{"id":22068,"date":"2020-08-11T06:55:06","date_gmt":"2020-08-11T04:55:06","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=22068"},"modified":"2020-08-10T20:58:17","modified_gmt":"2020-08-10T18:58:17","slug":"22068","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=22068","title":{"rendered":"Klimaneutralit\u00e4t: Bosch baut Versorgung mit regenerativen Energien aus"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Drei Langzeitvertr\u00e4ge f\u00fcr Photovoltaikstrom abgeschlossen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Strategischer Kurs: Bosch treibt Klimaschutzziele trotz Belastungen durch Corona-Pandemie voran<\/strong><\/li>\n<li><strong>Steigerung der Ma\u00dfnahmen: Bosch verbessert \u00f6kologische Qualit\u00e4t der CO\u2082-Neutralstellung weiter<\/strong><\/li>\n<li><strong>\u201eNew Clean Power\u201c: Langzeitvertr\u00e4ge mit RWE, Statkraft und Vattenfall<\/strong><\/li>\n<li><strong>Eigenstromerzeugung: Bosch installiert 18 neue Anlagen in 2019 mit einer j\u00e4hrlichen Erzeugungskapazit\u00e4t von 22 000 Megawattstunden<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Stuttgart \u2013 Erneuerbare Energien sind eine der zentralen Stellschrauben auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t. Bosch baut deshalb die Eigenstromerzeugung an seinen Standorten aus und wird langfristiger Abnehmer von regenerativem Strom aus neu errichteten Wind-und Solarparks. Dazu schlie\u00dft das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen drei exklusive Langzeitvertr\u00e4ge f\u00fcr Photovoltaikstrom mit den Anbietern RWE, Statkraft und Vattenfall ab. Trotz der aktuell herausfordernden Situation aufgrund der Corona-Pandemie verfolgt Bosch damit weiterhin konsequent seine ehrgeizigen Klimaschutzpl\u00e4ne: \u201eDer Klimawandel macht keine Pause \u2013 und wir auch nicht. Wir werden unser anspruchsvolles Ziel realisieren, bis Ende des Jahres keinen CO\u2082-Fu\u00dfabdruck mehr zu hinterlassen\u201c, sagte Volkmar Denner, CEO der Bosch-Gruppe. Alle 400 Bosch-Standorte weltweit werden dann klimaneutral sein \u2013 die deutschen Standorte sind es bereits seit Ende 2019. \u201eUnsere Anstrengungen f\u00fcr die Energiewende werden auch nach 2020 fortgesetzt. Die Investition in regenerative Energien ist ein wichtiger Beleg daf\u00fcr\u201c, f\u00fcgte Denner hinzu und erkl\u00e4rte, dass Klimaschutz zwar koste, Nichtstun jedoch teurer w\u00e4re \u2013 zumal die Investitionen in Energieeffizienz auch zu Kosteneinsparungen f\u00fchren.<\/p>\n<p><em>\u201eDer Klimawandel macht keine Pause \u2013 und wir auch nicht. Wir werden unser anspruchsvolles Ziel realisieren, bis Ende des Jahres keinen CO<\/em><em>\u2082<\/em><em>-Fu\u00dfabdruck mehr zu hinterlassen.\u201c<\/em><br \/>\nDr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Robert Bosch GmbH<\/p>\n<h2>Bosch verbessert \u00f6kologische Qualit\u00e4t der CO\u2082-Neutralstellung weiter<\/h2>\n<p>Um die CO\u2082-Neutralit\u00e4t zu erm\u00f6glichen, <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/2\/411KH9ZW-411G8T36-3ZUD0AJN-CP42IS.html\">investiert Bosch neben der regenerativen Energieversorgung vor allem in die Energieeffizienz der eigenen Standorte<\/a>. Das Unternehmen will bis 2030 die \u00f6kologische Qualit\u00e4t der CO\u2082-Neutralstellung durch die Steigerung dieser beiden Ma\u00dfnahmen weiter sukzessive verbessern. Als kurzfristige wirksame Hebel kauft Bosch zudem \u00d6kostrom aus bestehenden Anlagen zu und kompensiert unvermeidbaren CO\u2082-Aussto\u00df durch ausgew\u00e4hlte Klimaschutzma\u00dfnahmen in vollem Umfang. \u201eDer Anteil der CO\u2082-Kompensationen wird 2020 deutlich niedriger sein als geplant. Wir kommen damit bei der weiteren Verbesserung der Qualit\u00e4t unserer Ma\u00dfnahmen schneller voran als erwartet\u201c, sagte Denner. Den Anteil an regenerativen Energien am Verbrauch will Bosch noch deutlich steigern. Die drei neuen Langzeitvertr\u00e4ge f\u00fcr Photovoltaikstrom zahlen auf die Erreichung dieses Vorhabens ein und treiben die Energiewende voran. Insgesamt hat Bosch 2019 weltweit rund 1,94 Millionen Tonnen CO\u2082 ausgesto\u00dfen (Scope 1+2) \u2013 bereits rund ein Drittel weniger als im Jahr zuvor.