{"id":22022,"date":"2020-08-03T08:27:33","date_gmt":"2020-08-03T06:27:33","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=22022"},"modified":"2020-07-30T10:30:37","modified_gmt":"2020-07-30T08:30:37","slug":"duerr-ag-veroeffentlicht-neue-prognose-fuer-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=22022","title":{"rendered":"D\u00fcrr AG ver\u00f6ffentlicht neue Prognose f\u00fcr 2020"},"content":{"rendered":"<p>Der D\u00fcrr-Konzern verzeichnet eine langsame Aufhellung des Gesch\u00e4ftsklimas und erneuert seine Prognose f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2020. Der Auftragseingang soll aus heutiger Sicht 3.100 bis 3.400 Mio. \u20ac erreichen, beim Umsatz wird eine Bandbreite von 3.200 bis 3.400 Mio. \u20ac angestrebt. Der operative Cashflow soll nach starken Zuw\u00e4chsen im ersten Halbjahr auch im Gesamtjahr klar positiv ausfallen. Der Zielkorridor f\u00fcr die operative EBIT-Marge betr\u00e4gt 2,5 bis 2,8 %, was eine sp\u00fcrbare Performance-Verbesserung im zweiten Halbjahr impliziert. Der Marktschw\u00e4che im europ\u00e4ischen Automotive-Gesch\u00e4ft begegnet der Konzern mit einem Effizienzprogramm. Trotz des daf\u00fcr veranschlagten Aufwands von 35 bis 45 Mio. \u20ac wird f\u00fcr 2020 ein leicht positives EBIT nach Sondereffekten erwartet. Zusammen mit positiven Effekten aus bereits bestehenden Effizienzma\u00dfnahmen erwartet der Konzern ab 2021 j\u00e4hrliche Einsparungen von insgesamt rund 60 Mio. \u20ac.<\/p>\n<p>Im ersten Halbjahr 2020 hat die Corona-Krise das Gesch\u00e4ft des D\u00fcrr-Konzerns im erwarteten Rahmen beeintr\u00e4chtigt. Der Auftragseingang verringerte sich nach vorl\u00e4ufigen Zahlen um 22,8 % auf 1.483,0 Mio. \u20ac. Betroffen waren vor allem die Monate M\u00e4rz bis Mai sowie die M\u00e4rkte in Europa und Amerika. Dagegen stieg der Auftragseingang in China im ersten Halbjahr um 60,6 %. Ma\u00dfgeblich daf\u00fcr waren eine hohe Nachfrage nach Produktionstechnik f\u00fcr Elektroautos sowie Zuw\u00e4chse in der Umwelttechnik und im Gesch\u00e4ft mit der M\u00f6belindustrie. Neben China war zuletzt auch in anderen M\u00e4rkten wieder eine allm\u00e4hliche Nachfragebelebung zu beobachten. Daher ist im zweiten Halbjahr ein h\u00f6herer Auftragseingang zu erwarten als in der ersten Jahresh\u00e4lfte.<br \/>\nDer Umsatz sank im ersten Halbjahr um 14,1 % auf 1.615,2 Mio. \u20ac. Das operative EBIT erreichte 23,7 Mio. \u20ac; auch nach Sondereffekten in H\u00f6he von -17,1 Mio. \u20ac war das EBIT mit 6,6 Mio. \u20ac positiv (EBIT-Margen: 1,5 % und 0,4 %). Im zweiten Quartal lag das EBIT operativ bei -8,9 Mio. \u20ac und nach Sondereffekten bei -16,4 Mio. \u20ac. Es wurde beeintr\u00e4chtigt durch Unterauslastung, \u00fcberproportionale Einbu\u00dfen im Service sowie Coronabedingte Probleme bei Auslieferungen und in der Auftragsabwicklung.