{"id":26271,"date":"2021-05-28T10:19:39","date_gmt":"2021-05-28T08:19:39","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=26271"},"modified":"2021-05-28T10:19:39","modified_gmt":"2021-05-28T08:19:39","slug":"roechling-gruppe-spuert-die-auswirkungen-der-corona-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=26271","title":{"rendered":"R\u00f6chling-Gruppe sp\u00fcrt die Auswirkungen der Corona-Pandemie"},"content":{"rendered":"<ul class=\"dd-list\">\n<li><strong>Gesch\u00e4ftsjahr 2020: Umsatz geht aufgrund weltweiter Lockdowns auf 2,039\u00a0Milliarden Euro zur\u00fcck<\/strong><\/li>\n<li><strong>Unternehmensbereich Industrial: Sonderkonjunktur in einzelnen M\u00e4rkten stabilisiert den Umsatzerl\u00f6s<\/strong><\/li>\n<li><strong>Unternehmensbereich Automotive: Ertragseinbu\u00dfen durch tempor\u00e4ren R\u00fcckgang der Kundenabrufe<\/strong><\/li>\n<li><strong>Unternehmensbereich Medical: Verschobene Operationen und R\u00fcckgang von Arztbesuchen f\u00fchren zu Umsatzr\u00fcckgang<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die R\u00f6chling-Gruppe mit ihren drei Unternehmensbereichen Industrial, Automotive und Medical hat im vergangenen Jahr die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu sp\u00fcren bekommen. So sank der Umsatz des Mannheimer Kunststoffspezialisten im Vergleich zum Vorjahr um 312,7 Millionen Euro auf 2,039\u00a0Milliarden Euro \u2013 ein Minus von 13,3 Prozent. Damit endete eine Zeitspanne von zehn Jahren, in der die R\u00f6chling-Gruppe ein j\u00e4hrliches Umsatzplus zu verzeichnen hatte. Vor allem das zweite Quartal 2020 war durch kurzzeitige Werkschlie\u00dfungen der Automobilhersteller gekennzeichnet, deren Auswirkungen sich deutlich im Unternehmensbereich Automotive niederschlugen. Infolge der angespannten Lage reduzierte sich das Ergebnis vor Ertragssteuer (EBT) deutlich von 81,9 Millionen Euro auf lediglich noch 2,3 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Zum Ende des vergangenen Jahres waren insgesamt 11.094 Menschen bei R\u00f6chling besch\u00e4ftigt. Damit sank die Anzahl der Besch\u00e4ftigten im Vergleich zum Vorjahr um 380\u00a0Personen. Dies ist zum einen auf personelle Anpassungen aufgrund der Corona-Pandemie zur\u00fcckzuf\u00fchren, zum anderen aber auch ein Resultat des bereits vor dem Einsetzen der Pandemie begonnenen Restrukturierungsprogramms \u201eDriving Future\u201c bei R\u00f6chling Automotive. Das Programm ist inzwischen erfolgreich abgeschlossen worden.<\/p>\n<p>Das laufende Gesch\u00e4ftsjahr ist auch weiterhin durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Zudem machen sich aktuell die Knappheit an Rohstoffen und an Halbleitern sowie die damit verbundenen Preissteigerungen auf dem Weltmarkt deutlich bemerkbar. Trotz dieser volatilen Rahmenbedingungen befanden sich die Ums\u00e4tze im ersten Quartal 2021 wieder auf einem h\u00f6heren Niveau als noch im zweiten und dritten Quartal des vergangenen Jahres. Nach anf\u00e4nglichen gr\u00f6\u00dferen logistischen Problemen zwischen Gro\u00dfbritannien und Deutschland nach dem Brexit verzeichnet der Mannheimer Kunststoffspezialist R\u00f6chling entgegen der urspr\u00fcnglichen Annahmen keine gr\u00f6\u00dferen wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Austritt Gro\u00dfbritanniens aus der Europ\u00e4ischen Union zum 1. Februar 2021. Das gilt f\u00fcr seine drei Unternehmensbereiche gleicherma\u00dfen.