{"id":23624,"date":"2020-11-23T09:01:34","date_gmt":"2020-11-23T08:01:34","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=23624"},"modified":"2020-11-22T20:04:22","modified_gmt":"2020-11-22T19:04:22","slug":"holygrail2-0-mit-arburg-in-die-naechste-runde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=23624","title":{"rendered":"HolyGrail2.0: Mit Arburg in die n\u00e4chste Runde"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Innovative Technologie: Kunststoffabf\u00e4lle mittels digitaler Wasserzeichen sortenrein sortieren<\/strong><\/li>\n<li><strong>Europ\u00e4ischer Markenverband AIM: Initiative mit mehr als 85 Partnern breit aufgestellt<\/strong><\/li>\n<li><strong>Circular Economy: Arburg engagiert sich f\u00fcr Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit dem Programm arburgGREENworld engagiert sich Arburg f\u00fcr Circular Economy und Ressourcenschonung. Gemeinsam mit renommierten Partnern wird unter anderem an innovativen Techno\u00adlogien f\u00fcr eine geschlossene Kreislaufwirtschaft gearbeitet. Dazu z\u00e4hlt das Vorhaben \u201eHolyGrail2.0\u201c f\u00fcr sortenreines Sortieren von Kunststoff\u00adverpackungen mittels digitaler Wasserzeichen. Das Projekt ist j\u00fcngst in die n\u00e4chste Runde gegangen und wird seit September 2020 unter der Schirmherrschaft des Europ\u00e4ischen Markenverbands AIM vorangetrieben. Dabei ist Arburg unter den mehr als 85 Unternehmen und Organisationen entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette der einzige Hersteller von Spritzgie\u00dfmaschinen.<\/p>\n<p>\u201eBereits in der Pilotprojekt-Phase von HolyGrail haben wir am Beispiel von IML-Bechern aus Monomaterial gezeigt, dass die Technologie mit digitalen Wasserzeichen prinzipiell ausgezeichnet funktioniert\u201c, erkl\u00e4rt Bertram Stern, Packaging und Circular Economy Manager bei Arburg. \u201eJetzt geht es darum, das Projekt europaweit auszubauen mit dem Ziel, Kunststoffverpackungen auf diese Weise auch im gro\u00dfen Ma\u00dfstab sortenrein zu trennen sowie \u201asmart\u2018 und betriebswirtschaftlich zu recyceln.\u201c<\/p>\n<p><strong>Initiative b\u00fcndelt Know-how von \u00fcber 85 Partnern<\/strong><\/p>\n<p>Am europaweiten Projekt, das im September 2020 startete und im Sommer 2022 abgeschlossen werden soll, beteiligt sich Arburg in verschiedenen Arbeitskreisen. Der Verband AIM mit Sitz in Br\u00fcssel koordiniert die Aktivit\u00e4ten unter Ber\u00fccksichtigung der aktuellen EU-Gesetzgebung. \u201eDer rege Austausch mit Verb\u00e4nden und namhaften Partnern wie Beiersdorf, Dow, Henkel, Nestle und Sick bringt sicher viele Impulse. Gemeinsam werden wir HolyGrail2.0 erfolgreich und effizient voranbringen\u201c, ist Bertram Stern \u00fcberzeugt. Nach Entwicklung eines Verpackungs\u00adkonzepts ist geplant, im Fr\u00fchjahr 2021 mit der semi-industriellen Testphase zu beginnen. Die EU-Gesetzgebung sieht vor, dass bis zum Jahr 2030 europaweit alle Kunststoffverpackungen wiederverwendbar, leicht recycelbar oder kompostierbar sind. Die Wiederverwertungs- und Recyclingquote soll dabei 60 Prozent betragen.<\/p>\n<p><strong>Mit digitalen Wasserzeichen \u201eintelligent\u201c sortieren<\/strong><\/p>\n<p>Ein effizientes und qualitativ hochwertiges Recycling ist nur m\u00f6glich, wenn Kunststoffabf\u00e4lle sinnvoll gesammelt und optimal sortiert werden und alle industriellen Prozesse des Wertstoff\u00adkreislaufs digitalisiert und miteinander verkn\u00fcpft sind. Genau hier setzt die HolyGrail2.0-Initiative f\u00fcr digitale Wasserzeichen auf Verpackungen an.<\/p>\n<p>Die digitalen Wasserzeichen sind f\u00fcr den Endverbraucher unsichtbare, briefmarkengro\u00dfe Kodierungen direkt auf der Oberfl\u00e4che oder dem zugeh\u00f6rigen Label. Die einzelnen Kachelmuster werden \u00fcber mikrotopologische Variationen im Tr\u00e4germaterial erzeugt und zu einer mosaikartigen Grafik vervielfacht. Sie bilden einen \u201edigitalen Pass\u201c, von dem ein Bruchst\u00fcck ausreicht, um z. B. Angaben zum Hersteller, den verarbeiteten Materialien und Einteilung in \u201elebensmitteltauglich oder nicht\u201c abzurufen. In Sortieranlagen lassen sich die Informationen mit einer hochaufl\u00f6senden Kamera auslesen. An Supermarktkassen oder f\u00fcr Endverbraucher funktioniert dies \u00fcber Scanner oder per App mit mobilen Endger\u00e4ten. Auf diese Weise lassen sich \u00fcber die gesamte Lebensdauer des Produkts beliebige Zusatzinformationen z. B. auch zur Verf\u00fcgbarkeit, Verwendung oder Entsorgung abfragen.<\/p>\n<p><strong>Praxisbeispiel: IML-Becher aus Monomaterial<\/strong><\/p>\n<p>Arburg hat bereits nachhaltig und intensiv Erfahrung mit der Technologie auf Basis digitaler Wasserzeichen gesammelt. In der Pilotphase von HolyGrail fertigte ein hybrider Allrounder 820\u00a0H in Packaging-Ausf\u00fchrung in einer Zykluszeit von 5,8 Sekunden je zwei IML-Becher aus biobasiertem PP. Eine IML-Automation legte die zugeh\u00f6rigen PP-Labels des Partners Verstraete ein und entnahm gleichzeitig die Fertigteile. Auf den Labels befanden sich die digitalen Wasserzeichen. \u00dcber die passende App konnten dar\u00fcber Inhalte zur Monomaterial-Verpackung sowie zur Verwendung und Entsorgung des Produkts abgefragt werden.<\/p>\n<p>Dass sich Allrounder-Spritzgie\u00dfmaschinen generell f\u00fcr die Verarbeitung von Rezyklaten aus Haushaltsabf\u00e4llen (PCR) oder der Industrie (PIR) eignen, hat Arburg bereits \u00f6fter exemplarisch pr\u00e4sentiert und gezeigt: Wenn es m\u00f6glich ist, Kunststoffe sicher und sortenrein zu sammeln, lassen sich diese wieder sinnvoll in den Kreislauf zur\u00fcckf\u00fchren. Diese Aufgabe gilt es nun im Gro\u00dfma\u00dfstab effizient umzusetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Programm arburgGREENworld engagiert sich Arburg f\u00fcr Circular Economy und Ressourcenschonung. 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