{"id":21290,"date":"2020-06-17T12:03:03","date_gmt":"2020-06-17T10:03:03","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=21290"},"modified":"2020-06-17T12:03:03","modified_gmt":"2020-06-17T10:03:03","slug":"bosch-vernetzt-fabriken-fuer-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=21290","title":{"rendered":"Bosch vernetzt Fabriken f\u00fcr die Zukunft"},"content":{"rendered":"<h3>Industrie 4.0-Umsatz von Bosch w\u00e4chst um 25 Prozent<\/h3>\n<p><strong>\u2022 Intelligente Produktion: Vernetzte L\u00f6sungen sorgen f\u00fcr Transparenz und Flexibilit\u00e4t in den Werken sowie f\u00fcr einen zuverl\u00e4ssigen Betrieb.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2022 Messbarer Mehrwert: Industrie 4.0 erh\u00f6ht die Produktivit\u00e4t an einzelnen Standorten um bis zu 25 Prozent.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2022 Starke Nachfrage: Bosch steigert seinen Umsatz mit Industrie 4.0-L\u00f6sungen von rund 600 Millionen Euro in 2018 auf \u00fcber 750 Millionen Euro in 2019.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2022 Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Najork: \u201eWer wettbewerbsf\u00e4hig bleiben will, muss vernetzen. Die Potenziale von Industrie 4.0 sind gewaltig.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Krisen decken Schwachstellen auf. In der Corona-Pandemie zeigt sich der Wert der vernetzten Produktion und Logistik. Das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) hilft der Industrie, auf Ausf\u00e4lle flexibler als bisher zu reagieren, denn in Echtzeit lassen sich Auslastung und Zustand jeder einzelnen Maschine verfolgen, und es herrscht Transparenz \u00fcber die Lieferkette. \u201eDie Vernetzung kann Unternehmen gerade in Ausnahmezeiten wie diesen weniger verwundbar machen und unterst\u00fctzt dabei, sicher durch die Krise zu navigieren\u201c, sagt Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rolf Najork, zust\u00e4ndig f\u00fcr die Industrietechnik. So lassen sich dort, wo physische N\u00e4he wegen Ansteckungsgefahr zur Herausforderung wird, Schicht\u00fcbergaben digital meistern. Anlagen und Maschinen k\u00f6nnen per Fernzugriff \u00fcberwacht und gewartet werden, ohne dass ein Techniker vor Ort sein muss. Intelligente Software trackt von \u00fcberall aus Waren und Transporte, sichert Nachschub. Dies alles ist m\u00f6glich dank Industrie 4.0. Mit vernetzten L\u00f6sungen werden Fertigung und Logistik einfacher, effizienter, flexibler \u2013 und zugleich robuster. Bosch ist IoT-Pionier. Seit 2012 arbeitet das Unternehmen daran, Produktion und Logistik zu vernetzen \u2013 sowohl in den eigenen Werken als auch in denen seiner Kunden. Das zahlt sich aus. 2019 hat Bosch \u00fcber 750 Millionen Euro Umsatz mit vernetzten L\u00f6sungen f\u00fcr Fertigung und Logistik erzielt \u2013 ein Wachstum von 25 Prozent gegen\u00fcber dem Jahr zuvor.<\/p>\n<h2>Industrie 4.0 sorgt f\u00fcr Produktivit\u00e4tsschub in Fabriken<\/h2>\n<p>In der Fabrik der Zukunft sind nur noch Boden, W\u00e4nde und Decke statisch und fest, alles andere ist variabel und flexibel. Je nach Anforderung erfindet sich die Fabrik der Zukunft immer wieder neu. Tausende verschiedene Produkte und Varianten bis zur Losgr\u00f6\u00dfe eins zu fertigen, ohne kostspielig Anlagen umzur\u00fcsten \u2013 das ist die Vision. Daf\u00fcr setzt Bosch auf Vernetzung. Die Projekte bringen Fortschritt und liefern messbaren Mehrwert: Mit Hilfe von Industrie 4.0 ist es m\u00f6glich, die Produktivit\u00e4t an einzelnen Standorten um bis zu 25 Prozent zu erh\u00f6hen. \u201eWer wettbewerbsf\u00e4hig bleiben will, muss vernetzen. Industrie 4.0 ist eine historische Chance. Die Potenziale sind gewaltig\u201c, sagt Najork. \u201eWir verbessern nicht nur die Produktivit\u00e4t von Fabriken, sondern erm\u00f6glichen Unternehmen, rasch und ad\u00e4quat auf Ver\u00e4nderungen zu reagieren.