{"id":27321,"date":"2021-08-18T11:22:20","date_gmt":"2021-08-18T09:22:20","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=27321"},"modified":"2021-08-18T11:22:20","modified_gmt":"2021-08-18T09:22:20","slug":"maschinenexport-waechst-zweistellig-lieferketten-bleiben-stark-angespannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=27321","title":{"rendered":"Maschinenexport w\u00e4chst zweistellig \u2013 Lieferketten bleiben stark angespannt"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Ausfuhren von Maschinen- und Anlagen steigen im zweiten Quartal um 23,5 Prozent<\/strong><\/li>\n<li><strong>Zuwachs von 11 Prozent im ersten Halbjahr<\/strong><\/li>\n<li><strong>Engp\u00e4sse in der Logistik erh\u00f6hen den Druck auf angespannte Lieferketten <\/strong><\/li>\n<li><strong>Exporte nach China trotz Wachstumsabschw\u00e4chung \u00fcber Vorkrisenniveau<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Maschinenexporte aus Deutschland haben im zweiten Quartal weiter an Fahrt gewonnen: Sie stiegen im Vorjahresvergleich um 23,5 Prozent auf 44,5 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt anhand vorl\u00e4ufiger Zahlen mitteilte. Im ersten Quartal lagen die Ausfuhren lediglich um 0,8 Prozent \u00fcber dem Vorjahr. Dabei ist zu ber\u00fccksichtigen, dass die Maschinenexporte im zweiten Quartal 2020 \u2013 dem H\u00f6hepunkt der Corona-Pandemie \u2013 um 21,5 Prozent zur\u00fcckgingen. Im ersten Quartal 2020 lag der R\u00fcckgang nur bei 5 Prozent. Insofern ist der starke Anstieg im zweiten Quartal des laufenden Jahres auch auf eine niedrigere Vorjahresbasis zur\u00fcckzuf\u00fchren. Unterm Strich lagen die Maschinenausfuhren im ersten Halbjahr dieses Jahres 11,2 Prozent \u00fcber denen des Vorjahres.<\/p>\n<p>Die Versorgung mit Vorprodukten wird zum Engpass. \u201eDas kr\u00e4ftige Comeback der Maschinenexporte in nahezu alle Regionen der Welt ist sehr erfreulich\u201c, sagt VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. \u201eDoch das positive Bild darf nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass der weitere Aufschwung im Maschinenbau aufgrund von Materialmangel deutlich erschwert wird\u201c, f\u00fcgt Wortmann hinzu. Besonders die Versorgung mit Vorprodukten aus der Elektronik- und Stahlindustrie ist problematisch und sorgt f\u00fcr angespannte Lieferketten, wie aus einer Umfrage unter VDMA-Mitgliedern Anfang April hervorging. \u201eUnd die Situation hat sich seitdem weiter verschlechtert. Der Druck auf die Lieferketten ist hoch und wird zus\u00e4tzlich durch Logistikengp\u00e4sse versch\u00e4rft. So sorgte ein einzelner Corona-Fall bei einem Hafenmitarbeiter in China im Juni bei Shenzhen und im August in Ningbo f\u00fcr eine Teilsperrung des viert- beziehungsweise drittgr\u00f6\u00dften Hafens der Welt. Das wiederum sorgt f\u00fcr eine hohe Beeintr\u00e4chtigung des internationalen Warenverkehrs, erh\u00f6hte Lieferzeiten und einen Anstieg der Frachtkosten\u201c, erl\u00e4utert der VDMA-Konjunkturexperte. \u201eDie Frachtraten zwischen China und Europa haben sich im bisherigen Jahresverlauf ohnehin schon mehr als versechsfacht.