende verf\u00fcnffachen\u201c, so Denner. Bosch will 2020 mehr als eine Million Schnelltests produzieren, im n\u00e4chsten Jahr sollen es drei Millionen sein. Das Analyseger\u00e4t Vivalytic soll erg\u00e4nzend zu den bisherigen Labortests zun\u00e4chst in Krankenh\u00e4usern und Arztpraxen und dort vor allem zum Schutz des medizinischen Personals eingesetzt werden, f\u00fcr das die rasche Verf\u00fcgbarkeit der Testergebnisse in weniger als zweieinhalb Stunden entscheidend ist. Ausgeliefert wird der Schnelltest bereits in Europa, er kann im Status \u201eresearch use only\u201c nach einer Validierung eingesetzt werden. Eine europaweite CE-Kennzeichnung erwartet Bosch bis Ende Mai. Ein noch schnellerer Test, der in weniger als 45 Minuten eine COVID-19-Erkrankung verl\u00e4sslich ermitteln kann, befindet sich in der Endphase der Entwicklung. \u201eWas wir hier schaffen, folgt ganz unserem Leitmotiv Technik f\u00fcrs Leben\u201c, so Denner.<\/p>\n<p>Bosch hat bereits die Fertigung von Mund- und Nasenmasken aufgenommen. Schon jetzt stellen 13 Bosch-Werke in neun L\u00e4ndern, von Bari in Italien \u00fcber Bursa in der T\u00fcrkei bis hin zu Anderson in den USA, in Eigeninitiative solche Masken f\u00fcr ihren lokalen Bedarf her. Dar\u00fcber hinaus baut das Unternehmen derzeit zwei vollautomatische Fertigungslinien am Standort Stuttgart-Feuerbach auf \u2013 weitere Linien folgen in Erbach (Odenwald) sowie in Indien und Mexiko. \u201eUnser Sondermaschinenbau hat binnen weniger Wochen eine entsprechende Anlage konzipiert\u201c, sagte Denner. Die Konstruktionspl\u00e4ne hat Bosch auch anderen Unternehmen kostenfrei zur Verf\u00fcgung gestellt. Insgesamt k\u00f6nnen pro Tag mehr als 500 000 Masken produziert werden. Die Masken sollen dem Schutz der Bosch-Mitarbeiter in den Werken weltweit dienen. Dar\u00fcber hinaus sollen sie auch extern verf\u00fcgbar gemacht werden. Voraussetzung daf\u00fcr ist eine entsprechende l\u00e4nderspezifische Zulassung. Zudem stellt Bosch w\u00f6chentlich 5 000 Liter Desinfektionsmittel in Deutschland und in den USA her, um seine Mitarbeiter in amerikanischen und europ\u00e4ischen Werken zu versorgen. \u201eUnsere Mitarbeiter leisten hier Gro\u00dfartiges\u201c, sagte Denner.<\/p>\n<h2>Entwicklung Weltwirtschaft 2020: Rezession belastet Ausblick<\/h2>\n<p>Mit Blick auf das laufende Gesch\u00e4ftsjahr und die Corona-Pandemie rechnet Bosch mit erheblichen Herausforderungen f\u00fcr die Weltwirtschaft: \u201eWir stellen uns auf eine globale Rezession ein, die auch unsere Gesch\u00e4ftsentwicklung 2020 deutlich belasten wird\u201c, sagte Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Finanzchef und Stellvertretender Vorsitzender der Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. Bei der Automobilproduktion rechnet Bosch aktuell f\u00fcr 2020 auf Basis der bislang bekannten Effekte mit einem Minus von mindestens 20 Prozent. Im ersten Quartal dieses Jahres fiel der Umsatz der Bosch-Gruppe um 7,3 Prozent und lag damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Alleine im M\u00e4rz 2020 betrug der R\u00fcckgang 17 Prozent. F\u00fcr das Gesamtjahr machte das Unternehmen angesichts der erheblichen Unsicherheiten keine Prognose. \u201eEs bedarf gr\u00f6\u00dfter Anstrengungen, um zumindest ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen\u201c, so der Finanzchef. \u201eIn dieser tiefen Krise ist erneut unsere breite Aufstellung mit unterschiedlichen Unternehmensbereichen ein Vorteil.