{"id":27567,"date":"2021-09-01T13:51:37","date_gmt":"2021-09-01T11:51:37","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=27567"},"modified":"2021-09-01T13:51:37","modified_gmt":"2021-09-01T11:51:37","slug":"mehrweg-pet-fuer-sensible-getraenke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=27567","title":{"rendered":"Mehrweg-PET f\u00fcr sensible Getr\u00e4nke?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Forschungssprojekt von Krones und Alpla liefert \u00fcberraschende Ergebnisse<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Trotz attraktiver Umweltbilanz fristen Mehrweg-PET-Beh\u00e4lter ein Nischendasein.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Um das Potenzial dieser Verpackungsart weiter auszusch\u00f6pfen, kooperieren Krones und Alpla in einem Forschungsprojekt.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Ergebnis ist ein Mehrweg-PET-Beh\u00e4lter speziell f\u00fcr S\u00e4fte und Milchprodukte in der K\u00fchlkette.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Objektive Tests geben Auskunft \u00fcber die mikrobiologische Unbedenklichkeit.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Raus aus der Nische: Im Verpackungsmarkt f\u00fcr Getr\u00e4nke spielen Mehrweg-PET-Beh\u00e4lter eher eine untergeordnete Rolle. Zu Unrecht, belegt nun ein gemeinsames Forschungsprojekt von Krones und Alpla. In diesem wurden zun\u00e4chst Material und Prozessparameter einer umfassenden wissenschaftlichen Bewertung unterzogen. Auf Basis der so gewonnenen Erkenntnisse gelang es den Kooperationspartnern, einen Mehrweg-PET-Beh\u00e4lter zu entwickeln, der auch sensiblen ESL (Extended Shelf Life)-Produkten wie Saft und Milch in der K\u00fchlkette ein optimales Zuhause bietet.<\/p>\n<p>Sei es aufgrund gesetzlicher Vorgaben, freiwilliger Klimaziele oder steigenden Umweltbewusstseins bei den Verbrauchern: Fragen der Nachhaltigkeit gewinnen bei der Verpackungswahl immer mehr an Bedeutung. \u201eWelche Verpackungsart unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten am besten abschneidet, h\u00e4ngt von einer Vielzahl an Einflussfaktoren ab und muss f\u00fcr jeden Anwendungsfall individuell bewertet werden\u201c, erl\u00e4utert Martina Birk, Beauftragte des enviro Nachhaltigkeitsprogramms bei Krones. Was hier jedoch auff\u00e4llt: Mehrweg-PET-Beh\u00e4lter werden oft gar nicht erst in Betracht gezogen. \u201eDabei k\u00f6nnen sie gerade bei einer vorwiegend regionalen Distribution mit einer \u00e4u\u00dferst attraktiven Umweltbilanz aufwarten\u201c, betont Birk.<\/p>\n<p><strong>Flaschenmuster und Reinigungsverfahren im Test <\/strong><\/p>\n<p>Um diese Vorteile f\u00fcr ein breites Spektrum an Getr\u00e4nken nutzbar zu machen, schlossen sich Krones und Alpla zu einer Kooperation zusammen. \u201eBislang werden Mehrweg-PET-Beh\u00e4lter in erster Linie f\u00fcr karbonisierte Softdrinks und Wasser eingesetzt\u201c, erkl\u00e4rt J\u00f6rg Schw\u00e4rzler, Mehrweg-Experte und Projektleiter bei Alpla. \u201eWir waren uns aber sicher: Wenn wir unsere Expertise in Sachen Materialkunde, Preform-Auslegung, Beh\u00e4lterdesign und Anlagentechnik zusammenbringen, finden wir auch f\u00fcr sensible Getr\u00e4nke wie S\u00e4fte oder Milchprodukte eine L\u00f6sung. Die Option einer 38-Millimeter-M\u00fcndung hat besondere Vorteile f\u00fcr sensible Mehrweg-Anwendungen.\u201c<\/p>\n<p>Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Partner dem Reinigungsprozess der Beh\u00e4lter, denn: \u201ePET ist weniger hitzebest\u00e4ndig als Glas\u201c, erl\u00e4utert Entwicklerin Ines Bradshaw. \u201eDaher mussten wir einen Weg finden, wie sich auch mit niedrigeren Reinigungstemperaturen eine hohe mikrobiologische Sicherheit und eine gro\u00dfe Anzahl von Uml\u00e4ufen sicherstellen lassen.\u201c<\/p>\n<p>Zum Erheben einer objektiven und aussagekr\u00e4ftigen Datengrundlage f\u00fchrte das Krones Technikum f\u00fcr Waschtechnologie in Flensburg eine aufw\u00e4ndige Versuchsreihe durch, bei der das Zusammenspiel verschiedener Flaschenmuster und Reinigungsverfahren analysiert wurde. \u201eDie Tests lieferten uns sehr klares Bild von den jeweils wirkenden thermischen, chemischen und mechanischen Einflussfaktoren\u201c, sagt Bradshaw. \u201eUnter anderem stellte sich dabei heraus: Mit der richtigen Parameterwahl \u2013 insbesondere, was Laugenkonzentration, Temperatur, Additiv und mechanischen Impact betrifft \u2013 reichen Temperaturen um 60 \u00b0C aus, um sogar eingetrocknete Protein-, Fett- und St\u00e4rkeverschmutzungen zuverl\u00e4ssig von den Beh\u00e4ltern zu entfernen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Direktvergleich mit Mehrweg-Glas <\/strong><\/p>\n<p>Eine weitere interessante Entdeckung f\u00f6rderte der direkte Vergleich von Mehrweg-PET und Mehrweg-Glas zu Tage: Mit dem Voranschreiten der Reinigungszyklen raute das alkalische Reinigungsmedium die Oberfl\u00e4che der Glasflasche zusehends auf; bei den PET-Beh\u00e4ltern hingegen lie\u00df sich nichts Vergleichbares feststellen. \u201eGerade f\u00fcr die Abf\u00fcllung von sensiblen Getr\u00e4nken kann eine gleichbleibende Beh\u00e4lterqualit\u00e4t ein nicht zu untersch\u00e4tzender Vorteil darstellen\u201c, bemerkt Ines Bradshaw.<\/p>\n<p>Um letzte Gewissheit \u00fcber die Unbedenklichkeit zu erlangen, werden derzeit mikrobiologische Untersuchungen durchgef\u00fchrt. Die ersten Ergebnisse liegen bereits vor und best\u00e4tigen die bisherigen Beobachtungen: \u201eMikrobiologisch waren PET-Flaschen, die bereits 25 Zyklen durchlebt hatten, nicht von neuen zu unterscheiden\u201c, freut sich Ines Bradshaw. Mit dem Beleg der Machbarkeit hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht \u2013 und ist nun bereit f\u00fcr den n\u00e4chsten gro\u00dfen Schritt: Die Vorbereitungen f\u00fcr den technischen Feldtest laufen bereits auf Hochtouren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Raus aus der Nische: Im Verpackungsmarkt f\u00fcr Getr\u00e4nke spielen Mehrweg-PET-Beh\u00e4lter eher eine untergeordnete Rolle. 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