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Exportwachstum nach China h\u00e4lt an<\/strong><br \/>\nDie Maschinenexporte in die beiden wichtigsten Einzelm\u00e4rkte USA und China wiesen zuletzt eine gegenl\u00e4ufige Dynamik auf: Im zweiten Quartal wurden 32,4 Prozent mehr Maschinen und Anlagen aus Deutschland in die USA exportiert, w\u00e4hrend das Vorjahresergebnis im ersten Quartal noch um 6,6 Prozent verfehlt wurde. In China lagen die Maschinenexporte aus Deutschland im zweiten Quartal 9,9 Prozent und im ersten Quartal sogar 20,4 Prozent \u00fcber dem Vorjahreswert. \u201eDie USA und China waren vor einem Jahr unterschiedlich stark von der Pandemie betroffen. Nach einem kurzen D\u00e4mpfer zu Beginn des vergangenen Jahres sorgte das schnelle Hochfahren der Industrieproduktion f\u00fcr eine rasche Erholung der Maschinenexporte dorthin. Bereits im ersten Quartal 2021 wurde das Vorkrisenniveau \u00fcbertroffen\u201c, sagt Wortmann. \u201eDas Abflachen der Wachstumsdynamik war auf diesem Niveau zu erwarten.\u201c In den USA dagegen setzte die Pandemie etwas sp\u00e4ter ein. Hier wurde der st\u00e4rkste R\u00fcckgang im zweiten Quartal 2020 mit minus 22,6 Prozent verzeichnet. Doch auch die Maschinenexporte in die USA d\u00fcrften in naher Zukunft ihr Vorkrisenniveau \u00fcbertreffen, denn das milliardenschwere Konjunkturpaket sorgt f\u00fcr Schwung in der amerikanischen Volkswirtschaft.<\/p>\n<p><strong>Erfolgreiche Impfkampagne in Gro\u00dfbritannien befl\u00fcgelt Exporte<\/strong><br \/>\nIm zweiten Quartal lagen die gesamten Maschinenexporte aus Deutschland in die <strong>EU-27<\/strong> um 26,1 Prozent \u00fcber ihrem Vorjahresniveau. Das Exportgesch\u00e4ft mit den drei wichtigsten Abnehmern aus der EU-27, <strong>Frankreich <\/strong>(plus 28,8 Prozent), <strong>Italien<\/strong> (plus 39,3 Prozent) und den <strong>Niederlanden <\/strong>(plus 14,0 Prozent) wuchs jeweils zweistellig \u2013 teilweise auch bedingt durch hohe R\u00fcckg\u00e4nge im vergangenen Jahr. Ein hohes Exportwachstum verzeichneten ebenfalls die <strong>T\u00fcrkei<\/strong> (plus 46,6 Prozent) und das <strong>Vereinigte K\u00f6nigreich<\/strong> (plus 68,1 Prozent). \u201eIn der T\u00fcrkei entl\u00e4dt sich der angelaufene Investitionsstau, der sich durch die W\u00e4hrungskrise aus 2018 und die Corona-Krise aufgebaut hat. Wie lange die positive Entwicklung anh\u00e4lt, bleibt abzuwarten, denn die Lira befindet sich weiter im Abw\u00e4rtstrend, wodurch die Importe f\u00fcr die T\u00fcrkei teurer werden. Im Vereinigten K\u00f6nigreich ist das \u00f6ffentliche Leben zuletzt fast zum Normalzustand zur\u00fcckgekehrt, was einen raschen wirtschaftlichen Aufschwung beg\u00fcnstigt. Davon profitieren letztlich auch Maschinenexporteure\u201c, sagt Wortmann. <strong>S\u00fcdkorea<\/strong> ist das einzige Land unter den Top-20 Absatzl\u00e4ndern mit einem R\u00fcckgang der Maschinenexporte aus Deutschland (minus 6,1 Prozent).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Maschinenexporte aus Deutschland haben im zweiten Quartal weiter an Fahrt gewonnen: Sie stiegen im Vorjahresvergleich&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-27321","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27321","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27321"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27321\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27322,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27321\/revisions\/27322"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27321"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27321"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27321"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=27321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}