{"id":25255,"date":"2021-03-26T14:38:47","date_gmt":"2021-03-26T13:38:47","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=25255"},"modified":"2021-03-26T14:38:47","modified_gmt":"2021-03-26T13:38:47","slug":"co%e2%82%82-neutralitaet-in-der-automobilindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=25255","title":{"rendered":"CO\u2082-Neutralit\u00e4t in der Automobilindustrie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wertsch\u00f6pfungskette Kunststoff im Dialog mit Automobilindustrie<\/strong><\/p>\n<p><em>Welche konkreten Anforderungen hat die Automobilindustrie an die mittelst\u00e4ndischen Zulieferer? Wie kann die Transformation zur Kreislaufwirtschaft gemeinsam mit allen Akteuren geschultert werden? Viele Fragen rund um das gro\u00dfe Thema CO\u2082-Neutralit\u00e4t in der Automobilindustrie besch\u00e4ftigte am 18. M\u00e4rz Referenten und rund 50 Teilnehmer beim virtuellen kunststoffland NRW-Workshop.<\/em><\/p>\n<p>Der Druck auf die Automobilzulieferindustrie ist gro\u00df. Themen wie Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft r\u00fccken zunehmend in den Fokus. Dies bedeutet auf Lieferantenseite eine drohende Zertifizierungspflicht bez\u00fcglich der eigenen CO\u2082-Neutralit\u00e4t, um auch weiterhin im Wettbewerb bestehen zu k\u00f6nnen. Vor diesem Hintergrund lud kunststoffland NRW unter Beteiligung der Barlog Plastics GmbH, AUDI AG, PORSCHE AG sowie dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zu einem virtuellen Workshop ein. Diskutiert werden sollten die Herausforderungen rund um das Ziel der Klimaneutralit\u00e4t und die Frage nach dem gemeinsamen Weg dorthin.<\/p>\n<p><strong>Im Verbund dem Ziel Klimaneutralit\u00e4t n\u00e4herkommen<\/strong><br \/>\nPhilipp Ellett, Vertreter Fachabteilung f\u00fcr Klimaschutz, Projektgruppe Lifecycle, und Philipp tho Pesch, Referent Rohstoffverf\u00fcgbarkeit, (beide) VDA, skizzierten in ihrem gemeinsamen Vortrag \u201eUmwelt- und Klimaschutz in der Automobilindustrie \u2013 die Rolle der Vorkette\u201c ihre Sicht f\u00fcr einen \u201eFahrplan\u201c hin zu einer CO\u2082-neutralen Produktion.<\/p>\n<p>Obwohl zum jetzigen Zeitpunkt diesbez\u00fcglich keine genaue politische Regulation besteht, verfolgen einige OEM\u2019s bereits freiwillig eine detaillierte Selbstbilanzierung mit dem Ziel, den gesamten Wertsch\u00f6pfungsprozess der Fahrzeugproduktion zu defossilisieren. Dabei steht haupts\u00e4chlich der Wunsch im Vordergrund, ein von Anfang bis Ende umweltfreundliches Produkt zu erstellen. Dies dient auch dazu, neue M\u00f6glichkeiten zu finden, um auf die bevorstehenden Herausforderungen der Klimaziele vorbereitet zu sein.<\/p>\n<p>Ellett appellierte an die Teilnehmer diese Herausforderungen in Chancen umzuwandeln: \u201eArbeiten Sie gemeinsam mit uns an einem klimaneutralen Fahrzeug, hierzu brauchen wir besonders auch die St\u00e4rke der kleinen und gro\u00dfen Zulieferer, um L\u00f6sungen voranzutreiben.\u201c<\/p>\n<p>In ihrem Vortrag \u201eRessourcenschonung im Bereich der Wertsch\u00f6pfungskette Kunststoff\u201c gaben Stefan Hauck, Materialentwicklung bei der AUDI AG und Philipp M\u00fcller, Aufbau Vorentwicklung der PORSCHE AG einen eindrucksvollen \u00dcberblick.<\/p>\n<p>Die Selbstverpflichtung des VW- Konzerns zur CO\u2082-Neutralit\u00e4t entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette stelle durchaus ein ambitioniertes Ziel dar, dass es in Zusammenarbeit der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette zu l\u00f6sen gelte. Die PORSCHE AG will dieses Ziel bis 2030 erreichen, wie ihr CEO Dr. Oliver Blume in seinem Interview in der Wochenzeitung `Die ZEIT\u00b4 am 17. M\u00e4rz 2021 erkl\u00e4rte.<\/p>\n<p>Welche Anstrengungen n\u00f6tig seien, um den Anteil nachhaltiger Kunststoffe in den Fahrzeugen zu erh\u00f6hen, wie die n\u00e4chsten Schritte konkret aussehen k\u00f6nnten und welche Bedarfe es zuk\u00fcnftig geben wird, interessierte die Teilnehmer der Branche in der regen Diskussion im Anschluss des Vortrages am meisten. Hauck f\u00fchrte an, dass eine CO\u2082-Reduktion im Automobil oft h\u00f6here Kosten bedeute, die der Kunde am Ende tragen m\u00fcsse. Jedoch gerade der zuk\u00fcnftige Kundenstamm \u2013 die n\u00e4chste Generation &#8211; werde vermehrt auf nachhaltige Materialien achten und dies bei der Kaufentscheidung mitber\u00fccksichtigen, davon ist Philipp M\u00fcller \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr die Automobilindustrie sei eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Transparenz der Zulieferer, gerade auch um in der Kommunikation rund um Materialien in einen engeren Austausch zu treten. \u201eUnsere Kunststoffbedarfe wollen wir nachhaltig decken und daf\u00fcr brauchen wir alle denkbaren Quellen und Verfahren; mechanisches Recycling ebenso wie bio-basierende Rohstoffe oder zunehmend auch die chemische Wiederverwertung von Altkunststoffen\u201c, so Hauck.<\/p>\n<p><strong>Hebel gemeinsam in Bewegung setzen und Weichen stellen<\/strong><\/p>\n<p>Unternehmen m\u00fcssen jetzt die Weichen stellen, auch wenn Anforderungen erst zuk\u00fcnftig zu erf\u00fcllen seien, unterstrich auch Peter Barlog in seiner Moderation. Noch herrsche zwar Unklarheit \u00fcber die Definition von Rezyklaten, Anrechenbarkeit, sowie zu Messmethoden des CO\u2082-Fu\u00dfabdruckes. Zudem sei noch nicht ersichtlich, ob die Politik rein auf ordnungsrechtliche Vorgaben setzen oder eher marktwirtschaftliche Anreize schaffen werde. Wenn Unternehmen das Thema aber auf sp\u00e4ter verlegen, k\u00f6nnte es, wenn die Ziele umgesetzt werden m\u00fcssen, zu sp\u00e4t sein. kunststoffland NRW wird das hochkomplexe Thema f\u00fcr seine Mitglieder weiter voranbringen und zu gegebener Zeit ein Follow-up anbieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Druck auf die Automobilzulieferindustrie ist gro\u00df. 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