{"id":24410,"date":"2021-02-11T11:43:10","date_gmt":"2021-02-11T10:43:10","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=24410"},"modified":"2021-02-11T11:43:10","modified_gmt":"2021-02-11T10:43:10","slug":"das-war-der-thinking-award-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=24410","title":{"rendered":"Das war der ThinKing Award 2020"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Leichtbau ist eine der Antworten auf die dr\u00e4ngende Klimafrage, denn durch Leichtbaul\u00f6sungen wird nicht nur Material eingespart, sondern auch CO2. Das macht Produkte nicht nur leichter, sondern auch besser. Die Leichtbau BW zeichnete deshalb mit dem ThinKing Award, der am 04. Februar 2021 in Stuttgart digital verliehen wurde, baden-w\u00fcrttembergische Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus, die sich dem Thema Ressourcenschutz und CO2-Reduktion widmen. <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.leichtbau-bw.de\/fileadmin\/_processed_\/a\/4\/csm_Trophaeen_ThinKing_Award_00f51dfcc8.jpg\" width=\"716\" height=\"477\" \/><\/strong><\/em><\/p>\n<p>\u201eDie Landesagentur Leichtbau BW hat mit den monatlichen Benennungen der ThinKings einen tollen Weg gefunden, innovative Leichtbaul\u00f6sungen zu pr\u00e4sentieren. [\u2026] Ich bin der festen \u00dcberzeugung, dass Leichtbau eines der gro\u00dfen, globalen Zukunftsthemen ist und damit auch ein wichtiges Zukunftsfeld f\u00fcr unser Land Baden-W\u00fcrttemberg\u201c, er\u00f6ffnet Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-W\u00fcrttemberg die Veranstaltung in ihrem Gru\u00dfwort. An die Einleitungsworte ankn\u00fcpfend, erg\u00e4nzt Dr. Wolfgang Seeliger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Leichtbau BW: \u201eDie ThinKings zeigen eine gro\u00dfe Breite, ein vielf\u00e4ltiges Bild des Leichtbaus und viele Branchen \u2013 2020 haben alle Nominierten \u00fcber 5 Millionen Menschen erreicht. Wir sind stolz, den ThinKing Award bereits zum dritten Mal verleihen zu d\u00fcrfen, um Leichtbauinnovationen aus Baden-W\u00fcrttemberg der \u00d6ffentlichkeit zu pr\u00e4sentieren.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.leichtbau-bw.de\/fileadmin\/_processed_\/a\/8\/csm_1.Platz_Professur_fuer_Forstliche_Biomaterialien_an_der_Universitaet_Freiburg_47c54ebca0.jpg\" width=\"716\" height=\"477\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Platz 1: Auf dem richtigen Holzweg<\/strong><br \/>\nNach der Begr\u00fc\u00dfung standen die Gewinner des Abends im Rampenlicht: Der erste Platz ging an die Professur f\u00fcr Forstliche Biomaterialien an der Universit\u00e4t Freiburg und ihre Leichtbaul\u00f6sung \u201eWoodmimetics3D\u201c. Bislang schien es utopisch, technische Bauteile aus holzbasierten Biopolymeren zu drucken. Forschern der Universit\u00e4t Freiburg und des Freiburger Materialforschungszentrums ist es nun gelungen, nach den Prinzipien des Green Engineering eine holzbasierte Biopaste zu entwickeln, die nachhaltiger kaum sein k\u00f6nnte. W\u00e4hrend 3-D-Druck durch Weglassen von Material, z. B. durch Gitterstrukturen, an sich schon eine Leichtbaumethode ist, ist Woodmimetics3D dazu noch ein C02-neutraler Werkstoff aus Lignin. Es sch\u00fctzt damit das Klima doppelt und ist zudem in der Herstellung \u00f6konomisch wettbewerbsf\u00e4hig. \u201eBesonders in der aktuellen Zeit, in der es notwendig ist, Produkte statt auf Erd\u00f6lbasis aus biobasierten nachhaltigen Stoffen herzustellen, bietet Woodmimetics3D eine nachhaltige Alternative f\u00fcr die Wirtschaft\u201c, beschreibt die Professorin Marie-Pierre Laborie der Universit\u00e4t Freiburg die Leichtbaul\u00f6sung, als sie die Siegertroph\u00e4e feierlich entgegennimmt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.leichtbau-bw.de\/fileadmin\/_processed_\/2\/0\/csm_2.Platz_Carl_Stahl_ARC_GmbH_8f20e872ea.jpg\" width=\"715\" height=\"505\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Platz 2: Das leichte Lichtnetz<\/strong><br \/>\nAuf dem zweiten Platz landete die Carl Stahl ARC GmbH mit ihrem \u201eleichten Lichtnetz\u201c. Leichtgewichtige, winddurchl\u00e4ssige Stahlnetze mit LED-Modulen erm\u00f6glichen ressourcenschonende Tragkonstruktionen f\u00fcr Lichtinstallationen im urbanen Raum. Die Carl Stahl ARC GmbH hat mit dieser geschickten Kombination zweier dreidimensional verformbarer und besonders leichter Bauelemente neue Felder f\u00fcr die kreative Anwendung in Architektur und Bauplanung geschaffen. Die r\u00e4umliche Form der Netze ist wegen des geringen Eigengewichts und der hohen Eigenspannung flexibel und mit nur wenigen Tr\u00e4gerelementen zu realisieren. Tobias Jung, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Carl Stahl ARC GmbH, beschreibt die Leichtbauinnovation so: \u201eWenn wir \u00fcber gro\u00dfe Spannweiten, geringes Eigengewicht und maximale Gestaltungsfreiheit sprechen, gibt es derzeit kein vergleichbares Produkt am Markt. Wir haben es geschafft, gro\u00dffl\u00e4chige Installationen beherrschbar zu machen, ohne, dass der Kunde Abstriche bei der Funktionalit\u00e4t machen muss \u2013 egal ob Lichtinstallation oder Videowall.