{"id":23435,"date":"2020-11-09T08:54:59","date_gmt":"2020-11-09T07:54:59","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=23435"},"modified":"2020-11-09T08:56:29","modified_gmt":"2020-11-09T07:56:29","slug":"23435","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=23435","title":{"rendered":"Corona-Pandemie schafft Raum f\u00fcr neue Ideen"},"content":{"rendered":"<p><i>Die Corona-Pandemie <\/i><i>schafft<\/i> <i>auch<\/i> <i>Raum<\/i> <i>f\u00fcr<\/i> <i>neue<\/i><i> Ideen. Bei der BARLOG Plastics GmbH, <\/i><i>Overath<\/i><i>, <\/i><i>\u00f6ffnet<\/i><i> man <\/i><i>sich<\/i> <i>zum<\/i> <i>Beispiel<\/i> <i>zukunftstauglichen<\/i> <i>Arbeitsplatzkonzepten<\/i> <i>mit<\/i><i> \u201eon demand\u201c <\/i><i>geteilten<\/i> <i>B\u00fcros<\/i> <i>f\u00fcr<\/i><i> mobile Mitarbeiter \u2013 <\/i><i>ohne<\/i> <i>Anwesenheitspflicht<\/i><i>. Eine <\/i><i>Anregung<\/i><i>?<\/i><\/p>\n<p>Peter Barlog, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der BARLOG Plastics GmbH, sitzt in einem Raum im Haupttrakt des Firmengeb\u00e4udes. Vor einigen Monaten war das noch sein B\u00fcro. Jetzt finden sich hier und in einem weiteren Zimmer jeweils zwei neue Schreibtische, abschlie\u00dfbare Rollcontainer, ergonomische St\u00fchle. Und nat\u00fcrlich das volle Anti-Corona-Paket inklusive Klimaanlage f\u00fcr den regelm\u00e4\u00dfigen Luftaustausch und Desinfektionsmittel f\u00fcr die Reinigung der H\u00e4nde. Nicht dass Peter Barlog, branchenweit auch bekannt als Organisator der renommierten Engelskirchener Technologie-Tage (EKTT), jemals Anh\u00e4nger eines \u00fcberalterten Chefb\u00fcro-Stils gewesen w\u00e4re. Aber das hier ist dann doch ungew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p>Des R\u00e4tsels L\u00f6sung: Peter Barlog hat sein B\u00fcro vor Wochen bewusst ger\u00e4umt \u2013 um Platz zu schaffen f\u00fcr sogenannte Shared Offices. Denn wer mag und im Betrieb nicht pers\u00f6nlich anwesend sein muss, darf bei BARLOG Plastics auch in Zukunft im \u201emobilen Office\u201c bleiben. Wenn dort aber irgendetwas nicht geht, warten auf die mobilen Mitarbeiter am Firmensitz eben diese flexiblen B\u00fcros, in denen sie ihren Laptop aufklappen k\u00f6nnen. Ganz nach Bedarf und wann immer und wie lange sie m\u00f6chten \u2013 und vor allem: ganz bewusst ohne Anwesenheitspflicht. \u201eF\u00fcr viele Mittelst\u00e4ndler wie uns gilt ein derartiges Entgegenkommen noch als ausgesprochen ungew\u00f6hnlich\u201c, so Barlog, \u201eaber wir m\u00f6chten das einfach einmal versuchen.\u201c<\/p>\n<p><b>Mitarbeiter bewerten das mobile Arbeiten positiv<\/b><\/p>\n<p>Hintergrund wie bei so vielen guten Ideen der j\u00fcngeren Zeit: Corona. Zwar konnte BARLOG die Auswirkungen der Krise gut im Rahmen halten \u2013 die Rede ist von \u201elediglich\u201c rund 20% weniger Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem sahen sich die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer im Februar gezwungen, einige Mitarbeiter ins sogenannte \u201eHomeoffice\u201c zu schicken. Das betraf nicht nur B\u00fcroarbeitspl\u00e4tze: Sogar Produktions-Mitarbeitern wurden P\u00e4ckchen geschn\u00fcrt, die sie zu Hause abarbeiten konnten. Auch der Jahresabschluss wurde ohne pers\u00f6nliche Treffen abgewickelt.<\/p>\n<p>Aber manchmal tendieren Provisorien dazu, zu bleiben. So reagierten die meisten Mitarbeiter sehr positiv auf die neue Situation, erkl\u00e4rt Peter Barlog. Rund 80% h\u00e4tten die Arbeit im Homeoffice beibehalten wollen. \u201eAuch wir in der Gesch\u00e4ftsleitung konnten uns mit diesem Gedanken schnell anfreunden. Es hat sich herausgestellt, dass Vieles sogar effizienter lief als vorher. Vielleicht kommt man in Videokonferenzen ja schneller auf den Punkt?