{"id":23295,"date":"2020-10-28T12:31:28","date_gmt":"2020-10-28T11:31:28","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=23295"},"modified":"2020-10-28T12:31:28","modified_gmt":"2020-10-28T11:31:28","slug":"wie-aus-verpackungsabfaellen-hochwertige-kunststoffgranulate-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=23295","title":{"rendered":"Wie aus Verpackungsabf\u00e4llen hochwertige Kunststoffgranulate werden"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr ihr innovatives, l\u00f6semittelbasiertes Kunststoff-Recyclingverfahren Newcycling<sup>\u00ae<\/sup> setzt die APK AG, Merseburg, auf die leistungsstarke ZSK-Extrudertechnologie und das verfahrenstechnische Know-how von Coperion. Mit dem Newcycling<sup>\u00ae<\/sup>-Prozess lassen sich zum Beispiel verschiedene Polymere aus mehrschichtigen Kunststoffverpackungen, die bisher als nicht recycelbar galten, trennen und mittels ZSK-Doppelschneckenextruder zu sortenreinen Re-Granulaten verarbeiten. Im Vergleich zum chemischen Recycling bleibt der Kunststoff dabei erhalten und muss nicht energie- und kostenintensiv neu polymerisiert werden. Das Verfahren ist somit \u00f6konomisch und \u00f6kologisch h\u00f6chst effizient.<\/p>\n<p>Dank der innovativen, l\u00f6semittelbasierten Aufbereitung sowie der exzellenten Entgasungsleistung und der schonenden Materialhandhabung im ZSK-Extruder entspricht die Qualit\u00e4t der Rezyklate nahezu der von Neuware.<\/p>\n<p><strong>Kunststoffabfall als Herausforderung und Chance<\/strong><\/p>\n<p>Die Menge an Plastikabf\u00e4llen, die wir t\u00e4glich produzieren, ist eines der gro\u00dfen Probleme unserer Zeit. Weltweit fallen j\u00e4hrlich nahezu 80 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungsm\u00fcll an. Davon werden aktuell nur circa 10 Prozent der eingesetzten Ressourcen durch Recycling wiedergewonnen. 90 Prozent davon werden verbrannt, deponiert oder gelangen unkontrolliert in die Umwelt.<\/p>\n<p>Die Notwendigkeit einer Kreislaufwirtschaft des Kunststoffs war nie h\u00f6her. Mit ihrem innovativen Newcycling<sup>\u00ae<\/sup>-Verfahren legt APK einen wichtigen Grundstein, um das Ziel nach mehr Nachhaltigkeit und einer h\u00f6heren Recyclingquote in der Kunststoffindustrie zu erreichen.<\/p>\n<p>Mit dem einzigartigen, physikalischen und l\u00f6semittelbasierten Prozess lassen sich aus komplexen Polyamid\/Polyethylen (PA\/PE)-Mehrschichtfolienabf\u00e4llen saubere und sortenreine PA- und PE-Granulate von nahezu Neuwarencharakter gewinnen. Diese Rezyklate erlauben die Verwendung in hochwertigen Produkten bis hin zur Ursprungsanwendung. Downcycling kann somit reduziert und kreisl\u00e4ufiges Recycling (Closed-Loop Recycling) erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p><strong>Newcycling<sup>\u00ae<\/sup> \u2013 \u00f6konomisch und \u00f6kologisch sinnvolles Recycling-Verfahren<\/strong><\/p>\n<p>Beim Newcycling<sup>\u00ae<\/sup> am APK-Standort in Merseburg werden PA\/PE-Mehrschichtfolienabf\u00e4lle zun\u00e4chst mechanisch vorbehandelt: Sie werden unter anderem geschreddert und klassiert.\u00a0 Danach erfolgt im L\u00f6semittelbad die Aufl\u00f6sung und damit Verfl\u00fcssigung der PE-Schicht, was zur Trennung der Polymere bzw. der Polymerschichten f\u00fchrt. Das nicht gel\u00f6ste PA wird anschlie\u00dfend durch konventionelle Fest-Fl\u00fcssig-Trenntechnologien von gel\u00f6stem PE getrennt und die Polymere werden in separaten Stoffstr\u00f6men weiterverarbeitet.<\/p>\n<p>Das PA wird einem ZSK-Doppelschneckenextruder von Coperion zugef\u00fchrt. Dort durchl\u00e4uft es unterschiedliche Verfahrenszonen und wird mit sehr hoher Dispergierleistung und intensiver Entgasung zu einer hochwertigen PA-Schmelze verarbeitet und anschlie\u00dfend zu erstklassigen PA-Rezyklaten granuliert.