{"id":25299,"date":"2021-03-30T08:49:18","date_gmt":"2021-03-30T06:49:18","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=25299"},"modified":"2021-03-29T14:03:04","modified_gmt":"2021-03-29T12:03:04","slug":"igus-investitionen-bereiten-weg-fuer-innovative-kunststoff-recycling-technologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=25299","title":{"rendered":"igus Investitionen bereiten Weg f\u00fcr innovative Kunststoff-Recycling-Technologie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Recycling-Pionier Mura Technology beginnt mit dem Bau der weltweit ersten kommerziell betriebenen HydroPRS Anlage <\/strong><\/p>\n<p><strong>Verwendung statt Verschwendung: Mit der \u201eHydrothermal Plastic Recycling Solution\u201c (HydroPRS) lassen sich durch chemisches Recycling innerhalb von 25 Minuten Plastikabf\u00e4lle wieder als wertvoller Rohstoff nutzbar machen, die sonst die Umwelt belasten w\u00fcrden. Um diese revolution\u00e4re Technologie weltweit voranzubringen, erh\u00f6ht der motion plastics Spezialist igus nun seine Investitionen in Mura Technology auf rund 5 Millionen Euro. Als weiteres wichtiges Industrieunternehmen ging KBR im Januar eine Partnerschaft mit Mura ein.<\/strong><\/p>\n<p>Es ist eine der dr\u00e4ngendsten Herausforderungen unserer Zeit: J\u00e4hrlich gelangen acht Millionen Tonnen Plastik in die Weltmeere, dar\u00fcber hinaus wird ein Gro\u00dfteil der Kunststoffe verbrannt und nur 14 Prozent des globalen Verpackungsm\u00fclls werden recycelt. Ein wirtschaftlicher Verlust von 80 Milliarden Dollar pro Jahr entsteht. Gleichzeitig wird kontinuierlich neuer Kunststoff aus fossilen Brennstoffen produziert, was mit hohen CO2-Emissionen einhergeht. Diese Verwendung macht bereits heute sechs Prozent der weltweiten \u00d6lproduktion aus, die bis 2050 auf 20 Prozent steigen soll. Mit der \u201eHydrothermal Plastic Recycling Solution\u201c (HydroPRS) steht jetzt eine wegweisende neue Technologie in den Startl\u00f6chern, die den Einstieg in eine nachhaltige Circular Economy f\u00fcr Kunststoff erm\u00f6glicht. HydroPRS hat das Potenzial, alle Arten von Plastik zu recyceln und zu verhindern, dass Plastik verbrannt oder deponiert wird und die Umwelt verschmutzt. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass jede Tonne Kunststoff, die durch fortschrittliches Recycling verarbeitet wird, im Vergleich zur Verbrennung 1,5 Tonnen CO2 einspart. Um Kunststoffabf\u00e4lle in wertvolle Chemikalien und \u00d6l umzuwandeln, verwendet HydroPRS. die von Licella Holdings Ltd. entwickelte Catalytic Hydrothermal Reactor Technologie (Cat-HTR). Die Methode greift auf Wasser, Hitze und Druck zur\u00fcck und ist insbesondere dort interessant, wo mechanisches Recycling bisher nicht erfolgreich ist, beispielsweise bei verunreinigten und Misch-Kunststoffen.<\/p>\n<p><strong>Wertvolle Ressource statt sch\u00e4dlicher Abfall<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Potenzial hat den motion plastics Spezialist igus begeistert. Bereits im letzten Jahr haben die K\u00f6lner daher in ein Unternehmen investiert, welches die erste kommerzielle HydroPRS Anlage 2022 in Betrieb nehmen will. Jetzt hat igus seine Investitionen in Mura Technology auf insgesamt f\u00fcnf Millionen Euro erh\u00f6ht. \u201eWir wissen um die gro\u00dfartigen M\u00f6glichkeiten, die Kunststoff hat. Millionenfach werden unsere Tribopolymere in bewegten Anwendungen \u00fcberall auf der Welt eingesetzt und reduzieren dort Gewicht, Wartung und Schmierung\u201c, sagt Frank Blase, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der igus GmbH. \u201eWir arbeiten mit daran, dass Kunststoff durch nahezu 100-prozentiges Recycling zu einem Werkstoff wird, der unserer Welt nicht schadet, sondern hilft.\u201c Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist das mechanische Recycling. So regranuliert igus bereits seit \u00fcber 50 Jahren 99 Prozent des in der Produktion anfallenden Kunststoffabfalls. Ende 2019 hat das Unternehmen zus\u00e4tzlich das chainge Programm initiiert: igus nimmt Energieketten herstellerunabh\u00e4ngig nach dem Lebensende einer Maschine zur\u00fcck, bezahlt mit einem Warengutschein, regranuliert den Kunststoff und verarbeitet ihn anschlie\u00dfend wieder. \u201eDas chemische Recycling kann in Zukunft dort seine Vorteile ausspielen, wo klassisches Recycling nicht weiterkommt. Daher unterst\u00fctzen wir Mura in dieser Start-Up-Phase, um dieser bahnbrechenden Technologie weltweit zum Durchbruch zu verhelfen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Durch Investition und Kooperation zum weltweiten Erfolg <\/strong><\/p>\n<p>Mura Technology ist es jetzt dar\u00fcber hinaus gelungen, mit KBR einen exklusiven Lizenzpartner f\u00fcr die weitere weltweite Expansion mit an Bord zu holen. KBR ist mit seinen 28.0000 Mitarbeitern in mehr als 80 L\u00e4ndern aktiv, unter anderem als Planer, Anlagenbauer und Betreiber von Raffinerien und Chemiefabriken. \u201eWir wussten, dass wir als Start-Up-Unternehmen eine hochinnovative und chancenreiche Technologie entwickelt haben\u201c, stellt Oliver Borek, Managing Director Europe bei Mura Technology, heraus. \u201eUns war allerdings auch klar, dass wir aus eigener Kraft diese nie gro\u00dffl\u00e4chig ausrollen k\u00f6nnen. Dank der Investitionen von igus in dieser entscheidenden Phase wie auch durch den Auf- und Ausbau von weiteren Partnerschaften haben wir jetzt genau diese M\u00f6glichkeit.\u201c Derzeit beginnt der Bau der ersten HydroPRS Anlage durch Mura am britischen Industriestandort Wilton International, die in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2022 in Betrieb gehen soll. Insgesamt vier HydroPRS Reaktoren werden dort entstehen, um j\u00e4hrlich \u00fcber 80.000 Tonnen Kunststoffm\u00fcll verarbeiten zu k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus sind weitere Anlagen unter anderem in Deutschland und den USA sowie in Asien geplant.<\/p>\n<p>Wie sich mit HydroPRS Plastik recyceln l\u00e4sst sehen Sie im Video unter: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/eouFBpVVGEQ\">https:\/\/youtu.be\/eouFBpVVGEQ<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verwendung statt Verschwendung: Mit der \u201eHydrothermal Plastic Recycling Solution\u201c (HydroPRS) lassen sich durch chemisches Recycling&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":25300,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-25299","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25299","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25299"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25299\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25301,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25299\/revisions\/25301"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/25300"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25299"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25299"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25299"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=25299"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}