{"id":25291,"date":"2021-03-29T11:50:22","date_gmt":"2021-03-29T09:50:22","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=25291"},"modified":"2021-03-29T11:50:22","modified_gmt":"2021-03-29T09:50:22","slug":"basf-legt-fahrplan-zur-klimaneutralitaet-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=25291","title":{"rendered":"BASF legt Fahrplan zur Klimaneutralit\u00e4t fest"},"content":{"rendered":"<div class=\"text component aem-GridColumn--default--none aem-GridColumn--default--9 aem-GridColumn aem-GridColumn--offset--default--0\">\n<div class=\"text component textbody\">\n<div id=\"text-01f8234c5f\" class=\"cmp-text\">\n<ul>\n<li><b>Ab 2050 weltweit Netto-Null-CO<sub>2<\/sub>-Emissionen<sup>1<\/sup> angestrebt<\/b><\/li>\n<li><b>Deutliche Reduzierung von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen um 25 Prozent bereits bis 2030<\/b><\/li>\n<li><b>Bis zu vier Milliarden Euro Investitionen bis 2030 geplant<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p>BASF setzt sich auf ihrem Weg Richtung Klimaneutralit\u00e4t noch anspruchsvollere Ziele und will ab dem Jahr 2050 klimaneutral sein. Basierend auf den j\u00fcngsten Fortschritten bei der Entwicklung CO<sub>2<\/sub>-reduzierter und CO<sub>2<\/sub>-freier Technologien erh\u00f6ht das Unternehmen gleichzeitig sein mittelfristiges Reduktionsziel f\u00fcr Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 deutlich: So will BASF die Menge emittierter Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 2018 weltweit um 25\u00a0Prozent senken \u2013 und dies trotz angestrebtem Wachstum und der Errichtung eines gro\u00dfen Verbundstandorts in S\u00fcdchina. Ohne Ber\u00fccksichtigung des geplanten Wachstums bedeutet das eine Halbierung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen im bestehenden Gesch\u00e4ft bis Ende des Jahrzehnts. Insgesamt plant BASF zur Erreichung des neuen Klimaziels bis 2025 Investitionen von bis zu 1 Milliarde Euro sowie bis 2030 von weiteren 2\u00a0Milliarden Euro bis 3 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Im Jahr 2018 lagen die weltweiten Emissionen der BASF-Gruppe bei 21,9\u00a0Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalente. Im Jahr 1990 waren sie noch etwa doppelt so hoch. Das neue Emissionsziel 2030 entspricht einer Reduktion von rund 60 Prozent im Vergleich zu 1990 und wird das Ziel der Europ\u00e4ischen Union von minus 55 Prozent \u00fcbertreffen. \u201eDie neuen Klimaziele unterstreichen unsere Entschlossenheit und das Bekenntnis der BASF zum Pariser Klimaabkommen. Der Klimawandel ist die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Darauf m\u00fcssen wir unsere Prozesse und unser Produktportfolio ausrichten. Daher m\u00fcssen wir diesen Umbau jetzt forcieren. Dabei kommt es zun\u00e4chst auf die ersten Meter der Wegstrecke an und nicht auf die letzten. Deshalb werden wir bei BASF verst\u00e4rkt auf den Einsatz erneuerbarer Energien setzen, und wir beschleunigen die Entwicklung und den Einsatz neuer CO<sub>2<\/sub>-freier Verfahren f\u00fcr die Herstellung von Chemikalien. Mit Transparenz und Angeboten zur gezielten schrittweisen Reduktion des CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdrucks von BASF-Produkten entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette unterst\u00fctzen wir unsere Kunden in allen Industrien, den CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck ihrer eigenen Produkte zu reduzieren\u201c, sagt Dr.