{"id":25886,"date":"2021-04-28T08:48:59","date_gmt":"2021-04-28T06:48:59","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=25886"},"modified":"2021-04-27T10:53:24","modified_gmt":"2021-04-27T08:53:24","slug":"circular-economy-als-chance-fuer-den-mittelstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=25886","title":{"rendered":"Circular Economy als Chance f\u00fcr den Mittelstand"},"content":{"rendered":"<p><strong>Staatsministerin Dorothee B\u00e4r diskutierte mit DIN, SKZ und C2C \u00fcber nachhaltigere Wirtschaftsmodelle f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p>Unsere Ressourcen werden knapp \u2013 die linearen Wertsch\u00f6pfungsketten haben ausgedient. Was bedeutet Circular Economy f\u00fcr die Wirtschaft von morgen? Dar\u00fcber haben am Montag, 26. April, Dorothee B\u00e4r (Staatsministerin f\u00fcr Digitalisierung im Bundeskanzleramt,) Christoph Winterhalter (Vorsitzender des Vorstandes von DIN e. V.), Prof. Martin Bastian (Institutsleiter vom SKZ \u2013 Das Kunststoff-Zentrum) und Tim Jan\u00dfen (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstand von Cradle to Cradle e.V.) diskutiert. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatten das SKZ und das Deutsche Institut f\u00fcr Normung (DIN). Die Online-Veranstaltung wurde live aus dem SKZ-Hauptsitz in W\u00fcrzburg \u00fcbertragen.<\/p>\n<p><strong>Auf geschlossene Kreisl\u00e4ufe setzen<\/strong><\/p>\n<p>Wie kann Circular Economy als nachhaltiges Modell unsere Wirtschaft in Zukunft ver\u00e4ndern? Wie k\u00f6nnen Unternehmen die Marktregeln f\u00fcr dieses neue Modell mitgestalten und davon wirtschaftlich profitieren? Diese und weitere Fragen diskutierte das hochkar\u00e4tige Panel beim SKZ. Am Beispiel Wasser als Rohstoff wurde deutlich: \u201eDie Verf\u00fcgbarkeit von sauberem Wasser ist elementar, Wirtschaft und Gesellschaft m\u00fcssen diese Ressource verantwortungsvoll und nachhaltig nutzen\u201c, so Dorothee B\u00e4r. \u201eDer Klimawandel versch\u00e4rft die Situation, was sich auch hierzulande einerseits durch Trockenheit, andererseits durch \u00dcberschwemmungen bemerkbar macht. Was wir hier brauchen, sind nachhaltige L\u00f6sungen und die Beteiligung aller.\u201c<\/p>\n<p>Diskutiert wurde angesichts der mit M\u00fcll belasteten Weltmeere auch, welche M\u00f6glichkeiten es gibt, um Kunststoff als Rohstoff und nicht als Wegwerfstoff zu nutzen. \u201eKunststoff, auch in Form von Plastikm\u00fcll, ist ein sehr wertvoller Rohstoff. Daran besteht kein Zweifel. Die Kunststoffunternehmen sind sich ihrer Verantwortung sehr bewusst und arbeiten zusammen mit Forschungseinrichtungen wie z. B. dem SKZ mit Hochdruck an L\u00f6sungen f\u00fcr geschlossene, teils auch digitalisierte Kreisl\u00e4ufe. Sie k\u00f6nnen zuk\u00fcnftig maximale Recyclingquoten erreichen. Zusammen mit bioabbaubaren Materialien sch\u00fctzt das Klima, Umwelt und Wasser. Und es gilt, die Verbraucher mitzunehmen, damit Plastik erst gar nicht in die Umwelt gelangt. Das erfordert eine gemeinsame Anstrengung von Unternehmen, Gesellschaft und jedem Einzelnen\u201d, erl\u00e4uterte Prof. Martin Bastian.<\/p>\n<p><strong>Normen und Standards unterst\u00fctzen Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p>Unternehmen sollten Circular Economy als Chance aktiv wahrnehmen: So k\u00f6nnen Einsparungen erzielt, innovative Gesch\u00e4ftsmodelle entwickelt und neue M\u00e4rkte erschlossen werden. Der Green Deal der Europ\u00e4ischen Kommission benennt Branchen, die sich umstellen m\u00fcssen. \u201eKleine und mittlere Unternehmen k\u00f6nnen auch Treiber dieser Ver\u00e4nderung werden\u201c, betonte Christoph Winterhalter in der Diskussion. \u201eNormen und Standards unterst\u00fctzen sie dabei, bieten Sicherheit und Orientierung. Die Normung lebt von der aktiven Teilnahme der Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Speziell beim Thema Circular Economy k\u00f6nnen Unternehmen etwa Anforderungen an recyclingf\u00e4hige Produkte und eine eindeutige Materialklassifizierung f\u00fcr Hersteller und Recycler gemeinsam festlegen.\u201c Innovative Produkte, die in der Circular Economy entstehen, haben durch Normen und Standards bessere Chancen, sich am Markt erfolgreich durchzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Die Zukunft ist nachhaltig \u2013 wenn wir eine gemeinsame Sprache sprechen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEine Circular Economy nach Cradle to Cradle ist machbar. Das zeigen viele Unternehmen, die ihre Produkte bereits kreislauff\u00e4hig designen. Normen und Qualit\u00e4tsstandards als gemeinsame Sprache sind die Grundlagen, um diesen Ansatz zu skalieren\u201c, so Tim Jan\u00dfen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstand von Cradle to Cradle NGO.<\/p>\n<p>Dass Circular Economy heute schon funktioniert, zeigte im Anschluss an das Gespr\u00e4ch die Live-Vorf\u00fchrung einer Recycling-Maschine im SKZ-Technikum. Die Anlage, eine Maschine zur Kunststoffaufbereitung, dient der Forschung und Entwicklung im Bereich der Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen.<\/p>\n<p><em>Die Veranstaltung ist Teil der DIN-Mittelstandskampagne \u201eNeue M\u00e4rkte erschlie\u00dfen \u2013 mit Normen und Standards hoch hinaus\u201c, die durch das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) gef\u00f6rdert wird und sich speziell an kleine und mittlere Unternehmen richtet. <\/em><\/p>\n<p><strong>BU:<\/strong> Bei der Online-Veranstaltung von DIN e.V. und SKZ \u2013 Das Kunststoff-Zentrum diskutierten DIN-Vorstand Christoph Winterhalter, Dorothee B\u00e4r, Staatsministerin f\u00fcr Digitalisierung im Bundeskanzleramt, Tim Jan\u00dfen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstand von Cradle to Cradle e.V. und Martin Bastian, Institutsleiter vom SKZ \u2013 Das Kunststoff-Zentrum, zur Frage \u201eWas bedeutet Circular Economy f\u00fcr die Wirtschaft von morgen und wie k\u00f6nnen Normen und Standards unterst\u00fctzen?\u201c, moderiert von Alexandra Horn, Leiterin KMU und Verbandskooperationen bei DIN e. V. (v.l.n.r.). Bild: SKZ.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Ressourcen werden knapp \u2013 die linearen Wertsch\u00f6pfungsketten haben ausgedient. 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