<\/p>\n<h2>100 000 Megawattstunden aus neuen Photovoltaik-Parks<\/h2>\n<p>Aus neu errichteten Anlagen beliefern die Vertragspartner RWE, Statkraft und Vattenfall Bosch jeweils exklusiv. Der Strom aus den subventionsfreien Photovoltaik-Parks der drei Anbieter wird durch das \u00f6ffentliche Stromnetz zu Bosch-Standorten in Deutschland transportiert und dort verbraucht. Insgesamt wird dies ab 2021 einen j\u00e4hrlichen Umfang von mehr als 100 000 Megawattstunden umfassen \u2013 das entspricht dem Jahresstromverbrauch von bis zu 30 000 privaten Haushalten oder 70 Prozent des Stromverbrauchs des Bosch-Standortes Feuerbach. Bei optimalen Photovoltaik-Bedingungen reicht die maximale Erzeugungsleistung aus, um zumindest stundenweise den gesamten Strombedarf der Werke Feuerbach, Homburg und Bamberg gleichzeitig zu decken. Die Langzeitvertr\u00e4ge l\u00f6sen einen Teil des \u00d6kostrombezugs von Bosch aus bestehenden regenerativen Anlagen ab und haben eine Dauer zwischen zw\u00f6lf und 16 Jahren. Mit der Belieferung durch Statkraft wurde bereits im Mai begonnen.<\/p>\n<p>Die Bosch-Gruppe strebt solche Langzeitvertr\u00e4ge auch \u00fcber Deutschland hinaus an. In Mexiko deckt das Unternehmen beispielsweise mit \u201eNew Clean Power\u201c schon jetzt bis zu 80 Prozent seines Strombedarfs. Viele der dortigen Bosch Standorte erhalten Strom aus einem neu errichteten Windpark des Energiekonzerns Enel, der rund 105 000 Megawattstunden pro Jahr produziert. Die Kooperation mit Enel wurde f\u00fcr 15 Jahre abgeschlossen.<\/p>\n<p><em>\u201eUnsere Anstrengungen f\u00fcr die Energiewende werden auch nach 2020 fortgesetzt. Die Investition in regenerative Energien ist ein wichtiger Beleg daf\u00fcr.\u201c<\/em><br \/>\nDr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Robert Bosch GmbH<\/p>\n<h2>Solar bis Wasserstoff: Energiebedarf mit Eigenstromerzeugung decken<\/h2>\n<p>Neben der exklusiven Abnahme von erneuerbaren Energiequellen erh\u00f6ht Bosch auch die Eigenstromversorgung: Aus knapp 50 Photovoltaikanlagen an den eigenen Standorten gewinnt das Unternehmen derzeit rund 60 000 Megawattstunden pro Jahr. Am Bosch-Standort Nashik in Indien ist die gr\u00f6\u00dfte Anlage dieser Art in der indischen Automobilindustrie entstanden. Insgesamt soll das Erzeugungsvolumen der regenerativen Eigenversorgung bis 2030 auf 400 000 Megawattstunden wachsen. Eine Photovoltaik-Anlage im thail\u00e4ndischen Bosch-Werk Hemaraj mit einer j\u00e4hrlichen Stromerzeugung von 1 300 Megawattstunden soll 2020 fertiggestellt werden.<\/p>\n<p>Bosch betreibt au\u00dferdem Projekte zur Energieerzeugung im Bereich Wasserkraft und Biomasse. Auch neue Ans\u00e4tze wie W\u00e4rme und Strom aus Wasserstoff sind Teil der Energieversorgung. So wurde im vergangenen Jahr an den Standorten Homburg und Bamberg der Prototyp einer von Bosch entwickelten station\u00e4ren Brennstoffzelle in Betrieb genommen. Die Brennstoffzelle deckt nun Bedarfsspitzen an elektrischer Energie ab. In Salzgitter arbeitet Bosch gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut und weiteren ans\u00e4ssigen Unternehmen daran, ein von der Stadt und dem Land Niedersachsen gef\u00f6rdertes Zentrum f\u00fcr Wasserstoff zu errichten, den sogenannten Wasserstoff-Campus. Am Bosch-Trainingszentrum in Wernau wurde Ende Juni eine Brennstoffzellen-Pilotanlage auf SOFC-Basis (Solid Oxide Fuel Cell oder Festoxid-Brennstoffzelle) in Betrieb genommen. Ein Leuchtturmprojekt entsteht in Th\u00fcringen: Das Bosch-Werk in Eisenach will bis 2022 den Strombedarf \u00fcber Eigenstromversorgung durch Photovoltaikanlagen und den Exklusivbezug von Strom aus Windkraft decken sowie durch ein ausgekl\u00fcgeltes Energiemanagement basierend auf k\u00fcnstlicher Intelligenz minimieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erneuerbare Energien sind eine der zentralen Stellschrauben auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t. 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