{"id":26570,"date":"2021-06-18T11:56:25","date_gmt":"2021-06-18T09:56:25","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=26570"},"modified":"2021-06-18T11:56:25","modified_gmt":"2021-06-18T09:56:25","slug":"ara-praesentiert-zukunftspaket-fuer-kreislaufwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=26570","title":{"rendered":"ARA pr\u00e4sentiert Zukunftspaket f\u00fcr Kreislaufwirtschaft"},"content":{"rendered":"<div class=\"teaser-text\">\n<p>Im Rahmen ihrer Bilanz-Pressekonferenz stellt die ARA ein Zukunftspaket zur Kreislaufwirtschaft mit umfangreichen Ma\u00dfnahmen vor. Nur mit gemeinsamen Anstrengungen entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette wird es \u00d6sterreich gelingen, die EU-Ziele f\u00fcr Sammlung und Recycling zu erreichen. Der heimische Marktf\u00fchrer der Sammel- und Verwertungssysteme versteht sich dabei nicht nur als Treiber f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft in \u00d6sterreich, sondern vor allem als unentbehrlicher Partner f\u00fcr Wirtschaft, Politik und KonsumentInnen. Mit rund 1,08 Mio. Tonnen an gesammelten Verpackungen und Altpapier schlie\u00dft man 2020 trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie nahezu nahtlos an das Rekordergebnis 2019 an (- 0,6% im Vergleich zu 2019).<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"news-text-wrap\">\n<p><strong>2021 \u2013 Jahr der Kreislaufwirtschaft<\/strong><br \/>\n\u201eDie ARA hat bereits seit Jahren die heimische Wirtschaft auf eine grundlegende Transformation unseres \u00f6konomischen Handelns im Sinne von Klimaschutz und Ressourcenschonung vorbereitet. Der New Green Deal der EU schreibt diesen Wandel fest, und diesen gibt es nicht ohne Kreislaufwirtschaft und nur mit dem starken Partner ARA. \u00d6sterreich agiert hier im internationalen Vergleich als Vorreiter und Vorbild. Die ARA hat sich f\u00fcr 2021, das Jahr der Kreislaufwirtschaft, mit einem Zukunftsmodell und einer neuen Vorstandskonstellation gut aufgestellt, um gemeinsam mit Politik und Wirtschaft die gro\u00dfen Herausforderungen zu meistern\u201c, erl\u00e4utert Alfred Berger, Aufsichtsratsvorsitzender der ARA AG.<\/p>\n<p><strong>Stabil durch die Krise\u00a0<\/strong><br \/>\nTrotz der durch COVID-19 bedingten Ausnahmesituation war die Entsorgungs- und Versorgungssicherheit f\u00fcr Haushalte und Betriebe in \u00d6sterreich stets gew\u00e4hrleistet, erl\u00e4utert ARA Vorstand Christoph Scharff. Ungeachtet der international angespannten Marktlage ist es der ARA gelungen, die heimische Wirtschaft weiterhin mit hochwertigen Sekund\u00e4rrohstoffen zu versorgen. \u201eWir sind Partner der Wirtschaft. Daher haben wir unsere Tarife trotz angespannter Marktsituation nicht erh\u00f6ht und arbeiten an weiteren Optimierungen in diesem Bereich\u201c, h\u00e4lt Scharff fest. \u00a0Das ARA Verpackungsrecycling liefert unver\u00e4ndert j\u00e4hrlich rund 700.000 Tonnen Recyclingrohstoffe und entlastet das Klima jedes Jahr um rund 500.000 Tonnen CO2- \u00c4quivalente. Und der Zuspruch zur M\u00fclltrennung ist auch in Krisenzeiten hoch: Mehr als 1 Million Tonnen Verpackungen und Altpapier wurden von den \u00f6sterreichischen Haushalten 2020 getrennt gesammelt \u2013 ein Ergebnis nur knapp unter dem Rekordresultat des Vorjahres und \u201eangesichts der besonderen Umst\u00e4nde keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit\u201c, so Scharff.