\u201c So fiel die Entscheidung, das Konzept beizubehalten, recht schnell. \u201eJeder, der nicht unbedingt im Betrieb anwesend sein muss, soll auch in Zukunft von zu Hause aus arbeiten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite kann die Arbeit \u201eon the road\u201c alleine nicht die L\u00f6sung sein. Irgendwann muss man im Unternehmen vorbeischauen, um sich mit Kollegen und Kunden face-to-face kurzzuschlie\u00dfen, nach dem Rechten zu sehen oder Sachen abzuholen, die man nicht mailen kann. Auch sensible Mitarbeitergespr\u00e4che m\u00f6chte sicher kaum einer am Bildschirm f\u00fchren. Daf\u00fcr braucht man B\u00fcros \u2013 die nun allerdings mehrere Tage die Woche nicht genutzt werden. Aus Sicht eines Kostenrechners sicherlich ein Alptraum.<\/p>\n<p><b>Neue Synergieeffekte durch zuf\u00e4llige Teams<\/b><\/p>\n<p>Die L\u00f6sung a l\u00e1 BARLOG: geteilte B\u00fcros: \u201eon demand\u201c-Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr Mitarbeiter, die ihren Arbeitsalltag freier gestalten m\u00f6chten \u2013 Platz genug f\u00fcr dieses Experiment war da. Den \u00fcblichen Zw\u00e4ngen eines B\u00fcrojobs entfliehen, flexibel kommen, wann man m\u00f6chte und zusammenpacken, sobald alles erledigt ist \u2013 Flexibilit\u00e4t statt nine-to-five, so lange die Ergebnisse stimmen. Und ganz nebenbei kommt man vielleicht mit Kollegen ins Gespr\u00e4ch, die man fr\u00fcher h\u00f6chstens fl\u00fcchtig auf dem Flur gegr\u00fc\u00dft hat \u2013 vielleicht sogar mit Peter Barlog selbst, denn auch er hat sich f\u00fcr die neue L\u00f6sung entschieden. Wer wei\u00df, was f\u00fcr Synergieeffekte aus diesem kreativen Umfeld heraus erwachsen.<\/p>\n<p>Die Voraussetzungen daf\u00fcr hat BARLOG \u00fcbrigens schon vor \u00fcber 20 Jahren geschaffen: Ende der 1990er Jahre f\u00fchrte man auch dort das \u201epapierlose B\u00fcro\u201c ein. Seit damals wird alles Wichtige digitalisiert. Der damalige Weitblick zahlt sich jetzt nat\u00fcrlich aus: Niemand muss Papierberge transportieren, wenn er sich Arbeit ins mobile B\u00fcro mitnimmt.<\/p>\n<p><b>Einstieg in die Arbeitswelt der Zukunft<\/b><\/p>\n<p>Die neue Idee scheint anzukommen: Rund die H\u00e4lfte der Mitarbeiter sind daf\u00fcr, einige haben bereits Interesse angemeldet. \u201eWir sind immer noch in der Pilotphase, aber wir k\u00f6nnen jederzeit aufstocken\u201c, so Barlog, \u201ewenn das Interesse steigt.\u201c<\/p>\n<p>Wichtig ist ihm, dass kein Zwang dahinterstecke. \u201eNat\u00fcrlich darf jeder, der einen eigenen Raum braucht oder nicht auf Familienfoto oder Zimmerpflanze verzichten m\u00f6chte, weiter sein pers\u00f6nliches B\u00fcro nutzen\u201c, so Peter Barlog. Auch Bef\u00fcrchtungen, die Mitarbeiter w\u00fcrden die neue Freiheit nutzen, um unbeaufsichtigt unterm Strich weniger zu arbeiten, teilt Peter Barlog nicht. \u201eDas ist veraltetes F\u00fchrungsdenken. Wir haben Vertrauen in unsere Mitarbeiter. Das ist einfach die Grundlage unseres Erfolgs. Ich denke, das Projekt hat nur Vorteile: Das ist unser Einstieg in die Arbeitswelt der Zukunft. Und es tr\u00e4gt dazu bei, unseren gemeinsamen Spirit zu vertiefen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Corona-Pandemie schafft auch Raum f\u00fcr neue Ideen. 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