{"id":25993,"date":"2021-05-06T08:50:56","date_gmt":"2021-05-06T06:50:56","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=25993"},"modified":"2021-05-05T14:14:24","modified_gmt":"2021-05-05T12:14:24","slug":"lufthansa-group-und-basf-bringen-sharkskin-technologie-in-serie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=25993","title":{"rendered":"Lufthansa Group und BASF bringen Sharkskin-Technologie in Serie"},"content":{"rendered":"<div class=\"text component aem-GridColumn--default--none aem-GridColumn--default--9 aem-GridColumn aem-GridColumn--offset--default--0\">\n<div class=\"text component textbody\">\n<div id=\"text-e7047dffae\" class=\"cmp-text\">\n<ul>\n<li><b>Lufthansa Cargo stattet ab 2022 alle Boeing-777-Frachter mit \u201eAeroSHARK\u201c aus<\/b><\/li>\n<li><b>Neuartige Oberfl\u00e4chen-Technologie von Lufthansa Technik und BASF verbessert Treibstoffeffizienz und hilft, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p>Je geringer der Reibungswiderstand eines Flugzeugs in der Luft ist, desto geringer ist auch der Treibstoffverbrauch. Nach dem Vorbild der Natur forscht die Luftfahrtindustrie schon seit langem intensiv an einer Verringerung des Luftwiderstands. In einem Gemeinschaftsprojekt ist Lufthansa Technik und BASF der Durchbruch gelungen. \u201eAeroSHARK\u201c, ein Oberfl\u00e4chenfilm, der der feinen Struktur von Haifischhaut nachempfunden ist, soll ab Anfang 2022 auf der gesamten Frachterflotte der Lufthansa Cargo zum Einsatz kommen und macht die Flugzeuge noch sparsamer und emissions\u00e4rmer.<\/p>\n<p>Die Oberfl\u00e4chenstruktur, die aus rund 50 Mikrometer gro\u00dfen Rippen \u2013 den sogenannten Riblets \u2013 besteht, imitiert die Eigenschaften von Haifischhaut und optimiert so die Aerodynamik an str\u00f6mungsrelevanten Stellen des Flugzeuges. Dadurch wird insgesamt weniger Treibstoff ben\u00f6tigt. F\u00fcr den Einsatz an den zehn Frachtflugzeugen vom Typ Boeing 777F der Lufthansa Cargo rechnet Lufthansa Technik dadurch mit einer Reibungsverminderung von mehr als einem Prozent. So werden j\u00e4hrliche Einsparungen von rund 3.700 Tonnen Kerosin und fast 11.700 Tonnen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen m\u00f6glich. Hochgerechnet auf die gesamte Lufthansa Cargo-Flotte entspricht der j\u00e4hrlich eingesparte CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df 48 einzelnen Frachtfl\u00fcgen von Frankfurt nach Shanghai.<\/p>\n<p>\u201eVerantwortung f\u00fcr Umwelt und Gesellschaft ist ein zentrales strategisches Thema f\u00fcr uns\u201c, sagt Christina Foerster, Vorst\u00e4ndin der Deutschen Lufthansa AG und verantwortlich f\u00fcr Nachhaltigkeit. \u201eBei der Einf\u00fchrung umweltfreundlicher Technologien haben wir seit jeher eine f\u00fchrende Rolle. Die neue Sharkskin-Technologie f\u00fcr Flugzeuge zeigt, was starke Partner mit gro\u00dfer Innovationskraft gemeinsam f\u00fcr die Umwelt erreichen k\u00f6nnen. Das unterst\u00fctzt uns bei dem Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Luftfahrtindustrie steht vor \u00e4hnlichen Herausforderungen wie die Chemieindustrie: Trotz eines hohen Energiebedarfs m\u00fcssen kontinuierlich Fortschritte beim Klimaschutz erzielt werden. Unsere enge Zusammenarbeit und die gelungene Kombination unseres Know-hows in Oberfl\u00e4chendesign und Aerodynamik hat uns nun einen gro\u00dfen Schritt voran gebracht. Dies ist ein herausragendes Beispiel f\u00fcr gelebte Nachhaltigkeit, erreicht durch partnerschaftliche Zusammenarbeit und innovative Technologien\u201c, sagt Dr. Markus Kamieth, Vorstandsmitglied der BASF.<\/p>\n<p>\u201eIm Rahmen unserer Umweltstrategie haben wir uns ehrgeizige Ziele gesteckt. Neue Ans\u00e4tze wie die Sharkskin-Technologie helfen uns, diese zu erreichen und den CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck unserer modernen Flotte zus\u00e4tzlich zu reduzieren. Damit unterst\u00fctzen wir auch das Nachhaltigkeitsziel \u201aClimate Action\u2018 der Vereinten Nationen, dem wir uns neben weiteren Zielen verpflichtet haben\u201c, erkl\u00e4rt Dorothea von Boxberg, Vorstandsvorsitzende von Lufthansa Cargo.<\/p>\n<p>Lufthansa Technik verantwortet in der Kooperation mit BASF die Spezifikation des Materials, die luftrechtliche Zulassung sowie die Durchf\u00fchrung der Flugzeugmodifikationen, die im Rahmen regul\u00e4rer Instandhaltungs-Liegezeiten erfolgen. Mit jahrzehntelanger Expertise als zugelassenem Luftfahrt-Entwicklungsbetrieb wird das Unternehmen f\u00fcr die 777F ein f\u00fcr den Betrieb notwendiges Supplemental Type Certificate (STC) bei der Europ\u00e4ischen Agentur f\u00fcr Flugsicherheit (EASA) erwirken.