{"id":25360,"date":"2021-03-31T09:10:27","date_gmt":"2021-03-31T07:10:27","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=25360"},"modified":"2021-03-31T09:10:27","modified_gmt":"2021-03-31T07:10:27","slug":"grammer-ag-startet-nach-deutlicher-erholung-im-zweiten-halbjahr-2020-zuversichtlich-in-das-neue-geschaeftsjahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=25360","title":{"rendered":"GRAMMER AG startet nach deutlicher Erholung im zweiten Halbjahr 2020 zuversichtlich in das neue Gesch\u00e4ftsjahr"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u25aa Umsatz erreicht 1,7 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2020<\/strong><br \/>\n<strong>\u25aa Operatives EBIT in H\u00f6he von 34,0 Millionen Euro im zweiten Halbjahr 2020 nach -45,7 Millionen Euro in der ersten Jahresh\u00e4lfte<\/strong><br \/>\n<strong>\u25aa Erfolgreiche Finanzierungsma\u00dfnahmen mit einem Volumen von \u00fcber 300 Millionen Euro<\/strong><br \/>\n<strong>\u25aa Positiver Ausblick f\u00fcr 2021: Umsatzanstieg auf rund 1,8 Milliarden Euro und operatives EBIT von rund 65 Millionen Euro erwartet<\/strong><br \/>\n<strong>\u25aa Vorl\u00e4ufige Zahlen f\u00fcr das erste Quartal 2021 best\u00e4tigen Aufw\u00e4rtstrend<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer signifikanten Erholung im zweiten Halbjahr hat sich die GRAMMER AG im Gesch\u00e4ftsjahr 2020 robust entwickelt. Das Unternehmen schloss das vierte Quartal 2020 mit einem Umsatzplus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und startete zuversichtlich in das neue Gesch\u00e4ftsjahr 2021. Im Gesamtjahr 2020 erreichte der Umsatz der GRAMMER Gruppe 1.710,7 Millionen Euro und lag damit 16,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (Vj. 2.038,5 Millionen Euro). Beide Produktsegmente waren von Absatzr\u00fcckg\u00e4ngen betroffen, entwickelten sich jedoch besser als der Gesamtmarkt. Im Segment Automotive sank der Umsatz um 17,6 Prozent auf 1.219,3 Millionen Euro, das Segment Commercial Vehicles schloss mit einem Minus von 10,4 Prozent bei 544,5 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Der Umsatzr\u00fcckgang war ma\u00dfgeblich durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bedingt, die sich insbesondere in der Gesch\u00e4ftsentwicklung im ersten Halbjahr widerspiegelten. Die Folgen der Pandemie trafen hierbei auf bereits seit dem zweiten Halbjahr 2019 schw\u00e4chere Absatzm\u00e4rkte. W\u00e4hrend der Umsatz in der ersten Jahresh\u00e4lfte mit 735,8 Millionen Euro noch signifikant unter dem Wert des Vorjahres (Vj. 1.051,5 Millionen Euro) gelegen hatte, bewegte er sich im Zeitraum von Juli bis Dezember 2020 mit 974,9 Millionen Euro nur noch leicht unter dem Vorjahresniveau (Vj. 987,0 Millionen Euro). Die positive Entwicklung im zweiten Halbjahr ist auf eine deutliche Nachfrageerholung in allen Regionen und insbesondere auf ein starkes Wachstum von GRAMMER in APAC (Asia Pacific) zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Operatives EBIT mit signifikanter Verbesserung im zweiten Halbjahr<\/strong><\/p>\n<p>Im Gesch\u00e4ftsjahr 2020 belief sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) auf -11,7 Millionen Euro (Vj. 77,0 Millionen Euro). Es war gepr\u00e4gt von deutlichen Volumenr\u00fcckg\u00e4ngen infolge der weltweiten COVID-19-Pandemie sowie negativen Einzelsachverhalten in H\u00f6he von -46,0 Millionen Euro. In der zweiten Jahresh\u00e4lfte lag das operative Ergebnis mit 34,0 Millionen Euro signifikant \u00fcber dem Vorjahreswert (Vj.