\u201c<\/p>\n<p>Aktuell stehen umfangreiche Ma\u00dfnahmen zur Kostenreduzierung und Liquidit\u00e4tssicherung im Mittelpunkt. Dazu geh\u00f6ren die laufenden Arbeitszeitverk\u00fcrzungen und <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-3TPTQQZ1-18P717FN.html\">Produktionseinschr\u00e4nkungen<\/a> an vielen Standorten weltweit, ein Gehaltsverzicht bei Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ften einschlie\u00dflich der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung sowie die zeitliche Streckung von Investitionen. Dar\u00fcber hinaus hat Bosch bereits zum Jahresbeginn 2020 ein umfassendes Programm zur Verbesserung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit aufgelegt. \u201eUnser Ziel ist die mittelfristige R\u00fcckkehr zu einer operativen Rendite von rund 7 Prozent, ohne die wesentlichen Zukunftsaufgaben zu vernachl\u00e4ssigen\u201c, so Asenkerschbaumer. \u201eDaran arbeiten wir, neben der Bew\u00e4ltigung der Coronavirus-Pandemie, mit allem Nachdruck. Denn damit schaffen wir das finanzielle Fundament, um die gro\u00dfen Zukunftschancen der Bosch-Gruppe zu nutzen.\u201c<\/p>\n<h2>Klimaschutz: Bosch verfolgt konsequent ehrgeizige Ziele<\/h2>\n<p>Trotz der aktuell herausfordernden Situation h\u00e4lt Bosch seinen langfristigen, strategischen Kurs: Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen verfolgt weiterhin konsequent ehrgeizige Klimaschutz-Ziele und entfaltet entsprechende Aktivit\u00e4ten zum Ausbau nachhaltiger Mobilit\u00e4t. \u201eWenngleich andere Themen gegenw\u00e4rtig im Fokus stehen, d\u00fcrfen wir die Zukunft unseres Planeten nicht aus dem Blick verlieren\u201c, sagte Denner.<\/p>\n<p>Bosch k\u00fcndigte vor knapp einem Jahr an, als erstes global agierendes Industrieunternehmen bereits Ende 2020 weltweit an allen 400 Standorten <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-3B7D8NBP-30V50A.html\">klimaneutral<\/a> zu werden. \u201eDieses Ziel werden wir erreichen\u201c, sagte Denner. \u201eSeit Ende 2019 sind bereits alle Standorte in Deutschland CO <sub>2<\/sub> -neutral, weltweit haben wir Stand heute 70 Prozent erreicht.\u201c Um die CO <sub>2<\/sub> -Neutralit\u00e4t zu erm\u00f6glichen, investiert das Unternehmen in Energieeffizienz, erh\u00f6ht den Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung, kauft vermehrt \u00d6kostrom zu und kompensiert unvermeidbaren CO <sub>2<\/sub> -Aussto\u00df. \u201eDer Anteil der CO <sub>2<\/sub> -Kompensationen wird 2020 deutlich niedriger sein als geplant \u2013 nur 25 statt nahezu 50 Prozent. Wir kommen damit bei der Steigerung der Qualit\u00e4t unserer Ma\u00dfnahmen schneller voran als erwartet\u201c, sagte Denner.<\/p>\n<h2>CO <sub>2<\/sub> -neutrale Wirtschaft: Neue Beratungsgesellschaft gegr\u00fcndet<\/h2>\n<p>In Sachen Klimaschutz schl\u00e4gt Bosch zwei neue Wege ein, um die eigenen Anstrengungen in die Wirtschaft hinein zu multiplizieren: Ein Ziel ist es, die vor- und nachgelagerten Aktivit\u00e4ten entlang der Wertsch\u00f6pfungskette von den beschafften G\u00fctern bis zu den verkauften Produkten m\u00f6glichst klimaneutral zu gestalten. Bis 2030 soll der Wert der damit verbundenen Emissionen (Scope 3) um 15 Prozent beziehungsweise mehr als 50 Millionen Tonnen pro Jahr sinken. Dazu hat sich Bosch gegen\u00fcber der <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-3W1IEA6C-DBALPH.html\">Science-Based-Target-Initiative<\/a> als erster Automobilzulieferer mit einem messbaren Ziel verpflichtet. Zudem b\u00fcndelt das Unternehmen in der neuen Beratungsgesellschaft \u201eBosch Climate Solutions\u201c k\u00fcnftig sein Wissen und die Erfahrung von nahezu 1 000 Bosch-Experten weltweit und aus mehr als 1 000 eigenen Energieeffizienz-Projekten. \u201eWir wollen unsere Erfahrungen auch anderen Unternehmen auf ihrem Weg zur CO <sub>2<\/sub> -Neutralit\u00e4t zur Verf\u00fcgung stellen\u201c, begr\u00fcndete Denner den Schritt.