{"id":27122,"date":"2021-08-03T11:17:27","date_gmt":"2021-08-03T09:17:27","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=27122"},"modified":"2021-08-03T11:17:27","modified_gmt":"2021-08-03T09:17:27","slug":"materialmangel-belastet-deutschen-maschinenbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=27122","title":{"rendered":"Materialmangel belastet deutschen Maschinenbau"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Insbesondere Elektronikkomponenten und Stahl sind im Maschinenbau knapp<\/strong><\/li>\n<li><strong>ifo Gesch\u00e4ftsklima kann erstmals nach 9 Anstiegen in Folge nicht zulegen<\/strong><\/li>\n<li><strong>VDMA bleibt bei seiner Prognose von plus 10 Prozent Produktionswachstum<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland leidet immer st\u00e4rker unter Materialengp\u00e4ssen. Dies geht aus aktuellen Zahlen des ifo Instituts hervor. \u201eBereits 70 Prozent der Unternehmen im Maschinenbau sehen ihre Produktion durch einen Materialmangel deutlich erschwert. Das ist mit Abstand der h\u00f6chste Wert seit Ver\u00f6ffentlichung dieses gesamtdeutschen Indikators\u201d, erl\u00e4utert VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Der Materialmangel trifft zwar die Teilbranchen unterschiedlich hart. \u201eBetroffen sind jedoch alle\u201d, sagt Wiechers weiter. Besonders problematisch ist die Versorgung mit Elektronikkomponenten und Stahl.<\/p>\n<p>Damit hat sich die Lage gegen\u00fcber der letzten Erhebung im April weiter versch\u00e4rft. Zu diesem Zeitpunkt meldeten bereits \u00fcber 40 Prozent der Teilnehmer am ifo-Konjunkturtest aus dem Maschinen- und Anlagenbau Knappheiten bei der Materialversorgung. Ausweislich einer VDMA-Umfrage ebenfalls im April sah etwa jedes vierte Unternehmen eine zunehmende Anspannung in den Lieferketten innerhalb der n\u00e4chsten drei Monate auf sich zukommen. \u201eMit dieser Versch\u00e4rfung war &#8211; leider! &#8211; zu rechnen\u201d, erl\u00e4utert Wiechers.<\/p>\n<p><strong>Gesch\u00e4ftsklima ger\u00e4t ins Stocken<\/strong><br \/>\nDie schlechte Versorgungslage d\u00fcrfte auch ein Grund f\u00fcr die weniger euphorische Stimmung der Unternehmer sein. Das ifo Gesch\u00e4ftsklima im Maschinenbau konnte im Juli erstmals seit neun Anstiegen in Folge nicht weiter zulegen. Grund daf\u00fcr ist ein nachlassender Optimismus beim Blick auf die Entwicklung in den kommenden Monaten (plus 29,6 Prozent nach plus 33,3 Prozent im Juni). \u201eDie Knappheit bei den Vorprodukten d\u00e4mpft die Produktionspl\u00e4ne der Unternehmen. Zudem setzen wieder ansteigende Infektionszahlen in vielen f\u00fcr den Maschinenbau wichtigen M\u00e4rkten die Lieferketten weiter unter Druck\u201c, sagt Dr. Ralph Wiechers.<\/p>\n<p><strong>Produktionsprognose bleibt bei plus 10 Prozent<\/strong><br \/>\nDer VDMA bleibt gleichwohl bei der Jahresprognose von plus 10 Prozent Produktionswachstum. Denn die Unternehmen bewerteten nicht nur ihre aktuelle Gesch\u00e4ftslage etwas besser als im Vormonat (plus 48,9 Prozent im Saldo nach plus 45,6 Prozent). Auch die Kapazit\u00e4tsauslastung stieg im Juli im Vergleich zum April nochmals an und liegt mit 88,3 Prozent nun deutlich \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Durchschnitt von 85,9 Prozent. Au\u00dferdem konnte bisher ein Anstieg der Kurzarbeit beispielsweise in Folge ausfallender Zulieferungen vermieden werden. Im Juni lag die Kurzarbeit bei ca. 52.000 Besch\u00e4ftigten \u2013 und damit nur noch geringf\u00fcgig \u00fcber dem Vor-Corona-Niveau. Vielmehr planen zahlreiche Unternehmen Neueinstellungen und berichten \u00fcber zunehmende Besetzungsprobleme in Folge von Fachkr\u00e4ftemangel.<br \/>\n\u201eDas ist ein klares Zeichen daf\u00fcr, dass die Maschinen- und Anlagenbauer trotz aller Hindernisse und Herausforderungen engagiert und Willens sind, ihre Produktion zu steigern und ihre Kunden wo immer m\u00f6glich zeitnah zu bedienen\u201d, erg\u00e4nzt Wiechers.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland leidet immer st\u00e4rker unter Materialengp\u00e4ssen. 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