{"id":22126,"date":"2020-08-11T09:01:50","date_gmt":"2020-08-11T07:01:50","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=22126"},"modified":"2020-08-10T22:03:28","modified_gmt":"2020-08-10T20:03:28","slug":"deutscher-kunststoff-und-gummimaschinenbau-im-sinkflug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=22126","title":{"rendered":"Deutscher Kunststoff- und Gummimaschinenbau im Sinkflug"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u2022 2019: Erstes Jahr seit Langem mit Umsatzr\u00fcckgang<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Umsatzeinbu\u00dfen f\u00fcr 2020 bei bis zu minus 30 Prozent<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 80 Prozent der Kunststoff- und Gummimaschinenbauer erwarten sp\u00e4testens 2022 R\u00fcckkehr auf Umsatzniveau von 2019<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Chancen f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>Wie erwartet sind 2019 die Umsatz-H\u00f6henfl\u00fcge der vergangenen Jahre zum Erliegen gekommen: Die deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbauer mussten einen Umsatzr\u00fcckgang von 6 Prozent verbuchen. \u201eNach 11 langen Jahren des Wachstums kommt dieser Einschnitt jedoch bei niemandem aus der Branche mehr \u00fcberraschend\u201c, res\u00fcmiert Ulrich Reifenh\u00e4user, Vorsitzender des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA. \u201eIn vielen wichtigen Abnehmerbranchen, allen voran der Automobilindustrie, standen die Zeichen auf Investitionszur\u00fcckhaltung, das hat sich schon seit L\u00e4ngerem deutlich in den Auftragsb\u00fcchern bemerkbar gemacht. Hinzu kommt das Imageproblem des Kunststoffs\u201c, so Reifenh\u00e4user weiter.<\/p>\n<p>Nun kommt zu dieser schwierigen Gemengelage auch noch die Corona-Pandemie. Bis Juni 2020 stehen insgesamt schon 20 Prozent weniger Auftr\u00e4ge in den B\u00fcchern als noch im Vorjahr. \u201eDen Abnehmerbranchen, die auch zuvor schon schlecht liefen, hat die Pandemie nun den Rest gegeben. Allerdings beobachten wir auch, dass gerade in die Bereiche Medizintechnik und Verpackung in Zeiten der Corona-Krise viele Kunststoff- und Gummimaschinen geliefert werden, erl\u00e4utert Thorsten K\u00fchmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des VDMA-Fachverbandes.<br \/>\nImage des Kunststoffs verbessert sich<\/p>\n<p>\u00dcberall, wo Hygiene ins Spiel kommt, zeigt der Kunststoff seine Vorteile. \u201eDies f\u00fchrt zu einer wahrnehmbaren Imageverbesserung in der Gesellschaft\u201c, freut sich K\u00fchmann. \u201eAllerdings sind wir uns auch bewusst, dass aktuell eine Ausnahmesituation herrscht und der Imagewandel keine langfristige Wirkung haben wird.\u201c Den Grundstein hin zu einem langfristigen Wandel und einem Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft hat die Branche bereits im Oktober letzten Jahres auf der K-Messe gelegt.<\/p>\n<p><strong>M\u00e4rkte verschieben sich<\/strong><\/p>\n<p>In den ersten f\u00fcnf Monaten des aktuellen Jahres blieben die deutschen Exporte von Kunststoff- und Gummimaschinen 19 Prozent unter denen des Vorjahres. Dabei lie\u00dfen die Lieferungen nach China und in die USA Corona-bedingt jeweils um 3 Prozent nach. F\u00fcr den chinesischen Markt sind dabei wieder positive Signale erkennbar, w\u00e4hrend der jetzige Exportr\u00fcckgang in die USA erst den Anfang markiert. Die Auswirkungen der stark vom Coronavirus betroffenen europ\u00e4ischen L\u00e4nder schlagen sich auch in der Exportstatistik nieder. So nahmen die Lieferungen nach Italien (- 31 Prozent), Frankreich (- 42 Prozent) und Spanien (- 48 Prozent) deutlich ab. Aber auch nach Indien (- 73 Prozent) wurden erheblich weniger Maschinen geliefert. Diejenigen M\u00e4rkte, die in den ersten f\u00fcnf Monaten 2020 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres \u00fcberdurchschnittlich mehr deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen abnahmen, waren Russland (+ 28 Prozent) und die T\u00fcrkei (+ 102 Prozent).<\/p>\n<p><strong>Die Zukunft bleibt herausfordernd\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Allein die Corona-Pandemie bietet gen\u00fcgend Unsicherheit f\u00fcr die weitere wirtschaftliche Entwicklung, denn die Gefahr einer zweiten Welle schwingt noch immer mit. Dazu gesellen sich dann noch die tr\u00fcben Aussichten in der Automobilindustrie sowie die weiterhin angespannten Handelsbeziehungen zwischen den USA und China, die dem exportorientierten Maschinenbau zu schaffen machen. Die beschlossene Kunststoff-Steuer tr\u00fcbt die Lage zus\u00e4tzlich ein. Kein Wunder, dass die Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen mehrheitlich angaben, f\u00fcr 2020 mit einem Umsatzr\u00fcckgang von bis zu 30 Prozent zu rechnen.<\/p>\n<p><strong>\u2026 bietet aber auch Chancen<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst hat die Europ\u00e4ische Union die Weichen f\u00fcr eine positive wirtschaftliche Entwicklung mit der Einigung der Staats- und Regierungschefs auf einen Aufbauplan gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise erfolgreich gestellt. Die Handlungsf\u00e4higkeit, die dadurch zum Ausdruck kommt, ist ein starkes Signal.<br \/>\nMit knapp 80 Prozent erwartet die deutliche Mehrheit der Kunststoff- und Gummimaschinenbauer sp\u00e4testens 2022 eine R\u00fcckkehr zum Umsatzniveau von 2019. Nicht wenige sehen diesen Fall bereits im n\u00e4chsten Jahr eintreten. F\u00fcr die zweite Jahresh\u00e4lfte 2020 erwarten viele bereits eine Belebung der Auftragseing\u00e4nge aus den Regionen Westeuropa und China. Damit deuten sich bereits die ersten Zeichen eines Umschwungs an.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus werden die Maschinenbauer auch weiterhin ihren Teil dazu beisteuern, eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft zu implementieren. Die Innovationskraft der Branche ist ungebrochen und wird die Maschinenbauer auch aus dieser Krise f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie erwartet sind 2019 die Umsatz-H\u00f6henfl\u00fcge der vergangenen Jahre zum Erliegen gekommen: Die deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbauer&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-22126","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22126"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22126\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22127,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22126\/revisions\/22127"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22126"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=22126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}