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich sieht die Kreislaufwirtschaft nach wie vor als Chance \u2013 sowohl Unternehmen als auch KonsumentInnen. Bei der Bev\u00f6lkerung sind 83 % der Befragten bereit, sich beim richtigen Trennen und Sammeln noch mehr anzustrengen. \u00a0Der Anteil, der in Circular Economy investierenden Unternehmen, wiederum hat sich im \u201eCircular Economy Barometer\u201c \u00a0seit 2019 deutlich von 50 % auf 69 % erh\u00f6ht, bei gro\u00dfen Unternehmen sind es sogar 77 %. Im Vergleich dazu investieren allerdings nur 57 % der kleinen Betriebe aktuell in die Kreislaufwirtschaft. \u201eHier haben wir gro\u00dfen Nachholbedarf\u201c, r\u00e4umt ARA Vorstand Harald Hauke ein, \u201eallerdings ist das Interesse gro\u00df: Bei unseren Grundlagen-Webinaren melden sich jeweils bis zu 1.000 TeilnehmerInnen an.\u201c<\/p>\n<p><strong>Zukunftspaket: Gemeinsam f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft<\/strong><br \/>\nSo wie der New Green Deal der EU an der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette ansetzt, ber\u00fccksichtigt auch das ARA Zukunftspaket zur Kreislaufwirtschaft alle Bereiche \u2013 von Produktgestaltung und Produktion \u00fcber Konsum zu Sammlung und Verwertung, verbunden mit ambitionierten Digitalisierungsma\u00dfnahmen. \u201eDabei geht es nicht nur um die Erreichung von Sammel- oder Recyclingquoten. Es geht um neues, tragf\u00e4higes Zukunftsmodell f\u00fcr den Klimaschutz, in dem Ressourcenschonung und Rohstoffsicherheit selbstverst\u00e4ndlich sind, in dem die Industrie Investitionssicherheit genie\u00dft und in dem es einen funktionierenden Markt f\u00fcr Rezyklate und deren Einsatz in allen m\u00f6glichen Produkten gibt \u2013 von Baustoffen \u00fcber die Elektroindustrie bis hin zur Autoproduktion. Dazu wollen wir jede Verpackung zur\u00fcck f\u00fcrs Recycling\u201c, erkl\u00e4rt Hauke.<\/p>\n<p>Zentrales Ziel ist die Steigerung im Kunststoffrecycling \u2013 \u201ehier m\u00fcssen wir das Recycling bis 2025 verdoppeln\u201c, so Scharff. \u201eWir werden die Haushaltssammlung ausbauen und sukzessive von Bring- auf Holsysteme umstellen. Derzeit laufen dazu vielversprechende Pilotversuche, etwa in K\u00e4rnten. Zudem m\u00fcssen wir die Sammlung im Event-, Freizeit- und Au\u00dfer-Haus-Bereich wesentlich steigern \u2013 hier sind wir mit dem Pilotprojekt Big Belly Solar, einem energieautarken, intelligenten Sammelbeh\u00e4lter, in verschiedenen St\u00e4dten stationiert.\u201c Die Sammlung von Leicht- und Metallverpackungen sollen zudem bundesweit vereinheitlicht werden \u2013 Kunststoffverpackungen, Getr\u00e4nkekartons und Metallverpackungen gemeinsam in der Gelben Tonne und im Gelben Sack zu sammeln macht Sinn. Als Erfolgsbeispiel nennt Scharff die Bundeshauptstadt Wien: Seit der Systemumstellung 2019 hat sich die Sammelmenge um rund 11 % erh\u00f6ht. Bei den PET-Flaschen gibt es ein Plus von 26 %, bei den Getr\u00e4nkedosen betr\u00e4gt es 24 % und bei Getr\u00e4nkekartons 30 %.