{"id":27493,"date":"2021-08-27T11:40:47","date_gmt":"2021-08-27T09:40:47","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=27493"},"modified":"2021-08-27T11:40:47","modified_gmt":"2021-08-27T09:40:47","slug":"potenzial-fu%cc%88r-den-einsatz-von-rezyklaten-in-kunststoffverpackungen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=27493","title":{"rendered":"Potenzial fu\u0308r den Einsatz von Rezyklaten in Kunststoffverpackungen"},"content":{"rendered":"<p>Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. hat das Potenzial f\u00fcr den Einsatz von Recyclingmaterial in Kunststoffverpackungen ermitteln lassen. Das Ergebnis der GVM Gesellschaft f\u00fcr Verpackungsmarktforschung: Der Einsatz von recyceltem Kunststoff in Verpackungen k\u00f6nnte auf von 475 auf circa 960 Tausend Tonnen pro Jahr gesteigert werden, was ca. 22 Prozent der Produktionsmenge entspricht. Der Einsatz von einer Million Tonnen Kunststoffrezyklat bis 2025 ist bereits erkl\u00e4rtes Ziel der Industrie.<\/p>\n<p>\u201eDie Hersteller von Kunststoffverpackungen in Deutschland setzen auf Innovationen und Investitionen in der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette, um mehr Rezyklat in ihren Produkten einzusetzen\u201c, erkl\u00e4rt IK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Dr. Isabell Schmidt die Kreislauf-Strategie der Industrie. Die Aufholjagd hat bereits begonnen: Zwischen 2017 und 2019 ist die Nachfrage nach Rezyklaten um \u00fcber 18 Prozent gestiegen, w\u00e4hrend zugleich der Verbrauch an Kunststoffneuware r\u00fcckg\u00e4ngig war. \u201eDiese Entkopplung zeigt das enorme Interesse der Verpackungsbranche am Einsatz von Rezyklaten\u201c, so Schmidt.<\/p>\n<p>Doch Rezyklat um jeden Preis ist weder sinnvoll noch m\u00f6glich. Viele Verpackungen stellen h\u00f6chste Anspr\u00fcche an die Qualit\u00e4t der Rohstoffe, allen voran Lebensmittelverpackungen, die 44 Prozent des Markts ausmachen. Im Augenblick sind die Mengen von geeigneten Rezyklaten am Markt jedoch limitiert. Der Grund daf\u00fcr ist, dass das Kunststoffrecycling in der Vergangenheit von der Erf\u00fcllung der gesetzlichen Recyclingquoten getrieben war, nicht vom Rohstoffbedarf der Verpackungsindustrie. Deshalb haben in den letzten Jahrzehnten kaum Investitionen in die Produktion hochreiner Qualit\u00e4ten f\u00fcr den Lebensmittelkontakt stattgefunden. Gegenw\u00e4rtig kommt ein Gro\u00dfteil der Rezyklate in anderen Branchen zum Einsatz, etwa in der Herstellung von Bauprodukten. Immerhin: Auch hier ersetzen die Rezyklate den Verbrauch von Kunststoffneuware und sparen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen ein.<\/p>\n<p>Doch die Rahmenbedingungen \u00e4ndern sich derzeit. \u201eSp\u00e4testens bis 2045, dem Jahr in dem Deutschland klimaneutral sein will, m\u00fcssen Kunststoffe komplett aus Rezyklaten und anderen erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden\u201c, erl\u00e4utert Schmidt die Zukunftsvision der Branche. Der Wandel weg vom fossilen Rohstoff ist radikal. Er erfordert von der Industrie Investitionen in mehrstelliger Milliardenh\u00f6he in das Design-for-Recycling und den Ausbau hochwertiger Sortiert- und Recyclingverfahren.<\/p>\n<p>Eine weitere Herausforderung besteht in der getrennten Sammlung: Derzeit landet ein gro\u00dfer Teil der Kunststoffabf\u00e4lle noch im Restm\u00fcll oder in restm\u00fcll\u00e4hnlichen Gewerbeabf\u00e4llen, wo er stark vermischt und verschmutzt wird. Ihn hier wieder herauszuholen ist unwirtschaftlich. \u201eRecycling funktioniert dort aber am besten, wo Kunststoffabf\u00e4lle getrennt gesammelt werden \u2013 das sehen wir am besten bei der Pfandsammlung von PET-Getr\u00e4nkeflaschen. Hier werden Rezyklate produziert, die sogar den strengen gesetzlichen Anforderungen im Lebensmittelkontakt gerecht werden. Um den zuk\u00fcnftigen Rohstoffbedarf der Kunststoff verarbeitenden Industrie zu decken, muss die Politik darauf hinwirken, dass die getrennte Sammlung in ganz Europa deutlich verbessert und die Deponierung von Kunststoffabf\u00e4llen g\u00e4nzlich verboten wird\u201c, fordert Schmidt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. 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