<\/p>\n<h2>Wachstumsmarkt f\u00fcr Europa: Einstieg in Wasserstoff-Wirtschaft<\/h2>\n<p>\u201eDer Klimaschutz bleibt f\u00fcr die Menschheit \u00fcberlebenswichtig \u2013 er kostet, aber Nichtstun wird noch teurer\u201c, betonte Denner. \u201eDie Politik muss den Weg frei machen f\u00fcr mehr Erfindergeist in den Unternehmen, um mit Technik der Umwelt zu nutzen \u2013 ohne dem Wohlstand zu schaden.\u201c Wichtig ist laut Denner eine breite Technologieoffensive, die nicht nur einen batterieelektrischen Weg zu nachhaltiger Mobilit\u00e4t vorgibt, sondern neben effizienten Verbrennungsmotoren vor allem auch <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-3JDY9AWK-M3D15H5.html\">eFuels<\/a> und Brennstoffzelle ber\u00fccksichtigt. Der Unternehmenschef forderte f\u00fcr die Zeit nach der Corona-Krise einen mutigen Einstieg in die Wasserstoff-Wirtschaft und in die eFuels-Produktion. Nur so kann seiner Einsch\u00e4tzung nach Europa bis 2050 klimaneutral werden. \u201eHeutige Wasserstoff-Anwendungen m\u00fcssen raus aus den Reallaboren und rein in die Realwirtschaft\u201c, sagte Denner. Er appellierte an die Politik, die erforderlichen Technologien zu f\u00f6rdern. \u201eSo k\u00f6nnen wir auch ehrgeizige Klimaziele erreichen\u201c, ermutigte Denner.<\/p>\n<h2>Bereit f\u00fcr Wasserstoff: Mobile und station\u00e4re Brennstoffzellen<\/h2>\n<p>Der Klimaschutz beschleunigt den Strukturwandel in vielen Branchen. \u201eIn der Automobilindustrie genauso wie in der Geb\u00e4udetechnik gewinnt Wasserstoff an Bedeutung. Hierauf ist Bosch sehr gut vorbereitet\u201c, erkl\u00e4rte Denner. F\u00fcr den Einsatz in Fahrzeugen bereitet Bosch bereits mit dem Partner Powercell die Industrialisierung des Stacks einer <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-3AMOZ32U-TW5P51.html\">mobilen Brennstoffzelle<\/a> vor. Die Markteinf\u00fchrung ist f\u00fcr 2022 geplant. Das Unternehmen will sich damit auf einem weiteren Wachstumsmarkt erfolgreich positionieren: Bereits 2030 k\u00f6nnte jedes achte neuzugelassene schwere Nutzfahrzeug mit einer Brennstoffzelle ausgestattet sein. An <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-3Q9TJKAC-IVM3TK.html\">station\u00e4ren Brennstoffzellen<\/a> arbeitet Bosch mit seinem Partner Ceres Power. Diese k\u00f6nnen zum Beispiel bei der Stromversorgung von Rechenzentren zum Einsatz kommen. Bosch rechnet bereits 2030 mit einem Marktvolumen von mehr als 20 Milliarden Euro f\u00fcr Brennstoffzellen-Kraftwerke.<\/p>\n<h2>Antriebs- und Thermotechnik: Elektrifizierung des Produktportfolios<\/h2>\n<p>\u201eElektrische L\u00f6sungen im Zeichen des Klimaschutzes werden die bisher dominierende Verbrennertechnik im Auto zun\u00e4chst nur erg\u00e4nzen k\u00f6nnen\u201c, betonte Denner. Deshalb treibt Bosch die Weiterentwicklung der Antriebstechnik <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-3W1IEA6Z-KGS15AO.html\">technologieoffen<\/a> voran. Laut der Marktforschung von Bosch werden auch 2030 zwei von drei Neuwagen Diesel oder Benziner sein, mit oder ohne Hybrid. Das Unternehmen investiert daher auch weiterhin in hocheffiziente <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-3QOF37S7-1688QZD.html\">Verbrennungsmotoren<\/a>. So st\u00f6\u00dft der Diesel mit der neuen Abgastechnik von Bosch nahezu kein Stickoxid mehr aus, wie unabh\u00e4ngige Tests bereits gezeigt haben. Auch den Benziner entwickelt Bosch konsequent weiter: Mit innermotorischen Ma\u00dfnahmen und effizienter Abgasnachbehandlung kann der