{"id":29191,"date":"2021-11-30T10:14:23","date_gmt":"2021-11-30T09:14:23","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=29191"},"modified":"2021-11-30T10:14:23","modified_gmt":"2021-11-30T09:14:23","slug":"initiative-fuer-mehr-resilienz-fraunhofer-praesentiert-white-paper-resyst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=29191","title":{"rendered":"Initiative f\u00fcr mehr Resilienz: Fraunhofer pr\u00e4sentiert White Paper \u00bbRESYST\u00ab"},"content":{"rendered":"<p><b>Vor dem Hintergrund aktueller Krisen wie der Corona-Pandemie oder der Hochwasserkatastrophe des Sommers 2021 wird deutlich: Krisen, die auf unzureichend resiliente Wertsch\u00f6pfungsketten treffen, k\u00f6nnen dramatische Auswirkungen auf Unternehmen und sogar ganze Volkswirtschaften haben. Mit dem White Paper \u00bbRESYST\u00ab stellen 17 Fraunhofer-Institute eine Analyse aller Faktoren und Bedingungen f\u00fcr Resilienz vor und geben praktische Handlungsempfehlungen. Das Fazit der Forschenden: Wer nachhaltige Ma\u00dfnahmen zur Steigerung der Resilienz einf\u00fchrt, bleibt selbst in Krisen innovativ und erfolgreich.<\/b><\/p>\n<p>Die Folgen der Corona-Pandemie haben auch die deutsche Wirtschaft stark getroffen. Viele Branchen melden Lieferschwierigkeiten, allen voran die Autoindustrie, aber auch die Baubranche, M\u00f6belhersteller, die Papierindustrie und Fahrradhersteller \u2013 sogar Spielwaren sind knapp.<\/p>\n<p>Die Industrie sollte die dramatischen Lieferengp\u00e4sse zum Anlass nehmen, ihre F\u00e4higkeit zur Resilienz zu \u00fcberpr\u00fcfen und zukunftsorientierte Ma\u00dfnahmen zu planen. Hier setzt das White Paper \u00bbRESYST Resiliente Wertsch\u00f6pfung in der produzierenden Industrie \u2013 innovativ, erfolgreich, krisenfest\u00ab an. 17 Fraunhofer-Institute des Fraunhofer-Verbunds Produktion bringen ihre langj\u00e4hrigen, umfassenden Erfahrungen und aktuellen Forschungsergebnisse ein. Die Autorinnen und Autoren wenden sich dabei nicht nur an ein Fachpublikum, sie wollen ihre Erkenntnisse auch einer breiten \u00d6ffentlichkeit aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nahebringen.<\/p>\n<h4><b>Reaktion auf Krisen und unerwartete St\u00f6rf\u00e4lle<\/b><\/h4>\n<p>Das White Paper untersucht die Auswirkungen unerwarteter St\u00f6rf\u00e4lle und pl\u00f6tzlich hereinbrechender Krisen auf Unternehmen und diskutiert Ma\u00dfnahmen und Weichenstellungen, die auf den Ebenen der Unternehmen, des Wertsch\u00f6pfungssystems oder der Politik getroffen werden k\u00f6nnen, um die Resilienz deutlich zu erh\u00f6hen. Wesentliche Faktoren sind dabei unter anderem Qualifikation und Motivation der Mitarbeitenden, der Aufbau alternativer Prozessketten oder eine schnellere Zertifizierung von Produkten und Prozessen durch die zust\u00e4ndigen Institutionen. Dar\u00fcber hinaus sollten sich staatliche Unterst\u00fctzungsleistungen nicht punktuell auf einzelne Branchen oder Unternehmen fokussieren, sondern ganze Wertsch\u00f6pfungssysteme in den Blick nehmen.<\/p>\n<p>\u00bbVon internationalen Handelskonflikten \u00fcber die Auswirkungen des Klimawandels bis hin zur Corona-Pandemie \u2013 die vergangenen Jahre haben gezeigt: Resilienz ist eine tragende S\u00e4ule f\u00fcr eine funktionierenden Wirtschaft, insbesondere der produzierenden Industrie,\u00ab sagt Prof. Reimund Neugebauer, Pr\u00e4sident der Fraunhofer-Gesellschaft. \u00bbDie deutsche Wirtschaft steht heute vor enormen Herausforderungen. Sie muss innovative Technologien im Kampf gegen den Klimawandel auf den Markt bringen und ihre technologische Souver\u00e4nit\u00e4t im globalen Wettbewerb ausbauen. Das White Paper \u00bbRESYST\u00ab vertieft das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr eine resiliente Wertsch\u00f6pfung und bietet produzierenden Unternehmen praxisnahes Know-how zur Steigerung ihrer Resilienz und damit langfristiger Erfolgssicherung.