{"id":28155,"date":"2021-10-01T12:59:02","date_gmt":"2021-10-01T10:59:02","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=28155"},"modified":"2021-10-01T12:59:02","modified_gmt":"2021-10-01T10:59:02","slug":"ralf-w-dieter-uebergibt-vorstandsvorsitz-der-duerr-ag-an-seinen-stellvertreter-dr-jochen-weyrauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=28155","title":{"rendered":"Ralf W. Dieter \u00fcbergibt Vorstandsvorsitz der D\u00fcrr AG an seinen Stellvertreter Dr. Jochen Weyrauch"},"content":{"rendered":"<p>Die D\u00fcrr AG wird am Jahresende einen langfristig vorbereiteten Wechsel an der Unternehmensspitze vornehmen. Ralf W. Dieter (60), der den D\u00fcrr-Konzern seit 2006 als Vorstandsvorsitzender erfolgreich gepr\u00e4gt hat, stellt sein Amt zur Verf\u00fcgung und scheidet zum 31. Dezember 2021 aus dem Vorstand aus. Als Nachfolger hat der Aufsichtsrat mit Wirkung vom 1. Januar 2022 den bisherigen stellvertretenden Vorstandschef Dr. Jochen Weyrauch (55) bestellt. Er geh\u00f6rt dem Vorstand seit 2017 an und leitet erfolgreich das Automotive- und Umwelttechnikgesch\u00e4ft des Konzerns.<\/p>\n<p>Ralf W. Dieter hat sich mit dem Aufsichtsrat auf eine vorzeitige Aufl\u00f6sung seines bis Mitte 2023 laufenden Vertrags verst\u00e4ndigt. \u201eIch bin zu dem Schluss gekommen, dass der richtige Zeitpunkt f\u00fcr einen Wechsel gekommen ist. Der Konzern hat die Corona-Krise solide \u00fcberstanden, ist beim Auftragseingang auf Rekordkurs und steht am Anfang einer neuen Phase profitablen Wachstums. Bei zentralen Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Elektromobilit\u00e4t ist D\u00fcrr sehr gut aufgestellt\u201c, sagte Dieter.<\/p>\n<p>Dieter wird dem D\u00fcrr-Konzern insbesondere bei den Themen Digitalisierung und k\u00fcnstliche Intelligenz in beratender Funktion verbunden bleiben und dar\u00fcber hinaus eigene neue unternehmerische Projekte verfolgen.<\/p>\n<p>Auch seine T\u00e4tigkeit als Vorstandsvorsitzender der HOMAG Group AG wird Dieter am Jahresende beenden. Dort wird sein Vorstandskollege Dr. Daniel Schmitt (51) Anfang 2022 an die Spitze des Unternehmens r\u00fccken.<\/p>\n<p>Gerhard Federer, Aufsichtsratsvorsitzender der D\u00fcrr AG sagte: \u201eDer Aufsichtsrat bedauert Herrn Dieters Entscheidung, zugleich respektieren wir seinen Entschluss. Wir blicken mit Dank und Anerkennung auf die in den vergangenen 16 Jahren geleistete Arbeit. Herr Dieter hat D\u00fcrr auf beeindruckende Weise weiterentwickelt. In seiner Amtszeit hat sich das Gesch\u00e4ftsvolumen auf rund 4 Mrd. \u20ac verdreifacht. Herr Dieter hat die F\u00fchrung von D\u00fcrr in einer schwierigen Situation \u00fcbernommen, das Unternehmen stabilisiert und mit klarer Strategie zu einem der schlagkr\u00e4ftigsten Maschinen- und Anlagenbauer weltweit gemacht. Er \u00fcbergibt ein finanziell robustes Unternehmen mit au\u00dfergew\u00f6hnlich guten Entwicklungsperspektiven.\u201c<\/p>\n<p>Ralf W. Dieter trat im Jahr 2003 in den D\u00fcrr-Konzern ein und sanierte zun\u00e4chst die Messtechnik-Tochter Carl Schenck. 2005 wurde er Mitglied des Vorstands der D\u00fcrr AG und 2006 dessen Vorsitzender. Am Anfang seiner Amtszeit stand die Modernisierung von Strukturen, Gesch\u00e4ftsprozessen und IT mithilfe des Optimierungsprogramms FOCUS im Mittelpunkt, hinzu kam der Abbau hoher Schulden. W\u00e4hrend der weltweiten Wirtschaftskrise 2008\/2009 baute Dieter die Position von D\u00fcrr insbesondere in China sowie in anderen Wachstumsm\u00e4rkten aus. Davon profitierte der Konzern in den Folgejahren durch starke Umsatzsteigerungen. 2014 folgte der Erwerb der HOMAG Group, dem sich weitere Zuk\u00e4ufe in den Bereichen Software, Umwelttechnik und Automatisierung anschlossen. In den vergangenen Jahren lag Dieters Fokus auf der Digitalisierung, in Personalunion \u00fcbernahm er den Vorstandsvorsitz bei HOMAG und den Beiratsvorsitz des 2017 gegr\u00fcndeten IoT-Joint-Ventures ADAMOS.