<\/p>\n<p>Aufgrund der zeitlichen L\u00e4nge der Corona-Pandemie und der weiterhin hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen gepaart mit dem Auftreten immer neuer Virusmutationen sind die mittel- und langfristigen Folgen der Pandemie nach wie vor nicht absehbar. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung wird ma\u00dfgeblich von den weltweiten Impfkampagnen und der damit prognostizierten Entsch\u00e4rfung der Lockdown-Ma\u00dfnahmen abh\u00e4ngig sein. Auch die Beruhigung der M\u00e4rkte bei den Kunststoff-Rohstoffen und den Halbleitern wird von entscheidender Bedeutung sein. Die R\u00f6chling-Gruppe geht trotz dieser nicht vorhersehbaren Rahmenbedingungen von einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich f\u00fcr das Jahr 2021 aus. Ein Vor-Pandemie-Niveau wird das Unternehmen aber damit noch nicht wieder erreichen. Dies ist vor allem auf die zu erwartende Entwicklung des Unternehmensbereichs Automotive zur\u00fcckzuf\u00fchren, in dem sich die neuerliche Kurzarbeit bei einigen Automobilherstellern aufgrund der fehlenden Rohstoffe und Halbleiter deutlich bemerkbar macht.<\/p>\n<p>\u201eTrotz des deutlichen Umsatzr\u00fcckgangs sind wir im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr mit einem blauen Auge davongekommen. Vor allem das vierte Quartal 2020 hat uns geholfen, vorherige Verluste wieder etwas auszugleichen. Auch der Jahresbeginn 2021 l\u00e4sst eine Stabilisierung unseres Gesch\u00e4fts erkennen, da die Umsatzerl\u00f6se insgesamt wieder auf Niveau des Vorjahresquartals liegen, als die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch nicht auf unser Gesch\u00e4ft durchgeschlagen haben\u201c, betonte der Vorstandsvorsitzende der R\u00f6chling-Gruppe, Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel bei der Vorstellung der Gesch\u00e4ftszahlen am Donnerstag, 20. Mai 2021, bei einem virtuellen Bilanzpressegespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Die R\u00f6chling-Gruppe investierte im vergangenen Jahr 86,7 Millionen Euro in ihre Infrastruktur sowie Produktions- und Fertigungskapazit\u00e4ten. Das waren im Vergleich zum Vorjahr 34,4 Millionen Euro weniger. Dieser R\u00fcckgang betraf alle drei Unternehmensbereiche gleicherma\u00dfen und war Folge der bereits dargestellten gesamtwirtschaftlichen Lage. Neben erforderlichen Ersatz- und sinnvollen Rationalisierungsinvestitionen wurden Erweiterungsinvestitionen nur in begrenztem Ma\u00dfe vorgenommen. Eine wesentliche Investition in die Zukunft stellt der bereits begonnene Bau eines neuen Produktionsgeb\u00e4udes am Standort R\u00f6chling Medical Neuhaus in Th\u00fcringen dar. Dabei handelt es sich bei einem Volumen von 50 Millionen Euro um die bislang gr\u00f6\u00dfte Investition in Geb\u00e4ude und Maschinen des Unternehmensbereichs Medical. Mit dem Neubau schafft die R\u00f6chling-Gruppe die Basis f\u00fcr das weitere Wachstum des j\u00fcngsten Gesch\u00e4ftsbereichs des Unternehmens. Durch die Erweiterung der Produktionskapazit\u00e4t werden 30 neue Arbeitspl\u00e4tze geschaffen. Auf einer Gesamtfl\u00e4che von 1.850 Quadratmetern schafft R\u00f6chling Medical bis Anfang 2023 ein Geb\u00e4ude mit vier Ebenen, in dem unter anderem Reinr\u00e4ume der Klassen C und D f\u00fcr die Extrusionsblasfertigung entstehen.