{"id":23741,"date":"2020-12-02T10:32:35","date_gmt":"2020-12-02T09:32:35","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=23741"},"modified":"2020-12-02T10:32:35","modified_gmt":"2020-12-02T09:32:35","slug":"komplett-filter-fuer-arburg-maske-rundet-corona-projekt-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=23741","title":{"rendered":"Komplett: Filter f\u00fcr Arburg-Maske rundet Corona-Projekt ab"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Mehr Schutz: Zus\u00e4tzlicher Filter f\u00fcr Mund- und Nasenmaske von Arburg<\/li>\n<li>Schnelle Realisierung: Nur 41 Tage von der Konzeption zum Serienprodukt<\/li>\n<li>Geballte Kompetenz: Zahlreiche Partner beteiligen sich am Corona-Projekt<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Seit Beginn der Pandemie ist Arburg im Kampf gegen Corona sehr aktiv. Ein herausragendes Beispiel ist die multifunktionale Mund- und Nasenmaske. In nur 41 Tagen wurde diese zusammen mit Partnern entwickelt und zur Serienreife gebracht. Im Mai fiel der Startschuss f\u00fcr die Produktion der Mund- und Nasenmasken<\/strong> <strong>aus LSR (Liquid Silicone Rubber) und PP (Polypropylen) \u2013 zun\u00e4chst als Version f\u00fcr den allt\u00e4glichen Gebrauch. Um sowohl den Tr\u00e4ger der Maske als auch dessen Umfeld vor dem Virus zu sch\u00fctzen, folgte der n\u00e4chste Schritt: Die Konzeptionierung und Herstellung eines erg\u00e4nzenden Einwegfilters, der sich einfach auf die Masken\u00f6ffnung aufstecken l\u00e4sst. <\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u201eUns war wichtig, mit der Maske nicht nur ein Produkt f\u00fcr den Alltag zu entwickeln, sondern durch den zus\u00e4tzlichen Filter auch den pers\u00f6nlichen Schutz in den Vordergrund zu stellen\u201c, sagt Gerhard B\u00f6hm, Arburg-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Vertrieb. Als weitere Anforderungen nannte er einen hohen Tragekomfort, die Sterilisierbarkeit und die Mehrfachverwendung im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.<\/p>\n<p><strong>Starke Partner<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Thomas Walther, Abteilungsleiter Anwendungstechnik bei Arburg erg\u00e4nzt: \u201eDas Masken-Projekt zeigt anschaulich, wie sich bei neuen Produktideen in ganz besonderen F\u00e4llen die \u201atime-to-market\u2018 beschleunigen l\u00e4sst, wenn alle Partner ihre Kompetenzen, Technologien und Ausstattungen b\u00fcndeln.\u201c Beteiligt waren an dem Projekt die Firmen Sigma Engineering (LSR-Bauteil- und Werkzeugsimulation), Polar-Form (LSR-Werkzeug), Foboha und Wilhelm Weber (Thermoplast-Werkzeuge), Ewikon (Kaltkanal), Elmet (LSR-Dosieranlage), M\u00e4nner und G\u00fcnter (Hei\u00dfkanaltechnik), Barth Mechanik (Greifer), Wacker und Borealis (Material), Karl K\u00fcfner (Konzeption Filter), Herrmann Ultraschall (Schwei\u00dftechnik) sowie Packmat (Verpackungstechnik).<\/p>\n<p><strong>Multifunktionale Maske<\/strong><\/p>\n<p>Die Maske selbst besteht aus einer weichen LSR-Komponente, die \u00fcber Nase und Mund gest\u00fclpt wird und einem festen PP-Halter mit \u00d6sen zur Befestigung der elastischen B\u00e4nder. Auf einem elektrischen Allrounder 570 A mit 2.000 kN Schlie\u00dfkraft und einem 4-fach-Werkzeug wurden die LSR-Masken gespritzt und von einem Multilift V Robot-System entnommen. Der zugeh\u00f6rige PP-Halter entstand auf einem elektrischen Allrounder 520 E Golden Electric mit 1.500 kN Schlie\u00dfkraft und einem 2-fach-Werkzeug. Die Spritzteile entnahm hier ein Multilift Select Robot-System.<\/p>\n<p>Zur Infektionsvermeidung im Alltag wird die Masken\u00f6ffnung mit einer Abdeckung verschlossen, sodass die Atemluft nach unten abgeleitet wird. Um den Tr\u00e4ger selbst und gleichzeitig dessen Umfeld vor dem Corona-Virus zu sch\u00fctzen, kann ein Einwegfilter auf die \u00d6ffnung gesteckt werden.<\/p>\n<p><strong>Filter f\u00fcr mehr Sicherheit<\/strong><\/p>\n<p>Der Filter wurde zusammen mit der Firma Karl K\u00fcfner entwickelt. Die Experten f\u00fcr die Herstellung von Filtern setzen seit Jahrzehnten Arburg-Maschinen in der Spritzgie\u00dffertigung ein.<\/p>\n<p>Die Herstellung des Maskenfilters erl\u00e4utert der Projektverantwortliche Manuel Frick, der als Arburg Sales Manager LSR die Mund- und Nasenmaske konzipiert hat: \u201eF\u00fcr die Herstellung der d\u00fcnnwandigen Filtergeh\u00e4use aus PP haben wir einen Allrounder 470 H mit 1.000 kN Schlie\u00dfkraft und 4-fach-Werkzeug eingesetzt. Da diese hybride Hochleistungsmaschine f\u00fcr schnelllaufende Anwendungen konzipiert ist, k\u00f6nnen wir die Teile in einer Zykluszeit von rund 5,5 Sekunden fertigen\u201c. So sei es m\u00f6glich, sehr effizient circa 2.500 Geh\u00e4use pro Stunde zu produzieren, die dann mittels Ultraschall mit einem Hochleistungsvlies zum fertigen Filter verschwei\u00dft werden.<\/p>\n<p><strong>Kunden profitieren vom Projekt Mund- und Nasenmaske <\/strong><\/p>\n<p>Die Frage, ob Arburg k\u00fcnftig mit der Produktion von Masken als Spritzgie\u00dfer am Markt agieren wird, verneint Gerhard B\u00f6hm ganz klar: \u201eMit der Herstellung der Masken m\u00f6chten wir kein Geld verdienen, sondern wollten vielmehr aufzeigen, wie sich solche hochwertigen Produkte schnell entwickeln und wirtschaftlich in Serie fertigen lassen.\u201c Mit diesem Projekt habe Arburg sowohl seine Kompetenz im Turnkey-Sektor aufgezeigt, als auch interessante Erfahrungen sammeln k\u00f6nnen: von der Konzipierung der Maske \u00fcber die Prototypenfertigung mit dem Freeformer bis hin zur Serienfertigung mit automatisierten Allroundern. \u201eDavon k\u00f6nnen nun auch unsere Kunden umfassend profitieren. Wir haben bereits Anfragen von Unternehmen erhalten, die mit solchen Turnkey-Anlagen in die Fertigung von Mund-Nasenmasken einsteigen m\u00f6chten\u201c, freut sich der Vertriebsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Beginn der Pandemie ist Arburg im Kampf gegen Corona sehr aktiv. 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