{"id":22627,"date":"2020-09-16T08:50:18","date_gmt":"2020-09-16T06:50:18","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=22627"},"modified":"2020-09-15T09:51:43","modified_gmt":"2020-09-15T07:51:43","slug":"ergebnisse-von-sieben-jahren-marktforschung-veroeffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=22627","title":{"rendered":"Ergebnisse von sieben Jahren Marktforschung ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"<h3>Drei Online-Umfragen zu Green Premium f\u00fcr bio-basierte Produkte und eine tiefenpsychologische Verbraucherstudie, jetzt zum ersten Mal ver\u00f6ffentlicht<\/h3>\n<p>Seit 2013 untersucht das nova-Institut in verschiedenen Projekten die Preisgestaltung von bio-basierten Produkten. Gibt es f\u00fcr diese Produkte Green-Premium-Preise? Wie hoch sind sie?\u00a0 Wie lange werden sie bezahlt? Wie sind sie entlang der Wertsch\u00f6pfungskette verteilt? Gibt es Unterschiede je nach Anwendungssektor?<\/p>\n<p>In den Jahren 2013, 2016 und 2017 wurden drei Online-Umfragen zu Green-Premium-Preisen f\u00fcr bio-basierte Produkte durchgef\u00fchrt, und von 2018 bis 2019 erfolgte eine detaillierte Verbraucherstudie. Beide Methoden erg\u00e4nzten sich gegenseitig und ihre Ergebnisse stimmen \u00fcberein. Zum ersten Mal werden alle Ergebnisse in einem Bericht ver\u00f6ffentlicht \u2013 und stehen online kostenlos zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Studie ist das Ergebnis der erstmaligen Anwendung einer tiefenpsychologischen Marktforschung im Bereich von bio-basierten Produkten, die in Zusammenarbeit von nova-Institut und september Strategie &amp; Forschung durchgef\u00fchrt wurde. Diese Zusammenarbeit kombiniert nova\u2019s herausragende Expertise im Bereich bio-basierter Produkte und Werkstoffe mit dem Wissen und der Erfahrung von september, einem der deutschen Marktf\u00fchrer in tiefenpsychologischer Marktforschung.<\/p>\n<h3>Einige Highlights der Ergebnisse<\/h3>\n<p><em>\u00a0<\/em><strong>Woraus werden Kunststoffe hergestellt? Die Verbraucher haben in der Regel keine Ahnung von Mineral\u00f6l als Rohstoff<\/strong>. Es ist eine weit verbreitete Auffassung, dass Kunststoffe \u201eschlecht\u201c sind und Tiere im Meer t\u00f6ten. Wenn es um Kunststoffe geht, dachten die Befragten haupts\u00e4chlich an negative Aspekte, aber fast niemand war sich bewusst, dass sie aus Erd\u00f6l hergestellt werden: \u201eEtwas chemisches, industrielles, k\u00fcnstliches, wenn es um Inhaltsstoffe geht \u2026 Ich wei\u00df ich es eigentlich nicht\u201c. Die Befragten waren sehr \u00fcberrascht zu erfahren, dass Kunststoffe tats\u00e4chlich aus Erd\u00f6l hergestellt werden und aber auch auf Pflanzenbasis produziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Einfaches Denken: Pflanzliche Eigenschaften werden auf das Produkt projiziert \u2013 Chemie ist \u201etoxische Magie\u201c.<\/strong> Das Wissen \u00fcber Chemie ist bei den Verbrauchern sehr gering und die Umwandlung von fl\u00fcssigem Mineral\u00f6l zu festem Kunststoff wirkt wie ein Wunder. Chemie ist \u201etoxische Magie\u201c. Auf diese Weise werden in den K\u00f6pfen der Verbraucher die Eigenschaften der Rohstoffe direkt auf die Endprodukte \u00fcbertragen. Eigenschaften der Pflanzen werden auch f\u00fcr die Endprodukte erwartet. Holz ist hart, widerstandsf\u00e4hig und langlebig; analog sollte es nur zur Herstellung harter, widerstandsf\u00e4higer und langlebiger Produkte verwendet werden.<\/p>\n<p><strong>Erste Generation Biomasse f\u00fcr Einweganwendungen.<\/strong> F\u00fcr weiche und einmalige Anwendungen bevorzugten die Befragten Biomasse der ersten Generation: \u201eNahrungspflanzen sind ein hochwertiger Rohstoff, aber sie werden als weniger wertvoll als frische Lignozellulose angesehen, da Nahrungsmittelpflanzen schneller wachsen als B\u00e4ume\u201c. Die verst\u00e4ndliche \u00dcbertragung von Rohstoffeigenschaften auf das Produkt funktioniert auch bei diesen Rohstoffen: \u201eDieses Kunststoffprodukt k\u00f6nnte aus Mais hergestellt werden, denn Mais f\u00fchlt sich schon wie Kunststoff an\u201c &#8211; es ist also nur logisch, dass man daraus Kunststoff machen kann. Nur sehr wenige Befragte kannten die Diskussionen \u00fcber Lebensmittel- oder Non-Food-Kulturen f\u00fcr die Industrie, die haupts\u00e4chlich eine Diskussion im politischen Bereich zu sein scheinen.