{"id":23538,"date":"2020-11-16T08:38:04","date_gmt":"2020-11-16T07:38:04","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=23538"},"modified":"2020-11-13T08:39:37","modified_gmt":"2020-11-13T07:39:37","slug":"sgl-carbon-setzt-in-der-krise-auf-konsequente-gegenmassnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=23538","title":{"rendered":"SGL Carbon setzt in der Krise auf konsequente Gegenma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vergleichsweise solide Gesch\u00e4ftsentwicklung im dritten Quartal\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Umsatz im dritten Quartal mit 227 Mio. \u20ac etwa 10% h\u00f6her als im Vorquartal. Operatives EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen mit rund 15 Mio. \u20ac deutlich besser als im pandemiebedingt schwachen Vorquartal<\/strong><\/li>\n<li><strong>Konzernumsatz im Neunmonatsvergleich verringert sich um rund 18 % auf 684 Mio. \u20ac. Operatives Konzern-EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen bei 25 Mio. \u20ac (9M\/2019: 54 Mio. \u20ac)<\/strong><\/li>\n<li><strong>Aktueller Stand der neuen 5-Jahresplanung, wie bereits am 30. Oktober berichtet, erfordert im vierten Quartal 2020 Wertminderung von 80 \u2013 100 Mio. \u20ac. Zus\u00e4tzlich Restrukturierungs-programm mit ergebnisverbessernden Ma\u00dfnahmen \u00fcber 100 Mio. \u20ac bis 2023 beschlossen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Prognose f\u00fcr Konzernumsatz und operatives Konzern-EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen f\u00fcr 2020 best\u00e4tigt. Prognose f\u00fcr das Konzernergebnis dagegen infolge Wertminderung und Aufwendungen f\u00fcr Restrukturierungen auf minus 130-150 Mio. \u20ac reduziert.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Free Cashflow von rund 44 Mio. \u20ac in 9M\/2020. Damit sehr positive Entwicklung der liquiden Mittel auf 167 Mio. \u20ac zum 30. September 2020 aufgrund strikter Ausgabendisziplin und nicht-kapitalmarktbezogener Finanzierungsma\u00dfnahmen (Jahresende 2019: 137 Mio. \u20ac)<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die mittelfristigen Gesch\u00e4ftsaussichten der SGL Carbon sind von der Corona-Pandemie sowie von strukturellen Ver\u00e4nderungen in einigen M\u00e4rkten gepr\u00e4gt. W\u00e4hrend die Entwicklung dadurch bei Automobil und Luftfahrt niedriger ausf\u00e4llt als im letzten 5-Jahresplan erwartet, w\u00e4chst das Gesch\u00e4ft mit der Windenergie deutlich st\u00e4rker als antizipiert. Diese Ver\u00e4nderungen im Mix und den daraus folgenden Ergebnisabweichungen veranlassten das Unternehmen zu einer anlassbezogenen Wertminderungspr\u00fcfung im Berichtssegment CFM. Auf Basis des aktuellen Stands der vorl\u00e4ufigen 5-Jahresplanung ergibt sich &#8211; wie am 30. 10. 2020 kommuniziert &#8211; die Notwendigkeit einer Wertminderung von 80-100 Mio. \u20ac, die im 4. Quartal 2020 gebucht wird.<\/p>\n<p>Um die Profitabilit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der SGL Carbon nachhaltig zu st\u00e4rken, hat der Vorstand ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm mit ergebnisverbessernden Ma\u00dfnahmen von \u00fcber 100 Mio. \u20ac bis zum Jahr 2023 beschlossen (Basisjahr 2019). Die Ma\u00dfnahmen setzen sich zusammen aus einem geplanten sozialvertr\u00e4glichen Personalabbau von \u00fcber 500 Mitarbeitern und umfangreichen Sachkosteneinsparungen. Zur Umsetzung dieses Restrukturierungsprogramms werden aus heutiger Sicht insgesamt Kosten in H\u00f6he von etwa 40 Mio. \u20ac erwartet, von denen etwas mehr als die H\u00e4lfte im vierten Quartal 2020 gebucht wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Gesamtjahr 2020 rechnet das Unternehmen unver\u00e4ndert mit einem um 15 % bis 20 % r\u00fcckl\u00e4ufigen Konzernumsatz und einem leicht positiven operativen Konzern-EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen. Dagegen wird die Prognose f\u00fcr das Konzernergebnis aufgrund der vorgenannten Ma\u00dfnahmen auf minus 130 bis 150 Mio. \u20ac reduziert.