{"id":22245,"date":"2020-08-24T08:48:07","date_gmt":"2020-08-24T06:48:07","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=22245"},"modified":"2020-08-21T08:52:02","modified_gmt":"2020-08-21T06:52:02","slug":"plexiglas-und-pleximid-sorgen-bei-lens-lfo-fuer-optimale-lichtstreuung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=22245","title":{"rendered":"PLEXIGLAS und PLEXIMID sorgen bei \u201elens LFO\u201c f\u00fcr optimale Lichtstreuung"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8211;\u00a0 Bartenbach entwickelt und kdg Opticomp realisiert innovative TIR-Linse lens LFO<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211;\u00a0 PMMA- und PMMI-Formmassen von R\u00f6hm bieten h\u00f6chste Transparenz und pr\u00e4zise Abbildegenauigkeit<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211;\u00a0 PLEXIMID\u00ae \u00fcberzeugt als hocheffizienter optischer Kunststoff f\u00fcr Anwendungen mit h\u00f6heren W\u00e4rmeanforderungen<\/strong><\/p>\n<p>Woher kommt das Licht? Der gesamte Raum ist von hellem, angenehm blendfreiem Licht erf\u00fcllt, aber weit und breit ist keine Leuchte zu sehen. Die Hochleistungslinse lens LFO wirkt als Komponente von Lochstrahlern im Verborgenen \u2013 unter anderem am Flughafen Amsterdam Schiphol und in einer Moschee in Mekka.<\/p>\n<p>Die lens LFO ist das Zusammenspiel von patentierter Lichttechnik, hochwertigen Werkstoffen und Expertise bei optischen Spritzgie\u00dfanwendungen. Zwei Unternehmen aus \u00d6sterreich, das Lichtplanungsb\u00fcro Bartenbach und der Technologiedienstleister kdg Opticomp, haben f\u00fcr dieses Total-Internal-Reflection-Linsensystem (TIR) ihre Kompetenzen geb\u00fcndelt: Bartenbach hat die Lichttechnik entwickelt und kdg Opticomp die Umsetzung realisiert. Je nach Anwendungszweck wird die Linse entweder aus PLEXIGLAS\u00ae (PMMA) oder aus PLEXIMID\u00ae (PMMI) Formmassen von R\u00f6hm gefertigt. PMMI ist die Bezeichnung f\u00fcr den thermoplastischen Kunststoff Polymethylmethacrylimid.<\/p>\n<p><strong>Visueller Komfort durch Entblendung<\/strong><\/p>\n<p>Die lens LFO ist so konzipiert und berechnet, dass das Licht in der Blende fokussiert wird und sich nahezu blendfrei nach unten in den Raum verteilt. Dadurch wird eine fast nat\u00fcrliche Lichtatmosph\u00e4re geschaffen. \u201eDaf\u00fcr wird das von einer LED abgestrahlte Licht von einer zweiten Linse kollimiert\u201c, beschreibt Christian Anselm, Entwicklungsleiter bei Bartenbach, die Technik. \u201eDie lens LFO gew\u00e4hrleistet visuellen Komfort durch Entblendung.\u201c Dar\u00fcber hinaus erlaubt die \u201eTunable White\u201c-Funktion einen stufenlosen \u00dcbergang von Kaltwei\u00df zu Warmwei\u00df.<\/p>\n<p>Dank der patentierten Lochstrahlertechnik von Bartenbach kann die lens LFO nahezu unsichtbar in Deckenelementen verbaut werden. Der Lichtaustritt ist auf ein Minimum von acht Millimetern reduziert, die \u00d6ffnung im Deckenpanel kann somit kleiner sein als die Optik selbst. Aus den kaum fingerdicken \u00d6ffnungen tritt dann Licht aus, das sich abh\u00e4ngig vom gew\u00e4hlten Strahlungswinkel entweder im Raum verteilt oder selbst von hohen Decken herab kleinere Bereiche punktuell akzentuiert, beispielsweise einen Tisch im Restaurant.<\/p>\n<p><strong>Hohe Abbildegenauigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr diese lichttechnische Leistung ist neben der Transmission das Design der verwendeten Linsen. \u201eBei der lens LFO haben wir die Oberfl\u00e4che der Linsen durch Freiformfl\u00e4chenfacetten so strukturiert, dass das Licht homogen erscheint\u201c, sagt Anselm. \u201eDazu ben\u00f6tigen wir einen Werkstoff, der imstande ist, diese miniaturisierten Strukturen pr\u00e4zise abzubilden.