<\/p>\n<p><strong>Niemand versteht \u201ebio-basiert\u201c! Au\u00dferdem sind alle Produkte pflanzlichen Ursprungs biologisch abbaubar. <\/strong>Aus Pflanzen hergestellte Produkte sind f\u00fcr den Verbraucher biologisch abbaubar. Bedeutet: Sie werden biologisch abgebaut, wenn man sie in den Kompost oder Wald wirft. Also im Umkehrschluss: \u201eAlles, was aus Pflanzen hergestellt wird, ist umweltfreundlich\u201c. Der Begriff \u201eBio\u201c wird mit \u201ebiologisch angebaut\u201c in Verbindung gebracht, im Gegensatz zu \u201ebio-basiert\u201c, der nicht oder missverstanden wird. Aber die Konsumenten verstehen den Begriff \u201epflanzlich\u201c.<\/p>\n<p><strong>Die Verbraucher wollen von der Politik aufgekl\u00e4rt werden.<\/strong> Die Verbraucher f\u00fchlen sich \u00fcberfordert, nicht kompetent und nicht verantwortlich f\u00fcr die Entscheidung, welche Materialien gut oder schlecht sind. Konsumenten wollen ein einfaches, offizielles und vertrauensw\u00fcrdiges Zertifikat, das ihnen hilft, die guten Materialien zu identifizieren. Dieses Ergebnis stellt die zahlreichen Projekte zur Verbrauchersensibilisierung in Frage, die derzeit anlaufen. Vielleicht w\u00e4re die Entwicklung eines Kennzeichnungssystems hilfreicher.<\/p>\n<p>Die Relevanz von bio-basierten Rohstoffen in Verbraucherprodukten ist bei Produkten gegeben, die Auswirkungen auf uns selbst oder auf die Umwelt haben. Von hoher Relevanz ist der Ersatz von \u201eschlechten Produkten\u201c mit einem schlechten \u00d6ko-Image. Ebenfalls von hoher Relevanz sind Produkte, die K\u00f6rperkontakt haben, die mit Lebensmitteln oder Getr\u00e4nken in Kontakt kommen und den Verbrauchern ein gro\u00dfes Potenzial zum Pr\u00e4sentieren bieten. Dies hat Konsequenzen f\u00fcr Kommunikationsstrategien zu bio-basierten Produkten, wie die vom september Strategie &amp; Forschung entwickelte Verbrauchertypologie gezeigt hat.<\/p>\n<p>Das \u201cnova-Paper #13: Bio-based products: Green premium prices and consumer perception of different biomass feedstocks\u201d ist kostenfrei erh\u00e4ltlich auf <a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/nova-papers\">www.bio-based.eu\/nova-papers<\/a><\/p>\n<h3>\u00dcber das nova-Institut<\/h3>\n<p>nova-Institut ist ein privates und unabh\u00e4ngiges Forschungsinstitut, das 1994 gegr\u00fcndet wurde; nova bietet Forschung und Beratung mit Schwerpunkt auf dem Transformationsprozess der chemischen und stofflichen Industrie zu erneuerbarem Kohlenstoff: Wie kann fossiler Kohlenstoff durch Biomasse ersetzt werden, direkte CO<sub>2<\/sub>-Nutzung und Recycling. Wir bieten Ihnen unser einmaliges Verst\u00e4ndnis an, um den \u00dcbergang Ihres Unternehmens in eine klimaneutrale Zukunft zu unterst\u00fctzen. Das nova-Institut hat 35 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von mehr als 3 Millionen \u20ac. <a href=\"http:\/\/www.nova-institute.eu\">www.nova-institute.eu<\/a><\/p>\n<h3>\u00dcber september<\/h3>\n<p>september wurde 2008 gegr\u00fcndet und ist eines der f\u00fchrenden deutschen Full-Service-Forschungsinstitute mit einem Team von 30 Spezialisten, das einen ausgewogenen Querschnitt von Branchen und Marken in und au\u00dferhalb Deutschlands bietet. september ist Marktf\u00fchrer in der Anwendung von Tiefenpsychologie gepaart mit fortschrittlichen biometrischen L\u00f6sungen und liefert nicht nur Studien, sondern umfassende Beratung und Unterst\u00fctzung bei der strategischen Entwicklung. <a href=\"http:\/\/www.september-online.de\">www.september-online.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 2013 untersucht das nova-Institut in verschiedenen Projekten die Preisgestaltung von bio-basierten Produkten. Gibt es f\u00fcr diese Produkte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12679,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-22627","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22627","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22627"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22627\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22628,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22627\/revisions\/22628"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12679"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22627"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22627"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22627"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=22627"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}