<\/p>\n<p>Von den 11.094 Besch\u00e4ftigten der R\u00f6chling-Gruppe arbeiten 571 in Baden-W\u00fcrttemberg und 1.135 in Rheinland-Pfalz. In Deutschland besch\u00e4ftigte das Unternehmen zum Stichtag 31. Dezember 2020 insgesamt 4.379 Personen, 202 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr. Im Unternehmensbereich Industrial waren hierbei zum Stichtag 3.863 Personen angestellt, im Unternehmensbereich Automotive 6.011 und im Unternehmensbereich Medical 1.155 Personen. Damit lag die Anzahl der Besch\u00e4ftigten in allen Bereichen unterhalb des Vorjahres, in Industrial und Medical aber \u00fcber dem Stand von 2018. Insgesamt 316 junge Menschen absolvierten ihre Ausbildung innerhalb der R\u00f6chling-Gruppe. Nach wie vor ist die R\u00f6chling-Gruppe weltweit an 90\u00a0Standorten in 25\u00a0L\u00e4ndern vertreten. 57\u00a0Standorte liegen in Europa, 18 in Asien und 15 in Amerika.<\/p>\n<p>37 Prozent des Gesamtumsatzes erzielte die R\u00f6chling-Gruppe im vergangenen Jahr in Deutschland, 32,8 Prozent im \u00fcbrigen Europa. W\u00e4hrend der Anteil am Umsatz f\u00fcr Amerika bei 18,3\u00a0Prozent stabil blieb, wuchs er in Asien leicht um zwei Prozentpunkte auf 12,4 Prozent.<\/p>\n<p>Das erste Quartal 2021 war bei der R\u00f6chling-Gruppe durch eine weitere Entspannung der wirtschaftlichen Situation gekennzeichnet, die sich bereits im vierten Quartal des Vorjahres andeutete. Der Umsatzerl\u00f6s bezifferte sich auf 558,9 Millionen Euro und lag damit nur geringf\u00fcgig unter dem ersten Vorjahresquartal. Vor allem der Unternehmensbereich Industrial zeigte sich f\u00fcr dieses erfreuliche Ergebnis verantwortlich, steigerte er seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,3\u00a0Millionen Euro auf nunmehr 243,7 Millionen Euro. W\u00e4hrend der Unternehmensbereich Medical das Vorjahresniveau mit 43,9 Millionen Euro (2020: 43,5 Millionen Euro) knapp \u00fcbertraf, sank der Umsatzerl\u00f6s bei Automotive um 25,8 Millionen Euro auf 272,1 Millionen Euro. \u201eWir hatten noch ein sehr gutes Vorjahresquartal, insbesondere in Europa und den USA. Das Ergebnis des ersten Quartals 2021 ist in erster Linie der Rohmaterialversorgung geschuldet, von der wir indirekt betroffen waren, da etliche Automobilhersteller ihre Werke, insbesondere in Europa und in den USA aufgrund der Knappheit an Halbleitern entweder mit reduzierter Kapazit\u00e4t laufen lie\u00dfen oder sogar ganz pausierten\u201c, berichtete Prof. Dr. Knaebel. In allen drei Unternehmensbereichen zeigte sich der Auftragseingang auf einem zufriedenstellenden Niveau. Die Anzahl der Besch\u00e4ftigten erh\u00f6hte sich in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Produkten aus dem Hause R\u00f6chling leicht auf 11.138 Mitarbeiter.<\/p>\n<p><strong>Unternehmensbereich Industrial<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sonderkonjunktur in einzelnen M\u00e4rkten stabilisiert den Umsatzerl\u00f6s<\/strong><\/p>\n<p>Der Unternehmensbereich Industrial musste sich im vergangenen Jahr mit den durch die Pandemie hervorgerufenen Unterbrechungen von Lieferketten und Produktionsprozessen auseinandersetzen. Etliche Absatzm\u00e4rkte der deutschen Kunststoffverarbeiter brachen w\u00e4hrend des ersten weltweiten Lockdowns teilweise massiv ein. In der Folge sanken die Rohmaterialpreise aufgrund eines Angebots\u00fcberhangs. Dieses ist inzwischen einer deutlichen Verknappung und damit einer Verteuerung der Rohstoffe gewichen, die sich ab dem vierten Quartal 2020 bemerkbar machten.