{"id":23899,"date":"2020-12-15T13:13:56","date_gmt":"2020-12-15T12:13:56","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=23899"},"modified":"2020-12-15T13:13:56","modified_gmt":"2020-12-15T12:13:56","slug":"2-corona-blitzumfrage-zum-fachkraeftenachwuchs-maschinenbau-haelt-an-ausbildungsplaenen-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=23899","title":{"rendered":"2. Corona-Blitzumfrage zum Fachkr\u00e4ftenachwuchs: Maschinenbau h\u00e4lt an Ausbildungspl\u00e4nen fest"},"content":{"rendered":"<p><em>Die gro\u00dfe Mehrheit der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau h\u00e4lt trotz Pandemie an ihren Pl\u00e4nen f\u00fcr Ausbildung und duales Studium fest. F\u00fcr Hochschulabsolventinnen und -absolventen zeigt sich im Vergleich zum Mai trotz der weiterhin schwierigen Lage eine leichte Entspannung.<\/em><\/p>\n<p>Von der Corona-Krise unbeeindruckt planen die meisten Unternehmen im mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gten Maschinen- und Anlagenbau weiterhin mit Ausbildung und dualem Studium. Laut einer aktuellen Umfrage des VDMA unter 482 Mitgliedsfirmen gehen 67 Prozent der Befragten davon aus, dass sie k\u00fcnftig genauso viele gewerblich-technische Ausbildungspl\u00e4tze anbieten k\u00f6nnen, wie vor der Pandemie. Ein schrumpfendes Ausbildungsplatzangebot im gewerblich-technischen Bereich erwarten 19 Prozent der befragten Firmen, etwa 8 Prozent sehen dagegen sogar einen Anstieg voraus. Die geringste Auswirkung wird die Pandemie laut VDMA-Umfrage auf das duale Studium haben. Die Einsch\u00e4tzung der Unternehmen vor allem bei beruflicher Ausbildung und dualem Studium deckt sich mit den Ergebnissen der vorangegangenen VDMA-Blitzumfrage im Mai. Im Bereich Praktikum hat sich die Situation dagegen etwas versch\u00e4rft. 42 Prozent der Befragten gehen von einem R\u00fcckgang der Praktika f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus, 34 Prozent bef\u00fcrchten einen R\u00fcckgang f\u00fcr Studierende. (Im Mai war die Einsch\u00e4tzung der Unternehmen hier mit 34 Prozent f\u00fcr Sch\u00fcler\/-innen und 29 Prozent f\u00fcr Studierende noch etwas positiver.)<\/p>\n<p>\u201eMit rund 1,3 Millionen Erwerbst\u00e4tigen ist der Maschinen- und Anlagenbau gr\u00f6\u00dfter industrieller Arbeitgeber im Land, dazu f\u00fchrend bei den Auszubildenden in der Industrie. Die Unternehmen setzen daher weiterhin auf Ausbildung, insbesondere um den eigenen Fachkr\u00e4ftenachwuchs zu sichern\u201c, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des VDMA. \u201eDie gro\u00dfen technologischen Aufgaben unserer Zeit wie nachhaltige Produktion, Klimaschutz und Digitalisierung sind nur mit gut ausgebildeten Menschen und deren Innovationsgeist zu l\u00f6sen. Die Unternehmen wissen das\u201c, betont Rauen.<\/p>\n<p>Leicht verbessert im Vergleich zu Mai hat sich die Situation der Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Zwar bef\u00fcrchten noch rund 30 Prozent einen R\u00fcckgang der Stellenangebote, doch die Mehrheit geht davon aus, dass sich die Angebotssituation durch Corona nicht ver\u00e4ndern wird (60 Prozent). 11 Prozent erwarten sogar einen Anstieg. \u201eDer Maschinenbau ist in der Ingenieurbesch\u00e4ftigung f\u00fchrend unter allen Industriezweigen. Wir bleiben hier auf einem sehr hohen Niveau\u201c, sagt Rauen. Die leicht positive Entwicklung seit Mai zeige, welch hohen Stellenwert junge Ingenieure und Ingenieurinnen im Maschinenbau genie\u00dfen, auch wenn die Aussichten f\u00fcr Hochschulabsolventen noch immer nicht so gut sind wie vor Corona, erl\u00e4utert er.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die Unternehmen w\u00e4hrend der Pandemie bleibt die Rekrutierung. Vor allem Praktika f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie Studierende sind aktuell nur schwer zu realisieren. Das setzt auf der einen Seite die jungen Menschen unter Druck, andererseits aber auch die Unternehmen \u2013 nutzen sie doch Praktika als effizientes Recruiting-Tool f\u00fcr ihren Fachkr\u00e4ftebedarf.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr Bewerberinnen und Bewerber bleibt die Situation auf dem Ausbildungsmarkt im Maschinen- und Anlagenbau weiterhin gut\u201c, sagt J\u00f6rg Friedrich, Leiter VDMA Bildung. \u201eGleichzeitig ist es aktuell f\u00fcr unsere Mitglieder deutlich schwieriger, geeigneten Nachwuchs zu rekrutieren.