<\/p>\n<p>Im Gewerbeabfall wiederum, so Scharff weiter, steckt ein ungenutztes Potenzial von rund 50.000 t Kunststoffverpackungen in teils sehr guter Qualit\u00e4t \u2013 allerdings enthalten in einer Menge von 1 Million Tonnen Abfall. Daher braucht es aus Sicht der ARA eine gesetzlich definierte Trennpflicht und ein Verwertungsgebot f\u00fcr gewerbliche Verpackungen, damit die Sammelmenge in diesem Bereich um 40 % gesteigert werden kann. \u201eWir begr\u00fc\u00dfen und unterst\u00fctzen die Initiative des Klimaschutzministeriums, in den Novellen von Abfallwirtschaftsgesetz und Verpackungsverordnung das gro\u00dfe Potenzial an Verpackungen aus Handel, Gewerbe und Industrie gezielt zu nutzen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Gamechanger Circular Design und Digitalisierung<\/strong><br \/>\nBis 2030 m\u00fcssen alle Kunststoffverpackungen in der EU recyclingf\u00e4hig sein \u2013 ein aufw\u00e4ndiger technischer Prozess, der sich allerdings durch g\u00fcnstigere Tarife f\u00fcr entsprechend optimierte Verpackungen bezahlt macht. \u201eCircular Design ist der Gamechanger f\u00fcr die Industrie\u201c, betont Hauke. Bereits jetzt nutzen mehr als 500 Kunden aus allen Branchen den ARA Recycling Compass zur Bewertung der Recyclingf\u00e4higkeit ihrer Verpackungen. \u201eUmweltfreundliche Verpackungsgestaltung ist ein Hightech-Prozess. Die Wirtschaft arbeitet mit Hochdruck daran, die Anfragen mehren sich von Tag zu Tag. Was bislang noch fehlt, sind rechtliche Kriterien: Was ist eine umweltfreundliche Verpackung aus Sicht des Gesetzgebers?\u201c<\/p>\n<p>Um die Recyclingziele zu schaffen, setzt die ARA dar\u00fcber hinaus auf eine vollst\u00e4ndige Digitalisierung entlang der Wertsch\u00f6pfungskette: Entpflichtung mit einer digital gest\u00fctzten Klassifizierung, Online-Dashboards f\u00fcr das Abfallmanagement, digitale Notifizierung, QR-Codes f\u00fcr das Reporting, smarte und sensorbasierte Container und Hightech-Sortieranlagen. \u201eEntsprechende Modellversuche und Forschungskooperationen sind in ganz \u00d6sterreich bereits angelaufen und entwickeln sich hervorragend. Digitales Stoffstrommanagement stellt einen wesentlichen Schl\u00fcssel f\u00fcr eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft dar\u201c, betont Hauke. \u201eWir freuen uns, dass die neue FTI-Initiative Kreislaufwirtschaft des Klimaschutzministeriums das Thema Recycling als einen von vier Schwerpunkten gew\u00e4hlt hat, damit auch die Forschung den notwendigen R\u00fcckenwind erh\u00e4lt.\u201c<\/p>\n<p>\u201e\u00d6sterreich hat eine gute Startposition im europ\u00e4ischen Kontext, es gibt aber noch viel zu tun. Wir sehen uns mit unserem Zukunftspaket als Experte und Treiber der Kreislaufwirtschaft. Nur mit gemeinsamen umfassenden Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen wir die EU-Ziele erreichen und das Klima entlasten \u2013 ohne die Wirtschaft zu gef\u00e4hrden oder die KonsumentInnen zus\u00e4tzlich zu belasten\u201c, betonen die ARA Vorst\u00e4nde abschlie\u00dfend.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen ihrer Bilanz-Pressekonferenz stellt die ARA ein Zukunftspaket zur Kreislaufwirtschaft mit umfangreichen Ma\u00dfnahmen vor&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":26571,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-26570","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26570"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26570\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26572,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26570\/revisions\/26572"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/26571"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26570"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=26570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}