{"id":23481,"date":"2020-11-13T08:44:03","date_gmt":"2020-11-13T07:44:03","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=23481"},"modified":"2020-11-12T08:45:09","modified_gmt":"2020-11-12T07:45:09","slug":"skz-landet-unter-den-top-3-beim-otto-von-guericke-preis-2020-und-glaenzt-mit-transfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=23481","title":{"rendered":"SKZ landet unter den TOP 3 beim Otto von Guericke-Preis 2020 und gl\u00e4nzt mit Transfer"},"content":{"rendered":"<p>Das Kunststoff-Zentrum SKZ in Halle wurde f\u00fcr den Otto von Guericke-Preis 2020 der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) nominiert. Das SKZ baute eine Br\u00fccke von der Grundlagenentwicklung zur konkreten Anwendung. Daf\u00fcr landete das SKZ gemeinsam mit dem Partner Fraunhofer IMWS unter den TOP 3-Preistr\u00e4gern und gl\u00e4nzte mit direktem Transfer in die Wirtschaft. Die Arbeiten befassten sich mit notwendigen Reparaturverfahren f\u00fcr die Instandhaltung von Windkraftrotorbl\u00e4ttern. Was fr\u00fcher nur im Sommer m\u00f6glich war, geht nun fast das ganze Jahr.<\/p>\n<p>Die SKZ-Forscherin Dr.-Ing. Jana Fiedler und die beiden Fraunhofer-Kollegen Dr.-Ing. Ralf Schlimper und Thomas Wagner aus Halle geh\u00f6ren mit ihrer Entwicklung zu den diesj\u00e4hrigen Top 3 von rund 100 Vorschl\u00e4gen aus der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Diese Kooperation in Halle zeigte in idealer Weise, wie Grundlagenerkenntnisse aus dem Hochschulsegment in konkrete Anwendungen \u00fcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnen und auch \u00fcberf\u00fchrt werden m\u00fcssen, damit die Gesellschaft und die Wirtschaft davon profitieren. Der Ausbau der Windenergie ist inzwischen weit fortgeschritten, sodass die Instandhaltung der bestehenden Anlagen immer wichtiger wird. Insbesondere die Rotorbl\u00e4tter unterliegen einer starken Belastung. Wenn hier Sch\u00e4den auftreten, steht die Windkraftanlage im schlimmsten Fall komplett still. Problematisch sind die hohen Kosten f\u00fcr den Betreiber der Anlage. Dr. Jana Fieder erl\u00e4utert: \u201eJeder Tag ohne Anlagenstillstand spart bares Geld: F\u00fcr eine 2,5 MW-Anlage kann man je nach Standort ca. 4.000 bis 5.000 \u20ac pro Tag veranschlagen. Ein Totalverlust eines Blattes oder gar der Anlage bedeutet Kosten f\u00fcr die Betreiber in Millionenh\u00f6he.\u201c<br \/>\nDie Fortschritte bei der Erforschung von Reparaturverfahren unter der Einwirkung von Witterung und Umwelteinfl\u00fcssen stellen nicht nur einen Meilenstein f\u00fcr die Reparatur von Windkraftr\u00e4dern dar, sondern konnten bereits in eine industrielle Anwendung umgesetzt werden. Ist ein Schaden an Rotorbl\u00e4ttern so gravierend, dass ein Stillstand unausweichlich ist, kann die Reparatur nur bei geeigneten Witterungsbedingungen erfolgen. Das bedeutete bislang bei Au\u00dfentemperaturen \u00fcber 16 \u00b0C. \u00a0Defekte Rotorbl\u00e4tter k\u00f6nnen dadurch vor allem im Winterhalbjahr oft monatelang nicht repariert werden, da im Durchschnitt nur 100 Tage bleiben, an denen schadhafte Stellen ausgebessert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Forscherteam schaffte es nun, das m\u00f6gliche Reparaturzeitfenster zu verdoppeln. Gemeinsam mit dem Industriepartner cp.max GmbH wurde ein reproduzierbares Reparaturverfahren f\u00fcr Windkraft-Rotorbl\u00e4tter entwickelt. Damit sind nun auch Reparaturen bei weit unter 15 \u00b0C m\u00f6glich. Der Kern des Verfahrens ist eine elastische Heiz-Vakuum-Haube, welche nach der Reparatur direkt auf die betroffene Fl\u00e4che des Rotorblattes aufgesetzt wird. Die Kombination aus W\u00e4rme und Vakuum garantiert eine gleichm\u00e4\u00dfige Aush\u00e4rtung des Reparaturlaminats am Rotorblatt, mit weitest gehender Unabh\u00e4ngigkeit von den Witterungsbedingungen.<br \/>\n\u201eDas erfolgreiche Projekt war in vielerlei Hinsicht \u00e4u\u00dferst wichtig f\u00fcr unser Unternehmen und die gesamte Branche\u201c, hebt Dipl.-Ing. Thomas Heinecke von cp.max GmbH hervor. Die Entwicklung der Haube ist mittlerweile abgeschlossen. cp.max hat das Reparaturverfahren durch den Germanischen Lloyd (GL) zertifizieren lassen und hat somit die wichtige Zulassung erhalten.<br \/>\nDr. Thomas Hochrein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer am SKZ betont \u201eInnerhalb von nur 5 Jahren konnten die Erkenntnisse aus der vorwettbewerblichen Forschung im Rahmen des IGF-Projektes in ein fertiges Produkt umgesetzt werden. Das ist genau das, was wir als Institut der Zuse-Gemeinschaft erreichen wollen: Forschung, die ankommt!\u201c<\/p>\n<p>Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabh\u00e4ngiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern. Der Stammsitz des SKZ ist in W\u00fcrzburg. Der SKZ-Standort in Halle hat sich auf die Forschung und Entwicklung sowie Aus- und Weiterbildung auf dem Feld der sogenannten Composit-Werkstoffe spezialisiert. Diese Materialien werden in vielf\u00e4ltigen Anwendungen vom Leichtbau f\u00fcr Mobilit\u00e4t \u00fcber die Geb\u00e4udetechnik bis hin zu Windkraftanlagen eingesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kunststoff-Zentrum SKZ in Halle wurde f\u00fcr den Otto von Guericke-Preis 2020 der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6734,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-23481","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23481"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23481\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23482,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23481\/revisions\/23482"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6734"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23481"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=23481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}