<\/p>\n<p>Nach einer Voreindampfung wird das PE zusammen mit dem L\u00f6semittel ebenfalls einem ZSK-Doppelschneckenextruder zugef\u00fchrt. Dort erfolgt die exakt auf diese Anwendung abgestimmte, intensive Entgasung der Fl\u00fcssigkeit, die auch bei schwankenden Verh\u00e4ltnissen von PE und L\u00f6semittel erstklassige Ergebnisse liefert. Das L\u00f6semittel wird komplett verfl\u00fcchtigt und in einem geschlossenen Kreislauf wieder dem Newcycling<sup>\u00ae<\/sup>-Prozess zugef\u00fchrt. Zur\u00fcck bleibt PE in Form einer homogenen, hochwertigen Schmelze, die anschlie\u00dfend granuliert wird. Auch das PE-Rezyklat besitzt eine neuwaren\u00e4hnliche Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Das mit der Newcycling<sup>\u00ae<\/sup>-Technologie von APK hergestellte PE-Rezyklat, das unter dem Markennamen Mersalen<sup>\u00ae<\/sup> vertrieben wird, sowie das PA-Rezyklat, das unter dem Markennamen Mersamid<sup>\u00ae<\/sup> erh\u00e4ltlich ist, zeichnen sich durch ihre hohe Produktqualit\u00e4t in Kombination mit einer erheblichen Emissionsreduzierung aus: Newcycling<sup>\u00ae<\/sup>-Rezyklate weisen durchschnittlich 66% weniger Emissionen auf als Neuware der jeweiligen Kunststoffe. \u201eDer sehr hohe Reinheitsgrad von unseren Rezyklaten wurde in mehreren Gutachten best\u00e4tigt. Beispielsweise eignet sich Mersalen\u00ae f\u00fcr eine gro\u00dfe Bandbreite von Anwendungen wie Kosmetikverpackungen\u201c, erl\u00e4utert Klaus Wohnig, CEO der APK, das Marktpotential der Newcycling<sup>\u00ae<\/sup>-Rezyklate. Jochen Burger, Process Engineer bei Coperion erg\u00e4nzt: \u201eWir sehen im innovativen Newcycling<sup>\u00ae<\/sup>-Prozess von APK einen sehr wichtigen Schritt auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft der Kunststoffindustrie. Dank des Einsatzes erstklassiger Technologien und des umfassenden Verfahrens-Know-hows von APK und Coperion werden Rezyklate mit sehr hoher Qualit\u00e4t hergestellt. Gleichzeitig spart das Verfahren Energie und Ressourcen, denn es ersetzt die aufw\u00e4ndige Neuproduktion von Kunststoffen. Damit dienen wir der Umwelt und zuk\u00fcnftigen Generationen. Wir sind stolz darauf, APK bei diesem innovativen Verfahren unterst\u00fctzen zu d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00dcber Coperion<\/strong><\/p>\n<p>Coperion (<a href=\"http:\/\/www.coperion.com\">www.coperion.com<\/a>) ist der weltweite Markt- und Technologief\u00fchrer bei Extrusions- und Compoundiersystemen, Dosiersystemen, Sch\u00fcttgutanlagen und Services. Coperion entwickelt, realisiert und betreut Anlagen sowie Maschinen und Komponenten f\u00fcr die Kunststoff-, Chemie-, Pharma-, Nahrungsmittel- und Mineralstoffindustrie. Coperion besch\u00e4ftigt weltweit 2.500 Mitarbeitern in seinen drei Divisionen Polymer, Equipment &amp; Systems und Service sowie seinen 30 Vertriebs- und Servicegesellschaften. Coperion K-Tron ist ein Teil der Division Equipment &amp; Systems.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber APK<\/strong><\/p>\n<p>Die APK wurde 2008 mit dem Ziel gegr\u00fcndet, Kunststoffrezyklat mit gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichem Reinheitsgrad aus Kunststoffabf\u00e4llen zu gewinnen. Die Eigenschaften des Rezyklats sollten vergleichbar zu denen von Neukunststoffen sein. Die Forscher und Ingenieure von APK haben mit dem Newcycling<sup>\u00ae<\/sup>-Prozess eine effiziente Recyclingtechnologie entwickelt, die mechanische und l\u00f6sungsmittelbasierte Schritte kombiniert. Derzeit besch\u00e4ftigt die APK etwa 130 Arbeitnehmer in ihrem Standort Merseburg. Die Produktionsanlage verf\u00fcgt \u00fcber eine j\u00e4hrliche Recyclingkapazit\u00e4t von bis zu 20.000 Tonnen. Die etablierten Kunststoffrezyklate aus Merseburg werden unter den Namen <strong>Mersalen<\/strong><strong><sup>\u00ae<\/sup> <\/strong>und<strong> Mersamid<sup>\u00ae<\/sup><\/strong> vermarktet. Weitere Informationen finden Sie unter <a href=\"https:\/\/urldefense.proofpoint.com\/v2\/url?u=http-3A__www.apk-2Dag.de_en&amp;d=DwMGaQ&amp;c=btpu298cSrpXUAHbRQqYAQ&amp;r=RyDEd5uUad_JmgD0jOIxUHrAhVJk5HSjr4dDT9WptIE&amp;m=Hpw-X-2GoemjFhv72lL4BrFtiPCRmqbGNi8_-0TJio0&amp;s=BbsIcBLN9xOBKjwAPxAAxGjltJbVNLIal5zNDVREqIc&amp;e=\">www.apk-ag.de\/en<\/a>.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr ihr innovatives, l\u00f6semittelbasiertes Kunststoff-Recyclingverfahren Newcycling setzt die APK AG auf die leistungsstarke&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":23296,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-23295","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23295"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23295\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23297,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23295\/revisions\/23297"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/23296"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23295"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=23295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}