{"id":25386,"date":"2021-04-06T10:35:21","date_gmt":"2021-04-06T08:35:21","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=25386"},"modified":"2021-04-06T10:35:21","modified_gmt":"2021-04-06T08:35:21","slug":"wandelbar-und-effizient-die-fabrik-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=25386","title":{"rendered":"Wandelbar und effizient: Die Fabrik der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bosch-Highlights auf der Hannover Messe 2021<\/strong><\/p>\n<p>Der Bedarf gibt den Takt vor, das Produkt den Prozess. Maschinen und Roboter ordnen sich immer wieder neu. Autonome Transportfahrzeuge liefern Komponenten, ausgefeilte Robotik greift und sortiert Werkst\u00fccke, Assistenzsysteme unterst\u00fctzen Mitarbeiter, K\u00fcnstliche Intelligenz \u00fcbernimmt die Qualit\u00e4tskontrolle. Prozesse und Maschinenzust\u00e4nde sind dank Industrie 4.0-Software jederzeit einsehbar. Die Steuerung bleibt fest in menschlicher Hand. So sieht Bosch die Fabrik der Zukunft \u2013 und so baut sie das Unternehmen f\u00fcr die Hannover Messe auf: eine Modellfabrik, die ab Sommer 2021 im neuen Kunden- und Innovationszentrum von Bosch Rexroth in Ulm zug\u00e4nglich ist.<\/p>\n<h2>Die Fabrik der Zukunft ist wandelbar, vernetzt, flexibel<\/h2>\n<p>Die Fabrik der Zukunft ist beweglich \u2013 mit dem <strong>intelligenten Boden<\/strong> von Bosch Rexroth wird selbst der Untergrund flexibel und passt sich der Produktion an. Die Energie wird kontaktlos \u00fcbertragen, sogenannte W\u00e4gezellen im Boden \u201eerkennen\u201c Personen und messen das Gewicht von Anlagen und Maschinen. LED-Leuchtb\u00e4nder zeigen jederzeit anpassbare Fahr- und Laufwege. Auch die Kommunikation zwischen Anlagen und Maschinen erfolgt drahtlos. Der intelligente Boden, den Bosch 2019 als Forschungsprojekt auf der Hannover Messe vorgestellt hat, ist jetzt f\u00fcr den Einsatz bei Pilotkunden verf\u00fcgbar. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern hat Bosch neue Funktionalit\u00e4ten wie etwa ein Bodenmodul mit integrierter Sicherheitsschaltmatte entwickelt. Sie schaltet die Maschinen bei unbefugtem Betreten automatisch ab.<\/p>\n<p>Anhand eines <strong>modularen Fertigungssystems<\/strong> zeigt der Sondermaschinenbau von Bosch, wie wandelbar die Fertigung k\u00fcnftig sein wird. Die Basis bildet eine Plattform mit standardisierten Hard- und Softwareschnittstellen. Alle weiteren Prozessmodule etwa f\u00fcr F\u00fcge- oder Pr\u00fcfprozesse werden flexibel nach Bedarf integriert. Ob Mitarbeiter am unterst\u00fctzten Handarbeitsplatz Teile montieren, mit einem kollaborierenden Roboter zusammenarbeiten oder Handling- und Transportprozesse autonom erfolgen \u2013 der Automatisierungsgrad ist frei skalierbar.<\/p>\n<p>Mit <strong>ctrlX AUTOMATION<\/strong> von Bosch Rexroth wachsen Hard- und Software zusammen. Mit der ersten offenen 5G-f\u00e4higen Automatisierungsplattform auf dem Markt k\u00f6nnen Anwender Apps von Bosch Rexroth oder Drittanbietern nutzen oder selbst Applikationen erstellen und anderen Unternehmen \u00fcber die Plattform anbieten. ctrlX AUTOMATION unterst\u00fctzt mehr als 30 Kommunikationsschnittstellen und Standards f\u00fcr den Datenaustausch; Programmiersprachen sind frei w\u00e4hlbar.<\/p>\n<p>Maximal flexibel ist auch das <strong>Nexeed Industrial Application System<\/strong> von Bosch Connected Industry. Die Industrie 4.0-Software besteht aus spezifischen Anwendungen, gemeinsam entwickelt mit Kunden. Ein Beispiel: \u00dcber eine App sind Mitarbeiter im Osram-Werk in Berlin dank einer individuellen Nexeed-L\u00f6sung stets \u00fcber den Status der Maschinen und Anlagen informiert. Anstehende Wartungsarbeiten oder Materiallieferungen lassen sich \u00fcbersichtlich online darstellen, organisieren und auswerten.