<\/p>\n<p>Die Corona-Pandemie setzte zu Jahresbeginn 2020 sowohl den Umsatz als auch den Auftragseingang des Unternehmensbereichs Industrial unter Druck. In nahezu allen L\u00e4ndern litten Kunden wie Lieferanten unter den lokalen Verf\u00fcgungen und mussten ihren Betrieb zumindest teilweise vor\u00fcbergehend einschr\u00e4nken. Der Absatz in Industriebreichen mit langfristig angelegten Projekten und Konjunkturzyklen wie die Papier- oder die Elektroindustrie konnte den Negativeffekt abmildern. Auch die Lebensmittelindustrie, Health Care und Intralogistik zeigten zun\u00e4chst noch ein vergleichbar gutes Nachfrageniveau.<\/p>\n<p>Insgesamt erzielte der Unternehmensbereich Industrial im Gesch\u00e4ftsjahr 2020 einen Umsatzerl\u00f6s in H\u00f6he von 801,7 Millionen Euro. Damit lag dieser zwar um 5,3 Prozent unter dem Vorjahr, aber auch leicht unter dem Umsatzr\u00fcckgang der kunststoffverarbeitenden Industrie insgesamt, der sich auf 5,6 Prozent beziffert. \u201eDer Umsatzr\u00fcckgang bei R\u00f6chling Industrial fiel damit moderat aus, da insbesondere zur Kompensation schw\u00e4chelnder Industrien M\u00e4rkte bedient wurden, die zuvor nicht im Hauptfokus gestanden hatten\u201c, sagte Franz L\u00fcbbers, CEO von R\u00f6chling Industrial, w\u00e4hrend des Bilanzgespr\u00e4chs. So habe etwa der Swimmingpool-Bau im privaten Bereich eine anhaltende Sonderkonjunktur erlebt und eine nachhaltige Umsatzsteigerung erzielt, die den Einbruch in anderen Branchen zumindest abmilderte. \u201eIm ersten Quartal 2021 sind wir sehr gut unterwegs. Das Gesch\u00e4ft wird aktuell vor allem vom asiatischen und amerikanischen Markt angeschoben. Auch in Europa merken wir, dass die Nachfrage nach unseren Produkten wieder steigt\u201c, sagte L\u00fcbbers.<\/p>\n<p>Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat R\u00f6chling Industrial mit 31,3 Millionen Euro immerhin etwa 80 Prozent der geplanten Investitionen (40 Millionen Euro) durchgef\u00fchrt. An mehreren Standorten wurden Produktionsanlagen aufgebaut und in die Automatisierung der Fertigung investiert. Zudem wurden Investitionen in den Ausbau des Industrial Centers am Standort in Haren sowie in zwei Logistikcenter in den USA get\u00e4tigt. Die Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich im Jahresverlauf 2020 gering von 3.959 auf 3.863 Mitarbeiter.<\/p>\n<p><strong>Unternehmensbereich Automotive<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ertragseinbu\u00dfen durch tempor\u00e4ren R\u00fcckgang der Kundenabrufe<\/strong><\/p>\n<p>Auf den internationalen Autom\u00e4rkten hat sich die Corona-Pandemie massiv ausgewirkt und den Transformationsprozess in der Antriebstechnologie erheblich beschleunigt. In nahezu allen L\u00e4ndern der Welt gingen im vergangenen Jahr die Verk\u00e4ufe teils drastisch zur\u00fcck. So verbuchten die f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Autom\u00e4rkte in Europa (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Gro\u00dfbritannien) prozentual zweistellige R\u00fcckg\u00e4nge. In Europa ging der Automobilverkauf um 3,8 Millionen St\u00fcck auf knapp zw\u00f6lf Millionen Einheiten zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Im Rahmen des ersten Lockdowns zur Bek\u00e4mpfung des Coronavirus\u02bc im Fr\u00fchjahr 2020 reagierten zahlreiche Automobilhersteller auf den R\u00fcckgang der Verk\u00e4ufe mit kurzzeitigen Werksschlie\u00dfungen und Kurzarbeit. In der Folge musste auch R\u00f6chling Automotive durch fehlende Kundenabfragen diese Ma\u00dfnahmen ergreifen. Ab dem dritten Quartal 2020 kam es jedoch zu einer Erholung auf dem Automobilmarkt.