<\/p>\n<p>\u201eWie viele andere Unternehmen belastet die Corona-Pandemie auch uns erheblich. Hinzu kommen strukturelle Ver\u00e4nderungen in einigen unserer M\u00e4rkte, etwa im Automobil und Luftfahrtbereich. Dank konsequenter Gegenma\u00dfnahmen kommen wir aber operativ verh\u00e4ltnis-m\u00e4\u00dfig gut durch die Krise. Dar\u00fcber hinaus haben wir mit unserem Restrukturierungsprogramm den Grundstein gelegt f\u00fcr die nachhaltige Transformation des Unternehmens hin zu einer schlankeren, profitablen und erfolgreichen SGL Carbon.\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Torsten Derr, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon.<\/p>\n<p><strong>Konzern-Gesch\u00e4ftsentwicklung beeinflusst durch die Corona-Pandemie, strukturellen Ver\u00e4nderungen in einigen M\u00e4rkten sowie von einem positiven Einmaleffekt\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Umsatz der SGL Carbon im dritten Quartal lag mit 227 Mio. \u20ac etwa 10% h\u00f6her als im Vorquartal. Das operatives EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen war mit rund 15 Mio. \u20ac deutlich besser als im pandemiebedingt schwachen Vorquartal.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Im Neunmonatszeitraum sanken die Umsatzerl\u00f6se dagegen deutlich um nahezu 18 % (kein W\u00e4hrungseffekt) auf 683,5 Mio. \u20ac (9M\/2019: 832,4 Mio. \u20ac) vor allem aufgrund der pandemie-bedingten schw\u00e4cheren Gesch\u00e4ftsentwicklung sowie erwarteter r\u00fcckl\u00e4ufiger Entwicklungen bei Batterie &amp; sonst. Energie (GMS) und Kapazit\u00e4tsanpassungen bei Textilen Fasern (CFM). Entsprechend sank das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen im gleichen Zeitraum um rund 38 % auf 33,9 Mio. \u20ac (9M\/2019: 54,2 Mio. \u20ac). Hierin enthalten ist ein positiver Einmaleffekt in H\u00f6he von 8,5 Mio. \u20ac aus der Ausgleichsvereinbarung mit dem K\u00e4ufer eines ehemaligen Gesch\u00e4fts-bereichs (Showa Denko).<\/p>\n<p>Das Finanzergebnis verbesserte sich im Neunmonatszeitraum deutlich auf minus 23,4 Mio. \u20ac (Vorjahr: minus 32,6 Mio. \u20ac). Das Ergebnis der fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten vor Ertragsteuern ver\u00e4nderte sich signifikant von minus 59,4 Mio. \u20ac in der Vorjahresperiode auf plus 1,4 Mio. \u20ac in der Berichtsperiode, da die Vorjahresperiode eine Wertminderung in H\u00f6he von rund 75 Mio. \u20ac enthielt. Nach Steuern ergibt sich in der Berichtsperiode ein Konzernergebnis von minus 3,9 Mio. \u20ac gegen\u00fcber minus 74,5 Mio. \u20ac in der Vorjahresperiode. Der Free Cashflow verbesserte sich deutlich auf rund 44 Mio. \u20ac in 9M\/2020 (9M\/2019: minus 9,6 Mio. \u20ac). In der Folge stiegen die liquiden Mittel auf 167 Mio. \u20ac zum 30.9.2020 aufgrund strikter Ausgabendisziplin und nicht-kapitalmarktbezogener Finanzierungsma\u00dfnahmen (Jahresende 2019: 137 Mio. \u20ac).