<br \/>\n26,9 Millionen Euro). Diese positive Entwicklung ist insbesondere auf eine Verbesserung der M\u00e4rkte sowie das erfolgreiche Krisenmanagement im Unternehmen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Neben negativen Wechselkurseffekten wurde das operative Ergebnis um direkt zurechenbare Kosten f\u00fcr Corona-Schutz- und Handlungsma\u00dfnahmen sowie um Aufwendungen f\u00fcr Restrukturierungsma\u00dfnahmen bereinigt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug &#8211; 46,1 Millionen Euro (Vj. 74,5 Millionen Euro).<\/p>\n<p>\u201eTrotz des weltweiten Ausnahmezustands und eines sehr anspruchsvollen Marktumfeldes konnten wir uns im Gesch\u00e4ftsjahr 2020 behaupten und die vielen Herausforderungen gemeinsam gut bew\u00e4ltigen. Wir haben im letzten Jahr viel erreicht, worauf wir alle sehr stolz sein k\u00f6nnen. Das vergangene Jahr hat wie kein anderes gezeigt: GRAMMER hat das Team, die Kultur und die Strukturen aufgebaut, um auch krisenbehaftete Zeiten erfolgreich zu meistern. Auch deswegen sind wir voller Zuversicht in das neue Gesch\u00e4ftsjahr gestartet.\u201c erl\u00e4utert Thorsten Seehars, Vorstandsvorsitzender der GRAMMER AG. \u201eW\u00e4hrend die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie unsere Gesch\u00e4ftsentwicklung vor allem im ersten Halbjahr stark beeintr\u00e4chtigt hatten, zeigte das zweite Halbjahr einen deutlich positiveren Trend. So stieg der Umsatz im vierten Quartal 2020 in den Regionen APAC und EMEA sowie auf Gruppenebene im Vorjahresvergleich. Mit unserer Positionierung in den beiden Segmenten Automotive und Commercial Vehicles und der im Laufe des letzten Jahres eingef\u00fchrten regionalen Organisation sind wir sehr gut aufgestellt, um die Zukunft der mobilen Welt aktiv mitzugestalten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Verbesserte Kostenstruktur st\u00e4rkt Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/strong><\/p>\n<p>Um die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie f\u00fcr das Unternehmen einzud\u00e4mmen, hat GRAMMER im Gesch\u00e4ftsjahr 2020 vielf\u00e4ltige Ma\u00dfnahmen umgesetzt. So wurden zum einen die Personalkosten und die variablen Ausgaben signifikant reduziert und zum anderen Investitionen auf das Wesentliche fokussiert. Diese tempor\u00e4ren Ma\u00dfnahmen setzten auf das bereits im vierten Quartal 2019 initiierte Effizienzsicherungsprogramm auf, dessen Umsetzung im Laufe des Gesch\u00e4ftsjahres 2020 in einigen Bereichen noch beschleunigt werden konnte. Zudem hat GRAMMER im zweiten Halbjahr 2020 verschiedene Restrukturierungsma\u00dfnahmen beschlossen, die unter anderem eine Konsolidierung von Standorten in Europa und Nordamerika sowie eine Reduktion von rund 300 Stellen im indirekten Bereich in Deutschland bis Mitte des Jahres 2021 vorsehen. Dazu wurde gemeinsam mit den Sozialpartnern ein umfangreiches Freiwilligenprogramm verabschiedet, dass mit Ablauf des 31. Januar 2021 beendet wurde. Mit Hilfe dieses Freiwilligenprogrammes ist es GRAMMER gelungen, das f\u00fcr 2021 angestrebte Ziel einer nachhaltigen Strukturkostenreduktion sozialvertr\u00e4glich zu erreichen.