{"id":20588,"date":"2020-04-30T12:04:40","date_gmt":"2020-04-30T10:04:40","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=20588"},"modified":"2020-04-30T12:04:40","modified_gmt":"2020-04-30T10:04:40","slug":"basf-gruppe-zeigt-widerstandsfaehigkeit-in-der-corona-krise-mit-diversifiziertem-portfolio-und-finanzieller-soliditaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=20588","title":{"rendered":"BASF-Gruppe zeigt Widerstandsf\u00e4higkeit in der Corona-Krise mit diversifiziertem Portfolio und finanzieller Solidit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><b>Umsatz 16,8 Milliarden Euro (plus 7 Prozent), vor allem aufgrund des<br \/>\nMengenwachstums<\/b><\/li>\n<li><b>EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen 1,6 Milliarden Euro (minus 6 Prozent),<br \/>\ninsbesondere aufgrund niedrigerer Ergebnisse in Chemicals und<br \/>\nMaterials; verbessertes EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen in allen<br \/>\nverbrauchernahen Segmenten<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Ausblick 2020:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><b>Hohe Unsicherheit bez\u00fcglich weiterer wirtschaftlicher Entwicklung<br \/>\nim Jahr 2020<\/b><\/li>\n<li><b>Konkrete Aussagen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2020 lassen sich derzeit nicht treffen<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Umsatz der BASF-Gruppe stieg im ersten Quartal 2020 gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal um 7 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro. Wesentlicher Grund hierf\u00fcr waren um 4\u00a0Prozent gesteigerte Mengen. Das Ergebnis der Betriebst\u00e4tigkeit (EBIT) vor Sondereinfl\u00fcssen lag mit 1,6\u00a0Milliarden Euro um 6 Prozent unter dem ersten Quartal 2019. Grund f\u00fcr den R\u00fcckgang des EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen waren die deutlich geringeren Beitr\u00e4ge der Segmente Chemicals und Materials sowie von Sonstige.<\/p>\n<p>\u201eDas erste Quartal 2020 war kein normales Quartal. Das wird auch f\u00fcr das zweite Quartal gelten und wohl f\u00fcr das gesamte Jahr\u201c, sagte Dr. Martin Bruderm\u00fcller, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE, bei der Pr\u00e4sentation der Ergebnisse des ersten Quartals 2020. \u201eDas Coronavirus stellt die Welt auf den Kopf.\u201c Aufgrund eines sehr herausfordernden makro\u00f6konomi\u00adschen Umfelds herrscht gro\u00dfe Unsicherheit an den M\u00e4rkten, so dass zuverl\u00e4ssige Planungen derzeit kaum m\u00f6glich sind. Aus diesem Grund lassen sich derzeit keine konkreten Aussagen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2020 treffen.<\/p>\n<p><b>Vorteile des diversifizierten Portfolios der BASF-Gruppe<\/b><\/p>\n<p>\u201eDas diversifizierte Portfolio von BASF bietet Vorteile, besonders in schwierigen Zeiten\u201c, so Bruderm\u00fcller. \u201eNicht alle unsere Kundenindustrien sind gleicherma\u00dfen von der Pandemie betroffen. Sie zeigen in diesem Umfeld unterschiedliche Resilienz. Zum Beispiel die Bereiche Pharma, Reinigungs\u00admittel oder Ern\u00e4hrung. Sie erleben derzeit sogar eine zus\u00e4tzliche Nachfrage.\u201c Dies ist bei BASF deutlich beim Auftragseingang im Segment Nutrition\u00a0&amp; Care zu sehen. Auch die Nachfrage in der Agrarindustrie ist wenig betroffen.<\/p>\n<p>Andere Kundenindustrien sp\u00fcren die Folgen der Pandemie dagegen stark. Sie werden gebremst von der geringen Nachfrage der Endkunden. Dazu kommen Produktions\u00adschlie\u00dfungen und Unterbrechungen der Lieferketten. Die Transport- und Automobilbranche verzeichnet derzeit die st\u00e4rksten R\u00fcckg\u00e4nge. Bruderm\u00fcller: \u201eDieser Nachfrager\u00fcckgang in unserer wichtigsten Kundenindustrie setzt uns aktuell am st\u00e4rksten zu.