<\/p>\n<p>Insgesamt lagen die Umsatzerl\u00f6se bei R\u00f6chling Automotive mit 1.075,6 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau von 1.336,1 Millionen Euro. Eine gewisse Erholung des Marktes machte sich dabei vor allem im vierten Quartal mit einem Umsatz von 321,1\u00a0Millionen Euro bemerkbar \u2013 das st\u00e4rkste Quartal in 2020. Diese Entwicklung setzte sich auch zu Beginn des Jahres 2021 fort, auch wenn der Umsatz im ersten Quartal 2021 noch unter dem der ersten drei Monate des Jahres 2020 lag.<\/p>\n<p>\u201eWir sind zuversichtlich, dass sich die Situation mit den Halbleitern noch in diesem Quartal bessern wird, aber sie wird uns sicherlich bis ins dritte Quartal besch\u00e4ftigen. Wenn sich Gesch\u00e4ftsoptionen der Zulieferer au\u00dferhalb des Automotivebereichs anbieten, dann werden diese nat\u00fcrlich genutzt. So wurden etwa Halbleiter deutlich mehr in die Unterhaltungselektronik-Industrie geliefert als in den Automotive-Sektor \u2013 meist auch zu deutlich besseren Konditionen\u201c, so erl\u00e4uterte Prof. Dr. Knaebel, der auch CEO von R\u00f6chling Automotive ist, die Engp\u00e4sse bei Halbleitern.<\/p>\n<p>Bei den Investitionen trat R\u00f6chling Automotive aufgrund der wirtschaftlichen Situation auf die Bremse. So investierte der Unternehmensbereich mit 36,1 Millionen Euro insgesamt 23,3\u00a0Millionen Euro weniger als noch im Jahr zuvor. Neben Investitionen in das Logistikgeb\u00e4ude am Standort in Worms und in die Logistikhalle in Peine wurde in Spritzgie\u00dfanlagen f\u00fcr mehrere Standorte investiert. Die Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich um 256 auf 6.011.<\/p>\n<p><strong>Unternehmensbereich Medical<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verschobene Operationen und R\u00fcckgang von Arztbesuchen f\u00fchrt zu Umsatzr\u00fcckgang<\/strong><\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den Unternehmensbereich Medical hielt die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr erhebliche Auswirkungen bereit. Die Verschiebung von Operationen, der R\u00fcckgang von Arztbesuchen und Verordnungen sowie die Umstellung von Therapieintervallen schw\u00e4chte den Umsatz des Unternehmensbereichs ab. Experten gehen davon aus, dass die Umsatzentwicklung gepaart mit dem hohen Preisdruck und den hohen Regulierungsanforderungen mittel- und langfristig fundamentale Markt- und Wettbewerbsver\u00e4nderungen mit sich bringen wird. Schon im vergangenen Jahr sank laut des Industrieverbands Spectaris der Umsatz der deutschen Medizintechnikbranche um rund vier Prozent auf etwa 32 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>R\u00f6chling Medical verzeichnete in 2020 einen Umsatzr\u00fcckgang in H\u00f6he von 4,4 Prozent auf 163,9 Millionen Euro. \u201eZun\u00e4chst profitierten einige Standorte zu Jahresbeginn noch von einer erh\u00f6hten Nachfrage. In Erwartung unsicherer Lieferketten t\u00e4tigten wichtige Kunden in den ersten Monaten der Pandemie noch Bevorratungsk\u00e4ufe, was sich im Jahresverlauf jedoch umkehrte. Andererseits f\u00fchrten die zahlreichen Beschr\u00e4nkungen zu Verz\u00f6gerungen