<\/p>\n<p><strong>Region APAC mit Umsatzsteigerung im Gesamtjahr<\/strong><\/p>\n<p>Die Region APAC erzielte im Gesch\u00e4ftsjahr 2020 einen Umsatz in H\u00f6he von 330,5 Millionen Euro (Vj. 313,7 Millionen Euro). Dies entspricht einem Zuwachs von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nachdem die Entwicklung in APAC vor allem im ersten Quartal durch die staatlich angeordneten Werksschlie\u00dfungen in China beeintr\u00e4chtigt war, verzeichnete GRAMMER aufgrund von zahlreichen Neuanl\u00e4ufen und der allgemeinen Markterholung in der Region ab dem zweiten Quartal deutliche Umsatzsteigerungen. Mit einem Umsatzanstieg von 24,0 Prozent auf 105,9 Millionen Euro (Vj. 85,3 Millionen Euro) erzielte die Region APAC im vierten Quartal den gr\u00f6\u00dften Zuwachs.<\/p>\n<p>In der Region EMEA erreichte der Umsatz im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr insgesamt 904,9 Millionen Euro (Vj. 1.115,3 Millionen Euro), was einem R\u00fcckgang von 18,9 Prozent entspricht. Infolge der COVID-19-bedingten Produktionsstopps verzeichnete die Region insbesondere im zweiten Quartal einen signifikanten Umsatzr\u00fcckgang, der sich auf 48,8 Prozent belief. Nachdem sich der R\u00fcckgang im dritten Quartal deutlich verringerte, setzte sich die Erholung bis zum Jahresende fort. So erzielte die Region EMEA im vierten Quartal 2020 einen Zuwachs von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.<br \/>\nEine \u00e4hnliche Entwicklung zeigte die Region AMERICAS, die im Gesamtjahr 2020 einen Umsatzr\u00fcckgang von 22,0 Prozent auf 475,3 Millionen Euro verzeichnete (Vj. 609,5 Millionen Euro). Auch in dieser Region war die r\u00fcckl\u00e4ufige Entwicklung, die sich insbesondere im zweiten Quartal stark niederschlug, ma\u00dfgeblich auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zur\u00fcckzuf\u00fchren. W\u00e4hrend der Umsatzr\u00fcckgang im ersten Halbjahr noch bei 39,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gelegen hatte, spiegelte die Entwicklung des zweiten Halbjahres mit einem Minus von nur 4,7 Prozent eine deutliche Verbesserung wider.<\/p>\n<p><strong>Weiterer Ausbau der Pr\u00e4senz im Zukunftsmarkt Asien<\/strong><\/p>\n<p>Im Gesch\u00e4ftsjahr 2020 hat die GRAMMER AG ihre Pr\u00e4senz auf dem chinesischen Markt deutlich ausgebaut. Als weltweit gr\u00f6\u00dfter Einzelmarkt f\u00fcr PKW und Nutzfahrzeuge ist China von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr das Unternehmen. Vor diesem Hintergrund hat GRAMMER im abgelaufenen Jahr zwei neue Werke in Ningbo und Shenyang er\u00f6ffnet und seine Position im Hinblick auf das anhaltende Wachstum in beiden Produktsegmenten \u2013 Automotive und Commercial Vehicles \u2013 manifestiert. Mit nun insgesamt acht Produktions- und Logistikstandorten sowie drei Entwicklungszentren verf\u00fcgt GRAMMER in der Region APAC \u00fcber eine sehr gute Plattform, um seine Kundenbasis in dieser Region weiter zu vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<p>Seit Beginn des Jahres 2020 arbeitet GRAMMER mit seinem strategischen Partner Ningbo Jifeng an einer Vielzahl von Kooperationsprojekten zur Erzielung von Synergien im Bereich Einkauf und Fertigung, einer Erweiterung des Produktportfolios und einer Verbesserung des Marktzugangs in bestimmten Regionen. Aus einer im ersten Quartal 2020 vereinbarten Gr\u00fcndung einer weltweiten Einkaufskooperation versprechen sich die beiden Unternehmen \u00fcber die n\u00e4chsten Jahre Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich. Zudem haben GRAMMER und Ningbo Jifeng im Oktober die Gr\u00fcndung einer