{"id":25053,"date":"2021-03-17T07:58:04","date_gmt":"2021-03-17T06:58:04","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=25053"},"modified":"2021-03-16T14:08:42","modified_gmt":"2021-03-16T13:08:42","slug":"nachhaltigkeit-rueckt-in-den-fokus-von-mittelstand-und-industrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=25053","title":{"rendered":"Nachhaltigkeit r\u00fcckt in den Fokus von Mittelstand und Industrie"},"content":{"rendered":"<p>Das Thema Nachhaltigkeit hat unseren Alltag ver\u00e4ndert. Der Handlungsdruck f\u00fcr Unternehmen steigt, nicht zuletzt, weil Verbraucher zunehmend bei der\u00a0 Konsumg\u00fcterwahl auf soziale und \u00f6kologische Aspekte achten. Beim INNONET special am vergangenen Dienstag lieferte Partnerunternehmen ARBURG konkrete Ans\u00e4tze seiner Nachhaltigkeitsstrategie und pr\u00e4sentierte vielversprechende L\u00f6sungskonzepte.<\/p>\n<p>Martin M\u00fchlen, Gebietsverkaufsleiter bei ARBURG und langj\u00e4hriges INNONET Steuerkreismitglied, begr\u00fc\u00dfte locker und sympathisch die fast 100 anwesenden Zuh\u00f6rer beim Online-Format des INNONET Kunststoff und \u00fcbergab nach einer kurzen Unternehmenspr\u00e4sentation erwartungsvoll an den Hauptredner Bertram Stern, Manager Packaging Circular Economy bei ARBURG.<\/p>\n<p>\u201eNachhaltige Entwicklung soll die Bed\u00fcrfnisse der Gegenwart befriedigen, ohne zu riskieren, dass k\u00fcnftige Generationen ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse nicht\u00a0 befriedigen k\u00f6nnen\u201c, so lautet eine der wichtigsten Definitionen. Kunststoff wird gern mit Abfall pauschalisiert. Dabei ist Kunststoff nicht das Problem, sondern der Umgang damit, sowie fehlende Strukturen und soziopolitische Voraussetzungen. Mit dem Programm arburgGREENworld b\u00fcndelt das Unternehmen hoch interessante, innovative Verfahren, Konzepte und Aktivit\u00e4ten, die Bertram Stern im Rahmen seines Vortrages anschaulich pr\u00e4sentierte. \u201eZiel f\u00fcr das Unternehmen ist es dabei, die Produktionseffizienz der Kunststoffverarbeitung in allen Bereichen kontinuierlich zu steigern, deren CO2-Fu\u00dfabdruck nachhaltig zu reduzieren und den Einsatz von Rezyklaten und Biokunststoffen voranzutreiben\u201c, so Stern.<\/p>\n<p>Gesetzgebung und Gesellschaft zwingen unsere Unternehmen, Materialressourcen intelligent zu nutzen, innovative Verfahren und Konzepte f\u00fcr\u00a0 Kunststoffrecycling zu entwickeln, sowie vermehrt Rezyklate und biobasierte Kunststoffe zu nutzen, um den Prim\u00e4rmaterialeinsatz zu reduzieren und effizienter zu gestalten.<\/p>\n<p>Um den gesellschaftlichen und politischen Anforderungen gerecht werden zu k\u00f6nnen, muss Kunststoff als Wertstoff betrachtet werden, der in geschlossene\u00a0 Kreisl\u00e4ufe \u00fcberf\u00fchrt werden kann. Auch, die Reduktion des Verbrauchs, die Optimierung der Produkte, die Reparations und Recyclem\u00f6glichkeiten, sowie das Mehrfachverwenden sind Schlagworte, die in diesem Zusammenhang genannt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Eine effiziente Kreislaufwirtschaft kann nur durch eine ganzheitliche Digitalisierung erm\u00f6glicht werden, die innovative Verfahren und Konzepte mit einbezieht. Hierzu z\u00e4hlen u.a. Markierungsverfahren f\u00fcr Kunststoffprodukte, um diese sp\u00e4ter sortenrein trennen zu k\u00f6nnen. Genannt wurden hier die Initiative HolyGrail 2.0, ein digitales Wasserzeichen &#8211; gedruckt oder gepr\u00e4gt, bei dem Kunststoffe bis hin zu \u201ecradle-to-cradle\u201c eindeutig bestimmt, getrennt, aufbereitet und wiederverwendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bei ganzheitlicher Anwendung dieser Verfahren oder Kombinationen davon best\u00fcnde die M\u00f6glichkeit, eine gro\u00dfe Menge an Rezyklaten herzustellen und damit einen Teil des Kreislaufes zu schlie\u00dfen. Voraussetzung hierf\u00fcr ist ein starker Wille und die intensive Zusammenarbeit von Unternehmen und Institutionen in der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette, was jedoch derzeit an verschiedenen Hindernissen scheitert.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des interessanten Vortrages wurden in mehreren interaktiven Bl\u00f6cken die Fragen des interessierten Publikums beantwortet und Ergebnisse direkt zur Verf\u00fcgung gestellt. Aufgrund des kurzweiligen und spannenden Vortrages blieb fast das vollst\u00e4ndige Auditorium bis zum Schluss und \u00fcber 60 Teilnehmer beteiligten sich interaktiv an der kontroversen Diskussion. Dabei stellte sich heraus, dass f\u00fcr die Teilnehmer die angesprochene Regulatorik, wie z.B. den Green Deal der EU-Kommission sowie wirtschaftliche Notwendigkeiten und Erfolge die zentralen Themen waren. \u201eMit der Nachhaltigkeit ist es wie mit der Innovation.<br \/>\nWir d\u00fcrfen sie nicht zur Sache einer Abteilung machen. Sie muss integraler Bestandteil aller Unternehmenst\u00e4tigkeiten werden und somit auch zu einem\u00a0 profitablen Unternehmensweg f\u00fchren\u201c, finalisierte sich dabei als Res\u00fcmee.<\/p>\n<p>Auch seitens der Gesetzgebung wird auf diesem Gebiet noch mehr passieren m\u00fcssen, aber Stern ist fest davon \u00fcberzeugt, dass die Entwicklungen hier immer\u00a0 sehr Tempo gewinnen werden. Allerdings sind \u00f6ffentliche und private Nutzer gefordert, umzudenken, um die industriellen Prozesse in ihrer Notwendigkeit zu unterst\u00fctzen. Wie bereits zu Anfang erw\u00e4hnt, ist nicht der Kunststoff das Problem, sondern unser Umgang damit. Wir m\u00fcssen lernen, den Kunststoff zu respektieren und seine technischen, \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Besonderheiten zu nutzen. Der gro\u00dfe Teilnehmerkreis zeigte, dass das INNONET Kunststoff mit seinem Netzwerkpartner ARBURG bei dieser Veranstaltung ins Schwarze getroffen hatte und es weitere Vertiefungen in diesem brisanten Thema bedarf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema Nachhaltigkeit hat unseren Alltag ver\u00e4ndert. 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