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.leichtbau-bw.de\/fileadmin\/_processed_\/c\/3\/csm_3.Platz_centrotherm_international_AG_1cb6f2887b.jpg\" width=\"716\" height=\"477\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3. Platz: Gr\u00fcn, stabil und g\u00fcnstig<\/strong><br \/>\nDer dritte Platz ging an die centrotherm international AG, die mit ihrer Leichtbaul\u00f6sung zeigt, dass Carbonfasern aus nachwachsenden Rohstoffen mit gleichen Festigkeitskennwerten wie Hochleistungsfasern aus Polyacrylnitril zu einem deutlich verringerten Preis doch funktionieren k\u00f6nnen. Denn manchmal gen\u00fcgt das Optimieren eines Prozessschritts, um v\u00f6llig neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen Werkstoff zu er\u00f6ffnen. Das Niederdruckverfahren arbeitet in definierter Prozessatmosph\u00e4re unter niedrigem Druck sowie mit quasi digitalen Heizzonen. So entstehen kosteng\u00fcnstige, biobasierte Carbonfasern mit deutlich reduziertem CO2-Footprint. Gunter Fauth Vorstand\/COO der centrotherm international AG freut sich \u00fcber die Auszeichnung: \u201eWir sind besonders stolz, dass viele namhafte Marktteilnehmer unsere neue Technologie getestet haben und von den Ergebnissen sehr positiv \u00fcberrascht sind. Die neue Niederdruck-Oxidationstechnologie erm\u00f6glicht die Stabilisierung von PAN, Homo PAN und Zellulose-Fasern, ist damit universell einsetzbar und vor allem auch unter dem Aspekt \u201eGreen Fasern\u201c sehr zukunftsweisend.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.leichtbau-bw.de\/fileadmin\/_processed_\/8\/7\/csm_Community_Award_Mahle_gemeinsam_mit_dem_Fraunhofer-Institut_fuer_Chemische_Technologie__ICT__3cc4ddf72b.jpg\" width=\"716\" height=\"499\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Community Award: Fliegengewicht Nockenwellenmodul<\/strong><br \/>\nAu\u00dferdem wurde als vierte Auszeichnung des Abends der Community Award verliehen, bei dem der Gewinner durch ein Online-Voting im Vorfeld ermittelt worden war: Das leichte Nockenwellenmodul zeigt, wie viele positive Effekte Multimaterial-Leichtbau haben kann. Gefertigt aus faserverst\u00e4rkten Duromeren reduziert es das Gewicht des Verbrennungsmotors, ist klimaschonender in der Herstellung und senkt die Montagekosten durch eine ver\u00e4nderte Bauweise. Gelungen ist dieses Leichtbauteil den Ingenieuren des MAHLE Konzerns gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Chemische Technologie (ICT) und weiteren Partnern. Bei dem Gemeinschaftsprojekt handelt es sich um ein BMWi-gef\u00f6rdertes Projekt. \u201eWir reduzieren die CO2-Emissionen sowohl bei der Herstellung der Bauteile wie auch in der Nutzungsphase, indem die Bauteile um ca. 20 % leichter sind\u201c, fasst Dr. Lars Fredrik Berg (Fraunhofer ICT) zusammen und wird durch Katrin Schindele (MAHLE Filtersysteme GmbH) erg\u00e4nzt: \u201eWir sind sehr dankbar f\u00fcr die Teamleistung aller Projektbeteiligten \u2013 MAHLE als Konsortialf\u00fchrer mit Fraunhofer im Konsortium. Ebenfalls hatten wir starke Partner im Bereich Werkzeugherstellung und Experten im Bereich Material. \u00a0Auch die Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten war auf Augenh\u00f6he, weshalb das Projekt erfolgreich umgesetzt wurde.\u201c<\/p>\n<p><strong>Hintergrund: Das ist der ThinKing<\/strong><br \/>\nEinmal im Monat stellt die Leichtbau BW mit dem ThinKing eine innovative Leichtbaul\u00f6sung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Baden-W\u00fcrttemberg vor. Eine Fachjury (Katja Schlichting, Gr\u00fcnderin Q.big 3D GmbH, Olaf Stau\u00df, Redakteur Industrieanzeiger Konradin Verlag, Beate Wittkopp, Steinbeis-Transferwerk-BW i. V. f\u00fcr den Landesverband der Baden-W\u00fcrttembergischen Industrie e. V., Prof. Dr. Stefan Weihe, Materialpr\u00fcfungsanstalt MPA Institut f\u00fcr Materialpr\u00fcfung, Werkstoffkunde und Festigkeitslehre, Universit\u00e4t Stuttgart) hat f\u00fcr den Award alle Beitr\u00e4ge aus 2020 noch einmal unter die Lupe genommen und die besten drei Leichtbauinnovationen ermittelt. Au\u00dferdem gab es ein Online-Voting f\u00fcr den Community Award, bei dem das gesamte Netzwerk f\u00fcr eine Leichtbaul\u00f6sung abstimmen konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leichtbau ist eine der Antworten auf die dr\u00e4ngende Klimafrage, denn durch Leichtbaul\u00f6sungen wird nicht nur Material eingespart, sondern auch CO2&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":24411,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-24410","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24410","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24410"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24410\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24412,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24410\/revisions\/24412"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/24411"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24410"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24410"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24410"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=24410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}