<\/p>\n<p>\u201eSchon seit jeher nutzen wir unsere gro\u00dfe Expertise als Weltmarktf\u00fchrer f\u00fcr flugzeugtechnische Dienstleistungen auch dazu, einen Beitrag zur Senkung des \u00f6kologischen Fu\u00dfabdrucks unserer Branche zu leisten. Dabei k\u00f6nnen wir allen Flugzeuggenerationen signifikante Einsparpotenziale abringen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Johannes Bu\u00dfmann, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Technik AG. \u201eDaher bin ich sehr stolz, dass wir die positiven Erkenntnisse des Praxistests bald mit Lufthansa Cargo in den Serieneinsatz \u00fcberf\u00fchren k\u00f6nnen. Die ausgesprochen konstruktive Zusammenarbeit mit der BASF ist zudem das beste Beispiel f\u00fcr eine branchen\u00fcbergreifende Kooperation im Dienste der Nachhaltigkeit des Luftverkehrs.\u201c<\/p>\n<p>Der Unternehmensbereich Coatings der BASF entwickelt in seiner \u201eBeyond Paint Solutions\u201c-Einheit innovative, funktionale Filme \u2013 wie zum Beispiel die Riblet-Oberfl\u00e4chen. Gemeinsam mit Lufthansa Technik wurde eine L\u00f6sung realisiert, die die strengen Anforderungen der Luftfahrt erf\u00fcllt. Bei der Anwendung im Luftverkehr sind Au\u00dfenfl\u00e4chen unter anderem starken UV-Strahlungen sowie Temperatur- und Druckschwankungen in gro\u00dfen H\u00f6hen ausgesetzt. BASF hat deshalb bei der Entwicklung den Fokus auf extreme Widerstandsf\u00e4higkeit und Wetterfestigkeit gelegt. Entscheidende Kriterien f\u00fcr eine Anwendung im Luftfahrtbetrieb sind eine einfache Anbringung und Handhabung, sowie eine unkomplizierte Reparaturf\u00e4higkeit, wof\u00fcr ein ma\u00dfgeschneidertes Konzept entwickelt wurde.<\/p>\n<p>\u201eAls Experten f\u00fcr Oberfl\u00e4chen setzen wir ma\u00dfgeschneiderte L\u00f6sungen f\u00fcr unsere Kunden um. Mit der innovativen Sharkskin-Technologie unterst\u00fctzen wir Lufthansa dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die Luftfahrt ein st\u00fcckweit umweltfreundlicher zu machen\u201c, sagt Dirk Bremm, Leiter des BASF Unternehmensbereichs Coatings und in dieser Position auch f\u00fcr funktionale Filme verantwortlich.<\/p>\n<p>Die Luftfahrtindustrie forscht bereits seit langem intensiv an einer Haifischhaut f\u00fcr Flugzeuge, jedoch oft nur im kleinen Ma\u00dfstab. Lufthansa Technik und BASF hatten Ende 2019 erstmals die untere Rumpfh\u00e4lfte einer Lufthansa Boeing 747-400 mit 500 Quadratmetern einer solchen, gemeinsam entwickelten Haifischhaut-Oberfl\u00e4che ausgestattet und diese Modifikation von der EASA zertifizieren lassen. Dieses Flugzeug (Registrierung D-ABTK) hat das Einsparpotenzial der Technologie anschlie\u00dfend im regul\u00e4ren Liniendienst auf der Langstrecke in mehr als 1.500 Flugstunden validiert. Dabei lie\u00df sich zweifelsfrei belegen, dass die Emissionen durch die Sharkskin-Modifikation um rund 0,8 Prozent verringert wurden. F\u00fcr die Boeing 777F wird mit h\u00f6heren Einsparpotenzialen gerechnet, da das Auftragen hier noch gro\u00dffl\u00e4chiger erfolgt, unter anderem aufgrund der beim Frachtflugzeug nicht vorhandenen Fensterreihen. Bei der Validierung der Einsparungen kommt eine von Lufthansa Technik entwickelte Software-L\u00f6sung f\u00fcr Verbrauchsanalysen zum Einsatz, mit dem sich die Wirksamkeit verschiedenster Flugzeug-Modifikationen auf Basis umfangreicher Daten zuverl\u00e4ssig belegen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Lufthansa Technik und BASF beabsichtigen, die neue Technologie konsequent in Richtung zus\u00e4tzlicher Flugzeugtypen und noch gr\u00f6\u00dferer Fl\u00e4chen weiterzuentwickeln, so dass sie Airlines auf der ganzen Welt zuk\u00fcnftig noch umfangreicher beim Erreichen ihrer Emissionsziele unterst\u00fctzen kann. In ersten Modellrechnungen lie\u00dfen sich mit der Haifischhaut-Technologie in ihrer maximalen Ausbaustufe sogar CO<sub>2<\/sub>-Emissionen im Umfang von bis zu drei Prozent vermeiden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Je geringer der Reibungswiderstand eines Flugzeugs in der Luft ist, desto geringer ist auch der Treibstoffverbrauch. 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