bei Validierungen und Freigaben f\u00fcr Neuprojekte. Die hohen Infektionsraten in den USA, aber auch die weiterhin andauernde Zur\u00fcckhaltung bei Arztbesuchen und die Konzentration in den Krankenh\u00e4usern und Labors auf COVID-19-Tests f\u00fchrten zu einer zunehmend verhaltenen Umsatzentwicklung im gesamten Unternehmensbereich. \u201eWir gehen davon aus, dass sich die Situation bei einer Stabilisierung der Pandemielage durch vermehrte Impfangebote verbessern wird\u201c, sagte R\u00f6chling-Vorstandsmitglied Evelyn Thome, CFO von R\u00f6chling Medical.<\/p>\n<p>Auch in diesem Unternehmensbereich wurden die Investitionen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr reduziert, von 20,7 Millionen Euro auf 18,5 Millionen Euro. Neben Investitionen in die Geb\u00e4udeerweiterung am Standort Rochester\/USA wurde in die Maschinenausstattung und Automatisierung investiert. Die Anzahl der Mitarbeiter wurde um 37 auf 1.155 reduziert. Dieser R\u00fcckgang betraf vor allem die Region Amerika.<\/p>\n<p><strong>Ausblick 2021<\/strong><\/p>\n<p>Die Weltwirtschaft wird sich nach dem Corona-Schock des vergangenen Jahres im Jahr 2021 weiter erholen, wenn sie auch noch nicht \u00fcberall das Vorkrisen-Niveau erreichen wird. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds erwartet f\u00fcr das laufende Jahr ein weltweites Wirtschaftswachstum in H\u00f6he von 6,0 Prozent. Gest\u00fctzt wird diese Annahme durch die gro\u00dfe fiskalische Unterst\u00fctzung in einigen gro\u00dfen Volkswirtschaften, aber auch durch die erwartete impfstoffgest\u00fctzte Erholung in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2021. Die Knappheit an Rohstoffen und der Engpass an Halbleitern m\u00fcssen in den Griff bekommen werden.<\/p>\n<p>\u201eWir haben einen guten Start in das Jahr 2021 mit einem soliden ersten Quartal erlebt. Das ist vielleicht ein bisschen bescheiden formuliert, denn wir wissen, dass noch einige Aufgaben vor uns liegen, die wir dieses Jahr angehen m\u00fcssen. Wir werden, um wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben, auch weiterhin dort in unsere Infrastruktur sowie Produktions- und Fertigungskapazit\u00e4ten investieren, wo dies f\u00fcr ein weiteres Umsatzwachstum wichtig ist. Wir sind davon \u00fcberzeugt, dass wir die wirtschaftliche Talsohle durchschritten haben, sofern es nicht zu unerwarteten R\u00fcckschl\u00e4gen bei der Bek\u00e4mpfung des Coronavirus\u02bc und bei der Bereitstellung von Rohstoffen und Halbleitern kommen wird. Die unsichere Ausgangslage veranlasst uns zu vorsichtigem Handeln, ohne dabei die strategischen Fokusthemen aus dem Blick zu verlieren\u201c, betonte Prof. Dr. Knaebel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die R\u00f6chling-Gruppe mit ihren drei Unternehmensbereichen Industrial, Automotive und Medical hat im vergangenen Jahr die&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":26272,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-26271","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26271"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26273,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26271\/revisions\/26273"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/26272"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26271"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=26271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}