{"id":21795,"date":"2020-07-17T08:21:07","date_gmt":"2020-07-17T06:21:07","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=21795"},"modified":"2020-07-15T09:22:15","modified_gmt":"2020-07-15T07:22:15","slug":"gruene-technologien-ermoeglichen-fast-90-prozent-weniger-treibhausgasemissionen-in-industriellen-anwendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=21795","title":{"rendered":"Gr\u00fcne Technologien erm\u00f6glichen fast 90 Prozent weniger Treibhausgasemissionen in industriellen Anwendungen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>BCG und VDMA: Marktpotenzial der Dekarbonisierung bis 2050 bei mehr als 300 Milliarden Euro pro Jahr<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gemeinsame Studie identifiziert f\u00fcnf Hebel, um den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck der Industrie zu verbessern <\/strong><\/li>\n<li><strong>Wasserstoff bietet gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr den Maschinenbau<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Maschinen- und Anlagenbau nimmt durch seine Verflechtungen in alle Sektoren eine Schl\u00fcsselrolle bei der Reduzierung des globalen Treibhausgas-Aussto\u00dfes ein. Der Einsatz gr\u00fcner Technologien bietet hier gro\u00dfes Potenzial. Wenn Maschinenhersteller ihren Kunden aus der Industrie gr\u00fcne Technologien anbieten und den Umstieg voranbringen, lassen sich die 35 Gigatonnen (Gt) an Emissionen in der Industrie um bis 86 Prozent oder umgerechnet 30 Gigatonnen senken. Das sind Ergebnisse der Studie <em>For Machinery Makers, Green Tech Creates Green Business<\/em>. Die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) hat daf\u00fcr gemeinsam mit dem Maschinenbauverband VDMA die Treibhausgasemissionen von 14 Sektoren ermittelt und analysiert, wie sich diese durch den Einsatz modernster Technologien reduzieren lassen.<\/p>\n<p>\u201eAufgrund der engen Verflechtung von Maschinen- und Anlagenbau mit nahezu allen Industrien, bieten die Entwicklung und das Angebot solcher klimafreundlichen Technologien wirtschaftlich und \u00f6kologisch ein gro\u00dfes Marktpotenzial von \u00fcber 300 Milliarden Euro pro Jahr\u201c, sagt Markus Lorenz, BCG-Partner und Studienautor. 35 Gigatonnen CO<sub>2-<\/sub>-\u00c4quivalente (CO<sub>2<\/sub>e) erzeugen die OECD und BRIC-Staaten jedes Jahr. Der Maschinenbau selbst emittiert davon zwar nur 0,2 Gigatonnen, er beeinflusst \u00fcber seine Technologien allerdings die Treibhausgasemissionen so gut wie aller Industrien \u2013 vom Energiesektor bis zur Landwirtschaft. Am meisten Treibhausgas entsteht durch die Fertigung (16,7 Gt), gefolgt von Bauwirtschaft (6,7 Gt), Transport (5,7 Gt) sowie Landwirtschaft und Entsorgung (4,3 Gt). \u201eDie Maschinenhersteller haben es in der Hand, noch mehr gr\u00fcne Technologien zu entwickeln und anzubieten. Wichtig ist hier vor allem eine globale Marktperspektive, um gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Nutzen zu generieren\u201c, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcne Technologien reduzieren Emissionen in allen Industrien<\/strong><br \/>\nDie Studie hat f\u00fcnf technische Hebel identifiziert, mit denen der Maschinenbau den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck seiner Kunden verbessern kann. Jeder dieser Hebel beinhaltet eine breite Palette an Einzeltechnologien f\u00fcr die Unternehmen. \u201eBereits heute liefern Maschinen- und Anlagenbauer gr\u00fcne Investitionsg\u00fcter. Die Energiewirtschaft profitiert von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie, wie Wind- und Wasserturbinen, oder optimierten Heiz- und K\u00fchlsystemen mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung. In Industrieunternehmen werden zudem schon jetzt hocheffiziente Motoren eingesetzt\u201c, erkl\u00e4rt Lorenz. Durch eine fl\u00e4chendeckende Verbreitung und Nutzung dieser heute wirtschaftlichen Technologien k\u00f6nnten 13 Gigatonnen CO<sub>2<\/sub>e oder 37 Prozent des Gesamtaussto\u00dfes reduziert werden.<\/p>\n<p>Weitere Hebel werden erst in den n\u00e4chsten Jahren an Bedeutung gewinnen: Methanabscheidung in der Landwirtschaft w\u00e4re zwar m\u00f6glich, aber noch zu teuer, um sie im gro\u00dfen Stil in der Produktion einzusetzen. Verfahren zur Herstellung umweltfreundlicher Kraftstoffe, wie Wasserstoff und seiner Derivate, oder zur Abscheidung und Speicherung von CO<sub>2 <\/sub>in der Industrieproduktion sind technisch noch nicht skaliert und damit unter den aktuellen Marktbedingungen noch nicht wirtschaftlich. Allein durch die Perfektionierung dieser Technologien k\u00f6nnen weitere 17 Gigatonnen oder 49 Prozent der aktuellen Treibhausgas-Emissionen vermieden werden. \u201eInsbesondere die Wasserstoffwirtschaft, mit ihrem gro\u00dfen Potential etwa in der Stahlerzeugung, mit Herstellungsprozessen f\u00fcr Brennstoffzellen im industriellen Ma\u00dfstab, der Elektrolyse oder Verfl\u00fcssigung, bietet hier viele M\u00f6glichkeiten, um gr\u00fcne Technologien mit positiven Umweltaspekten zu verkn\u00fcpfen\u201c, sagt Lorenz.<\/p>\n<p><strong>Umstieg auf nachhaltige Technologie birgt riesiges Marktpotenzial<\/strong><br \/>\nDie Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen ist alternativlos, um die Klimaerw\u00e4rmung zu stoppen. F\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau ergibt sich hier eine gro\u00dfe Chance. Durch den Umstieg auf gr\u00fcne Technologien entsteht ein Marktpotenzial von \u00fcber 300 Milliarden Euro pro Jahr. Das entspricht 12 bis 15 Prozent des derzeitigen Gesamtumsatzes in der Branche und summiert sich bis 2050 auf etwa 10 Billionen Euro.<\/p>\n<p>\u201eHersteller, die an diesem Wachstum teilhaben wollen, richten ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio klimafreundlich aus und machen ihre Unternehmen fit f\u00fcr die Entwicklung und globale Vermarktung von Zukunftstechnologien. Wichtige Weichen m\u00fcssen hier auch von der Politik in Form eines funktionierenden globalen Emissionshandels, Investitionen in die Forschung und eines Marktrahmens f\u00fcr die Skalierung neuer Technologien gestellt werden\u201c, sagt Rauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Maschinen- und Anlagenbau nimmt durch seine Verflechtungen in alle Sektoren eine Schl\u00fcsselrolle bei der Reduzierung des globalen Treibhausgas-Aussto\u00dfes&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-21795","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21795"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21795\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21796,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21795\/revisions\/21796"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21795"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=21795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}