{"id":20860,"date":"2020-05-19T08:59:57","date_gmt":"2020-05-19T06:59:57","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=20860"},"modified":"2020-05-19T08:59:57","modified_gmt":"2020-05-19T06:59:57","slug":"blitzumfrage-zur-corona-krise-in-der-kunststoffindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=20860","title":{"rendered":"Blitzumfrage zur Corona-Krise in der Kunststoffindustrie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Deutliche Umsatzeinbu\u00dfen \/ Kurzarbeit gleicht Verluste nicht auf Dauer aus \/ Tiefpunkt der Corona-Krise nicht absehbar<\/strong><\/p>\n<p>Die Corona-Krise trifft alle Zweige der Kunststoffbranche schwer. \u00dcber 85 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie deutliche Umsatzeinbu\u00dfen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Besonders hart trifft die Krise die Hersteller von Konsumwaren und die Automobilindustrie. Viele nutzen die Kurzarbeit als Ausgleich f\u00fcr die Verluste, sehen diese aber nicht als Dauerl\u00f6sung an. Uneinigkeit herrscht bei der Frage, wann die Talsohle der Corona-Krise erreicht ist.<\/p>\n<p>Das sind Ergebnisse der Gemeinschaftsumfrage des Branchendienstes KI \u2013 Kunststoff Information und des Fachmagazins K-PROFI unter Entscheidern der Kunststoffbranche in der zweiten Aprilh\u00e4lfte 2020. Mit 560 Antworten aus allen Zweigen der Kunststoffindustrie und allen M\u00e4rkten der Kunststoffverarbeitung zeichnet sie das aktuell vermutlich umfassendste und belastbarste Bild der Branche.<\/p>\n<p>85 Prozent der zur Kunststoffindustrie z\u00e4hlenden Unternehmen im deutschsprachigen Raum beklagen demnach einen niedrigeren Umsatz als im Vorjahr. Bei 56 Prozent der Befragten sind es mehr als 40 Prozent, bei 15 Prozent sind es sogar mehr als 60 Prozent Einbu\u00dfen. Insgesamt sind hier Kleinstunternehmen deutlich st\u00e4rker betroffen als gr\u00f6\u00dfere Betriebe.<\/p>\n<p>Fast genauso schlecht stellt sich die Auslastung im Vergleich zum Vorjahr dar. 80 Prozent der Kunststoffverarbeiteter erreichten das Vorjahresniveau nicht. Insbesondere die Hersteller technischer Teile sowie Elektro- und Elektronikzulieferer verzeichnen deutliche Verluste. Die bereits gebeutelte Automobilindustrie trifft es auch hier am h\u00e4rtesten: 70 Prozent der befragten Unternehmen erreichen nicht einmal 60 Prozent des Vorjahresniveaus. Viele Unternehmen melden, dass sie nun in die Produktion oder den Handel mit medizinischen Mangelprodukten eingestiegen sind.<\/p>\n<p>47 Prozent der befragten Unternehmen setzen auf Kurzarbeit, um ihre Umsatzeinbr\u00fcche zu kompensieren. Die h\u00f6chste Marktdurchdringung hat die Kurzarbeit im Recycling (67 Prozent), im Maschinenbau (56 Prozent) und in der Distribution (54 Prozent). Innerhalb der Kunststoffverarbeitung nutzen sie Medizinzulieferer, Packmittelproduzenten und Bauzulieferer nur zu einem kleinen Teil (Anteile 11 bis 25 Prozent) \u2013 und wenn \u00fcberhaupt, dann nur in sehr geringem Umfang. Am anderen Ende der Skala stehen die Automobilzulieferer: 92 Prozent arbeiten kurz, 51 Prozent mit Reduzierungen um mehr als 40 Prozent.<\/p>\n<p>Neben dem staatlichen Lockdown, den immerhin 76 Prozent der Befragten f\u00fcr angemessen halten, werden institutionelle Hilfsangebote nur zaghaft angenommen. Am wirksamsten werden der Austausch und Absprachen mit Lieferanten (78 Prozent) und Kunden (76 Prozent) angesehen. 49 Prozent der Maschinenbauer, 44 Prozent der Kunststofferzeuger und 35 Prozent der Kunststoffverarbeiter sehen diese Ma\u00dfnahmen als wirksam an.<br \/>\nBei der Frage, wann der Tiefpunkt der Corona-Krise erreicht ist, ist die Kunststoffbranche uneinig. Knapp ein Drittel denkt, dass die Talsohle bis zur Jahresmitte erreicht ist. Ein Viertel h\u00e4lt den Sommer und die Zeit danach f\u00fcr den Tiefpunkt und ein weiteres Drittel kann diesen gar nicht absch\u00e4tzen. F\u00fcr all diejenigen, die keine R\u00fcckg\u00e4nge verzeichnen stellt sich diese Frage gar nicht erst (rund ein Siebtel). Dennoch gibt es vorsichtigen Optimus: Den verspr\u00fchen zum einen Rohstofferzeuger, die neben der chemischen Industrie zu den Fr\u00fchzyklern f\u00fcr konjunkturelle Entwicklungen z\u00e4hlen. Zum anderen erwarten die exportorientierten Unternehmen ein baldiges Erreichen des Tiefpunktes.<\/p>\n<p>\u00dcber die KI Group<br \/>\nDie KI Group versorgt mit den zugeh\u00f6rigen Unternehmen Kunststoff Information Verlagsgesellschaft mbH, KunststoffWeb GmbH und Kunststoff-Profi Verlag GmbH &amp; Co. KG bereits seit 1971 F\u00fchrungskr\u00e4fte in der deutschen und europ\u00e4ischen Kunststoffindustrie mit entscheidungswichtigen Business-Informationen. Zum aktuellen Leistungsspektrum geh\u00f6ren umfangreiche Online-Portale in deutscher und englischer Sprache, Print-Newsletter, die Fachzeitschrift K-PROFI sowie die offizielle deutschsprachige Messezeitung K-AKTUELL f\u00fcr die K und tagesaktuelle Besucherinformation \u201eK-PROFI t\u00e4glich\u201c zur Fakuma. Das Angebot umfasst u.a. Kunststoffpreise (Kontrakt und Spot), Trading Reporte, Kapazit\u00e4ten-Datenbanken, Markt- und Anwenderberichte, t\u00e4gliche Nachrichten, E-Mail-Services sowie spezielle Analyse-Tools f\u00fcr Preisrecherchen und -vergleiche. Erg\u00e4nzt wird es durch vielf\u00e4ltige Services in Consulting, Weiterbildung, Seminaren und Marktforschung rund um das Thema Kunststoffeinkauf. Die KI Group nimmt seit ihrer Gr\u00fcndung eine f\u00fchrende Position beim Thema Kunststoffpreise ein. Mit einem einzigartigen Netzwerk aus Produzenten, Distributoren und Verarbeitern hat sie engen Kontakt zu vielen hundert Marktteilnehmern, um Preis- und Marktdaten zu ermitteln. Die KI-Preisindizes sind industrieweit akzeptiert und in die Gleitklauseln unz\u00e4hliger Liefervertr\u00e4ge eingebunden. Mehr als 5.500 europ\u00e4ische Unternehmen vertrauen bereits den Daten und Berichten der KI Group.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Corona-Krise trifft alle Zweige der Kunststoffbranche schwer. \u00dcber 85 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie deutliche Umsatzeinbu\u00dfen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8420,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-20860","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20860","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20860"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20860\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20861,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20860\/revisions\/20861"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/8420"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20860"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20860"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20860"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=20860"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}