<\/p>\n<p><strong>Gesch\u00e4ftsentwicklung nach Segmenten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Composites \u2013 Fibers &amp; Materials (CFM): Zweites Quartal markierte den Tiefpunkt bei der Umsatz- und Ergebnisentwicklung \u2013 Deutliche Erholung im dritten Quartal<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend das erste Quartal 2020 im Berichtssegment Composites \u2013 Fibers &amp; Materials (CFM) von der Corona Krise noch weitgehend unbelastet war, wurden die negativen Effekte im zweiten Quartal 2020 deutlich sp\u00fcrbar. Erfreulicherweise schw\u00e4chte sich der negative Einfluss im dritten Quartal wieder ab, so dass die Entwicklung \u2013 vor allem ergebnisseitig \u2013 im dritten Quartal deutlich besser verlaufen ist, als noch zum Halbjahr prognostiziert. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich der Umsatz der CFM um 20 % auf 97,7 Mio. \u20ac gesteigert. Beim EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen war sogar eine deutliche Zunahme von minus 1,9 Mio. \u20ac auf 8,8 Mio. \u20ac zu verzeichnen. Im Vergleich zum dritten Quartal 2019 entwickelte sich der Umsatz dagegen um ca. 11 % r\u00fcckl\u00e4ufig, das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen verbesserte sich deutlich von minus 4,6 Mio. \u20ac im Vorjahresquartal auf 8,8 Mio. \u20ac in Q3\/2020.<\/p>\n<p>Im Neunmonatsvergleich ist der Umsatz von 328,6 Mio. \u20ac in der Vorjahresperiode um rund 14 % (kein nennenswerter W\u00e4hrungseinfluss) zur\u00fcckgegangen auf 283,4 Mio. \u20ac. Den prozentual gr\u00f6\u00dften R\u00fcckgang verzeichnete das defizit\u00e4re Marktsegment Textile Fasern. Dies liegt daran, dass die SGL Carbon Ende 2019 Ergebnisverbesserungsma\u00dfnahmen angefangen hat, zwei Acrylfaserlinien stillzulegen und eine weitere Linie auf Precursor umzustellen. Coronabedingte R\u00fcckg\u00e4nge wurden in den Marktsegmenten Automobil und Industrielle Anwendungen verzeichnet. Dagegen wuchs das Gesch\u00e4ft mit der Windenergiebranche um mehr als 60 % und entwickelte sich damit erneut besser als urspr\u00fcnglich erwartet. Das Luftfahrtgesch\u00e4ft blieb in etwa stabil auf niedrigem Niveau.<\/p>\n<p>Das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen 2020 verbesserte sich von minus 1,8 Mio. \u20ac in der Vorjahres-periode auf 10,6 Mio. \u20ac im Dreivierteljahr 2020. Die deutlich verbesserten Ergebnisse im Gesch\u00e4ft mit der Windenergiebranche sowie die positiven Effekte aus den Ende 2019 einge-leiteten Ergebnisverbesserungsma\u00dfnahmen wurden nur teilweise aufgezehrt durch das schw\u00e4chere Automobilgesch\u00e4ft und durch das um rund 4 Mio. \u20ac verschlechterte Ergebnis aus At-Equity bilanzierten Beteiligungen. Entsprechend verbesserte sich die EBIT-Marge in diesem Gesch\u00e4ftsbereich von minus 0,5 % auf 3,7 % in der Berichtsperiode.<\/p>\n<p>Nach Ber\u00fccksichtigung von Sondereinfl\u00fcssen in H\u00f6he von minus 7,6 Mio. \u20ac hat sich das EBIT in den ersten neun Monaten 2020 auf 3,0 Mio. \u20ac verbessert (9M\/2019: minus 82,8 Mio. \u20ac). Die Sondereinfl\u00fcsse in der Berichtsperiode sowie im Vorjahreszeitraum beinhalteten die Abschreib-ung aus der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb der Anteile an den SGL Composites Gesell-schaften sowie den Wertminderungsaufwand in H\u00f6he von 74,7 Mio. \u20ac in der Vorjahresperiode.<\/p>\n<p><strong>Graphite Materials &amp; Systems (GMS): Negative Umsatz- und Ergebnisentwicklung infolge Corona-Pandemie und sp\u00e4tzyklischer Natur des Gesch\u00e4fts weiter verst\u00e4rkt<\/strong><\/p>\n<p>Im Berichtssegment Graphite Materials &amp; Systems (GMS) haben sich die Folgen der Corona-Pandemie im dritten Quartal 2020 weiter verst\u00e4rkt. Dies l\u00e4sst sich im Wesentlichen auf die sp\u00e4tzyklische Natur des GMS-Gesch\u00e4fts zur\u00fcckf\u00fchren. Hier ging im Vergleich zum Vorquartal der Umsatz um rund 7 % auf 115,1 Mio. \u20ac zur\u00fcck. Das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen sank um rund 11% auf 11,1 Mio. \u20ac. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank der Umsatz im dritten Quartal um rund 25 % und das EBIT um rund 55 %.<\/p>\n<p>Im Neunmonatsvergleich sank der Umsatz um rund 22 % (kein nennenswerter W\u00e4hrungseffekt) auf 373,1 Mio. \u20ac im Vergleich zum Vorjahresniveau. Dazu beigetragen haben erwartete Ver\u00e4nderungen in der Lieferkette im Lithium-Ionen-Batteriegesch\u00e4ft sowie pandemiebedingte niedrigere Ums\u00e4tze in allen Marktsegmenten mit Ausnahme des Marktsegments Halbleiter, wo der Umsatz leicht zweistellig gewachsen ist.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber dem Rekordergebnis von 74,5 Mio. \u20ac in der Vorjahresperiode ist das EBIT in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit 35,4 Mio. \u20ac um rund 52 % zur\u00fcckgegangen. Allein aus dem IFRS 15 Effekt ergab sich im Jahresvergleich eine Ergebnisverschlechterung von rund 10 Mio. \u20ac. Die EBIT-Marge verschlechterte sich auf 9,5 % (9M\/2019: 15,5 %). Analog zum Umsatz verzeichneten fast alle Marktsegmente einen Ergebnisr\u00fcckgang gegen\u00fcber der Vorjahres-periode. Lediglich die Marktsegmente Halbleiter sowie Automobil &amp; Transport konnten sich nahe dem Niveau der Vorjahresperiode stabilisieren.<\/p>\n<p><strong>Corporate: Umsatz und Ergebnis positiv beeinflusst durch Einmalertrag infolge Vereinbarung mit Showa Denko\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Umsatzerl\u00f6se im Berichtssegment Corporate in den ersten neun Monaten 2020 lagen rund 14 % \u00fcber dem Vorjahr (kein W\u00e4hrungseffekt) aufgrund der im Juli 2020 zwischen SGL Carbon und Showa Denko geschlossenen Vereinbarung, s\u00e4mtliche gegenseitigen vertraglichen Beziehungen einvernehmlich durch Ausgleichszahlungen von Showa Denko in H\u00f6he eines niedrigen zweistelligen Mio. \u20ac-Betrags zu \u00e4ndern bzw. zu beenden. Ein Anteil von 8,5 Mio. \u20ac des verein-barten Ausgleichsbetrags erfolgt als Kompensation f\u00fcr vorzeitig gek\u00fcndigte Dienstleistungs- und Mietvertr\u00e4ge und wurde im dritten Quartal 2020 umsatz- und ergebniswirksam als positiver Einmaleffekt erfasst.<\/p>\n<p>Mit minus 20,6 Mio. \u20ac verschlechterte sich das operative EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen im Berichtssegment Corporate um 11 % gegen\u00fcber der Vergleichsperiode (9M\/2019: minus 18,5 Mio. \u20ac). Unter Ber\u00fccksichtigung des positiven Einmaleffekts in H\u00f6he von 8,5 Mio. \u20ac und von Sondereinfl\u00fcssen in H\u00f6he von minus 1,5 Mio. \u20ac verbesserte sich das EBIT um rund 27 % auf minus 13,6 Mio. \u20ac (9M\/2019: minus 18,5 Mio. \u20ac). Sondereinfl\u00fcsse in der Berichtsperiode beinhalteten im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen f\u00fcr Beratung.<\/p>\n<p><strong>Free Cashflow: Deutliche Verbesserung aufgrund verbesserter operativer Performance, optimiertem Working Capital sowie restriktiven Investitionsausgaben \u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Cashflow aus betrieblicher T\u00e4tigkeit in den ersten neun Monaten 2020 verbesserte sich deutlich um 38,9 Mio. \u20ac auf 68,8 Mio. \u20ac, insbesondere weil &#8211; im Gegensatz zu den Vorjahren &#8211; kein wesentlicher Aufbau des Nettoumlaufverm\u00f6gens im Neunmonatszeitraum erfolgte. Zudem wurde der Cashflow aus Investitionst\u00e4tigkeit von minus 39,5 Mio. \u20ac im Vorjahreszeitraum auf minus 25,1 Mio. \u20ac in der Berichtsperiode verringert. Die Investitionen wurden in der Berichts-periode deutlich um rund ein Drittel auf 33,2 Mio. \u20ac reduziert (9M\/2019: 50,7 Mio. \u20ac). Der Free Cashflow aus fortgef\u00fchrten T\u00e4tigkeiten verbesserte sich als Folge der oben genannten Effekte deutlich auf 43,7 Mio. \u20ac (9M\/2019: minus 9,6 Mio. \u20ac).