{"id":24713,"date":"2021-02-26T15:55:38","date_gmt":"2021-02-26T14:55:38","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=24713"},"modified":"2021-02-26T15:55:38","modified_gmt":"2021-02-26T14:55:38","slug":"duerr-konzern-bewaeltigt-corona-jahr-2020-solide-und-erwartet-fuer-2021-umsatz-und-ertragszuwaechse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=24713","title":{"rendered":"D\u00fcrr-Konzern bew\u00e4ltigt Corona-Jahr 2020 solide und erwartet f\u00fcr 2021 Umsatz- und Ertragszuw\u00e4chse"},"content":{"rendered":"<div class=\"row\">\n<div class=\"col-md-8\">\n<div class=\"news__subheader\">\n<h3 class=\"headline center\">Vorl\u00e4ufige Gesch\u00e4ftszahlen 2020<\/h3>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-md-8 news__content\">\n<div class=\"news__teasertext teaser-text\">\n<p><strong>&#8211; Umsatz- und Auftragseingang im Zielbereich<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Operative EBIT-Marge mit 3,0 % leicht \u00fcber Erwartungen<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Hoher Cashflow und Rekordliquidit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Anhaltende Gesch\u00e4ftserholung f\u00fcr 2021 erwartet<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"news__bodytext news-text-wrap\">\n<p><strong>Der D\u00fcrr-Konzern hat das Corona-Jahr 2020 insgesamt robust bew\u00e4ltigt. Nach einer Gesch\u00e4ftserholung im zweiten Halbjahr konnte der Maschinen- und Anlagenbauer seine im Juli ausgegebenen Ziele f\u00fcr das Gesamtjahr durchweg erreichen oder \u00fcbertreffen. Der Umsatz lag mit 3.324,8 Mio. \u20ac im oberen Bereich der Zielspanne (3.200 bis 3.400 Mio. \u20ac), dasselbe galt f\u00fcr den Auftragseingang in H\u00f6he von 3.283,2 Mio. \u20ac (Ziel: 3.100 bis 3.400 Mio. \u20ac). Im Vorjahresvergleich ergab sich ein pandemiebedingter R\u00fcckgang von 15,2 % beim Umsatz und 19,5 % bei den Bestellungen. Allerdings legte das Gesch\u00e4ft nach dem Tiefpunkt des zweiten Quartals im zweiten Halbjahr wieder sp\u00fcrbar zu. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten war mit 3,0 % etwas h\u00f6her als erwartet (2,5 bis 2,8 %). Mit deutlichen Zuw\u00e4chsen beim operativen Cashflow (+25,0 % auf 215,0 Mio. \u20ac) und einer Rekord-Gesamtliquidit\u00e4t von 1.019,0 Mio. \u20ac ist der Konzern finanziell sicher durch die Krise gesteuert.<\/strong><\/p>\n<p>Trotz des schwierigen Umfelds setzte sich das Wachstum im Gesch\u00e4ft mit Produktionstechnik f\u00fcr Elektroautos fort. Das Unternehmen konnte viele Projekte gewinnen und den E-Mobility-Auftragseingang um 67 % auf rund 650 Mio. \u20ac steigern. Auch die Umwelttechnik entwickelte sich robust. Im zweiten Halbjahr zog besonders die Nachfrage aus der M\u00f6belindustrie stark an.<\/p>\n<p>Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der D\u00fcrr AG: \u201eWir haben 2020 gut bew\u00e4ltigt und erwarten f\u00fcr 2021 Zuw\u00e4chse bei Auftragseingang und Umsatz, aber noch keine R\u00fcckkehr auf das Vorkrisenniveau. Das Ergebnis werden wir ebenfalls steigern und dabei von den Optimierungen profitieren, die wir 2020 eingeleitet haben. 2022 ist mit weiteren deutlichen Verbesserungen zu rechnen.\u201c<\/p>\n<p>Im Jahr 2020 profitierte der D\u00fcrr-Konzern von seiner starken Position in China. Dort stieg das Bestellvolumen um 8,0 % auf 761,0 Mio. \u20ac, da sich die Wirtschaft z\u00fcgig von der Corona-Krise erholte. Gro\u00dfauftr\u00e4ge kamen unter anderem von chinesischen Elektroautoherstellern, auch umwelttechnische Anlagen zur Abluftreinigung waren stark gefragt. In Europa lag der Auftragseingang nach einem starken zweiten Halbjahr mit 1.594,4 Mio. \u20ac ebenfalls leicht \u00fcber dem Vorjahreswert. In Amerika nahmen die Bestellungen nach dem starken Vorjahr deutlich ab und erreichten 665,4 Mio. \u20ac.<\/p>\n<p>Der Umsatz legte im zweiten Halbjahr weniger stark zu als der Auftragseingang. Ein Grund daf\u00fcr war, dass die pandemiebedingten Bestellr\u00fcckg\u00e4nge des ersten Halbjahres die Umsatzrealisierung in einigen Bereichen bremsten. Positiv \u2013 auch mit Blick auf das Ergebnis \u2013 war, dass sich das Service-Gesch\u00e4ft im zweiten Halbjahr erholte. Im zweiten Quartal war es eingebrochen, da Kunden ihre Produktion wegen der Pandemie unterbrachen und weniger Ersatzteile bestellten. Insgesamt erreichte der Service-Umsatz 943,0 Mio. \u20ac (-15,7 %).