<\/p>\n<p>Der operative Cashflow stieg im ersten Halbjahr auf 106,0 Mio. \u20ac (H1 2019: -112,9 Mio. \u20ac). Basis daf\u00fcr war eine Reduktion des Net Working Capitals (NWC) auf 410,1 Mio. \u20ac (30.06 2019: 603,4 Mio. \u20ac). F\u00fcr die zweite Jahresh\u00e4lfte rechnet der D\u00fcrr-Konzern mit einem moderaten NWC-Aufbau im Zuge der erwarteten Gesch\u00e4ftsbelebung. Die Gesamtliquidit\u00e4t (inkl. Termingelder) erreichte zum 30. Juni 2020 mit 904,1 Mio. \u20ac einen neuen H\u00f6chststand.<\/p>\n<p><strong>Kostenbasis soll 2021 um 60 Mio. \u20ac sinken<\/strong><br \/>\nDie st\u00e4rksten R\u00fcckg\u00e4nge verzeichnete das Gesch\u00e4ft mit der Automobilindustrie. W\u00e4hrend in Asien und Amerika eine Normalisierung des Automotive-Gesch\u00e4fts absehbar ist, rechnet der Vorstand im ges\u00e4ttigten europ\u00e4ischen Markt mit einer l\u00e4ngeren Nachfrageschw\u00e4che. Um gegenzusteuern, wird der D\u00fcrr-Konzern ein Effizienzprogramm umsetzen, das ab 2021 zu Einsparungen von rund 30 Mio. \u20ac f\u00fchren soll. Es umfasst unter anderem den Abbau von rund 600 Stellen im Automotive-Gesch\u00e4ft in Deutschland und anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Der Sonderaufwand hierf\u00fcr betr\u00e4gt 35 bis 45 Mio. \u20ac und wird im zweiten Halbjahr gebucht.<\/p>\n<p>Bereits am Jahresbeginn 2020 hat der D\u00fcrr-Konzern weitere Optimierungs-ma\u00dfnahmen eingeleitet, die ab 2021 Einsparungen von rund 10 Mio. \u20ac erbringen sollen. Unter anderem wurden der defizit\u00e4re Standort Karlstein (Application Technology) und die Fertigung in Goldkronach (Clean Technology Systems) geschlossen, wof\u00fcr im ersten Halbjahr 2020 Sonderaufwendungen von 6,1 Mio. \u20ac anfielen.<\/p>\n<p>Insgesamt werden die Sonderaufwendungen im Jahr 2020 voraussichtlich 75 bis 85 Mio. \u20ac betragen. Der Gro\u00dfteil davon entf\u00e4llt auf die oben genannten Ma\u00dfnahmen, zudem sind Kaufpreisallokationseffekte enthalten. Trotz der Sonderaufwendungen wird f\u00fcr 2020 eine EBIT-Marge von 0 bis 0,5 % angestrebt.<\/p>\n<p>Zu den Einsparungen im europ\u00e4ischen Automotive-Gesch\u00e4ft (30 Mio. \u20ac) und aus den weiteren seit Jahresbeginn laufenden Ma\u00dfnahmen (10 Mio. \u20ac) sollen im Jahr 2021 weitere Einsparungen von rund 20 Mio. \u20ac hinzukommen. Sie resultieren aus den im November 2019 angek\u00fcndigten Effizienzma\u00dfnahmen bei HOMAG in Deutschland. In Summe soll die Kostenbasis dadurch ab 2021 um rund 60 Mio. \u20ac sinken, wodurch die Gewinnschwelle des Konzerns deutlich abgesenkt wird.<\/p>\n<p>Aufgrund der noch ausstehenden Detailplanung der Effizienzma\u00dfnahmen wird die Jahresprognose f\u00fcr die Divisions auf die Vorlage der Gesch\u00e4ftszahlen f\u00fcr die ersten neun Monate am 5. November 2020 verschoben. Der vollst\u00e4ndige Finanzbericht f\u00fcr das erste Halbjahr 2020 wird wie angek\u00fcndigt am 6. August 2020 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der D\u00fcrr-Konzern verzeichnet eine langsame Aufhellung des Gesch\u00e4ftsklimas und erneuert seine Prognose f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2020. 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