<\/p>\n<p><strong>Ausblick 2020\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Prognose Konzern: Umsatz und operatives EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen best\u00e4tigt. Jahresergebnis deutlich unter bisheriger Prognose. Komfortable Liquidit\u00e4tssituation<\/strong><\/p>\n<p>Trotz der anhaltenden, von Covid-19 dominierten Unsicherheiten in der gesamtwirtschaftlichen Situation, hatte die SGL Carbon am 28. Juli 2020 unter gewissen Annahmen eine Konzern-prognose \u00a0f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2020 ver\u00f6ffentlicht. Obwohl sich kurzfristig die Unsicherheit bez\u00fcglich einer zweiten Pandemiewelle und ein hiermit einhergehender weiterer rezessionsbedingter Nachfrager\u00fcck-gang erh\u00f6ht hat, kann das Unternehmen an seiner Prognose f\u00fcr Konzernumsatz und dem operativen Konzern-EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2020 festhalten: Auf Basis der oben aufgef\u00fchrten Entwicklungen in den Berichtssegmenten rechnet die SGL Carbon im Gesamtjahr 2020 unver\u00e4ndert mit einem um 15 % bis 20 % r\u00fcckl\u00e4ufigen Konzernumsatz und einem leicht positiven operativen EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wie in der Mitteilung vom 30. Oktober 2020 angek\u00fcndigt, d\u00fcrfte das Konzernjahresergebnis aus fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten deutlich unter der bisherigen Prognose (Verbesserung auf einen negativen zweistelligen Mio. \u20ac Betrag) und dem Vorjahresergebnis von minus 90 Mio. \u20ac liegen und minus 130 bis 150 Mio. \u20ac erreichen. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind die Wertminderung und Restrukturierungsaufwendungen, die im vierten Quartal 2020 gebucht werden.<\/p>\n<p>Um den reduzierten operativen Ergebniserwartungen Rechnung zu tragen und im Sinne eines konservativen Free Cashflow-Managements, hat die SGL Carbon die Investitionsausgaben im laufenden Jahr auf rund 60 Mio. \u20ac begrenzt. Der Fokus der Investitionen bei CFM liegt auf Automobil (vor allem f\u00fcr neue Batteriekasten-Auftr\u00e4ge). Dar\u00fcber hinaus wurde in die erw\u00e4hnte Umstellung einer weiteren textilen Acrylfaserlinie auf Precursor zur Versorgung der Carbonfaserproduktion investiert. Bei der GMS liegt der Investitionsschwerpunkt auf dem Marktsegment Batterie &amp; sonst. Energie (Brennstoffzellenkomponenten).<\/p>\n<p>Aufgrund der oben erw\u00e4hnten erfolgreichen Umsetzung von zus\u00e4tzlichen, nicht-kapitalmarktbezogenen Finanzierungsma\u00dfnahmen kann die SGL Carbon die im M\u00e4rz 2020 avisierte Erh\u00f6hung der Nettofinanzschulden zum Jahresende 2020 um einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag im Vergleich zu Ende 2019 trotz einer deutlich niedrigeren operativen Ergebniserwartung weitgehend best\u00e4tigen. Die Erh\u00f6hung der Nettofinanzschulden ist im Wesentlichen zur\u00fcckzuf\u00fchren auf die bis Jahresende f\u00e4llige Zahlung des Kaufpreises f\u00fcr SGL Composites US (Carbonfaserwerk des ehemaligen Gemeinschaftsunternehmens mit BMW in Moses Lake, Washington, USA) in H\u00f6he von 62 Mio. USD.