\u201c Beispiel Bosch: Die Antriebssparte steht mit dem Wandel der Automobilindustrie unter Ver\u00e4nderungs- und Kostendruck und investiert gerade deshalb in den n\u00e4chsten Jahren rund 500 Millionen Euro in die umfassende Digitalisierung und Vernetzung der Produktion. Die voraussichtliche Ersparnis wird doppelt so hoch sein: rund eine Milliarde Euro bis 2025. Einen zus\u00e4tzlichen Schub verspricht der Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz. In den Fokus r\u00fccken KI-basierte L\u00f6sungen f\u00fcr die vorausschauende Wartung von Maschinen, zur Qualit\u00e4tskontrolle oder um Fertigungsprozesse zu verbessern. So kommt KI beispielsweise in hochkomplexen Chipfabriken wie von Bosch in Reutlingen in der Feinplanung der Produktion zum Einsatz, um die Wafer zeit- und kostensparend durch mehr als 500 Bearbeitungsschritte zu steuern. Allein das steigert den Wafer-Durchsatz um f\u00fcnf Prozent, und die Investition rechnet sich schon nach drei Monaten.<\/p>\n<p><em>\u201eWer wettbewerbsf\u00e4hig bleiben will, muss vernetzen. Industrie 4.0 ist eine historische Chance. Die Potenziale sind gewaltig.\u201c<\/em><br \/>\nBosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rolf Najork<\/p>\n<h2>Von Einzelprojekten zur fl\u00e4chendeckenden Umsetzung<\/h2>\n<p>Sechs von zehn Industrieunternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern in Deutschland nutzen bereits Industrie-4.0-Anwendungen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Branchenverbands Bitkom hervor. Doch in vielen F\u00e4llen d\u00fcrfte es sich noch um Einzelprojekte handeln. Nach Sch\u00e4tzung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) warten hierzulande acht von zehn Bestandsanlagen auf ihre Vernetzung. \u201eWir haben in der Industrie noch Luft nach oben. Doch wir verf\u00fcgen \u00fcber Stellschrauben, an denen wir drehen k\u00f6nnen. Jetzt geht es darum, Industrie 4.0 in die Fl\u00e4che zu bringen\u201c, sagt Najork. Als gr\u00f6\u00dftes Hemmnis f\u00fcr die Umsetzung von Industrie 4.0 f\u00fchren Unternehmen hohe Investitionskosten an (Bitkom, 2020). Tats\u00e4chlich lassen sich Maschinen auch nachtr\u00e4glich mit Kommunikationstechnik und Sensorik ausr\u00fcsten. Damit kann der Einstieg in das industrielle Internet der Dinge gelingen. Wie sich bereits kleine Investitionen in gro\u00dfe Anlagen rechnen, zeigt Bosch Rexroth in Erbach: F\u00fcr Sensoren und Lichtschranken an Produktionslinien hat das dortige Werk insgesamt 25 000 Euro aufgewendet und eine j\u00e4hrliche Ersparnis von rund 200 000 Euro erzielt.<\/p>\n<h2>Mit vernetzten L\u00f6sungen \u00d6konomie und \u00d6kologie verbinden<\/h2>\n<p>Als f\u00fchrendes IoT-Unternehmen verf\u00fcgt Bosch \u00fcber alle Kernkompetenzen, um Industrie 4.0 zu gestalten. Zum Portfolio z\u00e4hlen Softwarepakete f\u00fcr Wartung, Monitoring und Logistik, Robotik-Systeme f\u00fcr Fertigung und Transport, Retrofit-L\u00f6sungen f\u00fcr Maschinen im Bestand und Assistenzsysteme f\u00fcr Mitarbeiter. Neu auf den Markt bringt Bosch jetzt eine softwarebasierte, 5G-f\u00e4hige Steuerungstechnik, die offen ist f\u00fcr Anwendungen Dritter. <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/2\/3YN6V1GL-3YN35N51-3N8IAW0R-1A8HHKW.html\">ctrlX Automation<\/a> setzt \u201eInsell\u00f6sungen\u201c in den Werken ein Ende, \u00fcber 30 Datenprotokolle lassen sich nutzen. Die neue Steuerungstechnik von Bosch Rexroth wird die Schaltzentrale der Fabrik der Zukunft. Mit dem weiterentwickelten <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/2\/3YN6V1GL-3YN35N51-3YN35N4W-1CHVVM3.html\">Nexeed Industrial Application System<\/a> bietet Bosch Connected Industry mehr als nur \u201eden App-Store f\u00fcr Produktion und Logistik\u201c. Die unterschiedlichen Softwareapplikationen k\u00f6nnen nach Bedarf geordert, genutzt und miteinander kombiniert werden. S\u00e4mtliche Daten der Maschinen stehen standardisiert und \u00fcbersichtlich zur Verf\u00fcgung und sorgen f\u00fcr eine h\u00f6here Transparenz und Effizienz in der Fabrik. Wie sich \u00d6konomie und \u00d6kologie in Einklang bringen lassen, veranschaulicht die <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/2\/3YN6V1GL-3YN35N51-3YN35N4X-XYZGYQ.html\">Bosch Energy Platform<\/a>. Nach Anbindung ist es m\u00f6glich, den Stromverbrauch jeder einzelnen Maschine zu verfolgen, zu analysieren und zu steuern. Die Konsequenz: Fabriken werden sparsamer, ben\u00f6tigen weniger Energie und verzeichnen einen geringeren CO <sub>2<\/sub> -Aussto\u00df. Auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion leistet die Vernetzung einen wichtigen Beitrag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krisen decken Schwachstellen auf. In der Corona-Pandemie zeigt sich der Wert der vernetzten Produktion und Logistik. 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