Partikelgrenzwert der Euro-6d-temp-Norm um etwa 70 Prozent unterschritten werden. Bosch setzt sich zudem f\u00fcr <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-3JDY9AWK-M3D15H5.html\">erneuerbare Kraftstoffe<\/a> ein, da auch der bereits vorhandene Fahrzeugbestand einen Beitrag zur CO <sub>2<\/sub> -Reduzierung leisten muss. Sogenannte eFuels, also synthetische Kraftstoffe, die ausschlie\u00dflich mit erneuerbaren Energien erzeugt werden, k\u00f6nnen den Verbrenner CO <sub>2<\/sub> -neutral machen. Laut Denner w\u00e4re es deshalb ein zielf\u00fchrender Ansatz, solche eFuels auf den Flottenverbrauch anzurechnen, anstatt die CO <sub>2<\/sub> -Regulierung f\u00fcr die reinen Fahrzeugemissionen weiter zu versch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus will Bosch Marktf\u00fchrer in der Elektromobilit\u00e4t werden. Dazu investiert das Unternehmen in seinen Werken Eisenach und Hildesheim in diesem Jahr rund 100 Millionen Euro in die Produktion elektrischer Antriebssysteme. Auch im Bereich Thermotechnik h\u00e4lt die Elektrifizierung beispielsweise bei der Heizungsmodernisierung ihren Einzug. \u201eWir erwarten eine Dekade der Elektrifizierung im Heizungskeller\u201c, sagte der Bosch-Chef voraus. Vor diesem Hintergrund investiert Bosch zus\u00e4tzlich 100 Millionen Euro ins <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-37O7DDHB-1KDM0Y.html\">W\u00e4rmepumpen-Gesch\u00e4ft<\/a> und will seine Entwicklung ausbauen sowie die Marktanteile verdoppeln.<\/p>\n<h2>Gesch\u00e4ftsjahr 2019: In schwachem Marktumfeld gut behauptet<\/h2>\n<p>\u201eVor dem Hintergrund einer weiter abgeschw\u00e4chten Weltkonjunktur und einer um 5,5 Prozent r\u00fcckl\u00e4ufigen Automobilproduktion hat sich die Bosch-Gruppe 2019 ordentlich behauptet\u201c, erkl\u00e4rte Asenkerschbaumer. Die Umsatzerl\u00f6se lagen aufgrund einer Vielzahl von Produkterfolgen mit 77,7 Milliarden Euro nur um 0,9 Prozent unter Vorjahresniveau; wechselkursbereinigt sanken sie um 2,1 Prozent. Die Bosch-Gruppe erwirtschaftete ein operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (operatives EBIT) von 3,3 Milliarden Euro. Damit erreichte die operative EBIT-Rendite 4,2 Prozent. Ohne positive Sondereffekte insbesondere durch den Verkauf der Aktivit\u00e4ten bei Verpackungsmaschinen ergibt sich eine Rendite von 3,5 Prozent. \u201eDen Ergebnisausweis belasteten neben hohen Vorleistungen vor allem die schwache Verfassung von M\u00e4rkten wie China und Indien, die weiter gesunkene Diesel-Nachfrage bei Pkws und hohe Restrukturierungsaufwendungen insbesondere in der Mobilit\u00e4tssparte\u201c, sagte Finanzchef Asenkerschbaumer. Mit einer Eigenkapitalquote von 46 Prozent und einem Cash-Flow von neun Prozent vom Umsatz im Jahr 2019 verf\u00fcgt Bosch \u00fcber eine solide Finanzkraft. Die Aufwendungen f\u00fcr Forschung und Entwicklung stiegen auf 6,1 Milliarden Euro oder 7,8 Prozent vom Umsatz. Die Investitionen in Sachanlagen lagen mit f\u00fcnf Milliarden Euro leicht \u00fcber Vorjahresniveau.<\/p>\n<h2>Gesch\u00e4ftsjahr 2019: Entwicklung nach Unternehmensbereichen<\/h2>\n<p>Der Unternehmensbereich <strong>Mobility Solutions<\/strong> erreichte trotz des R\u00fcckgangs der weltweiten Automobilproduktion einen Umsatz von 46,8 Milliarden Euro. Damit lagen die Erl\u00f6se um 1,6 Prozent unter Vorjahr, wechselkursbereinigt um 3,1 Prozent. Der umsatzst\u00e4rkste Bereich von Bosch entwickelte sich damit besser als die weltweiten Produktionszahlen. Die operative EBIT-Rendite erreichte 1,9 Prozent vom Umsatz. Im Unternehmensbereich <strong>Consumer Goods<\/strong> zog das Gesch\u00e4ft im Laufes des Jahres an. Der