\u201c Zuletzt hatte die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit f\u00fcr den September gemeldet, dass es in den maschinenbaurelevanten Berufen noch rund 7000 unbesetzte Ausbildungsstellen gibt.<\/p>\n<p><strong>Die Ergebnisse der Blitzumfrage im \u00dcberblick<\/strong><\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die \u00fcberwiegende Mehrheit &#8211; rund 70 Prozent der Befragten &#8211; rechnet mit einer stabilen Entwicklung bei der <strong>Anzahl an<\/strong> <strong>Ausbildungspl\u00e4tzen, dualem Studium und Pl\u00e4tzen f\u00fcr Bachelor- und Master-Arbeiten. <\/strong>Mit einer abnehmenden Tendenz rechnen nur etwa 20 Prozent, w\u00e4hrend rund 10 Prozent von einer zunehmenden Tendenz ausgehen.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Erwartungen in Bezug auf die Anzahl an<strong> Praktikumspl\u00e4tzen <\/strong>f\u00e4llt etwas negativer aus. 40 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die Zahl der Praktikumspl\u00e4tze abnehmen wird. Das betrifft Sch\u00fcler noch st\u00e4rker als Studenten.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fcr <strong>Hochschulabsolventinnen und -absolventen und Berufseinsteiger <\/strong>hat sich die Lage leicht verbessert im Vergleich zu Mai. Rund 30 Prozent der Befragten rechnen damit, dass weniger Absolventinnen und Absolventen eingestellt werden, 60 Prozent sehen dagegen eine stabile Situation, immerhin 11 Prozent gehen sogar davon aus, dass sie mehr Studienabg\u00e4nger einstellen.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Stimmungsbarometer <strong>Ausbildungsmarkt<\/strong>: Insgesamt 69 Prozent gehen davon aus, dass sich der Ausbildungsmarkt entweder nicht ver\u00e4ndern wird oder weniger Bewerber pro Ausbildungsplatz zur Verf\u00fcgung stehen werden als bisher. Sollte sich das bewahrheiten, d\u00fcrfte sich das Thema Fachkr\u00e4ftemangel weiter versch\u00e4rfen. (Aktuell z\u00e4hlt die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit bereits 7000 unbesetzte Ausbildungspl\u00e4tze im Maschinenbau.)<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Unternehmen haben aktuell Schwierigkeiten, Kontakt zu potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern aufzunehmen und Interesse f\u00fcr angebotene Stellen zu wecken. Veranstaltungen wie Ausbildungsmessen k\u00f6nnen nicht stattfinden und viele Praktikumspl\u00e4tze fallen aufgrund von Kontaktbeschr\u00e4nkungen weg. Beides erschwert insbesondere die Suche nach geeigneten jungen Menschen f\u00fcr Ausbildungspl\u00e4tze. Praktikanten und Auszubildende werden dementsprechend auch als die Gruppe wahrgenommen, die am st\u00e4rksten von den ver\u00e4nderten Rekrutierungsbedungen betroffen ist.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 W\u00e4hrend die genannten Schwierigkeiten in der Rekrutierung aufgrund der Kontaktbeschr\u00e4nkungen als gr\u00f6\u00dfte Herausforderung bei Werbung und Einstellung von Nachwuchskr\u00e4ften betrachtet werden (genannt von mehr als jedem Zweiten), erw\u00e4hnt jeder vierte Befragte <strong>Budgetbeschr\u00e4nkungen und Einstellungsstopps<\/strong>. Immerhin fast jedes f\u00fcnfte Unternehmen sp\u00fcrt bislang keine Auswirkungen bei Werbung und Einstellung von Nachwuchskr\u00e4ften durch die Corona-Krise.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Corona-Krise unbeeindruckt planen die meisten Unternehmen im mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gten Maschinen- und Anlagenbau&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-23899","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23899","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23899"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23899\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23900,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23899\/revisions\/23900"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23899"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23899"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23899"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=23899"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}