{"id":22200,"date":"2020-08-18T08:26:01","date_gmt":"2020-08-18T06:26:01","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=22200"},"modified":"2020-08-17T11:28:03","modified_gmt":"2020-08-17T09:28:03","slug":"erstes-halbjahr-2020-durch-auswirkungen-der-covid-19-pandemie-stark-belastet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=22200","title":{"rendered":"Erstes Halbjahr 2020 durch Auswirkungen der COVID-19-Pandemie stark belastet"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8211; Konzernumsatz sinkt in den ersten sechs Monaten um 30 Prozent auf 735,8 Millionen Euro<\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; EBIT durch Einzelsachverhalte in H\u00f6he von -24,2 Millionen Euro belastet<\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; Operatives EBIT im ersten Halbjahr betr\u00e4gt -45,7 Millionen Euro<\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; Erh\u00f6hung des bestehenden Konsortialkredits erfolgreich abgeschlossen<\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; Konkrete Prognose f\u00fcr das Gesamtjahr 2020 aufgrund von COVID-19-bedingten Unsicherheiten weiterhin nicht m\u00f6glich<\/strong><\/p>\n<p>Die Grammer AG verzeichnete im ersten Halbjahr des Gesch\u00e4ftsjahres 2020 einen signifikanten R\u00fcckgang bei Umsatz und Ergebnis. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Produktionsstopps infolge der weltweiten COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen drastischen Reduzierungen der Kundenabrufe zur\u00fcckzuf\u00fchren. So sank der Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten um 30,0 Prozent auf 735,8 Millionen Euro (01-06 2019: 1.051,5 Millionen Euro). Der aus den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie resultierende Nachfrager\u00fcckgang traf hierbei auf bereits seit dem zweiten Halbjahr 2019 geschw\u00e4chte Absatzm\u00e4rkte in allen Regionen.<\/p>\n<p><strong>Ergebnis durch COVID-19 Auswirkungen und Einzelsachverhalte stark belastet<\/strong><br \/>\nDas Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im ersten Halbjahr bei -53,0 Millionen Euro (01-06 2019: 50,2 Millionen Euro). Darin enthalten sind Einzelsachverhalte in H\u00f6he von insgesamt -24,2 Millionen Euro, von denen ein wesentlicher Teil auf Wertberichtigungen auf das Vorratsverm\u00f6gen entf\u00e4llt. Das operative EBIT reduzierte sich entsprechend auf -45,7 Millionen Euro (01-06 2019: 50,1 Millionen Euro). Das operative EBIT wurde insbesondere um W\u00e4hrungseffekte sowie direkt zurechenbare Kosten f\u00fcr Corona-Schutz- und Handlungsma\u00dfnahmen bereinigt. Die operative EBIT-Rendite lag damit bei -6,2 Prozent (01-06 2019: 4,8 Prozent).<\/p>\n<p>\u201eDie beispiellosen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben uns als Zulieferer der globalen Fahrzeugindustrie gerade im zweiten Quartal in EMEA und Americas sehr stark getroffen. In der Region APAC sehen wir allerdings erste Anzeichen einer Erholung f\u00fcr unser Gesch\u00e4ft. So konnten wir in China im zweiten Quartal schon wieder Umsatzzuw\u00e4chse gegen\u00fcber dem Vorjahr verzeichnen\u201c, erl\u00e4utert Thorsten Seehars, Vorstandsvorsitzender der Grammer AG, die aktuelle Situation. \u201eWir haben fr\u00fchzeitig Ma\u00dfnahmen ergriffen, um sicher durch die COVID-19-Krise zu kommen und unser Performance-Programm konsequent weiterverfolgt. Zudem stellen wir die weltweite Unternehmensorganisation derzeit schlanker und flexibler auf.\u201c<\/p>\n<p><strong>EMEA und Americas im zweiten Quartal stark von COVID-19-Pandemie betroffen \u2013 leichte Erholung in APAC<\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn des Jahres waren zun\u00e4chst nur in China einschneidende Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Ausbreitung des Corona-Virus erforderlich, bevor auch Europa und die USA vergleichbare Schritte einleiteten. In China hatte Grammer infolge staatlicher Anordnungen die Werke Ende Januar 2020 tempor\u00e4r geschlossen. Die Produktion konnte dort jedoch ab Anfang M\u00e4rz sukzessive wieder aufgenommen werden. Mitte M\u00e4rz waren aufgrund von Produktionsstopps vieler Kunden in deren europ\u00e4ischen und amerikanischen Standorten gleiche Schritte auch in den Grammer-Werken erforderlich. Dies f\u00fchrte zu signifikanten Nachfrageeinbr\u00fcchen in allen drei Regionen.