<\/p>\n<p>Heinz D\u00fcrr, Ankeraktion\u00e4r und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der D\u00fcrr AG: \u201eHerr Dieter war genau der richtige Mann f\u00fcr das Unternehmen: Er hat D\u00fcrr souver\u00e4n, mutig und mit Unternehmergeist gef\u00fchrt und hatte die F\u00fchrungskr\u00e4fte und Mitarbeiter hinter sich, weil er Glaubw\u00fcrdigkeit, Zuversicht und N\u00e4he ausstrahlt. Er hat D\u00fcrr entscheidende Impulse gegeben und die Grundlagen daf\u00fcr geschaffen, dass D\u00fcrr zuversichtlich nach vorne schauen kann. Zugleich steht mit Dr. Weyrauch ein erfahrener Nachfolger bereit, der das Gesch\u00e4ft kennt und f\u00fcr die kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzerns steht.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Jochen Weyrauch begann seine Management-Karriere beim Autozulieferer Continental Teves und wurde sp\u00e4ter Chef der zum Anlagenbauer Babcock-Borsig geh\u00f6renden Turbo-Lufttechnik GmbH. Von 2003 bis 2005 folgte eine erste Station im D\u00fcrr-Konzern; als Vorstandsmitglied der Carl Schenck AG verantwortete er gemeinsam mit Ralf W. Dieter die Sanierung des Schenck-Konzerns. Im Zuge der Ver\u00e4u\u00dferung der Tochtergesellschaft Schenck Process schied Dr. Weyrauch 2006 aus dem D\u00fcrr-Konzern aus. Nach mehr als zehn erfolgreichen Jahren an der Spitze von Schenck Process war der promovierte Wirtschaftsingenieur als Berater und Partner im Private-Equity-Bereich aktiv, bevor er 2017 als Vorstand zu D\u00fcrr zur\u00fcckkehrte. Er ist neben dem Automotive- und Umwelttechnikgesch\u00e4ft auch f\u00fcr den im Februar mehrheitlich erworbenen Automatisierungsspezialisten Teamtechnik sowie die Ressorts Nachhaltigkeit, Unternehmensentwicklung und Globaler Einkauf zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>\u201eDer Aufsichtsrat hat schon vor geraumer Zeit erkannt, dass mit Dr. Weyrauch ein idealer interner Nachfolger bereit steht. Daher gibt es bei D\u00fcrr einen gut vorbereiteten, reibungslosen \u00dcbergang\u201c, so Aufsichtsratschef Gerhard Federer. \u201eDr. Weyrauch ist ein erfahrener Manager, der hervorragende Kenntnisse im Automotive- und Anlagenbaugesch\u00e4ft besitzt, seine F\u00e4higkeiten bei D\u00fcrr bewiesen hat und \u00fcber einen guten Draht zu F\u00fchrungskr\u00e4ften und Belegschaft verf\u00fcgt. Er versteht sich als Unternehmer, der D\u00fcrr aktiv weiterentwickeln will und Markttrends wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung aktiv angeht. Durch seinen Private-Equity-Hintergrund bringt er viel Erfahrung im Kapital- und Beteiligungssektor mit, was auch mit Blick auf die B\u00f6rsennotierung der D\u00fcrr AG von Vorteil ist.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Jochen Weyrauch: \u201eD\u00fcrr geh\u00f6rt zu den ersten Adressen im internationalen Maschinen- und Anlagenbau. Ich werde alles daran setzen, diese Position im digitalen Zeitalter weiter auszubauen. Besondere Chancen bieten sich im Gesch\u00e4ft mit nachhaltigen Produktionstechnologien. Wir werden auch k\u00fcnftig in Innovationen investieren, die unseren Kunden mehr Energieeffizienz erm\u00f6glichen und die Dekarbonisierung beschleunigen. In der Belegschaft sp\u00fcre ich einen enormen Team-Spirit: Mitarbeitende und F\u00fchrungskr\u00e4fte wollen etwas erreichen und weiter an der Erfolgsgeschichte von D\u00fcrr arbeiten. Es ist eine Ehre, ein solches Unternehmen in die Zukunft zu f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Jochen Weyrauch wird den Vorstandsvorsitz der D\u00fcrr AG zum 1. Januar 2022 \u00fcbernehmen. Er erh\u00e4lt einen neuen Dienstvertrag mit einer Laufzeit von f\u00fcnf Jahren bis Ende 2026. Nach dem Austritt von Herrn Dieter wird der Vorstand der D\u00fcrr AG bis auf Weiteres aus zwei Mitgliedern bestehen. Neben Dr. Weyrauch als neuem Vorsitzenden wird Dietmar Heinrich (57) weiterhin als Finanzvorstand fungieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die D\u00fcrr AG wird am Jahresende einen langfristig vorbereiteten Wechsel an der Unternehmensspitze vornehmen. Ralf W. 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