Vertriebskooperation f\u00fcr den japanischen Markt beschlossen. GRAMMER will sich damit einen besseren Zugang zu den japanischen Automobilherstellern erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>Erfolgreiche Finanzierungsma\u00dfnahmen und Kapitalerh\u00f6hung<\/strong><\/p>\n<p>Um die Folgen der durch COVID-19 ausgel\u00f6sten weltweiten Absatzkrise abzufedern, hat der Vorstand der GRAMMER AG fr\u00fchzeitig umfangreiche Ma\u00dfnahmen zur Sicherung des Liquidit\u00e4tsspielraums umgesetzt. Neben einer vorzeitigen Refinanzierung und Aufstockung des Konsortialkreditvertrags mit 150 Millionen Euro und der Abl\u00f6sung der Br\u00fcckenfinanzierung mit 80 Millionen US-Dollar nahm das Unternehmen im M\u00e4rz 2020 ein Hybriddarlehen mit Eigenkapitalcharakter im Volumen von 19,1 Millionen Euro auf und erweiterte den im ersten Quartal abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag im August um eine dritte Tranche C in H\u00f6he von 235 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus hat GRAMMER im November eine Kapitalerh\u00f6hung im Volumen von 40 Millionen Euro zur St\u00e4rkung des Eigenkapitals erfolgreich durchgef\u00fchrt. Die Hauptaktion\u00e4rin der GRAMMER AG, die Jiye Auto Parts GmbH, beteiligte sich an der Kapitalma\u00dfnahme und baute ihren Anteil an der GRAMMER AG damit um rund 2 Prozentpunkte auf 86,2 Prozent aus.<\/p>\n<p><strong>Ausblick 2021: Umsatzwachstum und deutliche Ergebnisverbesserung erwartet<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2021 erwartet der Vorstand \u2013 trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen \u2013 eine Erholung des Umsatzes auf rund 1,8 Milliarden Euro (2020: 1,7 Milliarden Euro) und ein operatives EBIT in H\u00f6he von rund 65 Millionen Euro (2020: -11,7 Millionen Euro).<br \/>\nDiese Prognose setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft und das politische Umfeld stabil entwickeln und es im Jahr 2021 keine erneuten Werksschlie\u00dfungen aufgrund der COVID-19-Pandemie geben wird.<\/p>\n<p><strong>Erfolgreicher Start ins Gesch\u00e4ftsjahr 2021<\/strong><\/p>\n<p>Die GRAMMER Gruppe setzt ihre positive Entwicklung auch im ersten Quartal 2021 weiter fort. Auf Basis der vorl\u00e4ufigen Zahlen erwartet die GRAMMER AG f\u00fcr das erste Quartal 2021 einen Konzernumsatz von rund 490 Millionen Euro und damit rund 8 Prozent mehr als im Vorjahr (Vj. 454,9 Millionen Euro). Die Umsatzentwicklung im ersten Quartal war gepr\u00e4gt von einer anhaltend hohen Nachfrage in beiden Segmenten vor allem in den Regionen APAC und EMEA und stellt somit eine Erholung im Vergleich zum Vorjahresquartal dar.<\/p>\n<p>Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie das um Sondereffekte bereinigte operative EBIT f\u00fcr das erste Quartal 2021 belaufen sich voraussichtlich jeweils auf rund 22 Millionen Euro (EBIT Q1 2020: -2,1 Millionen Euro, operatives EBIT Q1 2020: 0,4 Millionen Euro) und werden damit deutlich \u00fcber dem jeweiligen Vorjahreswert liegen. Das deutlich verbesserte operative EBIT ist im Wesentlichen auf eine Verbesserung der M\u00e4rkte sowie die kontinuierliche und effektive Umsetzung der Kosten- und Prozessoptimierungsma\u00dfnahmen zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer signifikanten Erholung im zweiten Halbjahr hat sich die GRAMMER AG im Gesch\u00e4ftsjahr 2020 robust entwickelt. 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