{"id":22949,"date":"2020-10-02T12:42:55","date_gmt":"2020-10-02T10:42:55","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=22949"},"modified":"2020-10-02T12:43:25","modified_gmt":"2020-10-02T10:43:25","slug":"wettbewerbsfaehigkeit-staerken-zukunftsfaehigkeit-sichern-aufsichtsrat-stimmt-umbauplan-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=22949","title":{"rendered":"Wettbewerbsf\u00e4higkeit st\u00e4rken, Zukunftsf\u00e4higkeit sichern: Aufsichtsrat stimmt Umbauplan zu"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Schlie\u00dfung des Reifenwerks in Aachen Ende 2021 und des Standorts f\u00fcr Automobilelektronik in Karben bis Ende 2024, Strukturanpassungen f\u00fcr Zukunftsperspektive in Regensburg und R\u00fcckf\u00fchrung des Joint Ventures mit Osram<\/strong><\/li>\n<li><strong>Nach derzeitigem Stand keine weiteren vergleichbaren, durch den Aufsichtsrat zustimmungspflichtigen Strukturma\u00dfnahmen an Standorten im In- und Ausland im Strukturprogramm vorgesehen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Alle Zentral- und Gesch\u00e4ftsbereiche tragen weltweit zum Strukturprogramm bei<\/strong><\/li>\n<li><strong>Konzentration auf profitable Wachstumsfelder: assistiertes, automatisiertes, vernetztes und emissionsfreies Fahren, integrierte Systeml\u00f6sungen auf Softwarebasis inklusive Dienstleistungen f\u00fcr Mobilit\u00e4tskunden, Reifen- sowie Industrie- und Endkundengesch\u00e4ft<\/strong><\/li>\n<li><strong>CEO Dr. Elmar Degenhart: \u201eWenn wir jetzt in unseren Wachstumsfeldern durchstarten, haben wir in den kommenden zehn Jahren die Chance, erneut Besch\u00e4ftigung in einem bedeutenden Ma\u00dfe aufzubauen, wie wir sie aufgrund von Strukturwandel und schwacher Konjunkturlage nun ver\u00e4ndern m\u00fcssen.\u201c<\/strong><\/li>\n<li><strong>Continental legt Details zur Unternehmensstrategie und zu ihrem profitablen Wachstumskurs im Rahmen von Kapitalmarkttagen im Dezember 2020 vor<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Aufsichtsrat der Continental AG hat in den Strukturma\u00dfnahmen an den deutschen Standorten Aachen, Karben und Regensburg sowie der R\u00fcckf\u00fchrung des Joint Ventures mit Osram zugestimmt. Bei Continental sind damit alle nach derzeitigem Stand im Programm \u201eTransformation 2019-2029\u201c vorgesehenen, durch den Aufsichtsrat zustimmungspflichtigen, vergleichbaren Strukturma\u00dfnahmen an ihren Standorten im In- und Ausland beschlossen. Dies schlie\u00dft m\u00f6gliche und im Programm vorgesehene zustimmungspflichtige Ver\u00e4u\u00dferungen von einzelnen Gesch\u00e4fts- und Teilsegmenten nicht mit ein. Zum Schutz der Unternehmensinteressen nennt Continental hierzu derzeit keine weiteren Details.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle sagte zur Beschlussfassung des Aufsichtsrats: \u201eDer tiefgreifende Strukturwandel in der Automobilindustrie sowie die Herausforderungen im Konjunktur- und Marktumfeld waren nie gr\u00f6\u00dfer. Sie erfordern besonderen unternehmerischen Mut und Entschlossenheit. Mit den heute im Aufsichtsrat gefassten Beschl\u00fcssen sind die wesentlichen Weichen f\u00fcr die notwendige Transformation von Continental gestellt. Damit haben wir einen wichtigen Beitrag zur erh\u00f6hten Wettbewerbs- und Zukunftsf\u00e4higkeit geleistet. Uns ist bewusst: Das ist ein schmerzhafter Prozess, den die Automobilindustrie und wir derzeit und in den kommenden Jahren zu bew\u00e4ltigen haben. Gleichzeitig er\u00f6ffnen sich darin neue, profitable Wachstumschancen in einer sich fundamental ver\u00e4ndernden Welt der Mobilit\u00e4t. Continental ist darauf nun bestens ausgerichtet. Ich bin fest \u00fcberzeugt: Aus diesem nie da gewesenen Transformationsprozess wird das Unternehmen gest\u00e4rkt hervorgehen.