{"id":20652,"date":"2020-05-05T12:48:11","date_gmt":"2020-05-05T10:48:11","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=20652"},"modified":"2020-05-05T12:48:11","modified_gmt":"2020-05-05T10:48:11","slug":"so-unterschiedlich-trifft-corona-die-hersteller-von-kunststoffverpackungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=20652","title":{"rendered":"So unterschiedlich trifft Corona die Hersteller von Kunststoffverpackungen"},"content":{"rendered":"<p>Von Kapazit\u00e4tsgrenzen bis Kurzarbeit<\/p>\n<p>Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen hat ihre Mitgliedsfirmen Ende April in einer Umfrage um einen Lagebericht zu den Auswirkungen der Corona-Krise gebeten. Die Antworten der \u00fcber 120 zumeist mittelst\u00e4ndischen Unternehmen zeigen, wie unterschiedlich die Hersteller von Kunststoffverpackungen betroffen sind: W\u00e4hrend die Hersteller von system-relevanten Verpackungen f\u00fcr Lebensmitteln, Pharma- und Medizinprodukten teilweise an Kapazit\u00e4tsgrenzen sto\u00dfen, sehen sich insbesondere die Zulieferer der Automobilindustrie mit erheblichen Nachfrageeinbr\u00fcchen konfrontiert. \u00dcber alle Segmente hinweg gaben 37% der Unternehmen an, dass sie insgesamt weniger Auftr\u00e4ge im Vergleich zum M\u00e4rz zu verzeichnen haben. Ein Viertel aller Unternehmen berichtet sogar \u00fcber R\u00fcckg\u00e4nge von mehr als 20%. Dagegen meldet gut die H\u00e4lfte der Unternehmen eine Zunahme der Auftr\u00e4ge im April, \u00fcberwiegend allerdings im Bereich zwischen 10 und 20 Prozent.<br \/>\n\u201eDer Lagebericht der Kunststoffverpackungshersteller in Deutschland zeigt, wie unterschiedlich die Krise die Industrie trifft\u201c, kommentiert IK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Martin Engelmann die Umfrageergebnisse. \u201eW\u00e4hrend insbesondere die Hersteller von Verpackungen f\u00fcr Lebensmittelverpackungen unter Hochdruck daran arbeiten, die Versorgung der Bev\u00f6lkerung zu sichern, ging die Nachfrage nach Verpackungen im industriellen Bereich sowie in der Gastronomie teilweise dramatisch zur\u00fcck.\u201c Bei den positiven Befunden handelt es sich laut Einsch\u00e4tzung der Befragten allerdings um eine Momentaufnahme: Bereits f\u00fcr den April erwartetet \u00fcber die H\u00e4lfte der Befragten einen gewissen (40%) bis starken (16%) R\u00fcckgang der Nachfrage. \u201eNach den vielerorts zu erlebenden Hamsterk\u00e4ufen Mitte M\u00e4rz werden nun wieder weniger Lebensmittel und Dinge des t\u00e4glichen Bedarfs bevorratet. Allerdings ist die Nachfrage nach Hygiene- und Reinigungsprodukten unver\u00e4ndert hoch\u201c, erl\u00e4utert Engelmann.<\/p>\n<p><strong>Komplexes Bild: Personalmangel und Kurzarbeit<\/strong><\/p>\n<p>Zwar sind laut Umfrage knapp 80 Prozent der Betriebe in der Lage die erhaltenen Auftr\u00e4ge zu erf\u00fcllen, allerdings berichtet rund die H\u00e4lfte der Befragten von Corona-bedingten Einschr\u00e4nkungen. An erster Stelle steht dabei der Personalmangel. Hier zeigen sich die wesentlichen Unterschiede zwischen Konsum- und Industrieverpackungsherstellern: Knapp 40 Prozent der Unternehmen melden einen Mangel an Personal, w\u00e4hrend knapp 25 Prozent Kurzarbeit einf\u00fchren mussten. \u201eSo bitter die Einf\u00fchrung von Kurzarbeit im Einzelfall ist, so zeigt der Vergleich mit anderen Sektoren der Kunststoff verarbeitenden Industrie insgesamt doch, dass die Verpackungen weniger stark betroffen sind\u201c, erl\u00e4utert Engelmann.<\/p>\n<p>Als \u00fcberraschend positiv bewertet Engelmann, dass \u00fcber ein Viertel der Befragten nicht einen einzigen Corona-bedingten Personalausfall verzeichnet h\u00e4tten. \u201eInsgesamt ist die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die erkrankt oder in Quarant\u00e4ne seien oder aufgrund der Kinderbetreuung nicht zur Arbeit kommen k\u00f6nnen, international vergleichsweise niedrig\u201c, erl\u00e4utert er. Gut ein Drittel der Befragten berichtet von Ausfallquoten unter 5%, ein knappes Viertel von bis zu 10%. \u201eWas alle Hersteller von Kunststoffverpackungen eint, sind das hohe Engagement und der Teamgeist innerhalb der Belegschaften\u201c, fasst Engelmann das Feedback der Mitglieder zusammen und weist insbesondere auf das Engagement vieler Unternehmen im Kampf gegen das Virus hin.<\/p>\n<p><strong>Kunststoffexperten engagieren sich im Kampf gegen Corona<\/strong><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich berichten viele IK-Mitgliedsfirmen davon, wie sie au\u00dferhalb des normalen Gesch\u00e4ftsbetriebs einen Beitrag zur Bek\u00e4mpfung der Pandemie leisten. Im Fokus stehen dabei Kunststoffprodukte wie Flaschen und Beutel f\u00fcr Desinfektionsmittel, Atemschutzmasken, Schutzfolien und -visiere. Dar\u00fcber merkt die Branche allerdings auch, dass sich der Blick der Verbraucher auf Kunststoffverpackungen in der Krise ge\u00e4ndert hat. \u201eDie Funktion der Verpackung, also die Hygiene und der Schutz des Produkts, wird wieder st\u00e4rker wahrgenommen. Wir hoffen, dass dies dazu beitr\u00e4gt, dass in Zukunft wieder sachlicher \u00fcber Kunststoffverpackungen diskutiert wird\u201c, so Engelmann.<br \/>\nDie IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. vertritt als Branchenverband die Interessen der Hersteller von Kunststoffverpackungen und Folien in Deutschland und Europa. Die mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gte Branche hat \u00fcber 90.000 Besch\u00e4ftigte und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 15 Mrd. Euro. Kunststoffverpackungen haben aktuell einen Anteil von 44 Prozent am deutschen Verpackungsmarkt. Die IK ist der gr\u00f6\u00dfte Tr\u00e4gerverband des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) und engagiert sich damit auch f\u00fcr die Belange der gesamten Kunststoff verarbeitenden Industrie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen hat ihre Mitgliedsfirmen Ende April in einer Umfrage um einen Lagebericht zu den&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7017,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-20652","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20652","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20652"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20652\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20653,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20652\/revisions\/20653"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20652"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20652"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20652"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=20652"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}