{"id":26613,"date":"2021-06-21T13:05:00","date_gmt":"2021-06-21T11:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=26613"},"modified":"2021-06-21T13:05:00","modified_gmt":"2021-06-21T11:05:00","slug":"volkswagen-will-neues-3d-druck-verfahren-in-den-naechsten-jahren-in-der-fahrzeugproduktion-nutzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=26613","title":{"rendered":"Volkswagen will neues 3D-Druck-Verfahren in den n\u00e4chsten Jahren in der Fahrzeugproduktion nutzen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Software-Partnerschaft mit Siemens f\u00fcr 3D-Druck-Verfahren<\/strong><\/li>\n<li><strong>Neuartiges Binder-Jetting-Verfahren bringt 3D-Druck in der Autoproduktion zur Serienreife und macht den Einsatz wirtschaftlich<\/strong><\/li>\n<li><strong>Die im 3D-Druck gefertigten Bauteile f\u00fcr die A-S\u00e4ule des Volkswagen T-Roc Cabrios werden in Osnabr\u00fcck verbaut<\/strong><\/li>\n<li><strong>Christian Vollmer, Vorstand f\u00fcr Produktion und Logistik der Marke Volkswagen: \u201eWir treiben trotz Corona-Krise die Zukunftsthemen voran und wollen 3D-Druck noch effizienter und reif f\u00fcr den Einsatz in der Serienfertigung machen.\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Volkswagen treibt den Einsatz von innovativen 3D-Druckern in der Autoproduktion voran. Erstmals wurde jetzt im Stammwerk Wolfsburg das neueste Verfahren \u2013 das sogenannte Binder-Jetting &#8211; in der Teilefertigung eingesetzt. Wird beim herk\u00f6mmlichen 3D-Druck von einem Laser aus metallenem Pulver Schicht f\u00fcr Schicht ein Bauteil aufgebaut, erledigt das beim Binder-Jetting-Verfahren ein Klebstoff. Das so entstandene Bauteil wird anschlie\u00dfend erhitzt und zu einem metallischen Teil geformt. Mit dem Binder-Jetting-Verfahren sinken die Kosten und wird die Produktivit\u00e4t erh\u00f6ht \u2013 zum Beispiel sind die Teile nur halb so schwer wie mit Stahlblech. Volkswagen setzt momentan als einziger Automobilhersteller den gesamten Produktionsprozess dieser 3D-Druck-Technologie um. \u201eWir treiben \u2013 auch im anhaltend schwierigen Umfeld der Corona-Pandemie &#8211; unsere Zukunftsthemen konsequent voran\u201c, sagt Christian Vollmer, Vorstand f\u00fcr Produktion und Logistik der Marke Volkswagen Pkw. \u201eMit unseren Partnern wollen wir den 3D-Druck in den kommenden Jahren noch effizienter und reif f\u00fcr den Einsatz in der Serienfertigung machen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO Digital Industries: \u201eWir sind sehr stolz darauf, Volkswagen mit unseren innovativen L\u00f6sungen im 3D-Druck-Verfahren zu unterst\u00fctzen. Unsere Automatisierungs- und Softwarel\u00f6sungen sind f\u00fchrend in der industriellen Produktion. Volkswagen kann mit dieser Technologie wichtige Bauteile noch schneller, flexibler und ressourcenschonender entwickeln und produzieren.&#8221;<\/p>\n<p>F\u00fcr den Innovationsschub hat Volkswagen in den vergangenen f\u00fcnf Jahren einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag investiert. Zudem hat das Unternehmen eine Software-Partnerschaft mit Siemens geschlossen, ausgebaut wurde auch die bestehende Kooperation mit dem Drucker-Hersteller HP Inc. Gemeinsam sollen mit dem ersten Kompletteinsatz des Binder-Jetting wichtige Erfahrungen gesammelt werden, etwa welche Bauteile in Zukunft wirtschaftlich und schnell gefertigt werden k\u00f6nnen bzw. wie mit dem Additive Manufacturing die digitale Transformation der Produktion bei Volkswagen unterst\u00fctzt werden kann.