\u201c<\/p>\n<p><b>Ergebnisentwicklung der BASF-Segmente im 1. Quartal 2020<\/b><\/p>\n<p>Verglichen mit dem Vorjahresquartal sank das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen der Segmente Chemicals und Materials um 246\u00a0Millionen Euro auf insgesamt 383\u00a0Millionen Euro. Im Quartalsvergleich r\u00fcckl\u00e4ufige Margen in der Ethylen- und Propylen-Wertsch\u00f6pfungskette sowie von Isocyanaten und Polyamid-Vorprodukten belasteten die Ertr\u00e4ge in diesen Segmenten erheblich. Hinzu kamen h\u00f6here Fixkosten. Im Segment Materials konnten deutlich h\u00f6here Ertr\u00e4ge von Performance Materials den R\u00fcckgang bei Monomers nur teilweise ausgleichen.<\/p>\n<p>\u201eAuch in einem schwierigen Marktumfeld sahen wir deutliche Verbesserun\u00adgen in unseren verbrauchernahen Downstream-Segmenten\u201c, so BASF-Finanzvorstand Dr. Hans-Ulrich Engel. \u201eDas EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen in diesen vier Segmenten stieg im ersten Quartal 2020 um 13 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Am deutlichsten wuchsen Surface Technologies und Agricultural Solutions.\u201c<\/p>\n<p>Im Segment Industrial Solutions stieg das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen um 3 Prozent auf 273 Millionen Euro. Hier legte der Unternehmensbereich Dispersions &amp; Pigments deutlich h\u00f6here Ergebnisse vor. Dies war vor allem auf gesunkene Fixkosten zur\u00fcckzuf\u00fchren. Das konnte den leichten Ergebnisr\u00fcckgang in Performance Chemicals mehr als ausgleichen. Die Einbringung des Gesch\u00e4fts mit Papier- und Wasserchemikalien in die Solenis-Gruppe zum 31. Januar 2019 war der Hauptgrund f\u00fcr den Ergebnisr\u00fcckgang in Performance Chemicals.<\/p>\n<p>Das Segment Surface Technologies konnte das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen im ersten Quartal 2020 um 46\u00a0Prozent auf 220 Millionen Euro steigern. Das Ergebnis von Catalysts stieg vor allem durch Bewertungseffekte aus dem Edelmetallhandel kr\u00e4ftig an. Bei Coatings ging das Ergebnis deutlich zur\u00fcck. Grund war die geringere Nachfrage aus der Automobilindustrie. Niedrigere Rohstoff- und Fixkosten konnten den Ergebnisr\u00fcckgang des Bereichs Coatings teilweise ausgleichen.<\/p>\n<p>Im Segment Nutrition &amp; Care stieg das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 254 Millionen Euro. Dies war vor allem auf ein deutlich h\u00f6heres Ergebnis des Unternehmensbereichs Nutrition\u00a0&amp; Health zur\u00fcckzuf\u00fchren. Engel: \u201eDer Bereich beliefert Kundenindustrien, die w\u00e4hrend der Krise zum Teil eine h\u00f6here Nachfrage verzeichnen. Diese konnten wir aufgrund der h\u00f6heren Produktverf\u00fcgbarkeit im Vergleich zum Vorjahresquartal bedienen.\u201c Das Ergebnis des Unternehmensbereichs Care Chemicals stieg aufgrund geringerer Fixkosten leicht an.<\/p>\n<p>Das Segment Agricultural Solutions steigerte das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen im ersten Quartal 2020 um 9\u00a0Prozent auf 809 Millionen Euro. Ma\u00dfgeblich hierf\u00fcr waren der h\u00f6here Umsatz, im Wesentlichen infolge einer zeitlich vorgezogenen Nachfrage aufgrund der Corona-Pandemie, sowie niedrigere Fixkosten.<\/p>\n<p><b>Ergebnisentwicklung der BASF-Gruppe im 1. Quartal 2020<\/b><\/p>\n<p>Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2\u00a0Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Das EBITDA belief sich auf 2,4 Milliarden Euro verglichen mit 2,8 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen lag mit 1,6 Milliarden Euro um 6\u00a0Prozent unter dem ersten Quartal 2019. Die Sondereinfl\u00fcsse im EBIT beliefen sich auf minus 184 Millionen Euro, nach plus 29\u00a0Millionen Euro im ersten Quartal 2019. Sonderbelastungen sind vor allem auf die Integration des von Solvay akquirierten Polyamidgesch\u00e4fts zur\u00fcckzuf\u00fchren. Im Vorjahresquartal 2019 hatten Devestitionsertr\u00e4ge zu insgesamt positiven Sondereinfl\u00fcssen gef\u00fchrt. Das EBIT sank deshalb im ersten Quartal 2020 um 18 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Die Steuerquote lag bei 26,6 Prozent verglichen mit 25,3 Prozent im Vorjahresquartal. Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen belief sich auf 885 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2019 waren es 1,4 Milliarden Euro. Demzufolge verringerte sich das Ergebnis je Aktie von 1,53 Euro auf 96 Cent im ersten Quartal 2020. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 1,36\u00a0Euro, im Vorjahresquartal waren es 1,70 Euro.<\/p>\n<p><b>Entwicklung des Cashflows im 1. Quartal 2020<\/b><\/p>\n<p>Der Cashflow aus betrieblicher T\u00e4tigkeit betrug minus 1 Milliarde Euro, nach 373 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Neben dem deutlich geringeren Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen war hierf\u00fcr vor allem die um 1,2 Milliarden Euro h\u00f6here Mittelbindung im Nettoumlaufverm\u00f6gen verantwortlich.<\/p>\n<p>Der Cashflow aus Investitionst\u00e4tigkeit lag mit minus 1,8 Milliarden Euro um rund 1\u00a0Milliarde Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals. Ma\u00dfgeblich hierf\u00fcr war die Kaufpreiszahlung f\u00fcr das von Solvay erworbene Polyamidgesch\u00e4ft. Auszahlungen f\u00fcr immaterielle Verm\u00f6genswerte und Sachanlagen lagen hingegen um 172 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert.<\/p>\n<p>Der deutliche Anstieg des Cashflows aus Finanzierungst\u00e4tigkeit auf 4,3 Milliarden Euro, nach 620 Millionen Euro im ersten Quartal 2019, resultierte im Wesentlichen aus dem vorsorglichen Aufbau zus\u00e4tzlicher Liquidit\u00e4t.<\/p>\n<p>Der Free Cashflow sank aufgrund des geringeren Cashflows aus betrieblicher T\u00e4tigkeit von minus 368 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf minus 1,6 Milliarden Euro.<\/p>\n<p><b>Ausblick 2020 f\u00fcr die BASF-Gruppe<\/b><\/p>\n<p>Die von BASF am 28. Februar 2020 f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2020 prognostizierte Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird nicht zu erreichen sein. Deshalb zieht das Unternehmen seinen Ausblick 2020 zur\u00fcck. Da sowohl die Dauer und weitere Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie als auch k\u00fcnftige Ma\u00dfnahmen zu ihrer Eind\u00e4mmung derzeit nicht verl\u00e4sslich absch\u00e4tzbar sind, lassen sich aktuell keine konkreten Aussagen zur zuk\u00fcnftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung treffen.<\/p>\n<p>BASF erwartet, im zweiten Quartal 2020 erheblich von den wirtschaftlichen Folgen der globalen Nachfrageschw\u00e4che und Produktionsausf\u00e4lle betroffen zu sein, insbesondere aufgrund der anhaltenden Produktionsunterbrechungen in der Automobilindustrie. Die Folgen der Coronavirus-Pandemie wirken sich auch auf andere Kundenindustrien aus, weshalb das Unternehmen mit einem deutlichen Absatzr\u00fcckgang im zweiten Quartal 2020 rechnet. F\u00fcr das dritte und vierte Quartal 2020 erwartet BASF momentan eine langsame Erholung, allerdings ist die Entwicklung zum jetzigen Zeitpunkt \u00e4u\u00dferst unsicher und nicht planbar.<\/p>\n<p>BASF wird die erwartete zuk\u00fcnftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung quantifizieren, sobald eine solide Prognose wieder m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund haben die Mitglieder des BASF-Aufsichtsrats beschlossen, vom 1. April bis Ende des Jahres 2020 auf 20 Prozent ihrer Festverg\u00fctung zu verzichten. Die Mitglieder des BASF-Vorstands werden f\u00fcr das zweite Quartal 2020 auf 20 Prozent ihrer Festgeh\u00e4lter verzichten. Abh\u00e4ngig von der weiteren Entwicklung im Laufe des Jahres werden weitere Schritte in Betracht gezogen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Umsatz der BASF-Gruppe stieg im ersten Quartal 2020 gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal um 7 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10597,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-20588","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20588"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20588\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20589,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20588\/revisions\/20589"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10597"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20588"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=20588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}