<\/p>\n<p>Die Region APAC (Asia Pacific) war vor allem im ersten Quartal durch die staatlich angeordneten Werksschlie\u00dfungen in China beeintr\u00e4chtigt. Im zweiten Quartal 2020 stieg der Umsatz marktbedingt und aufgrund von Neuanl\u00e4ufen sowie einem positiven Kundenmix wieder an und lag mit 86,1 Millionen Euro um 8,4 Prozent \u00fcber dem entsprechenden Quartal des Vorjahres (Q2 2019: 79,4 Millionen Euro). Im gesamten ersten Halbjahr 2020 belief sich der Umsatz in der Region APAC auf 139,7 Millionen Euro (-7,9 Prozent). Die Region EMEA (Europe, Middle East and Africa) verzeichnete insbesondere im zweiten Quartal einen deutlichen Umsatzr\u00fcckgang infolge der Corona-bedingten Standortschlie\u00dfungen ab Mitte M\u00e4rz. Der Umsatz ging im zweiten Quartal um 48,8 Prozent zur\u00fcck. Im Zeitraum von Januar bis Juni 2020 lag der Umsatz in EMEA bei 411,2 Millionen Euro (-30,9 Prozent). Eine \u00e4hnliche Entwicklung zeigte die Region Americas (Nord-, Mittel- und S\u00fcdamerika) im ersten Halbjahr mit einem Umsatzr\u00fcckgang auf 184,9 Millionen Euro (-39,3 Prozent). Hier brach der Umsatz im zweiten Quartal um 68,5 Prozent ein.<\/p>\n<p><strong>Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge in beiden Segmenten<\/strong><\/p>\n<p>Der Nachfrager\u00fcckgang hat sich im zweiten Quartal in beiden Segmenten deutlich ausgewirkt. Ursachen f\u00fcr den gesunkenen Umsatz im Segment Automotive im ersten Halbjahr waren neben den bereits zu Jahresbeginn r\u00fcckl\u00e4ufigen globalen Fahrzeugm\u00e4rkten die erheblichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in allen f\u00fcr Grammer relevanten M\u00e4rkten. So sank der Umsatz im Segment Automotive um 33,0 Prozent auf 499,1 Millionen Euro. Trotz der eingeleiteten Kostensenkungs-ma\u00dfnahmen verringerte sich das operative EBIT in diesem Segment aufgrund von Unterauslastungen sowie Einzelsachverhalten auf -57,9 Millionen Euro (01-06 2019: 27,1 Millionen Euro).<\/p>\n<p>Das Segment Commercial Vehicles verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 einen R\u00fcckgang der Ums\u00e4tze um 22,8 Prozent auf 256,6 Millionen Euro. Die noch vergleichsweise hohe Nachfrage im ersten Quartal 2020 \u2013 sowohl im OEM-Gesch\u00e4ft als auch im Nachr\u00fcstgesch\u00e4ft \u2013 konnte die geringeren Kundenabrufe aufgrund der weltweiten Werksschlie\u00dfungen im zweiten Quartal nur teilweise kompensieren. Das operative EBIT lag bei 14,5 Millionen Euro (01-06 2019: 32,3 Millionen Euro).<\/p>\n<p>Trotz der COVID-19-bedingten Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge hat sich Grammer im abgelaufenen Halbjahr in allen drei Regionen besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Die beiden Segmente Automotive und Commercial Vehicles profitierten dabei von Marktanteilsgewinnen und ihrem jeweiligen Kundenmix. Dies galt im Besonderen f\u00fcr das Segment Commercial Vehicles: mit dem breit aufgestellten Produktportfolio in unterschiedlichen Industrien und Marktsegmenten steht Grammer auf einem sehr soliden Fundament.<\/p>\n<p><strong>Erfolgreiche Finanzierungsma\u00dfnahmen<\/strong><\/p>\n<p>Als Reaktion auf die durch COVID-19 ausgel\u00f6ste weltweite Absatzkrise hat der Vorstand der Grammer AG fr\u00fchzeitig umfangreiche Ma\u00dfnahmen zur Liquidit\u00e4tssicherung und zum Kostenmanagement eingeleitet. Hierzu geh\u00f6rte die Einf\u00fchrung von Kurzarbeit, die Reduzierung von variablen Ausgaben und Investitionen sowie die strikte Fokussierung auf die Cashflow-Steuerung und die Initiierung von Finanzierungsma\u00dfnahmen. So wurden bereits im ersten Quartal 2020 ein Hybriddarlehen mit Eigenkapitalcharakter im Volumen von 19,1 Millionen Euro aufgenommen sowie eine fr\u00fchzeitige Refinanzierung des Konsortialkreditvertrags \u00fcber 150,0 Millionen Euro und 80,0 Millionen US-Dollar abgeschlossen.<\/p>\n<p>Des Weiteren hat Grammer am 12. August 2020 den im ersten Quartal abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag um eine Tranche C in H\u00f6he von 235 Millionen Euro erweitert. Neben den Kernbanken von Grammer beteiligte sich auch die KfW als direkter Kreditgeber im Rahmen des Sonderprogramms \u201eDirektbeteiligung f\u00fcr Konsortialfinanzierung\u201c. Die Programmbedingungen der KfW sehen u. a. vor, dass die Dividende w\u00e4hrend der dreij\u00e4hrigen Laufzeit der neuen Tranche ausgesetzt wird.<\/p>\n<p><strong>Prognose f\u00fcr das Gesamtjahr 2020 weiterhin ausgesetzt<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Industrieproduktion in China aktuell weitgehend zur Normalit\u00e4t zur\u00fcckgekehrt ist, sind die anderen Regionen weiterhin von teilweise starken Einschr\u00e4nkungen betroffen. Daher ist auch im zweiten Halbjahr von einer massiven Belastung der Weltwirtschaft auszugehen, weshalb derzeit keine zuverl\u00e4ssige Prognose der weiteren Entwicklung des Gesch\u00e4ftsjahres 2020 m\u00f6glich ist. Grammer erwartet, dass sowohl der Umsatz als auch das operative Ergebnis deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Eine konkrete Prognose f\u00fcr das Gesamtjahr 2020 wird das Unternehmen abgeben, sobald dies hinreichend m\u00f6glich ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Grammer AG verzeichnete im ersten Halbjahr des Gesch\u00e4ftsjahres 2020 einen signifikanten R\u00fcckgang bei Umsatz und Ergebnis. 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