<\/p>\n<p>HP liefert die entsprechenden High-Tech-Drucker und Siemens die Spezial-Software f\u00fcr Additive Manufacturing. Ein wichtiger Prozessschritt &#8211; den Siemens und VW gemeinsam erweitert haben &#8211; ist die Optimierung der Positionierung von Bauteilen im Bauraum. Im sogenannten \u201eNesting\u201c k\u00f6nnen hierdurch bis zu doppelt so viele Teile pro Druckvorgang produziert werden.<\/p>\n<p>Die drei Unternehmen wollen ab Sommer ein gemeinsames Experten-Team um das Wolfsburger 3D-Druck-Zentrum aufbauen. Das hochmoderne Zentrum startete Ende 2018 und erm\u00f6glicht die Fertigung von komplexen Fahrzeugteilen durch 3D-Druck. Die Anlage dient auch dazu, die Mitarbeiter f\u00fcr den Einsatz dieser Technologien zu qualifizieren.<\/p>\n<p>Bis 2025 sollen in Wolfsburg bis zu 100.000 Teile pro Jahr f\u00fcr Volkswagen im 3D-Druck gefertigt werden. Die ersten Bauteile aus dem Binder-Jetting-Verfahren gehen zur Zertifizierung nach Osnabr\u00fcck: Teile f\u00fcr die A-S\u00e4ule des T-Roc Cabrios. Diese wiegen fast 50 Prozent weniger als herk\u00f6mmliche Teile aus Stahlblech. Gerade diese Ersparnis macht das Verfahren besonders interessant in der Autoproduktion. Volkswagen hat bereits 3D-gedruckte metallurgische Fahrzeugbauteile erfolgreich im Crashtest erprobt. Die Herstellung in gr\u00f6\u00dferen St\u00fcckzahlen war aber bis jetzt noch nicht wirtschaftlich genug &#8211; durch die neue Technologie und die geschlossene Kooperation wird der Einsatz in der Serie wirtschaftlich jedoch realisierbar.<\/p>\n<p><strong>In 25 Jahren bereits eine Million Teile gedruckt<\/strong><\/p>\n<p>Volkswagen arbeitet bereits seit 25 Jahren mit 3D-Druck &#8211; und startete urspr\u00fcnglich im Bereich der Technischen Entwicklung mit dem Ziel, die Entwicklung von Fahrzeugen zu beschleunigen und kosteng\u00fcnstiger zu realisieren. Heute werden am Standort Wolfsburg 13 Anlagen betrieben, die sowohl Kunststoff- als auch Metallbauteile in unterschiedlichen Druckverfahren herstellen k\u00f6nnen. Typische Beispiele sind Kunststoffbauteile f\u00fcr Prototypen wie Mittelkonsole, T\u00fcrverkleidungen und Instrumententafeln bis hin zu Sto\u00dff\u00e4ngern. Im Metalldruck werden unter anderem Saugrohre, K\u00fchlk\u00f6rper, Halter und Tr\u00e4gerteile gedruckt. In den zur\u00fcckliegenden 25 Jahren wurden insgesamt bereits mehr als eine Million Bauteile hergestellt.<\/p>\n<p>Die Kooperation mit Siemens ist Teil einer umfassenden, strategischen Partnerschaft im Bereich der digitalen Produktionsplattform, die beide Unternehmen geschlossen haben. Volkswagen Vorstand Vollmer: \u201eIch freue mich, dass wir mit Siemens einen starken und innovativen Partner gefunden haben, mit dem wir die Autoproduktion von morgen schon jetzt starten k\u00f6nnen. Das Beispiel 3D-Druck zeigt, dass die Transformation viele unterschiedliche und innovative Chancen bietet.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Volkswagen treibt den Einsatz von innovativen 3D-Druckern in der Autoproduktion voran. 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