\u00a0Martin Bruderm\u00fcller, Vorsitzender des Vorstands der BASF\u00a0SE.<\/p>\n<p><b>Durch neue Technologien ersetzt BASF fossile Energietr\u00e4ger<\/b><\/p>\n<p>Im Zentrum der langfristigen Umstellung hin zu Netto-Null-CO<sub>2<\/sub>-Emissionen ab 2050 steht der Einsatz neuer Technologien, bei denen fossile Energietr\u00e4ger wie Erdgas durch elektrischen Strom aus erneuerbaren Quellen ersetzt wird. Die meisten dieser Technologien werden durch BASF und gemeinsam mit Partnern neu entwickelt und befinden sich derzeit im Pilotstadium. Die breite Skalierung dieser Technologien wird in vollem Umfang erst nach 2030 erreichbar sein. Um schon vorher beschleunigt CO<sub>2<\/sub>-Emissionen zu senken, setzt BASF auch weiterhin systematisch auf kontinuierliche Verbesserungsprozesse f\u00fcr bestehende Produktionsanlagen. Zus\u00e4tzlich wird BASF ihren Strombedarf schrittweise auf erneuerbare Quellen umstellen und strebt dazu auch Investitionen in Windenergieanlagen an.<\/p>\n<p>Zu den wichtigsten neuen Technologien, die BASF derzeit entwickelt, z\u00e4hlen elektrisch betriebene Steamcracker f\u00fcr die Produktion von Basischemikalien wie Ethylen, Propylen oder Butadien. Diese stehen am Anfang zahlreicher Wertsch\u00f6pfungsketten und sind grundlegend f\u00fcr die Chemieproduktion. Wasserstoff ist ein weiterer wichtiger Einsatzstoff f\u00fcr viele chemische Herstellprozesse. Zur CO<sub>2<\/sub>-freien Herstellung von Wasserstoff setzt BASF parallel auf zwei Verfahren: die kommerziell verf\u00fcgbare Wasser-Elektrolyse und die Methanpyrolyse, f\u00fcr die BASF eine neue Prozesstechnologie entwickelt hat. Ein weiterer Hebel f\u00fcr eine h\u00f6here Energieeffizienz ist der Einsatz elektrischer W\u00e4rmepumpen, um aus Abw\u00e4rme CO<sub>2<\/sub>-frei Dampf zu erzeugen. Ziel von BASF ist es, diese Technologie gemeinsam mit Siemens Energy stufenweise auf industriellen Ma\u00dfstab zu bringen und f\u00fcr die Abw\u00e4rmenutzung ganzer Standorte einzusetzen.<\/p>\n<p>BASF geht davon aus, dass durch die Umstellung auf klimaneutrale Produktionsverfahren der Strombedarf an gro\u00dfen Standorten wie dem Stammwerk in Ludwigshafen im kommenden Jahrzehnt stark ansteigen wird. Ab etwa 2035 wird er voraussichtlich bei mehr als dem Dreifachen des heutigen Strombedarfs liegen.<\/p>\n<p>\u201eEs werden daf\u00fcr Investitionen f\u00fcr die Entwicklung und den Bau von neuen Produktionsanlagen notwendig. Voraussetzung f\u00fcr die Transformation der Chemieproduktion ist die verl\u00e4ssliche Verf\u00fcgbarkeit gro\u00dfer Mengen erneuerbaren Stroms zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen. Beides ist heute in Deutschland nicht gegeben. Deshalb beabsichtigt BASF, sich an Investitionen in Produktionsanlagen f\u00fcr erneuerbare Energien f\u00fcr den Eigenbedarf zu beteiligen. Daf\u00fcr sind auch regulatorische Rahmenbedingungen unerl\u00e4sslich, die diese Transformation wirtschaftlich m\u00f6glich machen\u201c, so Bruderm\u00fcller weiter.<\/p>\n<p><b>BASF arbeitet an zahlreichen konkreten Zukunftsprojekten<\/b><\/p>\n<p>Neben geplanten Investitionen in erneuerbare Energien verfolgt BASF eine Reihe konkreter Zukunftsprojekte:<\/p>\n<ul>\n<li>Zusammen mit SABIC und Linde arbeitet BASF an der Realisierung des weltweit ersten elektrisch beheizten Steamcracker-Pilotofens. Im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen Anlagen w\u00fcrde das die Produktion von Basischemikalien nahezu CO<sub>2<\/sub>-frei erm\u00f6glichen. In Abh\u00e4ngigkeit notwendiger F\u00f6rdergelder soll der Betrieb einer Pilotanlage bereits ab 2023 starten.