{"id":24587,"date":"2021-02-22T07:51:52","date_gmt":"2021-02-22T06:51:52","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=24587"},"modified":"2021-02-19T13:53:21","modified_gmt":"2021-02-19T12:53:21","slug":"zweistelliger-exportrueckgang-im-corona-krisenjahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=24587","title":{"rendered":"Zweistelliger Exportr\u00fcckgang im Corona-Krisenjahr"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Ausfuhren im Maschinen- und Anlagenbau sinken 2020<\/strong><br \/>\n<strong>um 12 Prozent<\/strong><\/li>\n<li><strong>USA bleiben im Ranking knapp vor China<\/strong><\/li>\n<li><strong>Exporte nach Gro\u00dfbritannien leiden sp\u00fcrbar<\/strong><\/li>\n<li><strong>Heterogene Entwicklung in den Maschinenbau-Fachzweigen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die weltweite Corona-Krise hat auch zu hohen Exporteinbu\u00dfen der Maschinen- und Anlagenbauer gef\u00fchrt. Im Jahr 2020 wurden aus Deutschland Maschinen und Anlagen im Wert von 160 Milliarden Euro exportiert und f\u00fcr 67 Milliarden Euro importiert. Damit lagen die Exporte 12,0 Prozent und die Importe 13,4 Prozent unter dem Wert von 2019, wie das Statistische Bundesamt anhand vorl\u00e4ufiger Zahlen mitgeteilt hat. \u201eDie Maschinenexporteure aus Deutschland verzeichneten damit die h\u00f6chsten R\u00fcckg\u00e4nge im Vorjahresvergleich seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009\u201d, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.<\/p>\n<p><strong>St\u00e4rkster Exportr\u00fcckgang im zweiten Quartal<\/strong><br \/>\nEin Blick auf die Quartalszahlen f\u00fcr das Jahr 2020 best\u00e4tigt das zu erwartende Bild des zeitlichen Ablaufs: Die Maschinenexporte verzeichneten im ersten Quartal noch einen vergleichsweise moderaten R\u00fcckgang von 5,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Im zweiten Quartal wurden dann 22 Prozent weniger Maschinen- und Anlagen ausgef\u00fchrt, bevor eine schrittweise Besserung einsetzte: Im dritten und vierten Quartal wurden geringere R\u00fcckg\u00e4nge von 12,4 Prozent, beziehungsweise 8,2 Prozent verbucht.<\/p>\n<p>\u201eDas zweite Quartal 2020 war der H\u00f6hepunkt der Corona-Krise f\u00fcr die Maschinen und Anlagenbauer. Viele Unternehmen waren auf der Angebots- und Nachfragseite mit unerwartet heftigen Ausf\u00e4llen konfrontiert. Die Lieferketten waren zeitweise unterbrochen, und Kunden verschoben oder stornierten gar kurzfristig Auftr\u00e4ge. Doch die Entwicklungen der letzten Monate des vergangenen Jahres machen Mut: Das Exportjahr 2021 wird besser ausfallen und Zuw\u00e4chse bringen, auch wenn das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht wird\u201c, erl\u00e4uterte Wiechers.<\/p>\n<p><strong>Kopf-an-Kopf-Rennen der Absatzm\u00e4rkte USA und China<\/strong><br \/>\nZwischen Januar und Dezember sanken die Ausfuhren in die <strong>Vereinigten Staaten<\/strong>, der Nummer Eins der Ziell\u00e4nder f\u00fcr Maschinenexporteure aus Deutschland, um 9,3 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro. Damit entf\u00e4llt ein Anteil von 11,4 Prozent an den gesamten Maschinenausfuhren auf die USA. Nach China, dem zweitgr\u00f6\u00dften Auslandsmarkt mit einem Anteil von 11,3 Prozent gingen im gleichen Zeitraum Maschinen und Anlagen im Wert von 18,1 Milliarden Euro (minus 3,6 Prozent) aus Deutschland.<\/p>\n<p>\u201eDie wirtschaftliche Erholung in China setzte bereits im zweiten Quartal 2020 ein. Die positive Dynamik machte sich wenig sp\u00e4ter auch in den Auftragsb\u00fcchern der Unternehmen bemerkbar\u201c, sagte der VDMA-Chefvolkswirt. \u201eMaschinenexporte aus Deutschland in die Volksrepublik konnten bereits im vierten Quartal 2020 um 7,2 Prozent zulegen und gehen mit Schwung ins neue Jahr. Die St\u00e4rke der chinesischen Wirtschaft macht sich allerdings nicht nur bei den deutschen Exporten in das Land bemerkbar. Laut Zahlen des chinesischen Zolls betrug die Warenausfuhr von Maschinen aus China insgesamt 165 Milliarden Euro. Zwar stehen noch Revisionen aus. Doch die F\u00fchrung Deutschlands als global gr\u00f6\u00dfter Exporteur von Maschinen und Anlagen d\u00fcrfte verloren sein\u201d, f\u00fcgte Wiechers hinzu.<\/p>\n<p><strong>Polen unter den Top-5 Absatzm\u00e4rkten f\u00fcr Maschinen und Anlagen<\/strong><br \/>\nDie Exporte in die EU-L\u00e4nder (68 Milliarden Euro) lagen im vergangenen Jahr 15,2 Prozent unter Vorjahresniveau und brachten damit ein schlechteres Resultat als die Gesamtexporte. Die EU-L\u00e4nder nahmen insgesamt 42,5 Prozent der gesamten Maschinenexporte aus Deutschland auf. Nach <strong>Frankreich, <\/strong>der Nummer Drei im Exportranking, lieferten die Unternehmen Maschinen und Anlagen im Wert von 10,6 Milliarden Euro (minus 15,2 Prozent). Im Exportgesch\u00e4ft mit <strong>Italien<\/strong> verbuchten die Maschinenbauer ein Minus von 18,1 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. <strong>Polen<\/strong>, im Ranking nun auf Platz 5 geklettert, nahm Maschinen und Anlagen im Wert von 6,8 Milliarden Euro (minus 9,9 Prozent) aus Deutschland auf und \u00fcberholte damit sowohl die <strong>Niederlande <\/strong>(6,8 Milliarden Euro, minus11,2 Prozent) als auch <strong>Gro\u00dfbritannien<\/strong> (6,0 Milliarden Euro, minus 20,5 Prozent). Das Vereinigte K\u00f6nigreich fiel aufgrund des harten Lockdowns, vor allem aber in Folge des Brexits um zwei Pl\u00e4tze auf Rang 8 zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Heterogene Exportentwicklung in Maschinenbau-Fachzweigen<\/strong><br \/>\nNicht alle Fachzweige waren gleicherma\u00dfen von dem zweistelligen Exportr\u00fcckgang betroffen. Die Werkzeugmaschinenhersteller verbuchten ein kr\u00e4ftiges Minus von 29,4 Prozent. Dagegen konnte die Landtechnik die Exporte in die Welt um 1 Prozent gegen\u00fcber 2019 steigern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die weltweite Corona-Krise hat auch zu hohen Exporteinbu\u00dfen der Maschinen- und Anlagenbauer gef\u00fchrt. 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