{"id":21579,"date":"2020-07-02T10:07:24","date_gmt":"2020-07-02T08:07:24","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=21579"},"modified":"2020-07-02T10:07:24","modified_gmt":"2020-07-02T08:07:24","slug":"mechanischer-zwilling-zeigt-was-digitaler-geleistet-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=21579","title":{"rendered":"Mechanischer Zwilling zeigt was digitaler geleistet hat"},"content":{"rendered":"<div class=\"col-12 col-lg-10 offset-lg-1\">\n<div class=\"editorHtml fadeInDownElement fadeInDown animated\">\n<p><span class=\"editor_extrabold editor_size_55\">Digital first \u2013 bei RICO wird zuerst simuliert<\/span><\/p>\n<p><strong>\u201eBevor wir ein reales Produkt entwickeln, testen wir es virtuell auf seine Funktionsf\u00e4higkeit. Ist es digital ausgereift, bauen wir ein Werkzeug und starten die Produktion. Der mechanische Zwilling folgt bei uns somit der digitalen Vorhut\u201c, erkl\u00e4rt Martin Rapperstorfer, Vertriebsleiter der RICO Elastomere Projecting GmbH aus \u00d6sterreich. RICO bildet mittels Simulationen einen kompletten Prozess im Vorhinein digital ab.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"col-12 col-md-6 col-lg-5 offset-lg-1\">\n<div class=\"editorHtml fadeInLeftElement fadeInLeft animated\">\n<p><strong>Digitales Durchspielen eines kompletten Prozesses<\/strong><\/p>\n<p>RICO ist Hersteller von Spritzgusswerkzeugen und Produzent von Silikon- und Mehrkomponententeilen. Ein \u00fcblicher Ablauf f\u00fcr die Herstellung eines Silikonproduktes ist die Werkzeugkonstruktion, der Formenbau, die Einstellung des Werkzeuges in der Anwendungstechnik und schlie\u00dflich die Produktion. Doch RICO ist dem ganzen Prozess einen Schritt voraus. In dem das Unternehmen den Trial-and-Error Prozess schon vorab in digitaler Version betreibt, werden Einfahr- und Optimierungsprozesse in der Anwendungstechnik sowie die Parameterfindung f\u00fcr die Real-Produktion erleichtert.<\/p>\n<p><strong>Gut simuliert ist halb gebaut<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Bauteileentwicklung betrachtet RICO zuerst die Machbarkeit des Produktes in Zusammenhang mit dem Werkzeugbau und der Serienproduktion. Danach folgt die Analyse mittels Simulationen. Eine gute Simulation beginnt schon bei der richtigen Materialauswahl. RICO verf\u00fcgt \u00fcber eine umfangreiche Materialdatenbank, in der Labor-Ergebnisse aus fr\u00fcheren Projekten mit neuen Entwicklungen der Materialhersteller vereint werden. Mittels Simulationen findet RICO perfekte Materialkombinationen, die den Anforderungen des Kundenproduktes entsprechen.<\/p>\n<p>Die Finite Elemente Berechnung dient der Bauteilentwicklung und analysiert die Artikelauslegung. Risikofaktoren im Design werden eliminiert, mechanische Eigenschaften gepr\u00fcft, Toleranzen f\u00fcr Spannung, Dehnung und Deformation festgelegt sowie Druckzust\u00e4nde und Verbaukr\u00e4fte berechnet. Die Spritzgusssimulation untersucht ebenso die F\u00fcllung in den Kavit\u00e4ten, Nachdruck sowie Schwindung und Verzug. \u201eDie Ergebnisse aus der Simulation des Spritzgussprozesses liefern uns essentielle Erkenntnisse f\u00fcr unsere Serienwerkzeuge\u201c, so Rapperstorfer.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"col-12 col-md-6 col-lg-5 mt-gutter mt-md-0\">\n<div class=\"editorHtml fadeInRightElement fadeInRight animated\">\n<p><strong>Simulations- und Realergebnisse vernetzen \u2013 Aufbau einer Wissensdatenbank<\/strong><\/p>\n<p>Ergebnisse und Parameter aus den Simulationen werden von RICO verarbeitet und in der Anwendungstechnik eingespielt. Da RICO Werkzeuge an den Kunden verkauft oder selbst die Teileproduktion \u00fcbernimmt, erleichtert dies die \u00dcbergabe der Werkzeuge in die Produktion. \u201eUnsere Kunden k\u00f6nnen sich darauf verlassen, dass unsere Werkzeuge funktionieren\u201c, bekr\u00e4ftigt Vertriebschef Rapperstorfer.<\/p>\n<p>Die Quintessenz ist aber, dass nicht nur einseitig agiert wird. Er betont: \u201eUnser Laborleiter steht regelm\u00e4\u00dfig mit unseren Anwendungstechnikern an den Maschinen und entwickelt vor Ort mit.\u201c So lassen sich auch viele R\u00fcckschl\u00fcsse von der Praxis in das Labor ziehen, was zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess beitr\u00e4gt. Simulations- und Realergebnisse werden vernetzt und die Wissensdatenbank permanent erg\u00e4nzt und aufgewertet. Geht es z.B. um Haftungsthematiken zwischen den Materialien, wie etwa zwischen Fl\u00fcssigsilikon (LSR) und Thermoplast (TP), bezieht sich RICO nicht nur auf die Angaben der Materialhersteller, sondern greift vor allem auf die eigenen Erfahrungswerte aus der Wissensdatenbank zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Mehrere Funktionen in einem Bauteil vereinen<\/strong><\/p>\n<p>RICO entwickelt Bauteile in enger Abstimmung mit dem Kunden. \u201eWir m\u00f6chten die Anwendung des Kunden verstehen und betrachten daher auch die Systeme rund um unseren Silikon- oder Mehrkomponententeil\u201c, so Rapperstorfer. Immer wieder stellen die Entwickler von RICO dabei fest, dass sie Funktionen, die der Kunde urspr\u00fcnglich in mehreren Bauteilen abbilden wollte, auch in einem Produkt vereinen k\u00f6nnen. \u201eDie Funktionsintegration in ein RICO-Bauteil spart unserem Kunden Kosten, Einzelteile und Bauraum und wir liefern ihm auch hier ein simulationsgepr\u00fcftes Gesamtkonzept\u201c, unterstreicht Rapperstorfer.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor wir ein reales Produkt entwickeln, testen wir es virtuell auf seine Funktionsf\u00e4higkeit. 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