\u201c<\/p>\n<p>Die Wahl fiel auf PLEXIGLAS\u00ae und PLEXIMID\u00ae von R\u00f6hm. \u201eUnsere Marken-Formmassen erm\u00f6glichen durch ihre hohe Transparenz eine sehr gute Lichttransmission und durch ihre guten Flie\u00dfeigenschaften eine hohe Abbildegenauigkeit f\u00fcr die anspruchsvollen Linsen\u201c, erl\u00e4utert Dr. Ren\u00e9 Kogler, Leiter Produktmanagement f\u00fcr Lighting, Extrusion, Optics bei R\u00f6hm. Er verweist auf den Vorteil, f\u00fcr Beleuchtungsanwendungen zwei Markenprodukte mit sehr guten optischen Eigenschaften aus einer Hand anbieten zu k\u00f6nnen: \u201eBeiden gemeinsam ist \u00fcber die optischen Eigenschaften hinaus die hohe UV- und Witterungsbest\u00e4ndigkeit. PLEXIMID\u00ae eignet sich zudem wegen der h\u00f6heren W\u00e4rmeformbest\u00e4ndigkeit f\u00fcr Anwendungen mit starker Hitzeentwicklung, zum Beispiel f\u00fcr Scheinwerferoptiken im Automobilbau oder eben f\u00fcr Einbauleuchten. Das best\u00e4tigt auch die j\u00fcngste Einstufung von PLEXIMID\u00ae TT50 als optischer Hochtemperaturwerkstoff gem\u00e4\u00df UL 746B bis zu 130 \u00b0C.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u201eEntmaterialisierte Lichtquelle\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der unauff\u00e4llige Einbau der Downlights ist sehr reizvoll f\u00fcr die Lichtgestaltung in R\u00e4umen mit hohem architektonischem Anspruch, denn die Beleuchtung lenkt nicht von der Architektur ab. \u201eEs wird nur \u00fcber die Qualit\u00e4t des Lichts gesprochen, nicht \u00fcber die Leuchte\u201c, verdeutlicht Anselm. Damit verk\u00f6rpere die lens LFO einen Leitgedanken des Firmengr\u00fcnders Professor Christian Bartenbach, der international als \u201ePionier der Lichtplanung\u201c anerkannt ist: \u201eDie Lichtquelle soll entmaterialisiert werden, damit man sie nicht wahrnimmt.\u201c<\/p>\n<p>Die Bartenbach GmbH hat die Technologie der lens LFO kontinuierlich weiterentwickelt, und die Werkzeuge werden st\u00e4ndig den aktuellen LED-Technologien angepasst. Inzwischen existiert auch eine mit CSP-LEDs kompatible Generation dieser Linse, die das Unternehmen seinen Kunden mit ma\u00dfgeschneiderten Lichtkonzepten anbietet. Das Einsatzspektrum reicht von Akustikdecken \u00fcber Hotelfoyers und B\u00fcro- und Wohnr\u00e4ume bis hin zu Seilbahnkabinen.<\/p>\n<p><strong>PMMI f\u00fcr h\u00f6here Temperaturen<\/strong><\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit bei der Deckenbeleuchtung in sehr gro\u00dfen und hohen R\u00e4umen besteht darin, gleichartige Linsen als Cluster zu arrangieren. Doch das sei aufwendiger und architektonisch oft unerw\u00fcnscht, weil dann sehr viele Lichtpunkte in Erscheinung tr\u00e4ten, sagt Anselm. Eleganter sei es, die gleiche Helligkeit mit nur einem Lichtpunkt zu erzielen. Das erfordert allerdings eine st\u00e4rkere LED, und damit steigt auch die thermische Punktlast. Weil die Platine sehr hei\u00df wird, ist die Linse hohen Kontakttemperaturen ausgesetzt. Hier kommen die sonst f\u00fcr die lens LFO verwendeten Formmassen PLEXIGLAS\u00ae 8N und 7N trotz ihrer guten W\u00e4rmeformbest\u00e4ndigkeiten an ihre Grenzen.<\/p>\n<p>Die Spritzgie\u00dfexperten von kdg Opticomp hatten eine L\u00f6sung parat: \u201eF\u00fcr diese Anwendung ben\u00f6tigten wir ein Material, das deutlich h\u00f6here Temperaturen zul\u00e4sst und dennoch die bestm\u00f6gliche Effizienz beh\u00e4lt. Deshalb haben wir der Firma Bartenbach vorgeschlagen, diesen Typ der lens LFO in PMMI zu spritzen\u201c, erl\u00e4utert Alexander W\u00f6rle, Leiter des Bereichs Technologie und Innovation bei kdg Opticomp. \u201eDurch unsere Zusammenarbeit mit R\u00f6hm kannten wir deren Spezialformmasse PLEXIMID\u00ae TT50 als hocheffizienten optischen Kunststoff mit einer erh\u00f6hten W\u00e4rmeformbest\u00e4ndigkeit.\u201c<\/p>\n<p>Die Herausforderung f\u00fcr kdg Opticomp lag darin, die Fertigungsprozesse so zu optimieren, dass diese Spezialformmasse mit dem bestehenden Spritzpr\u00e4gewerkzeug verarbeitet werden kann, ohne dabei das Werkzeug selbst zu ver\u00e4ndern. Denn es wird damit weiterhin auch die lens LFO aus PMMA gefertigt. Dank der Erfahrung im Umgang mit dem Material konnte diese Herausforderung mit sehr gezielten Optimierungsschleifen gemeistert werden. W\u00f6rle betont: \u201ePLEXIMID\u00ae erh\u00f6ht enorm das Leistungsspektrum von Linsen und \u00f6ffnet das Tor f\u00fcr neue Anwendungen. Es ist uns eine richtige Freude, dass wir damit f\u00fcr besseres Licht sorgen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Woher kommt das Licht? 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