<\/p>\n<h2>Die Fabrik der Zukunft lernt mit KI laufend dazu<\/h2>\n<p><strong>Smart Item Picking<\/strong> von Bosch Rexroth unterst\u00fctzt als selbstlernendes Robotiksystem k\u00fcnftig bei arbeitsintensiven Kommissionierungsaufgaben in der Intralogistik. Das System verfolgt einen modellfreien Ansatz, so dass es auch neue Objekte erkennen und zuverl\u00e4ssig greifen kann. Mit Daten aus dem Betrieb und neuesten KI-Methoden wird die Objekterkennung des Systems f\u00fcr jede spezifische Anwendung verfeinert und die Greifstrategie optimiert. Das Baukastensystem mit Hardware- und Software-Modulen erm\u00f6glicht die Kommissionierung eines breiten Portfolios von Einzelteilen wie beispielsweise Drogerieartikeln in Kartons oder Ersatzteilen auf ein F\u00f6rderband. Mehr als 600 Artikel pro Stunde verarbeitet das System zuverl\u00e4ssig. Die Erfolgsquote liegt bei 99 Prozent.<\/p>\n<p>Der automatische Produktionsassistent <strong>APAS<\/strong> hat das Zusammenspiel von Mensch und Maschine revolutioniert. Der APAS assistant arbeitet ohne Schutzumhausung sicher mit dem Menschen zusammen. F\u00fcr die automatische optische Inspektion von Werkst\u00fccken ist der APAS inspector zust\u00e4ndig. Dank K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) l\u00e4sst sich das System jederzeit nachtrainieren. Das erh\u00f6ht die Erkennungsraten, ohne dass umfangreiche Programmierkenntnisse erforderlich sind.<\/p>\n<p><strong>Track and Trace<\/strong> sorgt f\u00fcr die n\u00f6tige Transparenz, wenn sich Produkte auf den Weg zu H\u00e4ndlern und Kunden machen: Die Logistik-L\u00f6sung \u00fcberwacht den Transport. Sensoren und Gateways senden regelm\u00e4\u00dfig Informationen zu Ort und Bearbeitungsstatus der Ware. Logistiker wissen jederzeit, wo sie sich befindetund ob sie p\u00fcnktlich ankommt. Track and Trace hilft, dass Lieferketten halten.<\/p>\n<h2>Die Fabrik der Zukunft produziert klimaneutral<\/h2>\n<p>Mit <strong>Bosch Climate Solutions<\/strong> ber\u00e4t eine neu geschaffene Einheit produzierende Unternehmen dabei, ihren CO\u2082-Aussto\u00df zu verringern. Basis daf\u00fcr sind die Erfahrungen von Bosch bei der eigenen Klimaneutralstellung. Binnen vier Wochen f\u00fchren die Experten ein CO\u2082-Audit durch und liefern einen ersten Masterplan. Drei Monate sp\u00e4ter steht ein CO\u2082-Reduktionskonzept. Der ganzheitliche Ansatz umfasst Ma\u00dfnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, den Ausbau der Versorgung mit regenerativen Energien sowie den Zukauf von \u00d6kostrom und Kompensationen. Zu den Kunden, die sich in Kooperation mit Bosch auf den Weg machen, klimaneutral zu wirtschaften und zu produzieren, z\u00e4hlen die Technikunternehmen Freudenberg und Prettl sowie der Brausen- und Armaturenhersteller Hansgrohe.<\/p>\n<p>Bosch kombiniert Wissen und Technik: Mit der <strong>Energy Platform<\/strong> bietet das Unternehmen eine intelligente Software, die den Verbrauch von W\u00e4rme, Strom oder Druckluft an \u00fcber 120 Standorten des Unternehmens steuert. Bei externen Kunden ist die Plattform in mehr als 80 Projekten im Einsatz. Auf der Hannover Messe stellt Bosch eine Erweiterung vor: Das <strong>Balancing Energy Network<\/strong> analysiert Energiefl\u00fcsse und liefert Prognosen. In die Energiefahrpl\u00e4ne flie\u00dfen Informationen aus der Fertigungs-, Schicht- und Logistikplanung sowie Wetterdaten ein. Urspr\u00fcnglich f\u00fcr Produktionsanlagen entwickelt, hat die KI -basierte Software das Potenzial, allen Arten von gr\u00f6\u00dferen Geb\u00e4udekomplexen wie Logistikzentren zu helfen, ihren \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck zu verkleinern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bedarf gibt den Takt vor, das Produkt den Prozess. Maschinen und Roboter ordnen sich immer wieder neu. 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