\u201c<\/p>\n<p>Der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart erkl\u00e4rte: \u201eIn den vergangenen 70 Jahren war keine Krise in unseren Industrien gr\u00f6\u00dfer und sch\u00e4rfer als die jetzige. Unser Plan zielt deshalb darauf, jetzt unseren dauerhaften Erfolg vorzubereiten und die Zukunftsf\u00e4higkeit unserer gesamten Organisation zu sichern. So bedeutsam die heutigen Beschl\u00fcsse f\u00fcr unsere Zukunft sind, so schmerzhaft k\u00f6nnen die Folgen daraus f\u00fcr die betroffenen Mitarbeiter sein. Ihre \u00c4ngste und Sorgen gehen uns sehr nahe, und wir bedauern sie. Wir versuchen mit aller Kraft, die m\u00f6glichen harten Auswirkungen unserer Pl\u00e4ne auf das Notwendige zu beschr\u00e4nken, sie abzumildern und sozialvertr\u00e4glich und fair zu gestalten. Gleichzeitig tragen wir die Verantwortung f\u00fcr die Zukunft von Continental weltweit und damit f\u00fcr alle Mitarbeiter in 59 L\u00e4ndern und M\u00e4rkten. Daher haben wir nach nachhaltigen L\u00f6sungen gesucht und sie sehr sorgf\u00e4ltig erwogen. In keinem einzigen Fall haben wir uns die Entscheidungen leicht gemacht. Insgesamt werden rund 30.000 Arbeitspl\u00e4tze weltweit davon betroffen sein. Das hei\u00dft nicht automatisch 30.000 K\u00fcndigungen! Denn Entlassungen sind f\u00fcr uns immer das allerletzte Mittel. Wir werden daher jetzt gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern L\u00f6sungen suchen, die von den Ver\u00e4nderungen betroffenen Mitarbeiter zu unterst\u00fctzen und Besch\u00e4ftigungsperspektiven zu f\u00f6rdern. Ein wichtiger Schl\u00fcssel dazu ist Qualifizierung\u201c, sagte Degenhart.<\/p>\n<p>Er f\u00fcgte hinzu: \u201eWenn wir jetzt in unseren Wachstumsfeldern wie geplant durchstarten, haben wir in den kommenden zehn Jahren die Chance, auf unseren Zukunftsfeldern erneut Besch\u00e4ftigung in einem bedeutenden Ma\u00dfe aufzubauen, wie wir sie aufgrund von Strukturwandel und schwacher Konjunkturlage derzeit ver\u00e4ndern m\u00fcssen. Diese Chance werden wir nutzen.\u201c<\/p>\n<p>Zu den entscheidenden Wachstumsfeldern f\u00fcr Continental geh\u00f6ren die folgenden: Funktionsl\u00f6sungen f\u00fcr das assistierte, automatisierte, vernetzte und emissionsfreie Fahren, integrierte Systeml\u00f6sungen auf Softwarebasis (inkl. Dienstleistungen f\u00fcr Mobilit\u00e4tskunden) sowie das Reifen-, Industrie- und Endkundengesch\u00e4ft. Gleichzeitig programmiert Continental ihr Gesch\u00e4ftsfeld Vitesco Technologies auf profitables Wachstum mit elektrifizierten Antriebsl\u00f6sungen. Details zur Unternehmensstrategie und zu ihren profitablen Wachstumschancen legt Continental im Rahmen von Kapitalmarkttagen im Dezember 2020 vor.<\/p>\n<p><strong>Beschlussfassungen zu Aachen, Karben, Regensburg und zum Joint Venture mit Osram<\/strong><\/p>\n<p>In einem ersten Beschluss stimmte der Aufsichtsrat der Entscheidung des Vorstands zu, die Produktion im Reifenwerk in <strong>Aachen<\/strong> Ende 2021 einzustellen. Davon betroffen sind rund 1.800 der insgesamt rund 2.000 Arbeitspl\u00e4tze in Produktion, Entwicklung und Verwaltung am Standort.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr die Einstellung der Reifenproduktion in Aachen ist die seit mehreren Jahren r\u00fcckl\u00e4ufige Auslastungssituation in allen europ\u00e4ischen Reifenwerken des Unternehmens in einem auf Sicht nicht wachsenden Markt. Deshalb passt Continental die vorhandenen \u00dcberkapazit\u00e4ten dem Marktbedarf an und verringert damit zugleich den Kostendruck, der auf allen europ\u00e4ischen Werken lastet. Ziel ist, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und damit den langfristigen Erfolg des europ\u00e4ischen Produktionsverbunds f\u00fcr Reifen nachhaltig abzusichern. Weiterf\u00fchrende Informationen dazu stehen in einer separaten Pressemitteilung zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>In einem zweiten Beschluss stimmte der Aufsichtsrat der Entscheidung des Vorstands zu, die Produktion von Automobilelektronik in <strong>Karben<\/strong> bis Ende 2023 einzustellen und den Standort bis Ende 2024 zu schlie\u00dfen. Von der Entscheidung sind insgesamt rund 900 Arbeitspl\u00e4tze betroffen. Hintergrund der Werksschlie\u00dfung sind die Auswirkungen der Digitalisierung der Fahrzeugtechnik sowie die weltweite Absatzkrise von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Verbindung mit der Aussicht auf einen sich nur langsam erholenden Markt.