<\/p>\n<p>Auf Basis der guten Liquidit\u00e4t zum 30. September 2020, weiterer Zahlungseing\u00e4nge aus den vorgenannten Ma\u00dfnahmen und trotz der im vierten Quartal 2020 geplanten Kaufpreiszahlung sowie der anstehenden Auszahlungen f\u00fcr die Restrukturierungsma\u00dfnahmen erwartet das Unternehmen eine weiterhin komfortable Liquidit\u00e4tssituation. Dar\u00fcber hinaus hat die SGL Carbon unver\u00e4ndert Zugang zu einem ungezogenen syndizierten Kredit in H\u00f6he von 175 Mio. \u20ac.<\/p>\n<p><strong>Prognose CFM: Umsatzr\u00fcckgang um etwa 10 %, dennoch deutliche Verbesserung im operativem EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen. \u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den Gesch\u00e4ftsbereich CFM wird weiterhin ein Umsatzr\u00fcckgang von etwa 10 % erwartet. Der R\u00fcckgang im Marktsegment Textile Fasern, der vor allem auf die Kapazit\u00e4tsanpassung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, sowie der insbesondere im zweiten Quartal 2020 erfolgte COVID-19 bedingte Nachfrageeinbruch in der Automobilindustrie, wird voraussichtlich nicht durch das starke Wachstum im Windgesch\u00e4ft kompensiert werden k\u00f6nnen. F\u00fcr das operative EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen erwartet das Unternehmen nun ein leicht positives Ergebnis. Unter anderem tragen die bereits im zweiten Halbjahr 2019 eingeleiteten Ergebnisverbesserungsma\u00dfnahmen bei Textile Fasern sowie den Anfang 2020 durchgesetzten Preiserh\u00f6hungen im Windenergie-segment zur Verbesserung des Ergebnisses gegen\u00fcber dem Vorjahr bei.<\/p>\n<p><strong>Prognose GMS: Umsatzr\u00fcckgang um etwa 20 % sowie \u00fcberproportionaler R\u00fcckgang beim operativen EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen um mind. 50 %\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Im Gesch\u00e4ftsbereich GMS antizipiert die SGL Carbon nach wie vor einen Umsatzr\u00fcckgang um rund 20 % aufgrund des gesunkenen Gesch\u00e4ftsvolumens in allen Marktsegmenten bis auf das Halbleitergesch\u00e4ft, das leicht wachsen d\u00fcrfte. Auch f\u00fcr das operative EBIT vor Sonder-einfl\u00fcssen wird unver\u00e4ndert ein R\u00fcckgang um mindestens 50 % erwartet aufgrund der r\u00fcckl\u00e4ufigen Umsatzentwicklung und der deutlich niedrigeren Kapazit\u00e4tsauslastung.<\/p>\n<p><strong>Prognose Corporate: Deutliche Verschlechterung des operativen EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen<\/strong><\/p>\n<p>Im Berichtssegment Corporate wird weiterhin eine deutliche Verschlechterung im operativen EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen erwartet, zum einen aufgrund von h\u00f6heren Beraterkosten, zum anderen weil das Vorjahr durch Einmalertr\u00e4ge f\u00fcr Serviceleistungen an den K\u00e4ufer des ehemaligen PP-Gesch\u00e4fts beg\u00fcnstigt war. Diese Prognose ber\u00fccksichtigt nicht die positiven Einmalertr\u00e4ge im dritten Quartal 2020 in H\u00f6he von 8,5 Mio. \u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die mittelfristigen Gesch\u00e4ftsaussichten der SGL Carbon sind von der Corona-Pandemie sowie von strukturellen Ver\u00e4nderungen in einigen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7084,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-23538","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23538"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23538\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23539,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23538\/revisions\/23539"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23538"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=23538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}