<\/li>\n<li>F\u00fcr die CO<sub>2<\/sub>-freie Herstellung von Wasserstoff aus Erdgas entwickelt BASF die Technologie der Methanpyrolyse. Im Vergleich zu anderen Verfahren f\u00fcr die emissionsfreie Wasserstoffherstellung ben\u00f6tigt die Methanpyrolyse nur knapp ein F\u00fcnftel der elektrischen Energie. Der Bau einer Versuchsanlage in Ludwigshafen ist abgeschlossen und die Inbetriebnahme l\u00e4uft derzeit. Das Projekt wird durch das Bundesforschungsministerium gef\u00f6rdert.<\/li>\n<li>BASF pr\u00fcft derzeit in Zusammenarbeit mit Siemens Energy M\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Bau eines PEM-Wasserelektrolyseurs (Proton Exchange Membrane) mit einer Leistung von 50 Megawatt zur CO<sub>2<\/sub>-freien Herstellung von Wasserstoff aus Wasser und elektrischem Strom am Standort Ludwigshafen. Dieser CO<sub>2<\/sub>-freie Wasserstoff soll vorwiegend stofflich im Verbund genutzt werden sowie in begrenztem Umfang f\u00fcr den Anschub des Mobilit\u00e4tsmarkts in der Metropolregion Rhein-Neckar.<\/li>\n<li>Am Standort Antwerpen plant BASF die Beteiligung an einem der gr\u00f6\u00dften Projekte zur Speicherung von CO<sub>2<\/sub> unter der Nordsee (Carbon Capture and Storage, CCS). Zusammen mit Partnern des Konsortiums \u201eAntwerp@C\u201c bietet das die M\u00f6glichkeit, die Emission von \u00fcber 1\u00a0Million Tonnen CO<sub>2<\/sub> pro Jahr aus der Produktion von Basischemikalien zu vermeiden. Eine endg\u00fcltige Investitionsentscheidung soll 2022 fallen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Wettbewerbsf\u00e4higkeit muss erhalten bleiben<\/b><\/p>\n<p>BASF setzt sich mit der Klimaneutralit\u00e4t im Jahr 2050 ein ambitioniertes Ziel, weil das Unternehmen von der langfristigen strategischen Notwendigkeit sowie der technischen Machbarkeit \u00fcberzeugt ist. Gleichwohl sind die meisten neuen Technologien unter den aktuellen Rahmenbedingungen heute noch nicht wettbewerbsf\u00e4hig. Da die Abl\u00f6sung bestehender hocheffizienter Produktionsverfahren durch neue Anlagen sehr kapitalintensiv ist, bem\u00fcht sich BASF um F\u00f6rdermittel im Rahmen europ\u00e4ischer und nationaler Programme wie IPCEI (Important Projects of Common European Interest).<\/p>\n<p>\u201eWir sind davon \u00fcberzeugt, dass am Ende alle Kr\u00e4fte zusammenwirken werden, um diese Jahrhundert-Transformation wirtschaftlich erfolgreich zu machen. Dazu geh\u00f6rt auch die Akzeptanz der Verbraucher, f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>-freie Produkte entlang der Wertsch\u00f6pfungsketten h\u00f6here Preise zu bezahlen, um h\u00f6here Betriebskosten und zus\u00e4tzliche Investitionen auszugleichen. Daf\u00fcr brauchen wir eine neue Zusammenarbeit zwischen Industrie und Politik, die zu einer positiven, ergebnis-orientierten Regulierung f\u00fchrt und unsere internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit erh\u00e4lt\u201c, sagt Bruderm\u00fcller.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BASF setzt sich auf ihrem Weg Richtung Klimaneutralit\u00e4t noch anspruchsvollere Ziele und will ab dem Jahr 2050 klimaneutral sein. 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