<\/p>\n<p>In einem weiteren Beschluss hat der Aufsichtsrat der Transformation des Standorts <strong>Regensburg<\/strong> zugestimmt und damit das klare Bekenntnis zu dessen Zukunft unterst\u00fctzt. K\u00fcnftig sollen am Standort Regensburg wie bisher schon Entwicklungs-, Innovations- und Produktionseinheiten angesiedelt sein. Dar\u00fcber hinaus soll er als Sitz der Gesch\u00e4ftsleitung fungieren. F\u00fcr seine Zukunftsperspektive ist eine Neuausrichtung notwendig, von der rund 2.100 Arbeitspl\u00e4tze (insgesamt am Standort: rund 7.600) in Produktion, Entwicklung und Verwaltung betroffen sind. Diese sollen bis 2024 entweder ver\u00e4ndert, verlagert oder abgebaut werden. Continental reagiert damit sowohl auf die ge\u00e4nderten Anforderungen zunehmender Elektrifizierung und Digitalisierung als auch auf die historische Krise in der Automobilindustrie. Mit der fortschreitenden Digitalisierung sowie der damit verbundenen starken Zunahme von Softwareanteilen im Auto sieht das Unternehmen gleichzeitig Potenzial, k\u00fcnftig neue Aufgaben am Standort anzusiedeln und wettbewerbsf\u00e4hige L\u00f6sungen zu entwickeln und zu produzieren. Speziell f\u00fcr eine wettbewerbsf\u00e4hige Fertigung in Regensburg wird deswegen zusammen mit den Arbeitnehmervertretern an einem Zukunftsplan gearbeitet. Kernelemente sind dabei die Qualifizierung der Mitarbeiter, eine Flexibilisierung der Arbeitszeitmodelle und eine zunehmende Digitalisierung der Fertigung.<\/p>\n<p>In einem vierten Beschluss hat der Aufsichtsrat der R\u00fcckf\u00fchrung des Gemeinschaftsunternehmens mit <strong>Osram<\/strong> zugestimmt. Continental hatte den dazu vorliegenden Vorstandsbeschluss bereits am 23. September 2020 kommuniziert.<\/p>\n<p><strong>Strukturprogramm: Alle Zentral- und Gesch\u00e4ftsbereiche tragen weltweit bei<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen des Strukturprogramms tragen alle Zentral- und Gesch\u00e4ftsbereiche an allen Standorten im In- und Ausland zu den angepeilten Einsparungen und Optimierungen bei. Insgesamt verteilen sich die geplanten Ver\u00e4nderungen auf mehr als 200 von 595 Standorten weltweit.<\/p>\n<p>In Summe rechnet Continental damit, dass sich die geplanten Ver\u00e4nderungen durch das Strukturprogramm zuk\u00fcnftig voraussichtlich an weltweit rund 30.000 Arbeitspl\u00e4tzen direkt auswirken. Das hei\u00dft, sie werden dabei ver\u00e4ndert, verlagert oder aufgegeben. Rund 13.000 davon befinden sich in Deutschland.<\/p>\n<p>Das Programm \u201eTransformation 2019-2029\u201c zielt auf die nachhaltige St\u00e4rkung der weltweiten Wettbewerbsf\u00e4higkeit und sichert damit die Zukunftsf\u00e4higkeit des Unternehmens. Die mit dem Programm ab 2023 angestrebten j\u00e4hrlichen Bruttoeinsparungen belaufen sich in Summe auf \u00fcber eine Milliarde Euro. Continental reagiert damit auf den Strukturwandel in der Automobilindustrie und den starken R\u00fcckgang der weltweiten Fahrzeugproduktion seit 2018. Hinzu kommt die Konjunkturkrise durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Gleichzeitig richtet sich Continental damit auf ein neues Wachstumsmodell mit zunehmend vernetzter, sicherer und emissionsfreier Mobilit\u00e4t ein.<\/p>\n<p>Continental entwickelt wegweisende Technologien und Dienste f\u00fcr die nachhaltige und vernetzte Mobilit\u00e4t der Menschen und ihrer G\u00fcter. Das 1871 gegr\u00fcndete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente und erschwingliche L\u00f6sungen f\u00fcr Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport. Continental erzielte 2019 einen Umsatz von 44,5 Milliarden Euro und besch\u00e4ftigt aktuell mehr als 232.000 Mitarbeiter in 59 L\u00e4ndern und M\u00e4rkten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Aufsichtsrat der Continental AG hat in den Strukturma\u00dfnahmen an den deutschen Standorten Aachen, Karben und Regensburg sowie der&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17571,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-22949","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22949","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22949"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22949\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22950,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22949\/revisions\/22950"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/17571"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22949"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22949"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22949"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=22949"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}