<\/p>\n<p>Auf den pandemiebedingten Umsatzeinbruch hat der D\u00fcrr-Konzern im Jahr 2020 mit Einsparungen von rund 120 Mio. \u20ac gegen\u00fcber der urspr\u00fcnglichen Planung reagiert. Zudem wurden die Investitionen um ein Viertel auf 76,4 Mio. \u20ac reduziert. Vor diesem Hintergrund war das EBIT vor Sondereffekten mit 99,5 Mio. \u20ac etwas h\u00f6her als im Juli prognostiziert. Die Sonderaufwendungen erh\u00f6hten sich im Vorjahresvergleich um 31,5 % auf 88,4 Mio. \u20ac. Grund waren Optimierungsma\u00dfnahmen und Kapazit\u00e4tsanpassungen, wie zum Beispiel der angek\u00fcndigte Abbau von rund 600 Stellen im europ\u00e4ischen Automotive-Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Trotz des Umsatzr\u00fcckgangs und der hohen Sonderaufwendungen fiel das EBIT mit 11,1 Mio. \u20ac positiv aus. Die EBIT-Marge erreichte 0,3 % und damit die Zielspanne von 0 bis 0,5 %. Auch das Ergebnis nach Steuern lag mit -13,9 Mio. \u20ac im erwarteten Bereich.<\/p>\n<p>Keine Abstriche machte der Konzern bei seiner Wachstumsstrategie. Durch die Komplett\u00fcbernahme des Vertriebs-Joint-Ventures HOMAG China Golden Field wurde die Schlagkraft in China erh\u00f6ht. Der Kauf des d\u00e4nischen Maschinenbauers System TM hat die Position von HOMAG als Produktionstechniklieferant f\u00fcr nachhaltige Holzh\u00e4user gest\u00e4rkt. Anfang Februar 2021 \u00fcbernahm D\u00fcrr eine Mehrheitsbeteiligung am Automatisierungsspezialisten Teamtechnik. Damit verbreitert sich das Angebot im Bereich Elektromobilit\u00e4t, zudem gewinnt der Konzern Zugang zum Wachstumsmarkt f\u00fcr Montage- und Pr\u00fcfsysteme f\u00fcr die Medizintechnik.<\/p>\n<p>Der Free Cashflow hat sich gegen\u00fcber 2019 mehr als verdoppelt und erreichte 110,7 Mio. \u20ac. Dadurch sank die Nettofinanzverschuldung auf lediglich 49,0 Mio. \u20ac (31.12.2019: 99,3 Mio. \u20ac). \u201eEin wichtiger Faktor daf\u00fcr war unser umsichtiges Liquidit\u00e4tsmanagement in der Corona-Krise\u201c, sagte Finanzvorstand Dietmar Heinrich. Im Jahr 2020 hat der Konzern eine Wandelanleihe und zwei Schuldscheindarlehen arrangiert. \u201eDamit haben wir die im Jahr 2021 anstehenden F\u00e4lligkeiten von 350 Mio. \u20ac fr\u00fchzeitig refinanziert und k\u00f6nnen uns voll und ganz auf das operative Gesch\u00e4ft und die Chancen nach der Krise konzentrieren\u201c, so Dietmar Heinrich.<\/p>\n<p>Ende 2020 besch\u00e4ftigte der D\u00fcrr-Konzern 16.525 Personen. Damit blieb die Mitarbeiterzahl praktisch konstant, da den Kapazit\u00e4tsanpassungen Neueintritte aufgrund der Akquisitionen gegen\u00fcberstanden. Inklusive der rund 730 Mitarbeiter von Teamtechnik, die seit Februar zum Konzern geh\u00f6ren, betr\u00e4gt die Mitarbeiterzahl aktuell rund 17.300.<\/p>\n<p><strong>Ausblick<\/strong><br \/>\nDer Ausblick setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft nicht schw\u00e4cher entwickelt als bisher angenommen und dass die Beeintr\u00e4chtigungen durch die Corona-Pandemie im Jahresverlauf sukzessive abnehmen. Umsatz und Ergebnis werden im Jahr 2021 teilweise noch durch den pandemiebedingt geringeren Auftragseingang des Jahres 2020 belastet. Dennoch erwartet der D\u00fcrr-Konzern einen Anstieg des Umsatzes auf 3.450 bis 3.650 Mio. \u20ac. Die EBIT-Marge soll sich auf 3,3 bis 4,3 % verbessern, vor Sondereffekten soll sie auf 4,2 bis 5,2 % steigen. Dazu sollen auch Einsparungen von rund 60 Mio. \u20ac beitragen, die der Konzern durch die vorgenommenen Optimierungsma\u00dfnahmen anstrebt. Beim Auftragseingang ist mit einer anhaltenden Erholung und einem deutlichen Wachstum auf 3.600 bis 3.900 Mio. \u20ac zu rechnen. \u201eWir wollen ab 2021 profitabel wachsen. Die wichtigsten Treiber f\u00fcr unser Gesch\u00e4ft sind Elektromobilit\u00e4t, Digitalisierung und die zunehmende Bedeutung ressourcenschonender und nachhaltiger Produktionsprozesse. Au\u00dferdem werden wir das Automatisierungsgesch\u00e4ft gemeinsam mit Teamtechnik ausbauen\u201c, so Ralf W. Dieter.<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftszahlen in dieser Meldung sind vorl\u00e4ufig und ungepr\u00fcft. Sie wurden noch nicht durch den Aufsichtsrat genehmigt. Der Gesch\u00e4ftsbericht 2020 mit den endg\u00fcltigen Zahlen erscheint am 18. M\u00e4rz 2021<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der D\u00fcrr-Konzern hat das Corona-Jahr 2020 insgesamt robust bew\u00e4ltigt. 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