\u00ab<\/p>\n<p>Prof. Holger Kohl, stellvertretender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK und Koordinator des White Papers zum Forschungsprojekt RESYST, erg\u00e4nzt: \u00bbDas Thema Resilienz wird immer noch untersch\u00e4tzt. Unser White Paper will das Bewusstsein f\u00fcr dieses komplexe Thema sch\u00e4rfen, damit die Verantwortlichen der produzierenden Industrie fr\u00fchzeitig Ma\u00dfnahmen zur dringend notwendigen Verbesserung der Resilienz ergreifen. Eine zentrale Erkenntnis von RESYST ist dabei, dass eine sorgf\u00e4ltige Analyse der internen Gesch\u00e4ftsprozesse, Strukturen und oftmals versteckten Abh\u00e4ngigkeiten grundlegend f\u00fcr den erfolgreichen Aufbau resilienter Wertsch\u00f6pfungssysteme ist.\u00ab<\/p>\n<h4><b>Rahmenmodell f\u00fcr resiliente Wertsch\u00f6pfung<\/b><\/h4>\n<p>Das White Paper stellt erstmals das \u00bbRahmenmodell f\u00fcr Resiliente Wertsch\u00f6pfung\u00ab vor, das die Fraunhofer-Forschenden instituts\u00fcbergreifend gemeinsam entwickelt haben. \u00bbDas Rahmenmodell bildet ein durchg\u00e4ngiges Ger\u00fcst, das alle relevanten Aspekte der Resilienz adressiert, sie miteinander vernetzt und mit handlungsorientierten L\u00f6sungsbausteinen verkn\u00fcpft\u00ab, erl\u00e4utert Kohl. Das gibt Unternehmen die M\u00f6glichkeit, die strategisch angelegten Resilienz-Ziele nahtlos mit den Erfordernissen des Tagesgesch\u00e4fts zu verbinden. Die \u00bbRESYST\u00ab-Autoren begn\u00fcgen sich nicht mit theoretischen Er\u00f6rterungen. Das Rahmenmodell und die Analysen werden mit praktischen Handlungsempfehlungen, konkreten Beispielen und einer Reihe von Case Studies anschaulich gemacht.<\/p>\n<p>Die Forschenden der Fraunhofer-Gesellschaft senden mit ihrem White Paper \u00bbRESYST\u00ab aber auch eine optimistische Botschaft aus. \u00bbResilienz ist mehr als nur Krisenvorsorge, vielmehr hilft sie auch jenseits von Krisen innovativ und agil zu bleiben. Denn intakte und resiliente Wertsch\u00f6pfungssysteme sind essenziell f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Deutschland\u00ab, sagt Holger Kohl.<\/p>\n<p>Das White Paper \u00bbRESYST\u00ab steht in einer Printversion und als kostenloser Download im PDF-Format zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor dem Hintergrund aktueller Krisen wie der Corona-Pandemie oder der Hochwasserkatastrophe des Sommers 2021 wird deutlich&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":29192,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-29191","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29191","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29191"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29191\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29193,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29191\/revisions\/29193"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/29192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29191"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29191"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29191"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=29191"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}