{"id":22608,"date":"2020-09-14T08:32:57","date_gmt":"2020-09-14T06:32:57","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=22608"},"modified":"2020-09-09T18:36:03","modified_gmt":"2020-09-09T16:36:03","slug":"massnahmen-zur-reduktion-von-kunststoffabfaellen-wirken-sich-negativ-auf-das-klima-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=22608","title":{"rendered":"Ma\u00dfnahmen zur Reduktion von Kunststoffabf\u00e4llen wirken sich negativ auf das Klima aus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Plattform Verpackung mit Zukunft<\/strong><\/p>\n<p>Die Plattform Verpackung mit Zukunft pl\u00e4diert anl\u00e4sslich der von Bundesministerin Leonore Gewessler als \u201e3-Punkte-Plan\u201c pr\u00e4sentierten Ma\u00dfnahmen zur Reduktion von Kunststoffabf\u00e4llen f\u00fcr faktenbasierte Entscheidungen.<br \/>\n\u201eDie heute von Klimaschutzministerin Gewessler pr\u00e4sentierten Ma\u00dfnahmen haben negative Auswirkungen auf das Klima\u2013 daf\u00fcr sprechen alle Daten und Fakten, die uns vorliegen\u201c, so Axel K\u00fchner, CEO der Greiner AG. BM Gewessler will eine Mehrwegquote einf\u00fchren und setzt damit auf Glas. \u00d6kobilanzen von Verpackungen belegen jedoch deutlich, dass Glas-Mehrweg nur bei sehr kurzen Transportdistanzen geringere Auswirkungen auf das Klima hat. Werden die Flaschen zum Waschen und Bef\u00fcllen weiter als rund 150 Kilometer transportiert, sind Mehrwegl\u00f6sungen aus Kunststoff klimafreundlicher. Auch PET-Einwegflaschen mit hohem Rezyklatanteil k\u00f6nnen hinsichtlich Umweltauswirkungen \u00fcberzeugen \u2013 immer vorausgesetzt, die gebrauchten Flaschen werden richtig entsorgt und wiederverwertet. K\u00fchner stellt auch klar: \u201eIn der Umwelt haben gebrauchte Verpackungen nichts verloren. Wir brauchen sie dringend im Wertstoffkreislauf, um neue Flaschen daraus herstellen zu k\u00f6nnen.\u201c<br \/>\nRecyceltes PET reduziert CO2-Emissionen enorm<\/p>\n<p>Getr\u00e4nkeflaschen aus PET lassen sich sehr gut recyceln. Das im Recyclingunternehmen PET Recycling Team W\u00f6llersdorf (ein Unternehmen von ALPLA) hergestellte rPET spart im Vergleich zu Neuware bis zu 90 Prozent der Treibhausgasemissionen ein. Laut den Vorschl\u00e4gen von Bundesministerin Gewessler sollen die vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen die zuk\u00fcnftige EU-Plastiksteuer f\u00fcr \u00d6sterreich reduzieren. Dazu G\u00fcnther Lehner, CEO ALPLA Group: \u201eDie EU-Plastiksteuer soll auf jene Abf\u00e4lle angewandt werden, die nicht recycelt werden. In \u00d6sterreich sollen aber nun genau jene Verpackungen verdr\u00e4ngt werden, die sich besonders gut recyceln lassen.\u201c<\/p>\n<p>Eine Abgabe f\u00fcr Hersteller von Plastikverpackungen lehnt Lehner ab: \u201eWarum werden nur Verpackungen aus Kunststoff besteuert? Alle Verpackungen, egal aus welchem Material, m\u00fcssen hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen objektiv beurteilt und optimiert werden. In jedem Fall m\u00fcssen recycelte Materialien ausgenommen werden, um die Kreislaufwirtschaft zu st\u00e4rken.\u201c Insgesamt sieht Lehner die Gefahr, dass Kunststoff durch andere Materialien ersetzt wird, die gr\u00f6\u00dfere Auswirkungen auf den Klimawandel haben.<\/p>\n<p>Zum Thema Pfand auf Einweg h\u00e4lt Franz Sauseng, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Interseroh GmbH, fest: \u201eRund 34.000 t bzw. rund 70 % aller in Verkehr gesetzten Einweggetr\u00e4nkeflaschen aus Kunststoff werden derzeit bereits getrennt erfasst. Die Einf\u00fchrung eines Pfandsystem f\u00fcr Einweggetr\u00e4nkeflaschen kann dabei helfen, die Sammelquote f\u00fcr die Kunststoff-Getr\u00e4nkeverpackungen weiter zu steigern und so zus\u00e4tzliche Mengen \u2013 rund 10.000 Tonnen \u2013 f\u00fcr die Herstellung von PET-Rezyklat zu erfassen. Als Recyclingspezialist bef\u00fcrworten wir Ma\u00dfnahmen, die die Menge und Qualit\u00e4t der Recyclingstr\u00f6me erh\u00f6hen. Auch hier gilt es aber, den jeweiligen Markt genau zu analysieren, bevor man weitreichende Entscheidungen trifft, die dann vielleicht nicht die erhofften Ergebnisse erzielen.\u201c<\/p>\n<p>In der Plattform Verpackung mit Zukunft haben sich \u00f6sterreichische Unternehmen entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette zusammengeschlossen, um eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu erm\u00f6glichen und \u00d6sterreich als Vorreiter f\u00fcr nachhaltige Verpackungsl\u00f6sungen zu etablieren. Die Plattform fordert Politik und \u00d6ffentlichkeit zum Dialog auf, denn es m\u00fcssen Entscheidungen und Ma\u00dfnahmen auf Basis von Fakten getroffen werden.<\/p>\n<p>\u00dcber die Plattform<br \/>\nDie \u201ePlattform f\u00fcr Verpackung mit Zukunft\u201c ist ein Zusammenschluss von \u00f6sterreichischen Unternehmen \u2013 Greiner, ALPLA, Nestl\u00e9 \u00d6sterreich, Coca-Cola \u00d6sterreich, Interseroh \u00d6sterreich, ENGEL Austria, EREMA Group, Danone \u00d6sterreich, Gabriel Chemie, Kruschitz Plastics, MAM Baby, Reclay \u00d6sterreich, Saubermacher, Starlinger, Wolf Plastics \u2013 entlang der Verpackungs-Wertsch\u00f6pfungskette. Die Mitglieder der Plattform sind \u00fcberzeugt, dass eine ressourcenschonende Nutzung von Verpackungen m\u00f6glich und sinnvoll ist. Die Plattform Verpackung mit Zukunft will darauf hinarbeiten, dass die Recyclingf\u00e4higkeit in der Verpackungswirtschaft optimiert und die Nachhaltigkeit im Verpackungsbereich st\u00e4ndig verbessert wird. Dabei setzt die Plattform auf einen offenen Dialog mit allen relevanten Playern und bietet einen sachlichen und faktenbasierten Diskurs an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Plattform Verpackung mit Zukunft pl\u00e4diert anl\u00e4sslich der von Bundesministerin Leonore Gewessler als \u201e3-Punkte-Plan\u201c pr\u00e4sentierten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":22609,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-22608","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22608"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22608\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22610,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22608\/revisions\/22610"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/22609"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22608"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=22608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}