{"id":23558,"date":"2020-11-23T08:50:33","date_gmt":"2020-11-23T07:50:33","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=23558"},"modified":"2020-11-22T16:29:29","modified_gmt":"2020-11-22T15:29:29","slug":"avk-innovationspreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=23558","title":{"rendered":"AVK Innovationspreis -Faserverst\u00e4rkte Kunststoffe mittels T-RTM auf dem Weg zur Serienreife"},"content":{"rendered":"<p><strong>Um umweltsch\u00e4digende Emissionen zu reduzieren, werden im Mobilit\u00e4tsbereich immer h\u00e4ufiger Bauteile mit neuen Werkstoffen umgesetzt, die einerseits Gewicht einsparen und andererseits einfacher zu recyceln sind. Einen m\u00f6glichen Weg hierf\u00fcr bieten faserverst\u00e4rkte Kunststoffe, die im thermoplastischen Resin-Transfer-Molding (T-RTM)-Verfahren hergestellt werden. Die mangelnde Robustheit dieses Verfahrens verhinderte bisher jedoch den Einsatz in der Serienfertigung. Forschern am Fraunhofer ICT ist es nun gelungen, dieses Problem zu l\u00f6sen. Daf\u00fcr erhielten sie am 12. November die Anerkennung der Jury. <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Auszeichnung mit dem AVK Innovationspreis 2020<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Die mit dem AVK Innovationspreis 2020 in der Kategorie \u00bbForschung und Wissenschaft\u00ab ausgezeichnete Innovation umfasst die Arbeiten zur Steigerung der Robustheit des T-RTM-Verfahrens. Den Forschern ist es gelungen, die durch Feuchtigkeit induzierten problematischen Nebenreaktionen bei der T-RTM-Verarbeitung zu bestimmen, zu quantifizieren und damit umf\u00e4nglich zu verstehen. \u00bbDurch die Berechenbarkeit ist es nun m\u00f6glich, einerseits dem negativen Feuchtigkeitseinfluss gezielt entgegenzuwirken und andererseits den Prozess noch weiter zu optimieren\u00ab, erkl\u00e4rt der f\u00fcr das T-RTM-Verfahren verantwortliche Projektleiter Michael Wilhelm diesen wichtigen Schritt. So kann beispielsweise mit dem neu entwickelten Simulationsmodell auch eine Vorhersage \u00fcber die Fertigungsdauer getroffen werden. Dies erm\u00f6glicht eine weitere Verk\u00fcrzung der Zykluszeit und dadurch eine Steigerung der Produktionseffizienz bei gleichzeitig hoher Qualit\u00e4t und weniger Ausschuss.<br \/>\nDie Forscher wagten sogar noch mehr: Sie gaben gezielt Wasser in den Prozess und waren durch die detaillierte Kenntnis der Nebenreaktionen in der Lage, die Feuchtigkeit zu kompensieren, ohne die mechanischen Bauteileigenschaften negativ zu beeinflussen. Mit diesem Nachweis steht das getestete Verfahren bereit f\u00fcr den Einsatz in der Gro\u00dfserie.<\/p>\n<p><strong>Eine nachhaltige und kosteng\u00fcnstige Alternative<\/strong><\/p>\n<p>Die reaktive Verarbeitung von Thermoplasten zeigt einige wesentliche Vorteile. Bereits bei der Herstellung bietet das Monomer \u03b5-Caprolactam als Matrixwerkstoff einen erheblichen Kostenvorteil im Vergleich zu duromeren Harzen, die derzeit haupts\u00e4chlich f\u00fcr faserverst\u00e4rkte Kunststoffe verwendet werden. Dadurch lassen sich die Gesamtherstellungskosten wesentlich senken. Auch nach dem Lebenszyklus der Bauteile entstehen bedeutende Vorteile: Bauteile mit thermoplastischer Matrix lassen sich im Vergleich zu solchen mit duromerer Matrix wesentlich leichter recyceln. Sie k\u00f6nnen zerkleinert, neu compoundiert und als glasfaserverst\u00e4rktes Spritzgussmaterial wiederverwendet werden. Entsprechende Untersuchungen werden dazu aktuell am Fraunhofer ICT durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Weite Information zur thermoplastischen Blattfeder finden Sie hier:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ict.fraunhofer.de\/de\/presse_mediathek\/pressemitteilungen\/2020\/2020-03-18.html\">https:\/\/www.ict.fraunhofer.de\/de\/presse_mediathek\/pressemitteilungen\/2020\/2020-03-18.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um umweltsch\u00e4digende Emissionen zu reduzieren, werden im Mobilit\u00e4tsbereich immer h\u00e4ufiger Bauteile mit neuen Werkstoffen umgesetzt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":23559,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-23558","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23558","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23558"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23558\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23561,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23558\/revisions\/23561"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/23559"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23558"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23558"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23558"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=23558"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}