Umsatz erreichte 17,8 Milliarden Euro. Der R\u00fcckgang betr\u00e4gt 0,3 Prozent, wechselkursbereinigt 0,8 Prozent. Mit 7,3 Prozent vom Umsatz liegt die operative EBIT-Rendite unter Vorjahr. Der Unternehmensbereich <strong>Industrial Technology<\/strong> sp\u00fcrte den nachlassenden Maschinenbaumarkt, legte jedoch im Umsatz um 0,7 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro zu, ging wechselkursbereinigt jedoch leicht um 0,4 Prozent zur\u00fcck. Ohne einmaligen Sondereffekt durch den Verkauf des Gesch\u00e4ftsbereichs Verpackungstechnik lag die operative EBIT-Rendite bei sieben Prozent vom Umsatz. Im Unternehmensbereich <strong>Energy and Building Technology<\/strong> stiegen die Erl\u00f6se um 1,5 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt um 0,8 Prozent. Die operative EBIT-Rendite betr\u00e4gt 5,1 Prozent vom Umsatz.<\/p>\n<h2>Gesch\u00e4ftsjahr 2019: Entwicklung nach Regionen<\/h2>\n<p>Regional entwickelte sich das Gesch\u00e4ft 2019 bei Bosch unterschiedlich. In <strong>Europa<\/strong> lag der Umsatz mit 40,8 Milliarden Euro um 1,4 Prozent unter Vorjahr, wechselkursbereinigt um 1,2 Prozent. In <strong>Nordamerika<\/strong> stiegen die Erl\u00f6se um 5,9 Prozent auf 13 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt lediglich um 0,6 Prozent. In <strong>S\u00fcdamerika<\/strong> erh\u00f6hte sich der Umsatz um 0,1 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt allerdings um sechs Prozent. In <strong>Asien-Pazifik<\/strong> (einschlie\u00dflich Afrika) spiegelte sich der Einbruch der Automobilproduktion in Indien und in China wider. Der Umsatz sank um 3,7 Prozent auf 22,5 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt um 5,4 Prozent.<\/p>\n<h2>Mitarbeiter: Jeder F\u00fcnfte in Forschung und Entwicklung t\u00e4tig<\/h2>\n<p>Zum Stichtag 31. Dezember 2019 besch\u00e4ftigte die Bosch-Gruppe weltweit 398 150 Mitarbeiter in gut 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in 60 L\u00e4ndern. Wesentlich f\u00fcr den R\u00fcckgang der Mitarbeiterzahl um 2,9 Prozent gegen\u00fcber Vorjahr ist der Verkauf des Gesch\u00e4ftsbereichs Verpackungstechnik. Insgesamt arbeiten rund 72 600 Spezialisten in Forschung und Entwicklung bei Bosch, nahezu 4 000 mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Software-Entwickler im Unternehmen stieg 2019 um mehr als zehn Prozent auf rund 30 000 Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Wichtige Kenndaten finden sich <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-3W1IEA70-CW6MBH.pdf\">hier<\/a>, der Gesch\u00e4ftsbericht 2019 <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/11\/3W1MHE9X-3W1LP2IR-3B7D8NBV-HEW1814.html\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Nach einer Produktionsunterbrechung an weltweit fast 100 Bosch-Standorten im laufenden Monat bereitet sich das Unternehmen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11195,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-20580","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20580","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20580"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20580\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20581,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20580\/revisions\/20581"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11195"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20580"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20580"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20580"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=20580"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}